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Dresden

  • ADFC Dresden hat jetzt über 4.000 Mitglieder - Jubiläumsmitglied wohnt an Albertstraße

    4000stes Mitglied vlnr Seifert Freund Foto ADFC Dresden KleinPressemiteilung ADFC Dresden 30. Juni 2020:Der ADFC Dresden ist in diesem Juni auf über 4.000 Mitglieder gewachsen und damit innerhalb der vergangenen anderhalb Jahre um 1.000 Mitglieder gewachsen. Die Fahrradlobby ist damit einer der größten eingetragenen Vereine der Landeshauptstadt. Gestern überreichten der Geschäftsführer des ADFC-Stadtverbandes Edwin Seifert sowie ADFC-Büroleiterin Barbara Baum dem 4.000sten Mitglied, der 24-jährigen Studentin Elisabeth Freund einen großen Blumenstrauß sowie nützliche Geschenke für das Radfahren, darunter eine Fahrradklingel mit einer Gravur zur 4.000sten Mitgliedschaft. Das Jubiläumsmitglied wohnt bezeichnenderweise an der Alberstraße im Herzen von Dresdens Innerer Neustadt. Freunds Zuhause liegt also an jener Innenstadtstraße, die auf hartnäckigen Druck des ADFC und nach langer, teilweise erbittert geführter Diskussion in Kürze ordentliche Fahrradstreifen erhält.

    Freund, Masterstudentin an der TU Dresden im Studiengang Psychologie (Vertiefung: Kognitive Neurowissenschaften), freute sich sichtlich über die Ehrung. „Die Verkehrspsychologie, Teil meines Studiums, weckte mein Interesse an einer klugen Verkehrsplanung und allem was damit zusammenhängt. Da das Fahrrad zudem mein Hauptverkehrsmittel ist, merke ich alle Lücken und Defizite bei der Infrastruktur für den Radverkehr in Dresden sofort. Da war es für mich nur konsequent, dem ADFC beizutreten und damit die Lobbyarbeit für das Radfahren in dieser Stadt zu unterstützen“, erklärte Freund. „Außerdem wohne ich an der Alberstraße und kann live kontrollieren, ob die Stadt in diesem Sommer auch wirklich die beschlossenen Radwege zwischen Carola- und Albertplatz umsetzt.“

  • ADFC Dresden startet Petition zur Wiederöffnung der Fabrikstraße

    Fahrradclub fordert: Wichtige Radroute für Dresdens Süden in die Innenstadt muss wieder geöffnet werden - Unterschriften möglich bis 15. Oktober

    Fabrikstrasse 3 Foto ADFC Dresden kleinSeit dem 17. September können Radfahrer*innen und Fußgänger*innen die Fabrikstraße am Kraftwerk Nossener Brücke in Dresden-Löbtau nicht mehr passieren. Die DREWAG ließ die Straße mit fest verschraubten Bauzäunen komplett abriegeln. Bis dato war die Straße durch das DREWAG-Werksgelände eine wichtige Route abseits der großen Straßenachsen für Fahrradfahrer*innen aus Plauen, Coschütz und Löbtau in die Innenstadt. Viele nutzen die zum Teil der DREWAG gehörende Straße und gelangen bequem über die Hofmühlenstraße, die Fabrikstraße und die Freiberger Straße direkt zum Postplatz.

  • ADFC-Erfolg: Winterdienst auf Radwegen kommt voran

    Trotz wachsendem Radverkehr bot sich den Dresdner Radfahrern über viele Jahre im Winter ein trauriges Bild: Radwege wurden nicht geräumt, der Schnee der Fahrbahn sogar extra auf die Radinfrastruktur geschoben. Und der Elberadweg, den tausende Radfahrer auch im Winter nutzen, erhielt mangels Räumung einen Eispanzer, der den eigentlichen Schnee oft mehrere Wochen überdauerte.

    Der Umstieg auf Bus und Bahn ist oft keine Alternative und statt mit dem Rad nun im Auto über Schnee und Eis zu rutschen, kann eigentlich auch nicht im Sinne eines sicheren und komfortablen Verkehrs sein. Zahlreiche andere Städte haben die Vorteile eines auch im Winter nutzbaren Hauptnetzes für den Radverkehr erkannt und sparen sich so zusätzliche Busse, die die Last im Winter abfangen müssten sowie zusätzlichen Verkehrsraum für Autos.

