Pressemitteilung des ADFC Dresden e.V.
Mit der Eröffnung des neuen Gebäudes des Beruflichen Schulzentrums für Wirtschaft „Franz Ludwig Gehe“ an der Freiberger Straße hat sich die Bedeutung der Straße als Schulweg deutlich erhöht. Bis zu 1.400 Schülerinnen und Schüler werden das neue Schulgebäude künftig täglich nutzen – viele davon potenziell mit dem Fahrrad. Der ADFC Dresden fordert deshalb, den seit Jahren versprochenen Ausbau sicherer Radverkehrsanlagen zeitnah umzusetzen.
Die Freiberger Straße ist eine zentrale Verbindung zwischen dem World Trade Center und der Kesselsdorfer Straße und als regionale Hauptradroute Teil des Dresdner Hauptradroutennetzes (RVK-Route, Kategorie RIN II). Dennoch fehlt bis heute eine sichere Radverkehrsführung. „Es ist schwer vermittelbar, dass direkt an einer Hauptverkehrsstraße ein neues Berufsschulzentrum für bis zu 1.400 Schülerinnen und Schüler eröffnet wird, ohne dass sichere Radwege mitgedacht werden“, sagt Nils Larsen, Vorstandsmitglied des ADFC Dresden. „Wer junge Menschen zum Fahrradfahren motivieren will, muss sichere Schulwege schaffen – nicht irgendwann, sondern jetzt.“
Seit Jahren ist ein grundhafter Ausbau der Freiberger Straße mit Radverkehrsanlagen vorgesehen. Im Zuge der geplanten Gleissanierung der Dresdner Verkehrsbetriebe zwischen Ammonstraße und Nossener Brücke sollte die Straße ohnehin umgebaut und modernisiert werden. Doch nachdem der Bauausschuss eine Entscheidung über den Ausbau im vergangenen Jahr vertagt hat, ist die Umsetzung erneut ungewiss.
Für den ADFC Dresden ist klar: Die notwendige Schulwegsicherheit darf nicht an politischen Verzögerungen scheitern. „Wenn die große Sanierung aufgeschoben wird, braucht es wenigstens eine schnelle Übergangslösung“, so Larsen weiter. „Gerade weil der Gleisabstand aktuell noch schmaler ist, lassen sich auf der bestehenden Fahrbahn ausreichend breite Radfahrstreifen markieren. Das wäre ein unkomplizierter Lückenschluss – und vor allem ein sofort wirksamer Beitrag zur Sicherheit von bis zu 1.400 Schülerinnen und Schülern.“
Der ADFC Dresden fordert die Stadtverwaltung deshalb auf, kurzfristig ausreichend breite Radfahrstreifen auf der Freiberger Straße im Bestand zu markieren – mindestens als Interimslösung bis zur vollständigen Umgestaltung. Mit der Eröffnung des neuen Berufsschulzentrums sei der Handlungsdruck noch einmal deutlich gestiegen.
„Die Freiberger Straße ist keine Nebenroute, sondern eine Radverkehrsverbindung höchster Priorität“, betont Larsen. „Wer Priorität ernst meint, muss sichere Infrastruktur schaffen.“
Kontakt
Jonas Geyer, Referent Verkehrspolitik und Ehrenamtskoordination
Tel.: 0159 067 866 93
Mail: jonas.geyer@adfc-dresden.de