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Pressemitteilung

Die Pressemitteilungen des ADFC Dresden

CodierungRechtzeitig zum Saisonbeginn bietet der ADFC  Dresden e.V. in diesem Jahr auf der Messe "abenteuer outdoor" neben einem Info-Stand in Halle 1 auch seine Fahrrad-Codierung an. Am Sonntag von 12:00 bis 18:00 können Besucher im Foyer der Messe ihre Räder mit einem individuellen Code versehen lassen. Damit kann bei Kontrollen sofort überprüft werden, ob derjenige, der mit dem Rad unterwegs ist, auch dessen Eigentümer ist.
Die Codierung schreckt gerade in Zeiten hoher Diebstahlzahlen Langfinger ab und ermöglicht es, aufgefundene Fahrräder sofort dem rechtmäßigen Eigentümer zuzuordnen.
Besucher, die dieses Angebot nutzen wollen, benötigen nebem ihrem Personalausweis auch einen Eigentumsnachweis für das Fahrrad.
Darüber hinaus bietet der ADFC an seinem Messestand an diesem Wochenende eine vergünstigte Mitgliedschaft an. Wer auf der Messe Vereinsmitglied wird, zahlt im ersten Jahr  nur 16 statt normalerweise 46 Euro.

altADFC fordert mehr Flächen für Fußgänger und Radfahrer

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club Dresden (ADFC) ruft die Dresdner auf, diesen Freitag zur Einwohnerversammlung "Sanierung der Königsbrücker Straße" ins Kulturrathaus zu kommen. Die städtischen Ausbauplanungen zur wichtigsten Geschäftsstraße in der Neustadt bezeichnet der Fahrradclub als deutlich überdimensioniert. Außerdem beachte die Stadt die Belange von Radfahrern, Fußgängern und Gewerbetreibenden nicht im erforderlichen Maß. Der ADFC hält eine bedarfsgerechte Planung der Königsbrücker Straße deshalb für unausweichlich.

Nach Zählungen der Bürgerinitiative Königsbrücker Straße wie auch der Stadt Dresden ist der Autoverkehr auf der Königsbrücker Straße in den letzten Jahren um etwa 40% zurückgegangen, zuletzt deutlich mit der Eröffnung der Waldschlößchenbrücke. Etwa 14.000 Autos fuhren zuletzt täglich an der Schauburg entlang. Im Jahr 2005 waren es noch 25.000 am Tag. Obwohl die Analysen des gerade erarbeiteten Verkehrsentwicklungsplan von weiter sinkendem Autoverkehr ausgehen, wurde weiter für die deutlich zu hohen Zahlen aus 2005 geplant.

Lichtaktion - ScheinwerferDer ADFC Dresden bietet am 23. November in seinem Laden am Alaunplatz zwischen
11 und 17 Uhr zusammen mit der Selbsthilfewerkstatt einen Licht-Check für Radfahrer an. Kleine Mängel können sofort vor Ort repariert werden.

Für die meisten Radfahrer ist die dunkle Jahreszeit kein Grund, ihr Rad stehen zu lassen. Doch immer öfter kommt man im Herbst erst im Dunkeln zu Hause an. Ohne Licht am Fahrrad unterwegs zu sein, kann schnell 20 Euro kosten. Statt mit defektem oder halb defektem Licht unterwegs zu sein, ist es definitv preiswerter, das Licht in Schuss zu halten. Der ADFC und die Selbsthilfewerkstatt laden dazu am 23. November zum ADFC-Lichtcheck ein.

Für die eventuelle Reperatur notwendiges Material kann mitgebracht werden, die Selbsthilfewerkstatt wird - gegen Unkostenbeitrag - auch einiges beisteuern können.

Ort: ADFC Dresden, Bischofsweg 38
Zeit: 23. November 2013, 11-17 Uhr
Der ADFC-Lichtcheck ist kostenlos.

altAuf dem Schlesischen Platz ist guter Rat teuer, will man sein Fahrrad diebstahlsicher abstellen. Schon seit mehreren Jahren übersteigt die Nachfrage das Angebot an Fahrradparkplätzen. Es ist eigentlich logisch und keine besondere Neuigkeit: Jahr für Jahr nutzen mehr Dresdner das Fahrrad - der Bedarf an Abstellmöglichkeiten wächst.

