Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Dresden e. V.

Lausitzer Anradeln – Radwochenende im Mai

Ein Aktiv-Wochenende gibt es am 8. und 9. Mai im Heidebogen nahe Dresden. Weit ab von jedem Kommerz und Großstadtgetümmel werden zwischen Königsbrück und Kamenz landschaftlich schöne Strecken auf gut ausgebauten Wegen für sportlichen Wettstreit und gemütliche Ausfahrten ausgeschildert. Die Veranstalter laden Radfahrer und Sportinterssierte zum fünften Lausitzer Anradeln, zum zwölften Kamenzer Blütenlauf und zum ersten Kamenzer Duathlons an einem Wochenende ein.

Der 8. Mai ist dabei der „Sporttag“ mit

  • dem 12. Blütenlauf
  • dem Radrennen „Lausitzer 100er“ und
  • dem 1. Kamenzer Duathlon

Kollegen-Teams, Freizeitsportler, Kinder und sogar die gesamte Familie können zeigen was sie in den Beinen haben. Die Anmeldepreise variieren zwischen 2 Euro (Schüler 2km) und 15 Euro (Lausitzer 100er Rad-Einzel) pro Person.

Der 9. Mai ist der „Radeltag“. Gemütlich können Radfahrfreunde auf vier Touren von 30 bis 60 km Länge zwischen Königsbrück, Bernsdorf, Kamenz und Panschwitz-Kuckau durch den Dresdner Heidebogen fahren, geführt oder individuell. Die ausgeschilderten Rundfahrten liegen auf durchgängig befestigten Straßen und sind beliebig bis zu 180 km kombinierbar.

Startmöglichkeiten für die geführten Touren gibt es außer in Kamenz an den Kontrollpunkten in Bernsdorf, Oßling, Panschwitz-Kuckau, Elstra, Bischheim-Häslich, Königsbrück und Schwepnitz.

Die Touren des Radel-Tages

  • Heidebogen-Tour (50km):
  • Granit-Tour (40km):
  • Bergbau-Tour (60km):
  • Kloster-Tour (30km):

Die Anmeldung erfolgt online, mit der Anmeldekarte des Flyers oder einfach am Veranstaltungstag vor Ort. Für die Touren am „Radltag“ beträgt die Teilnahmegebühr bei der Voranmeldung / am Veranstaltungstag:

  • 3 Euro / 5Euro für Erwachsene
  • 50 Cent / 1 Euro für Kinder ab 7 Jahre
  • nischt für die ganz Kleinen

Weitere Informationen

  • www.lausitzeranradeln.de (https://www.lausitzeranradeln.de/) oder
  • Flyer in den Touristinformationen Kamenz, Königsbrück, Moritzburg und Bernsdorf.
  • Regionalmanagement des Dresdner Heidebogens,
    Telefon +49 (35208) 34781

Heidebogen-Tour

Über 50 km führt die Heidebogen-Tour durch die wunderschöne Moränenlandschaft des Dresdner Heidebogens. Gestartet wird 9 Uhr auf dem Markt in Königsbrück. Wer noch nicht gefrühstückt hat kann sich bei Angelo in der Gaststätte Zum Italiener noch einen Kaffee gönnen.

Der Weg führt hinaus aus Königsbrück am Naturschutzgebiet Königsbrücker Heide entlang nach Schmorkau. Weiter über Gottschdorf nach Schwepnitz wo der hiesige Sportverein die Radler mit kühlen Getränken und kleinen Snacks erwartet. Eine kurze Verschnaufpause kann am Radwandertreff in Bulleritz eingelegt werden. Weiter führt der Weg durch die Gemeinde Schönteichen. Treffend werden die Reisenden den Namen finden. Ein Schluck aus der Wasserflasche kann nicht schaden bevor die Radler den einzig nennenswerten Anstieg auf der Tour gen Kamenz in Angriff nehmen.

Kulturell geht’s zu in Kamenz. Wer möchte kann das Lessingmuseum oder das Museum der Westlausitz besuchen, die für die Radler mit FREIEM Eintritt locken. Sehenswert sind sie beide und soviel Zeit muss sein.

