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RTP2018 TitelDer Winter lockert seinen eisigen Griff und wie jedes Jahr organisiert der ADFC eine Menge Radtouren von kurz bis lang und gemütlich bis anspruchsvoll. Alle, egal ob Mitglied oder Gast sind eingeladen mitzukommen. Los geht es am 08.04.2018 mit dem traditionellen Anradeln. Bereits am Mittwoch dem 04.04.2018 startet auch unser beliebtes Abendradeln um 18:00 Uhr am Goldenen Reiter.

Das vollständige Programm kann man sich im Internet herunterladen oder im Terminkalender nachschlagen. Das gedruckte Programm liegt in der Geschäftsstelle aus. Wer möchte kann auch gern ein paar Exemplare mehr mitnehmen und in der Stadt auslegen. Dazu laden wir Euch zu unserem Verteilfrühstück am 17.03.2018 ab 9:00 Uhr ein

Neben den vielfältigsten Tagestouren an den Wochenenden haben wir auch wieder einige Mehrtagestouren im Programm.

Anmelden kann man sich ab sofort bei den Tourenleitern. Alle anderen Touren sind wie immer anmeldefrei.

ADFC Demo vor Bundesverwaltungsgericht in Leipzig

Die von der EU vorgeschriebenen Schadstoff-Grenzwerte kann Dresden wie viele Städte nicht mehr einhalten. Der Verkehr und vor allem Diesel-Fahrzeuge belasten die Luft mit Stickoxid (NOx), das in hoher Konzentration Menschen krank machen kann. Am 27. Februar 2018 entscheidet das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig die Frage, ob Diesel-Fahrverbote rechtlich zulässig sind.

Neben Dresden sind rund weitere 70 Städte in Deutschland betroffen. Konkret geht es bei dem Urteil aber um Düsseldorf und Stuttgart, die nach einer Klage der Deutschen Umwelthilfe (DUH) gerichtlich verpflichtet wurden, die Grenzwerte schnellstens einzuhalten. Das Stuttgarter Verwaltungsgericht bewertete dabei den Schutz der Menschen höher als die Interessen der Dieselfahrer und sah in Fahrverboten die effektivste Maßnahme. In Düsseldorf hieß es, dass Fahrverbote ernstlich geprüft werden müssen.

Sperrung am KönigsuferDie derzeitige Sperrung des Elberadwegs ist eine Nummer krasser als das Meiste, was wir an Beeinträchtigungen des Radverkehrs kennen. Deswegen möchten wir sie zum Anlass einer rechtlichen Prüfung nehmen. Wir erhoffen uns, damit zu erwirken, dass die zuständige Behörde die Belange und die Sicherheit von Fußgängern und Radfahrern in ihren Entscheidungen deutlich mehr einbezieht. Als Mittel ziehen wir auch die Klage vor Gericht in Betracht. Da wir hier an die Grenzen ehrenamtlicher Arbeit stoßen, bitten wir euch um finanzielle Unterstützung für einen Rechtsanwalt und ggf. für Gerichtskosten. Wir schätzen, dass wir etwa 2000 Euro benötigen. Bitte unterstützt uns mit einer großen oder kleinen Spende. Jeder Beitrag hilft! Spenden geht ganz einfach über Betterplace:

Koenigsufer gesperrt20180103 122127smPressemitteilung des ADFC Dresden e.V. vom 3. Januar 2018

Seit dem 2. Januar ist der Elberadweg am Königsufer gesperrt. Wer mit dem Rad von der Albertbrücke Richtung Westen fährt, wird mitten in den Autoverkehr der Großen Meißner Straße geleitet. Mit etwa 30.000 Autos sollen die Nutzer des Elberadwegs sich über einen Monat die Straße gemeinsam teilen.

