Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Dresden e. V.

OB-Radtour 2026: Gemeinsam unterwegs für besseren Radverkehr – Start zum Stadtradeln in Dresden

© Juliane Mostertz / FOTOGRAFISCH

Bei freundlichem Spätsommerwetter wurde am Montagnachmittag bei der dritten gemeinsamen Radtour von Oberbürgermeister Dirk Hilbert mit dem Dresdner Fahrradclub ADFC das Stadtradeln aktiv gestartet und so gleich die ersten Kilometer gesammelt. Die Route startete an der Goldenen Pforte des Neuen Rathauses und führte den OB und die Teilnehmer über einen rund 8,5 Kilometer langen innerstädtischen Rundkurs durch die Südvorstadt, über die Nossener Brücke und schließlich zum Altmarkt. Unterwegs wurden Problemstellen, als auch Verbesserungen intensiv diskutiert.

An sechs Zwischenhalten wurden aktuelle Radverkehrsthemen diskutiert – darunter zu geringe Straßenbreiten, einfache technische Lösungen sowie generelle Führung von Radverkehr auf Hauptradrouten. Ein besonderer Fokus lag auf Lösungen im Umfeld von Baustellen, geringen Überholabständen sowie fehlender Radinfrastruktur, die eine besondere Bedeutung für Schulwege haben. Dabei wurden nicht nur bauliche Maßnahmen besprochen, sondern auch Fragen zur Zusammenarbeit der Landeshauptstadt mit der Polizei für regelmäßige Kontrollen, insbesondere abseits von Aktionswochen und etwa zum Schulstart, durch die Teilnehmer angeregt.

Oberbürgermeister Hilbert zeigte sich dabei offen für konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit. Darüber hinaus sprach sich Hilbert für ein ressortübergreifendes Denken bei städtischen Unternehmen aus, so dass Maßnahmen gebündelt werden. Auch bei den langfristigen Prozessen im Rahmen von Planungen sieht der Oberbürgermeister Verbesserungspotenzial, da dabei auch nicht unerhebliche Kapazitäten gebunden werden. Unter den aktuellen Rahmenbedingungen konnte er allerdings keine Hoffnung auf eine schnelle Trendwende geben. Die Landeshauptstadt Dresden ist in den übergreifenden Gremien bemüht gemeinsam mit anderen Kommunen die Bedingungen dafür zu verbessern.

„Die heutige Tour hat gezeigt, dass der Radverkehr mit seiner wachsenden Bedeutung im Mobilitätsmix anerkannt wird“, sagte Wolfgang Fröb vom Vorstand des ADFC Dresden. „Dass Oberbürgermeister Hilbert mitgefahren ist und aktiv diskutiert hat, ist dafür der beste Beleg. Unsere Gespräche fanden auf Augenhöhe mit dem klaren Fokus auf pragmatische Lösungen statt, die mit wenig Aufwand viel bewirken können. Wichtig ist, dass die Sicherheit von Schulwegen noch einmal für anstehende Überarbeitung von Schulnetzplänen angesprochen werden konnte.“

Der Blick der Teilnehmer ging dabei in den Fragestellungen auf Punkte ein, die die ganze Stadt und auch grundsätzliche Entscheidungen betreffen, wie etwa die Führung von Radverkehr auf Straßen – ob bauliche Trennung oder Führung auf der Fahrbahn. Weitere Themen waren bauliche Fragen, die dabei nicht nur den Radverkehr, sondern gerade auch Menschen mit Mobilitätseinschränkungen betreffen. Die Teilnehmenden forderten eine bessere Berücksichtigung der tatsächlichen Routenwirkungen bei städtischen Entscheidungen. Die übergreifende Botschaft: Aus vielen guten Konzepten muss endlich schnellere Umsetzung werden.

„Wir dürfen uns wieder bei engagierten und interessierten Teilnehmern bedanken, die die Chance zum Austausch ergriffen haben den Dresdner Radverkehr in seinen vielfältigen Herausforderungen zu verbessern.“, so Wolfgang Fröb vom Vorstand des ADFC Dresden. „Die angesprochenen Punkte werden wir weiterverfolgen und freuen uns auf eine spannende Fortsetzung des Formats im nächsten Jahr.“

Kontakt

Jonas Geyer, Referent Verkehrspolitik und Ehrenamtskoordination
T
el.: 0159 067 866 93
Mail: jonas.geyer@adfc-dresden.de

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Jonas Geyer

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