Unsere Petition „Für eine angemessene Fahrrad-Anbindung des Dresdner Nordens“ wurde vom Ausschuss für Petitionen und Bürgerbeteiligung in mehreren Sitzungen beraten. Das Ergebnis: Der Petition kann formal „teilweise abgeholfen“ werden. Tatsächlich ergeben sich daraus bislang kaum konkrete Fortschritte für die geforderten Maßnahmen im Dresdner Norden. In der vom Petitionsausschuss angeforderten Stellungnahme der Stadtverwaltung wird bei vielen der genannten Punkte lediglich auf bereits bekannte Planungen oder langfristige Vorhaben ohne verbindliche Umsetzungsperspektive verwiesen. Insgesamt entsteht der Eindruck, dass viele der in der Stellungnahme genannten Maßnahmen bereits unabhängig von der Petition geplant waren und keine direkte Reaktion auf die eingereichten Forderungen darstellen.
Die Stadtverwaltung verweist in ihrer Antwort zur Petition darauf, dass aufgrund begrenzter Haushaltsmittel in den kommenden Jahren zunächst vor allem Maßnahmen mit der höchsten Priorität umgesetzt werden. Zahlreiche Vorhaben im Dresdner Norden gehören derzeit zu den Prioritäten 2 und 3 und seien deshalb noch nicht im aktuellen Arbeitsplan enthalten. Offenbar reicht der Stadtverwaltung selbst die Entstehung von zehntausenden neuen Arbeitsplätzen im Dresdner Norden bislang nicht aus, um die Prioritäten des Radverkehrskonzepts zu überprüfen und situationsbedingt anzupassen.
Erste Fortschritte und geplante Maßnahmen
Positiv ist, dass für einige wichtige Strecken bereits konkrete Maßnahmen angekündigt oder in Vorbereitung sind. So soll der grundhafte Ausbau der Königsbrücker Straße zwischen Albertplatz und Olbrichtplatz ab Sommer 2026 beginnen. Auch kleinere Verbesserungen wurden bereits umgesetzt, etwa das Schließen einer Lücke in der Radverkehrsführung im Bereich der Fabricestraße.
Für die Heidestraße ist eine Oberflächenverbesserung zwischen Großenhainer Straße und Maxim-Gorki-Straße vorgesehen. Diese soll voraussichtlich im Zusammenhang mit Baumaßnahmen am Industriewassernetz in den Jahren 2026 und 2027 erfolgen.
Die Planung der Radschnellverbindung zwischen Dresden und Radeberg werde nach Angaben der Stadtverwaltung weitergeführt. Konkrete Zeiträume für eine Umsetzung könnten jedoch erst benannt werden, wenn die Planungen weiter fortgeschritten seien und entsprechende Beschlüsse vorlägen. Eine Realisierung ist damit keineswegs gesichert und dürfte nach aktuellem Stand noch viele Jahre auf sich warten lassen.
Für die Radeburger Straße liege nach Angaben der Stadt eine abgeschlossene Vorplanung für Radverkehrsanlagen vor. Diese wurde bislang nicht öffentlich vorgestellt. Aufgrund fehlender finanzieller Mittel ist eine Umsetzung derzeit nicht absehbar. Anstelle des angekündigten grundlegenden Umbaus werden aktuell kleinere Verbesserungen im Bestand geprüft, wie von uns gefordert. Auch hierzu fehlen bislang Angaben zu den nächsten Schritten oder einem konkreten Umsetzungshorizont, obwohl hier seit Jahren dringender Handlungsbedarf besteht.
Rückmeldungen aus den Fraktionen
Im Zuge der Behandlung der Petition haben wir auch die Fraktionen im Stadtrat aufgefordert, sich mit den Inhalten zu befassen und Stellung zu beziehen. Folgende Fragen haben wir gestellt:
- Unterstützt Ihre Fraktion unsere Petition zur angemessenen Radanbindung des Dresdner Nordens?
- Welche konkreten Maßnahmen strebt Ihre Fraktion für eine zeitnah realisierbare und sichere Radverkehrsanbindung des Dresdner Nordens an?
