Pressemitteilung des ADFC Dresden e.V.
Am Dienstag, den 26. Mai 2026, stellen vier Planungsbüros ihre Entwürfe für den Neubau der Carolabrücke vor. Der ADFC Dresden begleitet den Prozess seit Beginn als Mitglied des Begleitgremiums und hat seine Anforderungen an eine zeitgemäße und sichere Radverkehrsinfrastruktur frühzeitig eingebracht.
Im Fokus stehen aus Sicht des Fahrradclubs insbesondere regelkonforme und ausreichend breite Radverkehrsanlagen auf der Brücke sowie an den Brückenköpfen, direkte und komfortable Verbindungen zum Elberadweg in alle Richtungen auf beiden Elbufern sowie der Lückenschluss des Elberadwegs zwischen Carola- und Augustusbrücke auf der Altstädter Seite. Darüber hinaus fordert der ADFC eine möglichst konfliktfreie Führung ohne unnötige Gleisquerungen sowie die Offenhaltung des Elberadwegs während der Bauzeit – so lange wie möglich.
„Die Carolabrücke ist eine wichtige Verbindung für den Radverkehr in Dresden. Hier entscheidet sich für Jahrzehnte, ob Menschen sicher, direkt und komfortabel über die Elbe kommen“, sagt Nils Larsen, Vorstandsmitglied des ADFC Dresden. „Wir haben in Dresden bereits erlebt, wie schlechte oder umständliche Brückenanschlüsse den Radverkehr ausbremsen und unnötige Konflikte schaffen. Diese Fehler dürfen sich beim Neubau der Carolabrücke nicht wiederholen.“ Mit einem der vier Planungsbüros stand der ADFC Dresden im Vorfeld in einem vertieften Austausch und brachte seine Perspektive in einem persönlichen Gespräch ein.
„Eine gute Brücke endet nicht am Brückenkopf“, so Larsen weiter. „Entscheidend ist, wie gut die Verbindungen zum Elberadweg funktionieren und ob gefährliche Konflikte – etwa durch unnötige Gleisquerungen – vermieden werden.“
Die Stadt Dresden plant vom 13. Juni bis zum 19. Juli. umfangreiche Beteiligungsformate für die Öffentlichkeit. Im Anschluss wird das Begleitgremium eine Empfehlung an den Stadtrat abgeben, der im Herbst über einen Entwurf entscheiden soll. Der ADFC Dresden kündigt an, die eingereichten Vorschläge sorgfältig zu prüfen und sich weiterhin aktiv in den Prozess einzubringen.
Kontakt
Jonas Geyer, Referent Verkehrspolitik und Ehrenamtskoordination
Tel.: 0159 067 866 93
Mail: jonas.geyer@adfc-dresden.de