Das sieht die Stadtverwaltung offenbar nicht so. Schon beim Umbau des Platzes 2005 waren lediglich 80 Fahrradbügel geplant gewesen. Mit einer Protestaktion hatte der ADFC damals dafür gesorgt, dass immerhin doppelt so viele Fahrradständer wie erst geplant aufgestellt wurden.

Datum Anzahl Fahrräder
10. Januar 2013 342
7. Mai 2013 398
29. September 2013 464

Nun scheint sich dasselbe zu wiederholen. Seit Jahren kündigt die Stadt an, 25 neue Fahrradbügel zu installieren. Abgesehen davon, dass diese Anzahl dem Bedarf nicht ansatzweise gerecht wird: Die Bügel existieren bisher auch nur auf dem Papier. Und Papier ist bekanntlich geduldig. Nicht ganz so geduldig ist der ADFC Dresden, der nun mit einer Unterschriftenaktion die Oberbürgermeisterin davon überzeugen will, kurzfristig je 100 Fahrradbügel auf der Vorder- und Rückseite des Neustädter Bahnhofs zu plazieren. Denn sicheres Fahrradparken ist ein wichtiger Teil einer fahrradfreundlichen Verkehrspolitik.

altWeil die Stadt die Sicherheit der Albertbrücke nicht mehr gewährleisten kann, wenn Autos die beiden äußeren Fahrspuren des Bauwerks passieren, wurden diese heute vormittag gesperrt. Der Kraftverkehr ist auf die beiden  inneren Fahrspuren beschränkt. Zwischen 2009 und 2011 konnten Radfahrer komfortable Radwege im Bereich der nun gesperrten Spuren befahren. Seit 2011 ist das Radfahren auf der Albertbrücke jedoch verboten, Radfahrer müssen eine parallele Brücke passieren. Stets wurden die damit verbundenen Einschränkungen an Sicherheit und Komfort mit dem baldigen Baustart der Brücke begründet.

Dazu sagt Konrad Krause, Sprecher des ADFC Dresden: "Die Stadt muss endlich mit der Sanierung der Albertbrücke anfangen. Die Situation für Radfahrer auf der Behelfsbrücke ist alles andere als sicher und komfortabel. Nach der Sperrung der äußeren Fahrspuren fragt man sich, warum die Stadt die Asphaltradwege auf der Albertbrücke wieder abgerissen hat, obwohl auch heute noch kein Termin für den Baustart an der Brücke steht." Die Witterung setzt der Behelfsbrücke stark zu. Ein großer Teil der Holzbohlen auf der Brückenfahrbahn musste bereits gewechselt werden.

"Eine neue Dresdner Brückendiskussion und jahrelange parteipolitische Scharmützel würde die Behelfsbrücke nicht überleben. Die von Teilen des Stadtrates und der Oberbürgermeisterin herbeigeführten Verzögerungen sorgen nicht nur bei Autofahrern und Straßenbahngästen für Frust. Sie beeinträchtigen auch das sichere Vorankommen des Radverkehrs." Der ADFC hatte im letzten Herbst ermittelt, dass die Brücke täglich von 10.000 Radfahrern genutzt wird. Sie ist mit Abstand die wichtigste Dresdner Elbquerung für den Radverkehr.

Der bei Regen und Tau spiegelglatte Holzbelag der Behelfsbrücke sorgte bereits für zahlreiche Unfälle von Radfahrern. Zur Eröffnung der Brücke 2011 traute sich selbst Baubürgermeister Marx wegen der erheblichen Glätte nicht, die Brücke auf dem Rad zu queren.

altWill man vom Elberadweg mit dem Fahrrad auf die neue Waldschlößchenbrücke, kann man schnell ins Schwitzen kommen. Zur Eröffnungsfeier der Waldschlößchenbrücke am 24. August bietet der ADFC Dresden Radfahrern deshalb zwischen 10 und 11 Uhr am Elberadweg auf der Altstädter Seite unter der Waldschlößchenbrücke einen Trageservice für Radfahrer an.