Wenn auch noch viel zu tun bleibt auf dem Weg zur Fahrradstadt: 2017 sind an vielen Stellen in Dresden Fortschritte auf dem Weg zur Fahrradstadt gelungen, nicht selten auf Initiative oder mit Unterstützung des ADFC. Hier ein kleiner Überblick:

  • icon hakenIm März 2017 beschloss der Stadtrat das Dresdner Radverkehrskonzept. Den Stand der Umsetzung beobachten wir seitdem auf www.radwatch-dresden.de. Aktuell liegt er bei 2,6%, während 8,9% des geplanten Realisierungszeitraums vergangen sind. Fast jede Woche muss nun rein rechnerisch eine Maßnahme des Konzepts realisiert werden, um den Zeitplan einhalten zu können.
  • Verbesserungen gibt es am Elberadweg: An der Marienbrücke wurde ein illegaler Parkplatz beseitigt, in Blasewitz ist dies in Vorbereitung. Außerdem kam eine Radwegzufahrt an der Albertbrücke hinzu.
  • Die Mobilitätswoche, veranstaltet von Stadtverwaltung, DVB, ADFC und weiteren Akteuren, war ein großer Erfolg. Mit der Kampagne Multimobil wirbt Dresden erstmals dezidiert für den Umstieg vom Auto zu Fuß-, Rad und Bahn.
  • Das ADFC-Lastenrad-Verleihsystem Frieda & Friedrich haben 2017 fast 300 Menschen genutzt. Die verfügbaren Räder wurden 529 mal, teils über mehrere Tage, entliehen und haben so zahlreiche unnütze Autofahrten ersetzt.
  • 33605659640 561c4270d7 mDie Planungen zur Königsbrücker Straße werden im Herbst von der Stadtverwaltung zur Planfeststellung eingereicht. Auf Druck des ADFC wurden in letzter Sekunde entscheidende Details an der Kreuzung Bischofsweg / Königsbrücker Straße verbessert. Baubeginn: Frühestens 2019.
  • Die Erste Dresdner Radnacht war mit 1104 Teilnehmern ein voller Erfolg.
  • Das vom Stadtrat im Haushalt verankerte Budget für den Elberadweg-Winterdienst kommt im Winter 2017/18 erstmals zum Einsatz.
  • Gemeinsam mit dem ADFC begeht die Stadt Dresden medienwirksam das 120. Jubiläum des ersten sächsischen Radwegs an der Herkulesallee im Großen Garten.
  • Zum Wintersemester 2017/18 erweitert das Radverleihsystem SZ-BIKE sein Angebot auf den Uni-Campus. 100 neue Räder und neue Stationen kommen hinzu.

radkultour 2017Für Neumitglieder hat der ADFC in Sachsen aktuell ein besonderes Angebot: Wer bis zum 31.12.2017 Mitglied wird, kann gleich doppelt profitieren. Im ersten Jahr gibts die Mitgliedschaft für 19,50€: Wer bis zum Jahresende Mitglied wird, kann das im ersten Jahr zu einem ermäßigten Beitrag - bei voller Leistung. Das geht ganz einfach über folgenden Link: www.adfc.de/einstieg. In das Feld Aktionscode bitte folgenden Code einfügen: 42-B11. Papierformulare gibt es im ADFC-Laden auf dem Bischofsweg sowie als PDF-Datei zum selber ausdrucken, ausfüllen und abschicken.

Verlosung unter allen Neumitgliedern: Unter allen Neumitgliedern bis Jahresende verlost der ADFC Sachsen 11 interessante Fahrradprodukte, vom Fahrradhandschuh bis zur Ortliebtasche. An der Verlosung nehmen auch alle Familienmitglieder teil, die bis Silvester nachgemeldet werden.

Verlost werden Artikel im Gesamtwert von über 500 Euro, von denen uns die meisten unsere Fördermitglieder Tretmühle Radebeul und Meißner Raeder in Dresden freundlicherweise zur Verfügung gestellt haben. Vielen Dank!

Mehr zur Aktion auf www.adfc-sachsen.de

Der offizielle Film zur Dresdner Radnacht ist fertig. Viel Spaß beim Anschauen!

