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Pressemitteilung

Die Pressemitteilungen des ADFC Dresden

ADFC: Stadt setzt eigenes Radverkehrskonzept nicht um

Im Jahr 2006 wurde die Antonstraße zwischen Albertplatz und Bahnhof Neustadt grundlegend umgebaut. Radfahrer müssen seitdem auf dem Fußweg fahren, der gleichzeitig von sehr vielen Passanten benutzt wird. Fußgänger werden durch den Radverkehr gestört und gefährdet.

Für den Radverkehr bedeutet die Pflicht zum Benutzen des Gehwegs eine unnötige Erschwernis beim Befahren der Straße: Während sich der motorisierte Verkehr mit 50km/h fortbewegen darf, müssen Radfahrer auf gemeinsamen Geh- und Radwegen bei Begegnungen mit Fußgängern Schrittgeschwindigkeit einhalten, was praktisch einem Fahrverbot gleichkommt.

Da dieser Zustand nach fünf Jahren auch den Planern in der Stadtverwaltung aufgefallen war, wurde der Umbau der Radwege als eine der bedeutendsten Maßnahmen („Top-Ten“) ins Radverkehrskonzept für den 26er Ring aufgenommen (siehe dresden.de). Die Trennung von Rad- und Fußverkehr auf der Antonstraße sollte noch in diesem Jahr umgesetzt werden. Nun gibt es aber offenbar Blockaden im Straßen- und Tiefbauamt das Radverkehrskonzept umzusetzen. Das geht aus einer Stadtratsanfrage hervor.

Als einen ersten Erfolg der Postkartenaktion für mehr Fahrradparkplätze wertet der ADFC Dresden die Ankündigung der Stadt, 182 neue Fahrradbügel im Stadtgebiet aufzustellen. „Wir freuen uns sehr, dass auf dem Gebiet etwas passiert. Uns liegt es sehr am Herzen, dass man in Dresden nicht immer nach Lampenmasten und Zäunen suchen muss, um sein Fahrrad sicher abschließen zu können“, sagt ADFC-Sprecher Konrad Krause. Deshalb hat der ADFC Dresden im Juni die Aktion „Parkplatz gesucht“ gestartet, wo jedermann die Möglichkeit hat, mit einer einfachen Postkarte bei der Stadt Fahrradparkplätze zu beantragen.

„Viele Räder stehen ungesichert an Hauswänden und sind eine leichte Beute für Fahrraddiebe. Der Bedarf an sicheren Fahrradparkmöglichkeiten ist weit höher, als die Anzahl der bisher aufgestellten Fahrradbügel“, meint Krause.

Auf Antrag stellt die Stadtverwaltung Fahrradbügel im Straßenraum kostenfrei auf. Der ADFC bietet dafür in seiner Geschäftsstelle und auf seinem Stand zur BRN am Martin-Luther-Platz ein handliches Antragsformular in Form einer Postkarte an, mit dem man bei der Stadt die Aufstellung von Fahrradbügeln beantragen kann.

Die Geschäftsstelle des ADFC im Bischofsweg 38 hat immer montags 10-14 und mittwochs 15-19 Uhr geöffnet.

Die jahrelangen Konflikte am rechten innerstädtischen Elbradweg mit den Veranstaltern der Filmnächte sollen sich dank der Bemühungen des ADFC in diesem Jahr wesentlich entschärfen. In einer gemeinsamen Beratung mit den Ämtern der Stadt sicherten die Veranstalter nun zu, während aller Filmabende den Radfahrern die Durchfahrt zu ermöglichen.

„Das erfordert von allen Beteiligten natürlich Vorsicht und Rücksichtnahme", sagt Konrad Krause, Pressesprecher des ADFC Dresden. „Dass das gehen kann, hat zum Kirchentag beispielsweise die Aufführung des Verdi-Requiems auf den Elbwiesen mit vielen tausend Gästen gezeigt. Alle haben aufeinander Rücksicht genommen und mit dem Rad kam man auch weiter" sagt der ADFC-Sprecher weiter.

Während der höchstens 12 Konzertveranstaltungen pro Saison ist die Sperrung des Weges allerdings weiterhin unumgänglich, soll aber nicht länger als von 18 bis 23 Uhr erfolgen. Die Stadt lässt die aktuellen Sperrzeiten über Plantafeln an der Albertbrücke (elbabwärts) und vor der Marienbrücke (elbaufwärts) jeweils ankündigen. Ortsunkundige Radtouristen müssen dann auf die Große Meißner, Köpcke- und Wigardstraße ausweichen. „Auf Dauer ist das keine zumutbare Umleitung", sagt Krause. Gemeinsam wollen ADFC und der Veranstaltungsbetrieb eine befriedigende Lösung für die Zukunft suchen, die auch die Belange des Landschaftsschutzes besser berücksichtigt, als es die „Zaun-und-Wiesen“-Variante der Vergangenheit darstellt.