- Welches zeitliche Ziel hat sich Ihre Fraktion für eine sichere Radanbindung der Mikroelektronikstandorte des Silicon Saxony im Dresdner Norden gesetzt?
- Stehen Sie im Austausch mit den Unternehmen und Institutionen des Dresdner Nordens zur Verbesserung der Verkehrsanbindung? Welche Verbesserungen sind aus Ihrer Sicht besonders wichtig für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, welche täglich mit dem Fahrrad in den Dresdner Norden pendeln?
Einige Fraktionen haben dabei einzelne Projekte und Verbesserungen ausdrücklich unterstützt, insbesondere dort, wo bereits Planungen vorliegen oder kurzfristige Maßnahmen möglich sind. Gleichzeitig wurde auch auf die vermeintlich bestehende Priorisierung im Radverkehr sowie auf konkurrierende Großprojekte im Verkehrsbereich verwiesen. Im Folgenden werden die Antworten der Fraktionen chronologisch nach Eingangsdatum aufgeführt:
CDU (Veit Böhm, Sprecher für Verkehr und Umwelt)
Bündnis 90/Die Grünen (Ulrike Caspary, Sprecherin für Mobilität)
Hallo Herr Geyer,
1. Unterstützt Ihre Fraktion unsere Petition zur angemessenen Radanbindung des Dresdner Nordens?
x Ja
☐ Nein
☐ Enthaltung vorgesehen
2. Welche konkreten Maßnahmen strebt Ihre Fraktion für eine zeitnah realisierbare und sichere Radverkehrsanbindung des Dresdner Nordens an?
– sichere, und zeitnah umsetzbare, Radverkehrslösung auf der Radeburger Straße von Kreuzung Maxim-Gorki-Straße bis Stauffenbergallee stadtauswärts unter Nutzung einer Kfz-Spur als Interimslösung bis zur Umsetzung der von der Stadtverwaltung geplanten, dauerhaften Maßnahme
– Asphaltstreifen am Rand des Hammerweges auf dem groben Kopfsteinpflaster, um die Route Pieschen-Klotzsche zu verbessern
– wir unterstützen den Lückenschluss auf der großen Nord-Süd-Verbindung entlang der Königsbrücker Landstraße zwischen Fabricestraße und Stauffenbergallee, der insbesondere für die SchülerInnen der Schule Campus Cordis schnell gebraucht wird
– Einrichtung einer Fahrradstraße (Radroute Nord) auf der Kieler-Straße/Alexander-Herzen-Straße: Beschluss Stadtrat als Lückenschluss auf der Nord-Südverbindung stadteinwärts parallel zur Königsbrücker Landstraße
3. Welches zeitliche Ziel hat sich Ihre Fraktion für eine sichere Radanbindung der Mikroelektronikstandorte des Silicon Saxony im Dresdner Norden gesetzt?
Unser Ziel ist mindestens Umsetzungsbeginn 2027 bei Produktionsbeginn ESMC. Dafür haben wir einen Antrag im Stadtrat gestellt, der beschlossen wurde und festlegt, dass die Maßnahmen aus dem zu erstellenden „Mobilitätskonzept Dresden Nord“ deutlich priorisiert umzusetzen sind. Dies betrifft besonders den Radverkehr, denn er ist die kostengünstigste Möglichkeit das wachsende Pendleraufkommen aufzufangen.
4. Stehen Sie im Austausch mit den Unternehmen und Institutionen des Dresdner Nordens zur Verbesserung der Verkehrsanbindung? Welche Verbesserungen sind aus Ihrer Sicht besonders wichtig für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, welche täglich mit dem Fahrrad in den Dresdner Norden pendeln?
Wir haben Kontakt zum Forst aufgenommen, denn viele Radfahrende durchqueren den Heller oder die Dresdner Heide auf dem Weg zur Arbeit und brauchen zuverlässig ausreichende Wegequalität. Erfreulicherweise achtet der Forst schon jetzt darauf, Wege mit hohem Radverkehrsaufkommen in gutem Zustand zu erhalten. Dies wollen wir weiter unterstützen.
