Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Dresden e. V.

Das Jahr 2022 aus Sicht des ADFC Dresden

Wie in unseren Jahresbilanzen üblich, möchten wir den Rückblick mit etwas Positiven eröffnen. An vielen Stellen in Dresden konnten Fortschritte für den Radverkehr erreicht werden, für die wir uns teilweise schon über viele Jahre einsetzen:

  • Seit Ende Januar gibt es die ersten Grünpfeile für Radverkehr in Dresden.
  • Die autofreie Augustusbrücke wird eröffnet. Unser Einsatz für eine ebene Fahrbahn hat sich gelohnt!
  • Nach mehreren Jahren Druck des ADFC: Seit März gibt es eine Lösung für die Rad-Umleitung an den Filmnächten.
  • Im August verbreitert die Stadtverwaltung die Schutzstreifen auf der Karl-Marx-Straße – eine Forderung des ADFC. Damit wird die Dooring-Gefahr minimiert. Da ein Stadtratsbeschluss zur Kompensation von Autoparkplätzen das Vorhaben beinahe verzögert oder verhindert hätte, wenden wir uns an die Aufsichtsbehörde. Die Klarstellung nimmt der CDU-Initiative den Wind aus den Segeln.
  • Nachdem die Stadt im März 2021 das Radfahren entgegen der Einbahnstraße in der Pulsnitzer Straße verboten hat, haben wir uns an die übergeordnete Behörde gewandt und Recht bekommen. Seit August ist der wichtige Schulweg wieder “Rad frei” in beiden Richtungen.
  • Seit Oktober gibt es Radfahrstreifen auf der Bautzner Str. zwischen dem Diakonissenkrankenhaus und Waldschlößchen sowie zwischen der Fischhaus- und Brockhausstraße.
  • Großprojekt Radroute Ost: Der 3 km lange, mittlere Abschnitt wird im November fertig.
  • Im Dezember sind die Bauarbeiten am Fetscherplatz fertig. Es entsteht eine 5 km lange Radroute zwischen Tolkewitz und Steinstraße.
  • Zur besseren Sichtbarkeit der Radinfrastruktur werden viele Kreuzungen und Einmündungen rot markiert.
  • Wir atmen auf: 2022/23 kein Skicup mehr auf dem Elberadweg!
  • Studierende der TU Dresden entwerfen Fuß- und Radwegbrücken für eine Querung der Elbe zwischen Pieschen und dem Ostragehege. Baubürgermeister Kühn sitzt in der Jury.
  • Der Winterdienst auf Radwegen wird im Winter 2022/23 ausgeweitet.

Doch es bleiben viele weitere “Baustellen”:

  • Am Lückenschluss am Elberadweg zwischen Wachwitz und Niederpoyritz wird zwar seit 10 Jahren geplant. Absehbar ist er jedoch bisher nicht.
  • Weiterhin unerledigt sind die seit Jahren beschlossenen durchgängigen Radwege auf der Bautzner Straße zwischen Martin-Luther-Straße und Bühlau.
  • Auf dem Blauen Wunder ist nun Tempo 20 angeordnet; auf Radwegen am Körnerplatz und auf der Brücke warten wir jedoch weiter.
  • In die Länge zieht sich auch die Markierung eines Radwegs an der Königsbrücker Straße auf dem Abschnitt vom Industriegelände bis zur Stauffenbergallee. Schon 2021 sollte eigentlich gebaut werden. Zu sehen ist davon bisher nichts, außer einer Demo der “AG Nahmobilität Nord”.
  • Die schmalen Schutzstreifen auf der Winterbergstraße sind seit 2017 Gegenstand von Verbesserungsvorschlägen des ADFC. Um knappes Überholen zu vermeiden, sollen sie durch Radfahrstreifen ersetzt werden. Verbessert hat sich hier in diesem Jahr nichts.
  • Weiter keine Radwege auf der Reicker Straße. Sie waren bereits für 2021 angekündigt.
  • Ein Dauerbrenner: Auf die Kreuzung Blasewitzer / Fetscherstraße trauen sich nur Hartgesottene mit dem Rad. Denn hier wird gedrängelt und knapp überholt, was das Zeug hält. Für die Stadtverwaltung ist aber flüssiger Autoverkehr wichtiger als ein sicherer Radweg. Eine Petition fordert eine baldige Lösung.
  • Baubürgermeister Kühn lässt still und heimlich die im Radverkehrskonzept beschlossenen Radwege auf der Gostritzer Straße unter den Tisch fallen. 1.679 Menschen unterschreiben unsere Petition für Radwege an dieser wichtigen Verbindung in den Dresdner Süden.
  • Das Fahrradparkhaus am Hauptbahnhof feiert im Mai zehnjährigen Ankündigungsgeburtstag.
  • Ein Problem sind nach wie vor Umleitungen auf wichtigen Radrouten. Ob Elberadweg oder Wilsdruffer Straße – viele Radfahrende sind einfach genervt.
  • Es werden 2022 nur 13 Maßnahmen des Radverkehrskonzepts umgesetzt, davon 3 nur teilweise – etwas weniger als im Jahr zuvor. Für die ursprünglich vorgesehene Erledigung des Konzeptes innerhalb von 10 Jahren wären 45 Maßnahmen pro Jahr erforderlich. Bleibt die Umsetzungsgeschwindigkeit so niedrig wie bisher, wird das Konzept erst in den 2050ern komplett umgesetzt sein.

Weitere Aktivitäten des ADFC Dresden im Jahr 2022:

Die ADFC-Erfolge in der Stadt dokumentieren wir auf unserer Karte der Erfolge und Aktivitäten (https://adfc-dresden.de/erfolge-des-adfc-dresden/) – einfach auf die Abbildung klicken!

Damit es in Dresden mit dem Radverkehr zügiger vorangeht, muss noch einiges getan werden. Nötig ist auch Druck “von unten”. In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass der Druck vom ADFC Dresden durchaus wirkt. Wir können jede Unterstützung gebrauchen – ganz gleich, ob finanziell oder persönlich.


Noch bis Mitte Januar läuft unsere Aktion mit einem auf 19,00€ reduzierten ADFC-Beitrag im ersten Jahr der Mitgliedschaft.

Werde jetzt Teil der Bewegung: www.adfc.de/einstieg und Code 99-F14.

Konrad Krause

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