    In Kopenhagen, wo im Winter ein Hauptnetz schon seit vielen Jahren geräumt wird, nutzen beispielsweise 80% der Radfahrer ihr Rad auch bei Schnee und Eis - angesichts des hohen Radanteils in der dänischen Hauptstadt ergeben sich erstaunliche absolute Nutzerzahlen im Winter. Der Winterdienst auf Radwegen ist für Kopenhagen aber auch Teil des Erfolgs als Fahrradstadt: Wenn das Radfahren nur in manchen Monaten möglich ist, ist das Fahrrad als Alternative zu anderen Verkehrsmitteln insgesamt weniger attraktiv.

  • Gefahrenstelle an Bautzner/Rothenburger wird entschärft

    Die Stadt Dresden entschärft die Gefahrenstelle an der Bautzner/Rothenburger Straße. Dort war im Februar 2016 eine junge Frau von einem Betonmischer getötet worden. Es ist sehr wahrscheinlich, dass auch die unsichere Verkehrsführung für Radfahrer einen Anteil am Unfall hatte: Unmittelbar vor der Kreuzung werden Radfahrer auf einem Radstreifen geführt, der dann im Nichts endet. Radfahrer werden dann rechts neben dem motorisierten Verkehr auf die Kreuzung geführt, wo sich jedoch die Fahrbahn stark verschmälert. Unmittelbar hinter der Kreuzung geschah der tödliche Unfall im Februar.

    Dass hier nun etwas passiert, geht auf den Druck des ADFC zurück. Wenige Tage nach dem Unfall baten Vertreter des ADFC um einen dringenden Termin beim Dresdner Baubürgermeister Schmidt-Lamontain (Grüne). Im Treffen Mitte Februar wurde mit Nachdruck der Umbau der Kreuzung gefordert. 

    Die Kreuzung war erst im Sommer 2014 umgebaut worden, die Gefahrenstelle also neu geplant und gebaut. Schon damals hatte der ADFC gegenüber dem Ortsbeirat Neustadt, dem Bauausschuss des Stadtrats, dem Stadtplanungsamt und dem damals amtierenden Baubürgermeister Marx (CDU) dringend eine Entschärfung der offensichtlichen Gefahrenstelle gefordert - ohne Erfolg. 

    Die Vorgänge um die Kreuzung Rothenburger / Bautzner Straße zeigen auch, dass Dresden dringend ein Radfahrbüro benötigt, wo systematisch Gefahrenstellen für den Radverkehr entschärft werden und bei Neu- und Umbauplanungen im Stadtgebiet die Sicherheitsbelange des Radverkehrs Teil jeder Planung werden.

  • Mehr Platz für Radfahrer auf der Albertbrücke?

    Auf der Albertbrücke stehen für 14.000 Autos am Tag vier Fahrspuren zur Verfügung. Das ist eine ziemliche Platzverschwendung (Carolabrücke 45.000, Marienbrücke 31.000, WSB 36.000). Damit der Autoverkehr auf der Albertbrücke gut fließen kann, sind sie jedenfalls nicht nötig.

    Würde man die beiden äußeren Fahrspuren zu Radwegen umwandeln hätte das drei vorteilhafte Nebeneffekte: 1. Radfahrer hätten in jeder Fahrtrichtung 3,25 m statt 1,60 m breite Spuren auf der Brücke, sie könnten sich leichter überholen 2. Mit dem Rad könnte man besser in die Glacisstraße abbiegen und 3. das lächerliche Doppelgeländer an der Albertbrücke könnte abgebaut werden, denn die Erhöhung des Geländers auf 1,30m ist nur für Radwege erforderlich, nicht aber bei Gehwegen. Über das Geländer lacht mittlerweile die ganze Republik - es wieder abzubauen und den Gehweg den Fußgängern zu lassen, wäre wahrscheinlich nicht die schlechteste Idee.

    Täglich fahren etwa 10.000 Menschen mit dem Rad über die Albertbrücke. Zählungen der letzten Jahre zeigen, dass die Radnutzung immer mehr zunimmt. Die neu eingerichteten Radwege auf der Albertbrücke haben lediglich eine Breite von 1,60 m, das ist nach den Empfehlungen für Radverkehrsanlagen (ERA) das Mindestmaß für schwachen Radverkehr. Auch im Lichte des erwartbaren Zuwachses ist es nur logisch, dem Radverkehr auf der Brücke mehr Platz einzuräumen.

    Wir haben dazu mit BILD Dresden gesprochen.