Die Treppen vom Elberadweg hoch auf die Brücke sind lang. Auch Schieberillen für Fahrräder oder Kinderwagen fehlen. Radfahrer, die vom Elberadweg kommen und die die Brücke queren wollen, haben es deshalb schwer. Sie müssen ihr Rad auf den Rücken nehmen und sportliche Leistungen vollbringen. Ein Blick ins Straßenbild zeigt, dass nicht nur Leistungssportler und Triathleten auf dem Rad unterwegs sind, sondern vor allem normale Menschen, die für solche Übungen weder Zeit noch Muße mitbringen.

Aber auch die Alternative zum Treppensteigen erfordert sportlichen Ehrgeiz. Radfahrer, die über den Elberadweg vom Schillerplatz kommen und ihr Rad nicht die Treppenaufgänge hochtragen können, müssen zunächst erst einmal unter der Waldschlößchenbrücke hindurch und etwa 200 Meter weiter geradeaus fahren. Dann führt ihr Weg über eine Schotterpiste Richtung Käthe-Kollwitz-Ufer, welches über eine Ampelanlage zu queren ist. Weiter geht es wieder unter der Brücke hindurch und über die östliche Schleife auf die Brückenauffahrt. So legt man als Radfahrer, wenn man vom Elbradweg kommend in der Hauptrelation der Brücke (Dresdner Osten Richtung Dresdner Norden) fährt, zunächst gut 1,2 Kilometer zusätzlichen Weg zurück.

altDresdens Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) schließt das Haushaltsjahr 2012 mit einem Plus von 48 Millionen Euro ab. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club Dresden (ADFC) fordert die Stadträte angesichts dieser Überschüsse auf, einen Sonderfonds für den Radverkehr in Höhe von 5 Millionen Euro aufzulegen.

"An zahlreichen Stellen in der Stadt klaffen Lücken im Radverkehrsnetz" sagt Konrad Krause vom ADFC. "Die Radwege an der Nürnberger Straße und am Zelleschen Weg bröseln seit Jahren vor sich hin. Und auf die vierspurige Große Meißner Straße traut sich überhaupt kaum jemand mit dem Fahrrad." Auch Investitionen in den Elberadweg sind aus Sicht des ADFC-Sprechers längst überfällig. "Seit vielen Jahren werden die Radtouristen in Kaditz zwischen Flutrinne und Klärwerk in die Irre geleitet und bekommen auf diese Weise sicher nicht gerade den besten Eindruck von der Stadt." Ausgerechnet in einer Touristenstadt wie Dresden fehlen wichtige Teile des Elberadwegs.

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club Dresden (ADFC) kritisiert die Drohung von Verkehrsminister Morlok, keine Fördermittel für die Fahrrad- und Fußgängerbrücke an der Albertbrücke bereitzustellen, wenn die Stadt Dresden nicht auf seine Forderungen eingeht.

Das Wirtschaftsministerium hatte angekündigt, die provisorische Brücke neben der Albertbrücke nicht zu fördern, wenn die Albertbrücke während der Bauzeit nicht auch für den Autoverkehr offen gehalten wird. Das Wirtschaftsministerium will zur Kompensation der Mehrkosten etwa 3,5 Mio. Euro aus Steuergeldern bereitstellen, um während der Bauzeit eine Autospur freizuhalten. Der ADFC Dresden hält diese Idee für reine Geldverschwendung mit Mitteln, die beim Radverkehr besser angelegt wären.

Der Vorstoß Morloks würde die Sanierung um mindestens ein Jahr verzögern, mit Nachteilen für alle Verkehrsteilnehmer. Auch die Gesamtkosten würden höher ausfallen. Ob die vom Ministerium angebotenen 3,5 Mio. Euro die höheren Kosten decken würden, ist indes völlig unklar.

Radverkehr auf der AlbertbrückeFahrradclub fordert gezielte Förderung des Radverkehrs

Am Freitag wurden im Bundesverkehrsministerium die Ergebnisse des Fahrradklimatests vorgestellt. Bei der Erhebung des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) konnten Radfahrer die Fahrradfreundlichkeit ihrer Stadt selbst bewerten.