Bei Kontakt, den wir bisher zu den Firmen im Dresdner Norden hatten, wurde immer wieder klar, dass es unter den Mitarbeitern ein hohes Interesse daran gibt, mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren. Entsprechend bauten die Firmen nicht nur viele überdachte Fahrradstellplätze, sondern bieten auch Duschen usw. an. Viele der Firmen weisen immer wieder darauf hin, dass die Radrouten durchgängig, ohne Lücken, in den Norden führen müssen, damit die Mitarbeiter sicher zur Arbeit kommen können.
Freundliche Grüße
Team Zastrow (Thomas Blümel, Geschäftsführer)
Hallo Hr. Geyer,
grundsätzlich unterstützen wir das Anliegen eine sichere und gut befahrbare Verbindung für den Radverkehr in den Norden zu schaffen. Diese gibt es aktuell nur abschnittsweise. Was wir nicht unterstützen, ist das Heraussuchen einzelner Punkte aus dem Radkonzept, die dort zum Teil mit der geringsten Priorität drin stehen und für die es in einzelnen Fällen weder eine Kostenschätzung, noch eine Finanzierung gibt. Vor allem werden wir keine Vorschläge unterstützen, die auf eine Beeinträchtigung anderer Verkehrsteilnehmer hinauslaufen. Ein Radweg auf einer Bundesstraße, die ein Autobahnzubringer ist und dem dann eine Spur geopfert werden soll, das ist mit uns definitiv nicht zu machen. Unsere Vorschläge sind pragmatisch. Für uns ist ein Radweg über den Hammerweg eine solche Lösung. Auch die Möglichkeit mit dem Rad durch die Heide zu fahren unterstützen wir. Angesichts der Art und Weise wie der Geschäftsbereich von Hr. Kühn arbeitet gehen wir davon aus, dass Verbesserungen so schnell nicht kommen werden. Fortschritte erwarten wir daher erst nach 2027, wenn Hr. Kühn dieses Amt nicht mehr inne hat.
Die Unternehmen im Dresdner Norden werden durch Fördermittel des Staates in Milliardenhöhe direkt unterstützt. Darüber hinaus investieren die Stadt und ihre Unternehmen ebenfalls etliche Millionen für die Infrastruktur, wie die Wasser- und Energieversorgung. Eine aktive Beteiligung der Unternehmen an den notwendigen Investitionen erfolgt nach unserer Kenntnis nicht. Weder im Bereich Verkehr, Soziales, Sport oder Kultur. Nur fordern und selbst überhaupt nichts zu tun, das ist aus unserer Sicht nicht akzeptabel.
Zusammenfassend. Die Petition werden wir im Ausschuss ablehnen, da sie Dinge enthält, die wir nicht unterstützen. Über einzelne Punkte, die ich benannt habe, können wir gern weiter im Gespräch bleiben.
Beste Grüße
Die Linke (Susanne Dietzschold, Referentin)
Sehr geehrter Herr Geyer,
vielen Dank für Ihre Anfrage und Ihr Engagement für eine bessere Radverkehrsanbindung im Dresdner Norden.
Zu Ihren Fragen:
1. Ja. Die Verbesserung der Radverkehrsanbindung im Dresdner Norden ist aus unserer Sicht notwendig. Sie trägt zu sicheren Arbeitswegen, besserer Lebensqualität und einer sozial-ökologischen Verkehrsentwicklung in einer wachsenden Stadt bei.
2. Wir setzen uns für ein durchgängiges, sicheres und alltagstaugliches Radwegenetz ein.
Dazu gehören insbesondere
- der konsequente Lückenschluss bestehender Radverbindungen
- der Ausbau sicherer, möglichst baulich getrennter Radwege an Hauptachsen
- die Entschärfung von Gefahrenstellen und sichere Kreuzungen
- gute Beleuchtung und ganzjährig nutzbare Wege
- eine bessere Verknüpfung mit dem ÖPNV
Im Dresdner Norden sehen wir angesichts wachsender Arbeitsplätze einen besonderen Handlungsbedarf.
3. Ziel ist eine schrittweise Verbesserung der Radverkehrsanbindung mit kurzfristig umsetzbaren Maßnahmen wie Lückenschlüssen und Verkehrsberuhigung sowie einer kontinuierlichen Weiterentwicklung der Infrastruktur in den kommenden Jahren.