Die Erste Dresdner Radnacht war eine von uns angemeldete Fahrraddemo. Es nahmen knapp über 1100 Menschen teil. Wir demonstrierten für mehr sichere und bequeme Wege und für weniger Stress durch drängelnde Autos. Dabei probierten wir großzügig dimensionierte Fahrbahnen aus, die im Normalfall nicht legal mit dem Rad befahrbar sind. Wir wollten für kurze Zeit den Eindruck genießen, in einer Fahrradstadt zu sein. Unterwegs passierten wir auch den allerersten Radweg Sachsens, die Herkulesallee im Großen Garten.

radfahrbahn kleinPressemitteilung des ADFC Dresden e.V. vom 12.11.2017

Am Montag, den 20. November 2017, jährt sich die Einweihung des ersten Radwegs in Sachsen. Vor genau 120 Jahren, am 20. November 1897, eröffnete der königliche Gartendirektor Friedrich Bouché entlang der Herkulesallee im Großen Garten auf einer Länge von 1,5 km eine 5,5 Meter breite Radfahrbahn, den ersten Radweg im Königreich Sachsen.

Der ADFC Dresden wird anlässlich dieses Jubiläums vor Ort symbolisch ein rotes Band durchschneiden und auf die damalige Vorreiterrolle Dresdens für den Radverkehr anstoßen. "Ende des 19. Jahrhunderts war Dresden Vorreiter für den Radverkehr. Daran kann die Stadt heute dank der zusätzlichen Rad-Planer wieder anknüpfen." sagt Nils Larsten, Vorstandsmitglied im ADFC Dresden.

1897 11 20 StA VGG41 BoucheAnPolizeidir Radfahrbahn fertig ausschnittRadfahrer und Radfahrerinnen gehörten längst zum Stadtbild und wurden in den 1890'er Jahren immer zahlreicher, was mit den Vorteilen und der Serienfertigung vom neu erfundenen Niederrad mit Kettenantrieb stark zusammenhängt. Der junge Gartendirektor des Königlichen Großen Garten Friedrich Bouché war in seinem Wirken sehr damit bemüht, den Großen Garten zu einem Besucherpark zu machen und für alle Erholungssuchende zu öffnen. Folgerichtig entschied er sich zusammen mit dem für den Garten damals zuständigen Königlichen Sächsischen Finanzministerium eine Radfahrbahn zu bauen. Die Radfahrbahn sollte Radfahren auf ebener Oberfläche ohne Störungen vom Pferde- und Kraftverkehr ermöglichen. Bouché schrieb später, dass es die erste Radfahrbahn in einem deutschen Park war. Sicher ist, dass die Radfahrbahn im Großen Garten ein von den alleresten Radwegen in Deutschland war. Am 20. November 1897 wurde er dem Verkehr übergeben, wie der Brief von Gartendirektor Bouché an die Polizeidirektion sowie die amtlichen Veröffentlichung der Fahrordnung in den Tageszeitungen belegen.

radwatch karteSeit heute kann man in der interaktiven Karte von Radwatch Dresden - ein Bündnis des ADFC Dresden und engagierten Radfahrerinnen - den Umsetzungsstand des Radverkehrskonzeptes einsehen. Gemeinsam fordern wir die Umsetzung des Konzeptes bis 2025. Durch eine Kommentarfunktion und ein persönliches Anschreiben an die Stadt kann der Prozess kritisch begleitet werden. Anschauliche Geschichten radfahrender Dresdnerinnen und Dresdner, die ab heute bis Ende des Jahres gepostet werden, machen auf einige der Problemstellen aufmerksam, die mit dem Radverkehrskonzept umgesetzt werden sollen.

Die Karte www.radwatch-dresden.de stellt das Konzept in der Form vor, wie es vom Stadtrat zur Umsetzung beschlossen wurde. Der Stadtrat beauftragte die Verwaltung, das Konzept mit Vorschlägen aus den Ortschaftsräten und Ortsbeiräten fortzuschreiben, was der ADFC begrüßt. Wenn die Stadt eine (ggf. aktualisierte) Fassung im Themenstadtplan veröffentlicht, was geplant ist und von uns ebenfalls sehr begrüßt wird, aber noch nicht geschehen ist, dann wird es zwei Darstellungen des Radverkehrskonzeptes geben. Das wird sicherlich für alle Interessenten und Beteiligten nützlich sein, weil die jeweiligen Vorteile der Darstellungen sich konstruktiv ergänzen können.