Unter den deutschen Großstädten über 200.000 Einwohner erreichte Dresden lediglich Platz 21. In der Landeshauptstadt hat sich der Radverkehr seit 1991 mehr als verdreifacht; aufgrund dessen erhielten die Breite der Radwege und Wartezeiten an Ampeln deutlich schlechtere Noten als noch vor sieben Jahren. „Die steigende Beliebtheit des Fahrrads sorgt dafür, dass die Infrastruktur dem stark zunehmenden Radverkehr oft nicht mehr gewachsen ist“, sagt Konrad Krause, Sprecher des ADFC Dresden. Ebenso haben sich in den Augen der Nutzer die Transportmöglichkeiten für Fahrräder im Öffentlichen Nahverkehr verschlechtert. Auch die niedrige Aufklärungsquote beim Fahrraddiebstahl quittierten Dresdens Radfahrer mit einer schlechteren Bewertung im Vergleich zu 2005.

Postkartenaktion am Neustädter Bahnhof startet

2012aktionfahrradparken-150Seit Jahren fehlen am Neustäder Bahnhof sichere Abstellmöglichkeiten für Fahrräder. Eine Entspannung der Situation ist nicht in Sicht. Im Gegenteil, denn jedes Jahr treten mehr Dresdner in die Pedale und immer mehr Menschen verknüpfen Bahn und Rad für ihre alltäglichen Wege. "Der steigende Anteil des Radverkehrs ist an sich ja eine Chance für Dresden. Man hat aber nicht immer den Eindruck, dass die Stadtverwaltung das auch so sieht. Durch ihr jahrelanges Nichtstun behindert die Stadt die Verkehrsbedürfnisse tausender Pendler. Der Bedarf an Fahrradparkplätzen am Bahnhof ist riesig." sagt Konrad Krause, Sprecher des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) Dresden.

Derzeit befinden sich auf dem Bahnhofsvorplatz sichere Fahrradbügel für 140 Fahrräder. Ein Teilerfolg von Protesten des ADFC vor sechs Jahren. Hinzu kommen einige veraltete Fahrradständer, die kein Anschließen des Rahmens erlauben. Auch an Zäunen und Masten lehnen viele Fahrräder. Bei der letzten Zählung des ADFC im November parkten 269 Fahrräder auf dem Platz. Selbst jetzt im Winter sind alle Fahrradständer belegt. Noch deutlicher zeigt sich der Mangel im Sommer: Fahrräder parken an Bäumen, Masten und in den Eingangsbereichen des Bahnhofs.

30-b-150ADFC möchte Radverkehr auf der Fahrbahn statt auf Gehwegen

Ein aktueller Unfall am Albertplatz, bei dem ein Radfahrer durch einen Zusammenstoß mit einem Fußgänger stürzte und sich tödlich verletzte, zeigte es wieder: Auch zwischen nichtmotorisierten Verkehrsteilnehmern kann es zu gefährlichen Kollissionen mit schweren Folgen kommen. Leider wird diese Gefahr von der Landeshauptstadt Dresden systematisch unterschätzt oder ignoriert. Gerade ältere Fußgänger sind durch Radverkehr auf Gehwegen oft verunsichert und fühlen sich gefährdet. Beschwerden werden von der Stadt aber anscheinen nicht ernst genommen: Über die Hälfte (62%) aller Radverkehrsanlagen in Dresden müssen sich Fußgänger und Radfahrer teilen.
Von den 370 Kilometer umfassenden Radverkehrsanlagen in Dresden sind 150 Kilometer Gemeinsame Geh- und Radwege und 81 Kilometer für Radfahrer freigegebene Gehwege.

Der ADFC Dresden wirbt seit langem dafür, dass der Radverkehr auf der Fahrbahn geführt wird. Beispielsweise auf Radfahrstreifen. Auch die Richtlinien lassen gemeinsame Wege von Fußgängern und Radfahrern nur im Ausnahmefall zu. Auf Hauptrouten, in Geschäftsstraßen oder bei einem hohen Anteil Radverkehr verbieten die Richtlinien gemeinsame Wege von Radfahrern und Fußgängern.