Ob am World Trade Center, am Hauptbahnhof oder in der Neustadt: An zahlreichen Stellen in Dresden fehlen geeignete Fahrradständer. Und das, obwohl immer mehr Menschen mit dem Rad unterwegs sind: Jeder sechste Einkauf wird inzwischen mit dem Fahrrad erledigt. Über 16% aller Wege werden in Dresden mit dem Rad zurückgelegt (Auto: ca. 40%).

„Viele Räder stehen ungesichert an Hauswänden und sind eine leichte Beute für Fahrraddiebe. Das macht das Radfahren nicht attraktiver. Der Bedarf an sicheren Fahrradparkmöglichkeiten ist weit höher, als die Anzahl der bisher aufgestellten Fahrradbügel“ meint Konrad Krause, Sprecher des ADFC Dresden.

Auf Antrag stellt die Stadtverwaltung Fahrradbügel im Straßenraum kostenfrei auf. Der ADFC bietet dafür in seiner Geschäftsstelle und auf seinem Stand zur BRN am Martin-Luther-Platz ein handliches Antragsformular in Form einer Postkarte an, mit dem man bei der Stadt die Aufstellung von Fahrradbügeln beantragen kann.

Die Geschäftsstelle des ADFC im Bischofsweg 38 hat immer montags 10-14 und mittwochs 15-19 Uhr geöffnet.

Am Sonnabend hat der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club Dresden e.V. (ADFC) das tausendste Mitglied im Verein begrüßt. Der ADFC hat in Deutschland über 125.000 Mitglieder. Die Dresdner Ortsgruppe wächst mit etwa 20% im Jahr am schnellsten.

"In Dresden treffen zwei Extreme zusammen. Immer mehr Menschen legen ihre Wege mit dem Rad zurück: Seit 1990 hat sich die Zahl der Radfahrer in der Stadt mehr als verdreifacht. Andererseits ist das aber in der Stadtpolitik noch nicht angekommen. Die Bedingungen zum Radfahren sind noch stark verbesserungswürdig", sagt ADFC-Sprecher Konrad Krause.

tn_GeorgplatzImmerhin 73% der Stickoxide und 79 % des Feinstaubs in Dresden sind durch den Verkehr verursacht (s. Entwurf des Luftreinhalteplans S. 43). Dresden droht wegen der hohen Luftverschmutzung eine Umweltzone. "Luftschadstoffe machen krank. Schon deswegen sollte es nicht unser Ziel sein, die Grenzwerte nur gerade so einzuhalten. Wir müssen dafür sorgen, dass Dresden eine saubere Stadt wird. Uns sollte es zuerst um die Gesundheit der Bürger gehen", sagt Konrad Krause vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club Dresden (ADFC).

Um die Umweltzone noch zu verhindern, muss die Stadt etwas tun. Mit dem Luftreinhalteplan ist noch keine wesentliche Besserung der Luftqualität eingetreten. Bisher fehlte es immer am Geld, um Alternativen wie das Radfahren zu fördern. Es gibt immer noch kein Radverkehrskonzept für Dresden. Und eine der wichtigsten Radverbindungen Dresdens, die Nord-Süd-Route, weist seit Jahren eklatante Sicherheitsmängel auf.

An der Königsbrücker Straße wird entgegen den Beschlüssen des Stadtrats eine vierspurige Variante voran getrieben. Gleichzeitig plant die Stadt so genannte Pförtnerampeln am oberen Ende der Königsbrücker, um den Autoverkehr zu begrenzen. "Erst wird vierspurig geplant, dann ein Großteil der Autos wieder ausgesperrt. Das ergibt doch keinen Sinn" wundert sich Krause.

radfahrer_absteigenDie aktuelle Verkehrsprognose für 2025 bestätigt es abermals. Der Anteil des Radverkehrs wird in Dresden weiter stark ansteigen. Immer mehr Menschen entscheiden sich bei ihren alltäglichen Wegen fürs Fahrrad. Aber Politik und Verwaltung ingnorieren diesen Trend seit Jahren. Eine deutliche Kehrtwende ist nicht in Sicht.