Die persönlichen Geschichten werden laufend unter www.instagram.com/radwatchdd ab heute bis Ende 2017 veröffentlicht. #wannrolltsinDD

wheelie gelb webPressemitteilung des ADFC Dresden e.V. vom 7.11.2017

Während in Bonn die Staats- und Regierungschefs über das Klima verhandeln, hat der ADFC Dresden gemeinsam mit engagierten Radfahrerinnen die Initiative Radwatch Dresden ins Leben gerufen. Die Aktivisten fordern engagierteren Schritte ihrer Stadt für mehr Sicherheit und Attraktivität der Radinfrastruktur. Dies soll nicht nur dem Klima zugute kommen, sondern durch weniger Lärm und Abgase auch allgemein zu mehr Lebensqualität in der Stadt beitragen.  Die Initiative möchte mit anschaulichen Geschichten radfahrender Dresdnerinnen und Dresdner und einer interaktiven Monitoring-Karte auf die stockende Umsetzung des Radverkehrskonzeptes aufmerksam machen.

elbe winterdienst 24347062442 f793af9ee7 mIm Winter 2017/18 wird die Landeshauptstadt Dresden das erste mal auch den Elberadweg in das Winterdienstprogramm aufnehmen. Auf der linkselbischen Seite wird der Weg zwischen Steinstraße und Blauem Wunder räumen, rechtselbisch wird zwischen Waldschlößchenbrücke und der Pieschener Molenbrücke der Weg geräumt.

Der Winterdienst auf dem Elberadweg geht zurück auf eine Initiative des ADFC, der seit mehreren Jahren ein ganzjährig befahrbares Winternetz für den Radverkehr fordert. Gemeinsam mit der Mehrheit im Dresdner Stadtrat konnten wir einen Antrag zum Winterdienst auf Radwegen voranbringen. Die Räumung eines innerstädtischen Abschnitts des Elberadwegs ist der erste Teil des ganzjährigen Radnetzes. Für den Rest der Stadt wird aktuell ein Konzept erarbeitet.

www.dresden.de: Dresden ist gut auf den Winter vorbereitet

599fe5ef68542original540Anlässlich des 200-jährigen Fahrradjubiläums zeigt das Verkehrsmuseum Dresden vom 30. September 2017 bis zum 18. März 2018 eine Sonderausstellung zum Thema Fahrrad. Unter dem Titel „Ich.Fahr.Rad.“ werden vom Kinderrad zum Alltagsrad, über das BMX-Bike, Mountainbike und Rennrad als Sportgeräte, bis zum Fahrrad der Dresdner Polizeistaffel zahlreiche Fahrräder und deren Geschichten vorgestellt.

Auch „Frieda“ das kostenlose Leihlastenrad des ADFC, ist in der Ausstellung zu sehen, inklusive interessanter Geschichten rund um das Projekt und die Mobilitätsmöglichkeiten mit Lastenrad in Dresden.

Die unterschiedlichen Eigenschaften der Exponate, beispielsweise das Fahrgefühl bei einem Cruiser und einem Rennrad, lassen sich auf einem angelegten Rundparcours „erfahren“. Daneben erwarten die Besucher Mitmach-Stationen, wo jeder einmal so richtig in die Pedale treten kann.

Ich. Fahr. Rad. Verkehrsmuseum Dresden, 30.9.2017 – 18.3.2018.
Geöffnet Dienstag – Sonntag, 10 – 18:00 Uhr, Eintritt: 9 Euro / 4 Euro

Radnacht-PostkarteBald wird sich das Gefühl verbreiten, in den Straßen Dresdens seien nur noch Menschen auf Fahrrädern unterwegs! Die ERSTE DRESDNER RADNACHT am Freitag, den 22. September wird eine riesige, gemütliche Fahrraddemo sein. Seid dabei und bringt auch Freunde und Verwandte mit!

Programm
18:00 - 19:00 Uhr am Postplatz: Begleitet von Livemusik (Band: Krambambuli) startet die Fahrt durch die Stadt. Alle ADFC-Lastenräder von Frieda&Friedrich sind vor Ort. Es ist eine gute Gelegenheit, um ins Gespräch mit anderen Fahrradbegeisterten zu kommen. Für Kinder ist auch eine Aktivität vorbereitet. Der Dresdner Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain hält eine kurze Rede und auch Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen steht vor Ort zur Verfügung. Kurz vor 19:00 Uhr bereiten wir uns vor und brechen auf Richtung Theaterplatz und Terrassenufer.