 

Auch nach 20 Jahren ist der Elberadweg in Dresden noch nicht durchgängig befahrbar. Die meisten Lücken des beliebten Radwegs befinden sich in der sächsischen Hautpstadt. Während in Heidenau, Coswig oder Radebeul der Elberadweg schon seit Jahren durchgängig befahrbar ist, müssen die Dresdner Bürger anscheinend Eigeninitiative zeigen: Auf einem Teilstück des Körnerwegs haben Unbekannte vor Kurzem die tiefen Fugen verfüllt. Nun hat die Stadtverwaltung kurzfristig zu einer Bürgerversammlung eingeladen. Wer erwartet hat, dass nun Termine für die Sanierung der schlimmsten Stellen entlang der Elbe bekanntgegeben wird, sah sich enttäuscht.

Die Stadt wird den Körnerweg auch in den nächsten zwei bis drei Jahren nicht sanieren. Auch für die anderen Lücken des Radwegs sieht es nicht besser aus. "Sicherheit scheint in dieser Stadt keine hohe Priorität zu haben" sagt Konrad Krause, Sprecher des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC). "Wie ist es sonst zu erklären, dass seit 20 Jahren am Körnerweg nichts passiert. Inzwischen ist der Weg weder zu Fuß noch mit dem Rad sicher zu benutzen. Es ist ein Armutzeugnis für Verwaltung und Politik, wenn die Bürger sich inzwischen selbst um die Instandhaltung öffentlicher Wege kümmern müssen." Und auch für die anderen Lücken des beliebtesten Fernradwegs Deutschlands und der wichtigen Route für den täglichen Berufsverkehr gibt es nur Ausreden und Vertröstungen.

einbahnstrasseADFC begrüßt Freigabe der Louisenstraße für Radfahrer

Auf der Louisenstraße durfte man zwischen Förstereistraße und Königsbrücker Straße bislang nur in eine Richtung fahren. Künftig wird es für Radfahrer in beide Richtungen erlaubt sein. Damit wird ein Vorschlag des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs Dresden (ADFC) umgesetzt. Für Radfahrer aus der Neustadt zum Bahnhof oder Richtung Pieschen ist dieser Abschnitt bisher ein ärgerliches und oft ignoriertes Hindernis gewesen.

Konrad Krause, Sprecher des ADFC, sagt dazu: "Die Louisenstraße ist für Radfahrer eine wichtige Verbindung in Ost-West-Richtung. Seit der Sanierung der Lößnitzstraße Richtung Pieschen hat die Strecke zusätzlich an Attraktivität gewonnen und zieht viele Radfahrer an. Wir begrüßen es sehr, dass die Stadtverwaltung dort dem Druck der vielen Nutzer nachgegeben und eine praktikable Regelung gefunden hat."

Immer mehr Menschen fahren in Dresden mit dem Rad. Nicht nur ein wachsendes Gesundheitsbewusstsein, sondern auch steigende Benzinpreise sind für viele ein Anlass, das Auto öfter stehen zu lassen. Nach der Wende wurden in Dresden noch 6% der Wege mit dem Rad zurückgelegt. Ausgehend von Zählungen der Stadtverwaltung geht der ADFC davon aus, dass diese Zahl inzwischen auf etwa 20% gestiegen ist.

Vor einigen Wochen hat die Stadt auf der Marienstraße Schutzstreifen für den Radverkehr markiert. Sie führen ohne Sicherheitsabstand an parkenden Autos vorbei.  Teilweise werden die Autos sogar auf dem Schutzstreifen geparkt, weil auch die Parkflächen sehr schmal geraten sind. Steigt dann jemand unvermittelt aus einem parkenden Auto aus, kann es schnell zum Unfall kommen. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club Dresden (ADFC) warnt deshalb alle Radfahrer, nicht zu nah an parkenden Autos vorbei zu fahren.

"Die Markierungen auf der Marienstraße verleiten Radfahrer, geparkte Autos zu knapp zu überholen. Macht dann jemand eine Tür auf, hat der Radfahrer Mitschuld, wenn es zum Unfall kommt." warnt Konrad Krause vom ADFC. "Wir halten die Markierungen für suboptimal, Radfahrer sollten zur eigenen Sicherheit genug Abstand halten und am linken Rand des Streifens fahren."

