Pressemitteilung des ADFC Dresden e.V.
Der ADFC Dresden begrüßt, dass sich Team Zastrow öffentlich für dauerhafte Radwege auf der Köpckestraße ausspricht. „Es ist ein gutes Signal, wenn aus einer provisorischen Umleitung eine reguläre Radverkehrsanlage werden soll. Dauerhafte Lösungen sind besser als jahrelange Zwischenzustände“, so Vorstandsmitglied Nils Larsen.
Dieser Ansatz sollte nun konsequent weitergedacht werden. Es reicht nicht, die bestehenden Baken zu entfernen und schnell eine Markierung aufzubringen. Entscheidend ist eine komfortable und sichere Anbindung für alle Personengruppen und Fahrradtypen – sowohl östlich in Richtung Wigardstraße und Albertstraße als auch westlich zur Augustusbrücke und zum Elberadweg.
„Wir freuen uns, dass hier der politische Wunsch nach dauerhaften Radwegen formuliert wird – das entspricht auch unseren Vorstellungen. Das Provisorium zeigt, dass dies möglich und für alle Beteiligten akzeptabel ist“, so Larsen. „Wichtig ist nun, die Strecke als Gesamtverbindung zu betrachten. Wer die Köpckestraße dauerhaft stärkt, sollte auch die dazugehörigen Kreuzungsbereiche und Abbiegebeziehungen fahrradgerecht gestalten. Eine leistungsfähige, intuitive Verbindung kann die Hauptstraße entlasten und die Verkehrsströme im Brückenumfeld sinnvoll ordnen.“
Verbesserungsbedarf sieht der ADFC beispielsweise bei der derzeitigen Situation für Radfahrende, die von der Köpckestraße nach links auf die Augustusbrücke abbiegen wollen: Derzeit sollen Radfahrende hierfür eine steile Asphaltrampe auf den Gehweg nutzen. Das ist umständlich und für Lastenräder oder Fahrräder mit Anhänger nahezu unpassierbar. Zudem entstehen vermeidbare Konflikte mit dem Fußverkehr, da Radverkehr auf den Gehweg geführt wird.
Der ADFC Dresden plädiert daher für attraktive, konfliktarme und durchgängige Lösungen sowie klar geregelte und sichere Abbiegebeziehungen. „Wenn jetzt Bewegung in die Diskussion kommt, sollte die Chance genutzt werden, eine wirklich tragfähige und langfristige Lösung zu schaffen“, sagt Larsen abschließend. „Dauerhafte Radwege sind ein Gewinn – wenn sie durchgängig und gut geplant sind.“
Der ADFC Dresden steht für einen konstruktiven Austausch zur Verfügung, um den Radverkehr im Umfeld der Carolabrücke sicher und leistungsfähig zu gestalten.
Kontakt
Jonas Geyer, Referent Verkehrspolitik und Ehrenamtskoordination
Tel.: 0159 067 866 93
Mail: jonas.geyer@adfc-dresden.de