19:00 - 21:30 Uhr: Wir fahren gemütliche 20 km durch die Stadt. Wir spielen Musik, laden aber jeden herzlich ein, eigene Musik zu machen oder gar Musikinstrumente mitzubringen. Nur bei der Durchfahrt des Großen Gartens müssen wir absolut leise sein und zuhören, weil die Staatskapelle im Palais spielt. Hier gilt es für uns, einen der großen und unterschätzten Vorzüge des Fahrrads zu beweisen: Seine Lautlosigkeit.

33605659640 561c4270d7 mEnde August wurde im Petitionsausschuss die im April vom ADFC initiierte Petition zum Bischofsweg behandelt. Der ADFC Dresden erhielt die Möglichkeit, seine Position ausführlich zu erläutern. Die Sitzung leitete Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain, was die Bedeutung unterstreicht, die der Sache von Seiten der Stadtverwaltung eingeräumt wird.

Der Baubürgermeister präsentierte eine überarbeitete Planung, mit der wesentliche Kritikpunkte beseitigt werden: Der Radverkehr soll nun in allen Richtungen sicher über die Kreuzung geführt werden. Vor der Biosphäre wird die Haltestelle so gestaltet, dass man mit dem Rad nicht mehr zwei mal die Schienen kreuzen muss.

radnacht webAm Freitag, den 22. September laden wir ganz Dresden zur ersten Dresdner Radnacht ein. Einmal unbehelligt mit dem Fahrrad durch die Nacht gleiten! Einmal das Gefühl bekommen, in einer Fahrradstadt zu sein! Einmal mit sehr vielen Gleichgesinnten zusammen auf dem Rad die Stadt erobern! 

Auch im Alltag könnte das ganz schön sein! Mit dem Rad am Stau vorbei, auf sicheren Wegen. Ohne Gefahren, ohne Stress, ohne störende Autos! Es wird Zeit, dass das nicht nur zur Radnacht möglich ist.

Die Fahrt führt über mehrere Straßenabschnitte, die sonst exklusiv für den Autoverkehr reserviert sind und über den ersten Radweg Deutschlands: Die Herkulesallee im Großen Garten. Lass uns gemeinsam die Vorzüge des Fahrrads in der Stadt zeigen: Während der ca. zweistündigen Fahrt begleitet uns absolute Ruhe, frische Luft und eine fröhlich-entspannte Stimmung. Wenn wir gehört haben, wie das Gras am Straßenrand wächst, werden wir die Ruhe durch schöne Musik tauschen.

Damit die erste Dresdner Radnacht ein voller Erfolg wird sammeln wir Spenden, u.a. für mitfahrende Musiker, Rettungssanitäter und für die Sicherheit. Bitte unterstützen Sie uns!

Hier gibt es die Radnachtplakate als pdf zum selber drucken:

 radnacht 1 150  radnacht 2 150  radnacht 3 150

albertstrasse4707001508 b290140b86 mSchon sieben Jahre ist es her, da startete der ADFC eine Petition und sammelte Unterschriften für Radfahrstreifen auf der Albertstraße. "Auch Albert, Carola und Peter wollen radfahren" hieß das Motto, welches auf eine durchgängige Radverbindung vom Albertplatz bis zum Hauptbahnhof anspielt. Eine Visualisierung musste her, die es schließlich sogar bis in die BILD-Zeitung schaffte. Groß war der Aufruhr damals: Man könne doch nicht einfach Autospuren wegnehmen!

Überraschend fand sich die Route dennoch schnell in allen möglichen Konzepten wieder: Angefangen vom Radverkehrskonzept Innenstadt über den Verkehrsentwicklungsplan 2025plus, den Rahmenplan Innere Neustadt bis zum Lärmaktionsplan - überall ist vom Ausbau des Radverkehrs auf der Albertstraße die Rede. Etwas weniger überraschend passierte dann: längere Zeit erstmal gar nichts.