Nach gültiger Rechtssprechung müssen Radfahrer jederzeit damit rechnen, dass Menschen aus parkenden Autos aussteigen. Neben dem Zusammenstoß mit einer sich öffnenden Autotür droht Radfahrern deshalb auch die Mithaftung im Falle eines Zusammenstoßes. Ein Mindestabstand von einem Meter zu parkenden Autos sollte man als Radfahrer deshalb halten, rät der Fahrradclub.

autosBenachteiligung der Radfahrer bei Albertbrücken-Planung

Für über 20 Mio. Euro will die Stadt in den nächsten Jahren die Albertbrücke sanieren. Die Brücke ist die wichtigste Elbquerung für den Radverkehr und Verbesserungen sind dringend nötig. Tag für Tag queren an dieser Stelle 10.000 Menschen mit dem Rad die Elbe, Tendenz seit Jahren steigend. Nach dem Umbau wird sich für Radfahrer wegen unzureichender Radwege kaum etwas verbessern. Der ADFC bemängelt, dass die Sanierung eigentlich nur dem Autoverkehr zugute kommt.

kopenhagenDie Landeshaupstadt Dresden will mehr für Radfahrer tun. Laut Tagespresse vom 28.3.2012 stehen Erhöhung der Sicherheit, das Schaffen von mehr und besseren Abstellmöglichkeiten sowie die Förderung von Leihsystemen auf dem Programm.

Das ist gut für alle Bürger. Jeder geradelte Kilometer bringt finanzielle Vorteile für die Gesellschaft. Allein die gesundheitlichen Auswirkungen durch die Bewegung sorgen dafür, dass die Krankenkassen spürbar entlastet werden. Nach einer Studie der Universität Wien leben Menschen, die für ihre täglichen Wege vom Auto auf das Fahrrad umsteigen, deutlich länger. Das vorhandene Unfallrisiko wird um ein Vielfaches durch bessere Fitness ausgeglichen.

Aber auch die, die auf das Auto angewiesen sind, haben Vorteile, wenn mehr geradelt wird. Mehr Radverkehr führt zu weniger Autoverkehr und somit zu weniger Stau. Fahrräder benötigen keine Autoparkplätze, sorgen also auch hier für eine Entspannung.

Der Hauptgrund für die zunehmende Nutzung des Zweirades bei vielen Dresdnern dürfte aber einfach bei ganz egoistischen Gründen liegen. "Man ist in der Stadt einfach schnell und bequem unterwegs. Man muss keinen Parkplatz suchen und spart Benzingeld." so Konrad Krause. "Das Fahrrad ist einfach das beste Verkehrsmittel für die Stadt."

Entgegen der Meinung mancher Stadträte und der Stadtverwaltung in Dresden führt das Befahren von Einbahnstraßen in Gegenrichtung für Radfahrer zu weniger Unfällen. Bereits seit 1997 besteht die Möglichkeit in der Straßenverkehrsordnung, Einbahnstraßen für Radfahrer in die Gegenrichtung zu öffnen. Die seitdem gemachten positiven Erfahrungen deutschlandweit haben sogar dazu geführt, dass die Vorraussetzungen für die Freigabe 2009 weiter vereinfacht wurden. Seitdem gibt es bei den meisten Einbahnstraßen keinen Grund, den Radverkehr zu blockieren.

"Würde die Verwaltung die StVO korrekt auslegen, müssten fast alle Einbahnstraßen in 30er-Zonen für Radfahrer in beiden Richtungen befahrbar sein. Da Verbote für den fließenden Verkehr nur bei zwingenden Gründen zulässig sind, ist es 15 Jahre nach der Änderung der StVO höchste Zeit, diese flächendeckend umzusetzen. Ein Auftrag des Stadtrates wäre dazu eigentlich nicht nötig." sagt Konrad Krause, Sprecher des ADFC Dresden.