Seit 1990 sind hat sich der Anteil der Wege, die mit dem Rad zurückgelegt werden, verdreifacht. Er wird in den nächsten Jahren laut Prognose auf deutlich über 20% am Gesamtverkehr anwachsen. Damit liegt Dresden im bundesweiten Mittelfeld. "Dass immer mehr Menschen sich fürs Fahrrad entscheiden, ist aber eher nicht auf ein entschiedenes Agieren der Kommunalpolitik zurückzuführen", sagt Konrad Krause, Sprecher des ADFC Dresden. Vielmehr begünstigen allgemeine Trends - steigende Benzinpreise, wachsendes Gesundheitsbewusstsein oder etwa die abnehmende Rolle Bedeutung des Autos als Statussymbol - diese Entwicklung. Seit 6 Jahren warten wir in Dresden auf ein Radverkehrskonzept. Bisher wurde von der Verwaltung lediglich ein Teilkonzept für die Innenstadt vorgelegt, welches jedoch nur zum geringen Teil finanziell untersetzt und lückenhaft ist. Aussagen zum Fahrradparken etwa, oder zur Wegweisung und zur Werbung fürs Radfahren fehlen komplett.

tn_janeineineinein-bunt-400Dresden ist dabei, einen neuen Verkehrsentwicklungsplan zu entwickeln und will dabei durch mehr Bürgerbeteiligung Fehler, wie sie zum Beispiel bei Stuttgart 21 gemacht wurden, von Anfang an vermeiden. Ein Runder Tisch wurde ins Leben gerufen, der alle relevanten Gruppen und die Politik einschließt, um verbindliche Ziele für eine moderne Mobilität in Dresden sicherzustellen.

Ein schwieriges Unterfangen, sind doch viele gegensätzliche Interessen unter einen Hut zu bringen. Aber nach mehreren Sitzungen haben sich die Vertreter der verschiedenen Organisationen wie ADAC, ADFC, DVB und vieler anderer zusammen mit den Fraktionsvertretern auf ein gemeinsames Zielpapier geeinigt.

Aus Sicht des baupolitischen Sprechers der CDU, Hans-Joachim Brauns, gefährdet ein zweispuriger Ausbau der Königsbrücker Straße die Radfahrer, da Autofahrer den Fahrradstreifen ignorieren würden. Brauns ist der Meinung, dass Straßen verbreitert werden müssen, weil Autofahrer sich nicht an die Regeln halten.

"Mich erstaunt diese Haltung. Bilden die Autofahrer nun auch eine "kriminelle Vereinigung", wie es ein Fraktionsmitglied der CDU unlängst pauschal über Radfahrer sagte?" fragt Konrad Krause vom ADFC.

"Wenn Regelverletzungen zur Grundlage der Planung werden, müsste man konsequenterweise auch auf Geschwindigkeitsbegrenzungen, Parkverbote und Ampeln verzichten. Gegen diese Regelungen wird auch immer wieder verstoßen. Trotzdem sieht jeder ein, dass sie notwendig sind."

Das Problem an der Königsbrücker ist, dass der vorhandene Platz nicht unendlich ist. Um den Anforderungen an eine Stadtstraße gerecht zu werden, müssen alle Beteiligten Abstriche machen und zum Kompromiss bereit sein. Dieser Kompromiss ist bereits seit fünf Jahren gefunden und die Königsbrücker könnte bereits fertig saniert sein.

albertbruecke_150.JPGRadfahrer und Fußgänger werden auf der Albertbrücke ab September nicht mehr verkehren dürfen. Sie müssen sich eine 3,70m breite Zuzsatzbrücke teilen, damit für den Autoverkehr 2 Fahrspuren pro Richtung bereitgestellt werden können.

"Das widerspricht der von der Stadt behaupteten Politik der Förderung des Radverkehrs" sagt Konrad Krause vom ADFC. "Radfahrer werden dadurch unnötig ausgebremst. Wir haben uns von Anfang an gegen diese Variante ausgesprochen."

Seit 1990 hat sich der Anteil des Rades am sogenannten Modalsplit verdreifacht (auf nunmehr 17% bei der letzten Zählung 2008). Was das Radfahren betrifft, haben die Dresdner Bürger die Wende hin zum modernen Stadverkehr bereits eingeleitet. Ein Ende dieses positiven Trends ist bislang nicht abzusehen.

Wenn in der Dresdner Verkehrspolitik mit dem Verkehrsentwicklungsplan die Prioritäten nun hin zu einem leistungsfähigen, bezahlbaren und nachhaltigen Verkehr gesetzt werden, ist das gut für die Stadt. "Mehr Sicherheit, weniger Abgase, weniger Lärm, gute Verbindungen für alle Verkehrsteilnehmer bei gleichzeitiger Sicherstellung der Bezahlbarkeit sind Ziele, denen sich der ADFC verpflichtet fühlt" sagt Konrad Krause, Sprecher des ADFC Dresden.