Letzten Mittwoch hat der Baubürgermeister auf einer Pressekonferenz die aktuellen Planungen zur Albertstraße vorgestellt: Ein großer Erfolg für den langen Atem des ADFC, der seit 2010 das Thema immer wieder im Gedächtnis gehalten hatte. Während in stadtauswärtiger Richtung eine Autospur wegfällt, wird die Zweispurigkeit für den Autoverkehr in Richtung Innenstadt beibehalten. Dadurch entsteht zwischen Albertplatz und Carolaplatz ausreichend Platz für Radfahrstreifen. In stadtauswärtiger Richtung wird der Radverkehr auch im Bereich des Albertplatzkreisels auf Radfahrstreifen geführt, nicht mehr auf gemeinsamen Geh- und Radwegen wie bisher. Den Baubeginn gab die Stadtverwaltung mit dem dritten Quartal 2018 an.

Petitions-Übergabe an Bürgermeisterin KaufmannPressemitteilung des ADFC Dresden e.V. vom 7. Juni 2017

Heute übergab der ADFC 973 Unterschriften an Bürgermeisterin Kaufmann, die in Vertretung den Vorsitz der heutigen Sitzung des Stadtratausschusses für Petitionen und Bürgerbeteiligung hatte. Zusätzlich zu den 1787 Online-Unterschriften auf dresden.de haben also 2760 Bürgerinnen und Bürger die ADFC-Petition "Sichere Radverkehrsführung auf dem Bischofsweg" unterstützt. Die Petition konnte zwischen 11. April und 24. Mai unterzeichnet werden.


Im Foto: Bürgermeisterin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Wohnen Dr. Kristin Katrin Kaufmann und Vorstandsmitglied des ADFC Dresden e.V. Nils Larsen.

Gleich an mehreren Stellen des Elberadwegs verbessert die Stadt die Sicherheit und den Komfort für Radfahrer. An der Marienbrücke duldete die Stadt über Jahre einen illegalen Parkplatz. Der Elberadweg wurde dabei als Zufahrt genutzt, nicht selten wurden Radfahrer und Fußgänger bedrängt. Nun reapriert die Stadt die marode Fläche und sorgt in dabei für eine klare Trennung von Elberadweg und Parkplatz. Seit 10. Mai ist der Bereich unter der Marienbrücke dafür nun gesperrt. Während der Bauarbeiten wird der Radverkehr auf einem provisorischen Weg an der Baustelle vorbei geleitet.

Auch am Blauen Wunder ist auf linkselbischer Seite seit Mitte Mai das Parken verboten. Obwohl das Parken unterhalb des "Schillergartens" ohnehin nie erlaubt war, hat es sich in den letzten Jahren dennoch eingebürgert. Die bis 2014 regierende Stadtratsmehrheit aus CDU, FDP und Bürgerfraktion beschlossen vor einigen Jahren im Stadtrat, das illegale Parken im Landschaftsschutzgebiet durch die Errichtung eines Parkplatzes zu legalisieren. Während die Stadtverwaltung an einer Planung für dieses Vorhaben arbeitete zeigte sich, dass sich die Stelle zum einzigen Unfallschwerpunkt des Elberadwegs im ganzen Stadtgebiet entwickelte. Auch der ADFC hat in der Vergangenheit mehrfach darauf hingewiesen, dass die Verkehrssicherheit an dieser Stelle Priorität vor den Interessen des Biergartenbetreibers haben müsse.

Am 19. Mai gab das Bundsverkehrsministerium gemeinsam mit dem ADFC Bundesverband die Ergebnisse des Fahrradklima-Tests bekannt. Die Bilanz ist insgesamt durchwachsen bis ernüchternd. In vielen Städten Deutschlands zeigen die Ergebnisse Stagnation und Ernüchterung bei den Radfahrern. Auch der Spitzenreiter Münster ist in der Bewertung weiter abgerutscht, nachdem er schon beim vorletzten Durchgang der großen ADFC-Befragung die Note nicht halten konnte. Dass die "Radfahrhauptstadt" dennoch Platz 1 der Großstädte halten kann, zeigt vor allem, dass Münster hier eher im Trend liegt. Die große verkehrspolitische Wende scheint nicht nur auf Bundesebene, sondern auch in vielen Kommunen noch auf sich warten zu lassen.