4. Wir halten einen Austausch mit Unternehmen, Beschäftigten und zivilgesellschaftlichen Akteuren für sinnvoll und notwendig. Entscheidend ist für uns, dass sich die Verkehrsinfrastruktur an den Bedürfnissen der Beschäftigten orientiert.
Dazu gehören vor allem:
- sichere und direkte Wege zur Arbeit
- ausreichend Abstellmöglichkeiten
- eine gute Kombination von Fahrrad und ÖPNV
- die Vermeidung von Umwegen und Gefahrenstellen
Der Ausbau der Radinfrastruktur ist für uns Teil einer gerechten und nachhaltigen Stadtentwicklung, von der alle profitieren.
Mit freundlichen Grüßen
PVP-Kooperation (Anne Herpertz & Martin Schulte-Wissermann, Stadträte)
1. Unterstützt Ihre Fraktion unsere Petition zur angemessenen Radanbindung des Dresdner
Nordens?
– Ja, uneingeschränkt
2. Welche konkreten Maßnahmen strebt Ihre Fraktion für eine zeitnah realisierbare und sichere
Radverkehrsanbindung des Dresdner Nordens an?
Radschnellwege aus dem Dresdner Zentrum in das Umland sind ein Kern unserer Forderungen. Dies beinhaltet natürlich auch Lückenschlüsse im bestehenden Netz. Die Forderungen der Petition
sind hier ein guter Startpunkt. Wie sich im Bauausschuss zeigte, hat die Stadtverwaltung eine pragmatische, kostengünstige und
schnell (paar Monate) umsetzbare Lösung für den Anstieg Hansa-/Radebrger Straße gefunden. Ohne Qualitätsverluste für Autos kann hier der Radverkehr sicher geführt werden. Leider hat diese
Lösung im Bauausschuss keine Mehrheit gefunden.
3. Welches zeitliche Ziel hat sich Ihre Fraktion für eine sichere Radanbindung der Mikroelektronikstandorte des Silicon Saxony im Dresdner Norden gesetzt?
Wichtiger als ein zeitliches Ziel (welches für uns sowieso „asap“ ist) ist es, überhaupt in die Planung und Umsetzung zu kommen. Es ist selbsterklärend, dass große Quellen und Ziele eine sichere, komfortable und schnelle Radverkehrsanbindung benötigen.
4. Stehen Sie im Austausch mit den Unternehmen und Institutionen des Dresdner Nordens zur Verbesserung der Verkehrsanbindung? Welche Verbesserungen sind aus Ihrer Sicht besonders wichtig für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, welche täglich mit dem Fahrrad in den Dresdner Norden pendeln?
Wir stehen nicht direkt mit Unternehmen in Verbindung. Wir wirken aber an jeder Stelle darauf hin, dass es eine aktive Zusammenarbeit zwischen Stadt, Stadtgesellschaft und den Firmen geben muss. Um ehrlich zu sein: die jetzige Petition, welche ja auch von Mitarbeitenden und der Führungsebene einiger Unternehmen mitgetragen wird, ist bislang die tiefste und produktivste Entwicklung in diese Richtung. Wir stehen gerne bereit, diesen Prozess aktiv zu unterstützen.
SPD (Stefan Engel, Sprecher für Stadtentwicklung, Bau, Verkehr und Allgemeine Verwaltung)
1. Unterstützt Ihre Fraktion unsere Petition zur angemessenen Radanbindung des Dresdner Nordens?
Ja. Der Dresdner Norden braucht auch eine attraktive Anbindung mit Rad, Bus und Bahn, nicht nur mit dem Auto.
2. Welche konkreten Maßnahmen strebt Ihre Fraktion für eine zeitnah realisierbare und sichere Radverkehrsanbindung des Dresdner Nordens an?
Für eine sichere Anbindung des Dresdner Nordens braucht es ein Bündel an Maßnahmen. Der Radschnellweg zwischen der Neustadt, Klotzsche und Langebrück muss mit höchster Priorität vorangetrieben werden, aber auch im Bereich Radeburger Straße / Hammerweg braucht es eine sichere Lösung. Die Diskussion darf sich aber nicht auf die klassischen Verbindungen beschränken, sondern sollte z.B. die Querung des Hellers zwischen Pieschen und Infineon in den Blick nehmen.
