Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Dresden e. V.

15 Jahre Stillstand sichtbar gemacht: ADFC fordert schnelle Verbesserungen für den Elberadweg

Mit einer symbolischen 15-ründigen Staffelfahrt hat der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Dresden am Mittwochmorgen auf den jahrelangen Stillstand bei der Erweiterung des Elberadwegs aufmerksam gemacht. Rund 20 Menschen beteiligten sich an der Aktion unter der Waldschlösschenbrücke. Jede Runde stand symbolisch für ein verlorenes Jahr Planung seit dem Stadtratsbeschluss zur Erweiterung des Elberadwegs im Jahr 2011.
 
Anlass der Aktion war die Ankündigung der Stadtverwaltung, alle bisherigen Planungen zur Erweiterung des Elberadwegs zwischen Albertbrücke und Blauem Wunder einzustellen und neu zu beginnen. Damit drohen auf dem stark frequentierten Abschnitt weitere Jahre ohne spürbare Verbesserung für Radfahrende und zu Fuß Gehende.
 
„Mit unserer Staffelfahrt haben wir sichtbar gemacht, was 15 Jahre Stillstand bedeuten. Die Situation auf dem Elberadweg zwischen Albertbrücke und Blauem Wunder ist seit Jahren angespannt. Wenn jetzt erneut von vorn geplant wird, dürfen nicht noch einmal viele Jahre ohne Verbesserungen vergehen“, sagt Nils Larsen, Vorstandsmitglied des ADFC Dresden.
 
Der Elberadweg zählt zu den wichtigsten Verkehrsachsen für den Radverkehr in Dresden. Am Spitzentag des vergangenen Jahres wurden im betroffenen Abschnitt über 5.600 Fahrten registriert. Besonders im Bereich der Johannstadt und in Blasewitz kommt es aufgrund der deutlich unterdimensionierten Wegbreiten regelmäßig zu Konflikten zwischen Radfahrenden und zu Fuß Gehenden.
Zweigleisiger Ansatz für schnelle Verbesserungen
 
Der ADFC Dresden spricht sich für ein zweigleisiges Vorgehen aus, um kurzfristig Verbesserungen zu erreichen und gleichzeitig langfristige Lösungen vorzubereiten:
 
1. Der ADFC fordert eine kurzfristige Prüfung und Umsetzung einer umweltverträglichen, moderaten Verbreiterung des bestehenden Elberadwegs auf mindestens drei Meter Breite. Diese entspricht bereits dem Standard auf der gegenüberliegenden Elbseite und würde zu einer deutlichen Entlastung beitragen.
 
Nach Einschätzung des ADFC könnte eine solche Verbreiterung planfeststellungsfrei im Rahmen einer Plangenehmigung umgesetzt werden. Ein Beispiel dafür ist die ohne Planfeststellungsverfahren erfolgte moderate Verbreiterung des Elberadwegs im Zusammenhang mit dem Projekt „Neue Wasserfassung Saloppe“ auf der gegenüberliegenden Elbseite. Dadurch wurde ein spürbarer Sicherheitsgewinn erreicht.
 
„Ziel muss es sein, eine solche geringfügige Verbreiterung spätestens bis 2030 umzusetzen. Angesichts der hohen Nutzungszahlen auf dem unfallträchtigen Abschnitt besteht hier dringender Handlungsbedarf“, so Larsen.
 
2. Der ADFC spricht sich dafür aus, parallel dazu punktuelle Ausbauplanungen für besonders hochbelastete Teilabschnitte wie „Fährgarten Johannstadt“ und „Schillerplatz“ zu erarbeiten. Ein solcher Ausbau kann die Kapazität des Elberadwegs dauerhaft sichern und muss selbstverständlich unter Berücksichtigung aller naturschutzrechtlichen Anforderungen erfolgen.
 
„Wir schlagen kein Entweder-oder vor, sondern ein klares Sowohl-als-auch. Eine moderate Verbreiterung kann kurzfristig helfen und ist aus unserer Sicht realistisch umsetzbar. So lassen sich Sicherheit und Leistungsfähigkeit des Elberadwegs deutlich verbessern“, sagt Larsen abschließend.
 

Kontakt

Jonas Geyer, Referent Verkehrspolitik und Ehrenamtskoordination
T
el.: 0159 067 866 93
Mail: jonas.geyer@adfc-dresden.de

Bild von Jonas Geyer

Jonas Geyer

MehrKraft-Spenden

MehrKraft
0%

Gesammelt: Euro

Ziel: Euro monatlich

Spendenbekundungen

Werde ADFC-Mitglied!

Unterstütze den ADFC und die Rad-Lobby, werde Mitglied und nutze exklusive Vorteile!

Dein Mitgliedsbeitrag macht den ADFC stark!

Termine des ADFC Dresden

Kalender lädt

.