Nichtsdestrotz ziehen einige Städte mit hohem Tempo nach vorn. Wuppertal und Bochum sind die zwei Aufholer, die im letzten Fahrradklima-Test auf Platz 32 bzw. 37 standen und sich nun auf die Plätze 16 bzw. 23 vorgearbeitet haben. Wenn eine Stadtverwaltung will, kann sie eine Menge zustande bringen.

Es zeigt sich, dass die neue Stadtratsmehrheit bei den Radfahrern bisher offenbar nicht punkten konnte, obwohl die Förderung des Radfahrens ein ausdrücklich erklärtes Ziel war. Dass der ADFC trotz vermeintlich fahrradfreundlicher Mehrheiten eine Petition für Radwege am Bischofsweg starten muss, weil Rat und Verwaltung dem eben erst beschlossenen Radverkehrskonzept aktiv entgegenarbeiten, zeigt, wie wenig aktive Schritte für eine klare Förderung des Radverkehrs sich Dresden bisher zutraut.

So wundert es kaum, dass die Stadt mit einer Gesamtnote von 4,09 vom 20. Platz der 39 Großstädte über 200.000 Einwohner im Jahr 2014 nun auf Platz 25 abgerutscht ist. Etwas besser sieht es in Leipzig und Chemnitz aus, die ihre Plätze 9 und 14 im Vergleich zu 2014 immerhin halten konnten.

Besonders auffällig sind in Dresden die "großstadttypischen Themen": Ampelschaltungen für den Radverkehr (Note 4,7), Radverkehrsführung an Baustellen (Note 4,8), der Fahrraddiebstahl (Note 4,8) sowie die Kontrolle von Falschparkern auf Radwegen (Note 4,9). Unterdurchschnittlich schneidet Dresden auch bei der Öffnung von Einbahnstraßen für den Radverkehr mit Note 3,3 ab. Neben der Reinigung der Radwege (Note 4,4) fällt auch der nicht vorhandene Winterdienst auf Radwegen mit Note 5,2 ins Auge, der Elbflorenz bundesweit den letzten Platz der Großstädte einbringt.

Schwacher Trost: Immerhin beim Fahrraddiebstahl und der Fahrradmitnahme im ÖPNV schneidet die Landeshauptstadt besser als Leipzig ab. Auch die Frage nach der Verfügbarkeit öffentlicher Leihradsysteme wurde mit Note 2,7 gut bewertet.

Das Potential Dresdens als fahrradfreundliche Stadt ist groß. Mit dem Elberadweg existiert praktisch das Grundgerüst für eine vom Autoverkehr abgetrennte, attraktive Radroute quer durch die Stadt. Die Topografie ist günstiger als in vielen anderen Städten Deutschlands und für die nötigen Investitionen ist erst in dieser Woche ein Haushaltsüberschuss von 68 Millionen Euro gefunden worden. Könnte das nicht die erste Rate für ein großes Programm für mehr Verkehrssicherheit und komfortablere Radverkehrsinfrastruktur sein? Nicht nur der Körnerweg harrt bereits über 20 Jahre einer Sanierung.

Alle Städte, alle Zahlen auf www.fahrradklima-test.de
Pressemitteilung des ADFC-Bundesverbandes zum ADFC-Fahrradklima-Test

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Meldungen zu Aktionen des ADFC Dresden

Dresden ist immer noch voll von Baustellen. Während der Autoverkehr bedacht wird, sollen sich Radfahrer einfach in Luft auflösen. Eine Führung durch die Baustelle oder abgesicherte Überleitungen auf die Fahrbahn gibt es so gut wie nie.

Die Unwissenheit der Bauleiter und die Ignoranz der Verantwortlichen in der Stadtverwaltung erzeugt viel Radfahr-Frust. Diese Sammlung soll zeigen, dass der Wahnsinn Methode hat und es sich nicht um zufällige Einzelfälle handelt.

Sie haben selbst Bilder von aktuellen Baustellen, an denen Sie sich nicht wohl fühlen? Senden Sie sie uns unter Angabe von Straße, Datum und Uhrzeit der Aufnahme an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Wir veröffentlichen sie dann hier.