Ein bisschen die Beine wird man spüren wenn man Kamenz über den Hutberg verlässt. Die herrliche Aussicht entschädigt aber für die „Strapazen“ und bis Brauna kann man dann rollen lassen. In Schwosdorf wird bei Tante Hertha im Wal- und Wüsteberghaus gerastet. Viel wissen die Wal- und Wüstebergler über Flora, Fauna, Klimaschutz und erneuerbare Energien, sicher lassen Sie die wissensdurstigen Radler daran teilhaben.

Dann geht es auf den Schlussspurt Richtung Reichenau. Dort erwartet die Radler Familie Welk und führt durch das Armenhaus des Ortes, das der Heimatverein liebevoll pflegt und erhält und Pilgern zur Verfügung stellt. Ach übrigens wir befinden uns auf der Via Regia! Quasi gegenüber lädt der Bauernhof von Giso und Norman Müller zu Speiß und Trank ein. Über Gräfenhain geht es zurück nach Königsbrück, wo die müden Radler den Tag in der Gaststätte „Zum Italiener“ ausklingen lassen können.

Granit-Tour.

Die 40 km lange Tour erhielt ihren Namen von dem regionstypischen Granit-Abbau. Einer der ehemals wichtigsten Wirtschaftszweige der Region. Viele Tagebausehen zeugen von dieser einst blühenden Industrie. Deshalb startet die Tour auch in dem Ortsteil Häslich der Gemeinde Haselbachtal.

In Häslich befindet sich die Schauanlage der Granitindustrie auch als Granitmuseum bekannt. Eine sehenswerte Anlage mit Museum und Lehrpfand. Um 9 Uhr treffen sich die Radler am Vierseithof in Häslich. Der Vierseithof erzählt die Geschichte der Bauern und Landfrauen der Region – wie sie lebten und arbeiteten. Ein bisschen Kraft in den Waden brauchen die Radler wenn der erste der beiden Tour-Berge erklommen wird. Der Talpenberg misst 400 Höhenmeter über NN. 100 Höhenmeter müssen die Radler überwinden. Die herrliche Landschaft lässt die zwickenden Waden schnell vergessen und ein Rastplatz ist auch schon in Sicht – die wahrscheinlich längste Bank Sachsens ist ein ideales Fotomotiv. Weiter geht es, die Anlage des Schlosses Elstra mit dem Schlosspark wartet auch schon. Strahlend weiß präsentiert sich das Schloss welches 1903 im Jugendstil wieder errichtet wurde, nachdem es 1902 abgebrannt war.

Die Wallanlage in Prietitz ist das nächste Ziel. Sie stammt vermutlich aus dem 10. Jhr. als die Milzener ein dichtes Nezt kleiner Burgen und Wehranlagen in der Region errichteten.

Über Wiesa geht es nach Kamenz. Dem Ausrichter des Tages der Sachsen 2011. Wer möchte kann das Lessingmuseum oder das Museum der Westlausitz besuchen, die für die Radler mit FREIEM Eintritt locken. Sehenswert sind sie beide und soviel Zeit muss sein. Ein bisschen die Beine wird man spüren wenn man Kamenz über den Hutberg verlässt. Oben angekommen kann man bis Brauna rollen lassen. In Schwosdorf wird bei Tante Hertha im Wal- und Wüsteberghaus gerastet. Viel wissen die Wal- und Wüstebergler über Flora, Fauna, Klimaschutz und erneuerbare Energien, sicher lassen Sie die wissensdurstigen Radler daran teilhaben. Dann geht es auf den Schlussspurt Richtung Reichenau. Dann geht es hinab ins Tiefental an die Pulsnitz. Dort erwartet die Radler Familie Welk und führt durch das Armenhaus des Ortes, das der Heimatverein liebevoll pflegt und erhält und Pilgern zur Verfügung stellt. Im Kulturwerk „Gasthof Reichenbach“ kann man den Tag bei Speiß und Trank ausklingen lassen – das Kulturwerk lässt sich sicher etwas einfallen.