Dresden investiert in den Radverkehr
ADFC hält Rede vor Stadtrat - Radverkehrskonzept Innenstadt beschlossen

Mit nur einer Gegenstimme hat der Stadtrat in seiner Sitzung am späten Donnerstagabend das Radverkehrskonzept Innenstadt beschlossen. Es umfasst den Plan für zahlreiche Radrouten innerhalb des 26er Ringes und in den Jahren 2011 und 2012 Sofortmaßnahmen für den Radverkehr in Höhe von 1,5 Mio. Euro. Unter anderem sieht das Konzept Radfahrstreifen auf der Freiberger Straße, der Antonstraße und Bürgerwiese vor. Ebenso sollen zum Schutz des Radverkehrs meherere neue Tempo-30-Zonen eingerichtet werden. Auch sieht das Konzept vor, dass Radfahrer von der Albertbrücke nach links in die Glacisstraße abbiegen können, was bislang nicht möglich ist. Insgesamt umfassen diese "Sofortmaßnahmen" 77 Projekte verschiedener Größe.

ADFC: Geräumte Radwege entlasten den Berufsverkehr

Radwege werden oft als letztes geräumt, obwohl Städte und Gemeinden nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs dazu verpflichtet sind, "verkehrswichtige" innerörtliche Radwege zu räumen und zu streuen. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) empfiehlt Kommunen, den Radwegen Priorität vor den Straßen einzuräumen. Konrad Krause vom ADFC Dresden sagt: „Unsere dänischen Nachbarn machen es vor. In Kopenhagen fahren etwa 40 Prozent der Berufspendler mit dem Rad zur Arbeit. Stiegen diese wegen der Schneeverhältnisse vom Fahrrad aufs Auto um, bräche der Verkehr völlig zusammen.“

Der ADFC fordert, die im Winterdienst zu betreuenden Radwege nach Dringlichkeitsstufen einzuteilen. Priorität hat für den ADFC die möglichst restlose Entfernung des Schnees von den Radwegen oder den vom Radverkehr genutzten Straßen. „Radwege dürfen vor allem nicht zur Ablagerung des Schnees missbraucht werden, so wie es in Dresden leider übliche Praxis ist“, sagt Konrad Krause, Pressesprecher des ADFC Dresden.

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Gleichberechtigung des Radverkehrs wäre schon ein Fortschritt

Die Dresdner Oberbürgermeisterin Helma Orosz möchte Dresden zu einer Modellstadt für den Verkehr der Zukunft machen. In einem Interview stellt sie unter anderem fest, dass der Radverkehr in den letzten Jahren stark angewachsen ist. "Diese Wendung von Frau Orosz ist sehr erfreulich", sagt Konrad Krause, Sprecher des ADFC Dresden. "Wir sind gespannt, welche Konsequenzen Frau Orosz daraus ziehen wird". Die Auflösung der "Hauptabteilung Mobilität", das gescheiterte Fahrradverleihsystem und das ewige Hickhack um das Radverkehrskonzept deuteten bisher in eine andere Richtung.

"Der Radverkehr in Dresden ist in den letzten Jahren eher trotz der Verkehrspolitik der letzten Jahre so stark angewachsen anstatt wegen ihr", sagt Krause. Die Situation für Radfahrer hat sich in den letzten Jahren nur punktuell verbessert. Ein Konzept für den Radverkehr in der Stadt liegt nicht vor und wird bisher auch nicht verfolgt, obwohl es bereits vor 5 Jahren vom Stadtrat in Auftrag gegeben wurde. Die Reisegeschwindigkeit des Autoverkehrs hingegen hat sich in den letzen Jahren um 40% erhöht.

Der sächsische Verkehrsmininster Morlok irrt, wenn er behauptet, dass die vom Stadtrat beschlossene Variante der Königsbrücker Straße den Förderbedingungen des Freistaates widerspricht. Als förderfähig wird in den Richtlinien unter anderem "der Umbau von Straßen aus Gründen der Sicherheit sowie der Anpassung an geänderte Verkehrsverhältnisse, jedoch kein Rückbau" genannt.

Diese Bedingung trifft auf die beschlossene Planung zu. Der genutzte Verkehrsraum wird größer und nicht kleiner. Eine neue Aufteilung der einzelnen Verkehrsarten ist kein Rückbau, wie Herr Morlok behauptet. Wenn dem so wäre, hätten viele andere Vorhaben ebenfalls nicht gefördert werden dürfen, bei denen sich zum Beispiel die Gehwegbreiten verringert haben.