Seit Juli 2011 dürfen Radfahrer auf der Kesselsdorfer Straße auch auf der Fahrbahn fahren. Das Verwaltungsgericht Dresden hatte zuvor entschieden, dass die Radwege zu unsicher sind und nicht den Standards der StVO entsprechen. Für eine Sanierung der Radwege oder die Einrichtung von Fahrradstreifen auf der Fahrbahn fehlte der Stadt das Geld. Lediglich die blauen Radwegschilder, die das Radfahren auf der Fahrbahn untersagten, wurden abmontiert. Nun wurden an der Stelle des Radwegs für 31.000 Euro 25 Parkbuchten für Autos gebaut.

"Für Autoparkplätze hat die Stadt offenbar zusätzliche Geldreserven", wundert sich auch Konrad Krause, Sprecher des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club Dresden (ADFC). "Die Kesselsdorfer Straße hat für den Radverkehr eine hohe Bedeutung. Deshalb sollten hier breite Fahrradstreifen markiert werden. Am Geld kann das ja eigentlich nicht scheitern. Schließlich war für die 25 Autoparkplätze ganz plötzlich auch eine ordentliche Summe übrig. Offensichtlich spielt der Komfort der PKW-Fahrer für die Stadtverwaltung eine größere Rolle als die Sicherheit auf der Straße."

Am 12. Dezember 2011 wird die Brücke über die Elbe bei Niederwartha für den Verkehr freigegeben. Für 40 Millionen Euro wurde eine schnelle und bequeme Verbindung von Niederwartha nach Radebeul geschaffen. Allerdings steht schon an der Auffahrt der Brücke das Verkehrszeichen "Radfahrer verboten". Für Fußgänger und Radfahrer ist der Neubau gesperrt. Die millionenteure Brücke kommt nur dem motorisierten Verkehr zugute. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club Dresden (ADFC) kritisiert den Brückenbau, weil der Radverkehr völlig vergessen wurde.

Fußgänger und Radfahrer müssen sich weiterhin den sehr schmalen Gehweg auf der benachbarten Eisenbahnbrücke teilen. Schon seit langem ist die Verbindung zwischen den beiden Elberadwegen rechts und links des Flusses chronisch überlastet. Etwa eine halbe Million Radfahrer nutzen den Elbradweg jedes Jahr. Besonders viele fahren an den Wochenenden an dieser Stelle über die Elbe. "Es ist ein Irrsinn, dass hier nicht die Möglichkeit ergriffen wurde, mit der neuen Brücke endlich einen ausreichend breiten Radweg zu bauen" sagt Konrad Krause, Sprecher des ADFC Dresden.


Foto: paturiku

Dresden hat deutschlandweit die höchste Feinstaubbelastung in Großstädten. Das zeigt die Outdoor Air Pollution Database der WHO. Der Studie zufolge ist in keiner deutschen Großstadt die Luftstärker mit Feinstaub (PM10) belastet, als in der sächsischen Landeshauptstadt. Zu den Auswirkungen von Feinstaub gehören die Verstärkung von Allergiesymptomen, die Zunahme asthmatischer Anfälle und Lungenkrebs. Auch Herz-Kreislauf-Erkrankgungen werden durch hohe Feinstaubwerte begünstigt. Einer der wesentlichen Ursachen für die hohe Feinstaubbelastung ist im motorisierten Verkehr zu suchen. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) fordert ein Sofortprogramm für den Radverkehr, damit mehr Menschen vom Auto aufs Fahrrad umsteigen und sich auf diese Weise die Feinstaubbelastung verringert.

"Wir haben in Dresden ein großes Potential für den Radverkehr, wie der seit Jahren steigende Radverkehrsanteil und auch das große Interesse am Stadtradeln zeigen. Es würden noch mehr Dresdner Rad fahren, wenn sie nicht durch unsichere Radverkehrsanlagen, fehlende Verbindungen und häufige Benachteiligung an Ampelkreuzungen davon abgeschreckt werden würden." sagt Konrad Krause, Pressesprecher des ADFC Dresden. "Die Stadtpolitiker und der Baubürgermeister haben leider nicht den Mut, über Alternativen zu ihrer grundsätzlich autofreundlichen Politik nachzudenken. Die von OB Orosz vor einem Jahr angekündigte grundsätzliche Wende in der Verkehrspolitik hat bisher nicht stattgefunden."