3. Welches zeitliche Ziel hat sich Ihre Fraktion für eine sichere Radanbindung der Mikroelektronikstandorte des Silicon Saxony im Dresdner Norden gesetzt?
Die Verbesserung der Radanbindung des Dresdner Nordens ist eine Daueraufgabe. Es gibt kurzfristig umsetzbare Verbesserungen z.B. an der Fahrbahnoberfläche, aber auch schwierige Engstellen, die umfangreiche Planungen erfordern.
4. Stehen Sie im Austausch mit den Unternehmen und Institutionen des Dresdner Nordens zur Verbesserung der Verkehrsanbindung? Welche Verbesserungen sind aus Ihrer Sicht besonders wichtig für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, welche täglich mit dem Fahrrad in den Dresdner Norden pendeln?
Wir sind als SPD in einen engen Austausch mit Initiativen, aber auch Wirtschaft-Netzwerken wie dem Branchenverband Silicon Saxony. Neben den bereits genannten Maßnahmen muss z.B. auch die Zusammenarbeit mit dem Umland und Freistaat intensiviert werden, sodass Lücken wie zwischen Volkersdorf und der Wilschdorfer Landstraße endlich beseitigt werden. Die Beschäftigen kommen nicht nur aus Dresden.
Weiterhin große Herausforderungen im Dresdner Norden
Trotz einzelner Ankündigungen bleiben viele zentrale Forderungen der Petition weiterhin ohne konkreten Umsetzungshorizont. Besonders betrifft dies zahlreiche Maßnahmen aus dem Radverkehrskonzept, die bislang nicht in den aktuellen Arbeitsplan aufgenommen wurden.
Auch die Verbesserung von Waldwegen durch die Dresdner Heide, die eine wichtige Rolle für den Alltagsradverkehr spielen könnten, wird derzeit nicht weiterverfolgt. Die Stadt verweist hier auf rechtliche Rahmenbedingungen des Waldgesetzes sowie auf hohe Anforderungen im Landschaftsschutzgebiet. Eine kurzfristige Kooperation zur pendeltauglichen Aufwertung dieser Wege wird zwar als „möglich“ bezeichnet, ist nach aktuellem Stand jedoch nicht vorgesehen.
Die Petition zeigt Wirkung – aber der Weg ist noch lang
Die Entscheidung zur teilweisen Abhilfe bedeutet vor allem, dass sich Politik und Verwaltung formal mit den Forderungen der Petition befasst haben. Für viele zentrale Anliegen fehlen jedoch weiterhin konkrete Umsetzungsperspektiven. Aus unserer Sicht zeigt dies deutlich, dass die Dringlichkeit der Situation im Dresdner Norden bislang weder ausreichend berücksichtigt, noch mit der notwendigen Priorität behandelt wird. Es besteht weiterhin großer Handlungsbedarf, um sichere und durchgängige Radverbindungen zu schaffen. Viele der vorgeschlagenen Maßnahmen bleiben notwendig, um den steigenden Radverkehr sowie neue Wohn- und Arbeitsstandorte sinnvoll anzubinden.
Wir bleiben dran
Wir werden die angekündigten Maßnahmen weiterhin aufmerksam begleiten und uns dafür einsetzen, dass die Forderungen aus der Petition Schritt für Schritt umgesetzt werden. Dazu gehört der kontinuierliche Austausch mit Politik und Verwaltung ebenso wie die öffentliche Begleitung der Planungen. Mit den ansässigen Unternehmen stehen wir nach wie vor in engem Austausch.
Unser Ziel bleibt eine sichere, komfortable und durchgängige Radanbindung des Dresdner Nordens – für alle, die dort täglich mit dem Fahrrad unterwegs sind.
Kontakt
Jonas Geyer, Referent Verkehrspolitik und Ehrenamtskoordination
Tel.: 0159 067 866 93
Mail: jonas.geyer@adfc-dresden.de