"Es sieht für uns aus wie ein Aufruf zur Steuerverschwendung, wenn der Minister eine vierspurige Variante fordert, die erwiesenermaßen keine höhere Durchlassfähigkeit für den Verkehr bietet", sagt Konrad Krause vom ADFC. Obwohl der Autoverkehr auf der Königsbrücker Straße in den letzten Jahren zurückgegangen ist und bis 2025 weiter um etwa 5.000 Autos am Tag sinkt, will Morlok dem Autoverkehr mehr Platz einräumen.


Der Stadtrat hat mit knapper Mehrheit beschlossen, die Sporthalle am Dreikönigsgymnasium mit einem Parkdeck für zusätzliche 1,1 Mio. Euro auszustatten. Jeder der 43 Parkplätze wird 25.600 Euro kosten.
Dieses Projekt ist damit ein Kandidat für den nächsten ‚Schleudersachsen’“ sagt Konrad Krause vom ADFC Dresden. „Über 3000 Euro pro Quadratmeter kosten sonst nur Luxuswohnungen“. Solche offensichtliche Geldverschwendung muss korrigiert werden.

In Dresden gibt es nach wie vor zu wenige Möglichkeiten, sein Fahrrad sicher zu parken. Deshalb fordert der ADFC schon seit Jahren, dass die Stadtverwaltung endlich mehr sichere Abstellmöglichkeiten für Fahrräder einrichtet. Statt der völlig überteuerten 43 Stellplätze könnte man für das selbe Geld 5.000 Fahrradbügel für 10.000 Fahrräder aufstellen.
„Das wäre vorteilhaft für die ganze Stadt, denn gute Abstellmöglichkeiten erhöhen erwiesenermaßen die Motivation, das Rad zu nutzen“ sagt Krause. Die 43 Autoparkplätze hingegen fallen überhaupt nicht ins Gewicht, so der ADFC-Sprecher abschließend.

Vermeintlicher Geschwindigkeitsgewinn für Autofahrer wird gegen Verkehrssicherheit der Radfahrer aufgerechnet.

OB Orosz hat angekündigt, den Verkehrsversuch am Barteldesplatz abzubrechen. Das Straßen- und Tiefbauamt hatte an dem Platz aus Gründen der Verkehrssicherheit eine Verkehrsinsel und Radstreifen angeordnet. In der Vergangenheit sind an dieser Stelle zahlreiche Fußgänger und Radfahrer durch den Autoverkehr schwer verletzt worden.

Für den Bau der Waldschlösschenbrücke wird der Elberadweg in Höhe der Brückenbaustelle bis 2011 gesperrt bleiben. Radfahrer müssen sich ihren Weg durch die Wiesen an der Brückenbaustelle durch Gras und Schlamm bahnen.

Jeden Tag fahren mehrere Tausend Menschen mit dem Fahrrad auf dem Elberadweg. Dass sie das nicht aus Spaß tun, sondern um voranzukommen, ist im Rathaus offenbar noch nicht angekommen. „Man könnte bald meinen, die Stadtspitze wolle die Leute absichtlich dazu bringen, nur nicht Fahrrad, sondern mehr mit dem Auto zu fahren. Die unbefestigte Umleitung durch die Elbwiesen kann doch nicht ernst gemeint sein“, so Konrad Gähler, Sprecher des ADFC.

Nach dem Hochwasser vom 7./8. August 2010 sind sowohl der Oder-Neiße- als auch der Spreeradweg wieder weitgehend befahrbar und die Unterkünfte der Region warten auf Gäste. Wer eine Tour entlang dieser schönen Flüsse geplant hat, hat keinen Grund mehr darauf verzichten. Lediglich einige, meist nur lokal begrenzte Einschränkungen sind zu beachten.

In Dresden wird in den nächsten Wochen an einigen Knotenpunkten des Autoverkehrs gebaut. Neben dem Pirnaischen Platz wird es auch auf der Bautzner, der Dohnaer und der Tharandter Straße für Autos sehr eng zugehen. Der Leiter des Tiefbauamtes erwartet erhebliche Stauungen. Mit dem Auto wird man kaum noch zügig durch die Stadt kommen.

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club empfiehlt deshalb allen Autofahrern: Holen Sie Ihr Rad aus dem Keller und fahren Sie am Stau vorbei. Nebenbei ist das noch gut für die Gesundheit und spart Kosten für Benzin. "Jede zweite Fahrt mit dem Auto ist kürzer als drei Kilometer. Für solche Strecken kann man wirklich das Rad nehmen", sagt Konrad Gähler vom ADFC.