Bergbau-Tour

Die Bergbau-Tour ist mit 60 km die Längste des Tourentages. Dafür ist die Tour ohne nennenswerte Steigung auch für Kurzstrecken-Radler gut zu schaffen. Gestartet wird um 9 Uhr am Vereinshaus „Grüner Wald“ in Bernsdorf. In südliche Richtung geht es entlang von Feldern und Teichen nach Bulleritz. Am Radwandertreff darf verschnauft werden. Durch die Gemeinde Schönteichen geht es Richtung Kamenz. Ein klein bisschen wird man es in den Waden spüren, dass der Ausrichter des Tages der Sachsen 2011 auf dem Berge liegt. Eine Runde über den Marktplatz zu drehen ist auf jeden Fall lohnenswert, allein schon wegen des imposanten roten Rathauses der Stadt. Wer möchte, kann das Lessingmuseum oder das Museum der Westlausitz besuchen, die für die Radler mit FREIEM Eintritt lockt. Sehenswert sind sie beide. Die Zeit für einen Besuch sollte man sich nehmen. Von Kamenz aus geht es entlang am Deutschbaselitzer Großteich in Richtung Ossling. Zwischen Oßling und Zeißholz wurde um 1840 Braunkohle entdeckt, die dicht unter der Erde lag. Die sorbischen Bauern nutzten die Kohle selbst als Brennmaterial oder verkauften sie an die umliegenden Glasfabriken. Ab 1850 sprach man vom sorbischen „Bauernbergbau“. Im Raum Zeißholz gab es insgesamt 8 Kohlegruben. Kurz nach der Wende ging der Industriestandort verloren und mit ihm ein ganzes Dorf – die Kolonie Zeißholz. In der Umgebung ist Zeißholz für sein Dorfmuseum bekannt. Es befindet sich in einem der ältesten erhaltenen sorbischen Dreiseithöfe der Oberlausitz. Zum Radtourentag wird es für die Radler zu freiem Eintritt offen stehen und die Geschichte des Bauernbergbaus erzählen. Von Zeißholz aus geht es zurück nach Bernsdorf wo die Radler im „Grünen Wald“ den Tag ausklingen lassen können.

Kloster-Tour

Zur Kloster-Tour trifft sich die Radlerschaft um 9 Uhr auf dem Markt im Kamenz und startet vom höchst gelegenen Punkt der Route in Richtung Deutschbaselitz. Die Kloster-Tour ist mit 30 km die kürzeste der angebotenen Touren. Die Strecke führt durch von sorbischer Tradition geprägter Dörfer, durch Wälder und Felder der Oberlausitz.

Von Deutschbaselitz geht es über Piskowitz nach Rosenthal. Der Wallfahrtsort Rosenthal ist seit Jahrhunderten das Herzstück der katholischen sorbische Oberlausitz. Hier findet alljährlich am Pfingstmontag die „größte sorbischen Versammlung“ statt. Aus allen sorbischen Pfarrgemeinden kommen Gläubige meist zu Fuß zu ihrer Wallfahrtskirche Maria in der Linde. Der Ursprung der Wallfahrt nach Rosenthal wird um die Zeit der Reformation vermutet.

Auf dem Weg nach Crostwitz begegnen die Radler immer wieder aufwendig gestalteten Kreuzen, die von dem lebendigen religiösen Leben der sorbischen Bevölkerung zeugen. Der Klosterpark des St.Marien Klosters in Panschwitz-Kuckau ist das nächste Ziel. Der schön angelegte und gepflegt Park lädt zum Verweilen ein. Wer möchte, kann den Kräutergarten und den kleinen Klosterladen besuchen. Der Kräutergarten des Klosters kann in der Gruppe für einen kleinen Obolus besichtigt werden.

Über Miltitz und Wendischbaselitz geht es nach Nebelschütz. Nebelschütz ist ein Gewinner-Dorf. 2007 gewann Nebelschütz beim Bundeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ die Silbermedaille, ein Jahr später sogar den Europäischen Dorferneuerungspreis Zurück geht es nach Kamenz. In den zahlreichen Kaffees um den Stadtring kann man den Tag ausklingen lassen. Wer noch Muse hat, sollte unbedingt das Angebot des Museums der Westlausitz und des Lessingmuseums nutzen, die beide mit FREIEM Eintritt locken. Mit der S-Bahn kann der Heimweg wadenschonend angetreten werden.

JB

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