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Pressemitteilung

Die Pressemitteilungen des ADFC Dresden

Pressemittelung des ADFC Dresden vom 13.9.2016

Am Freitag, 16. September werden Aktivisten und Künstler in Städten rund um die Welt Parklätze wieder in lebenswerte Räume verwandeln.
Auch in Dresden werden an diesem Tag Parkplätze gestaltet. Mitten in der Altstadt entsteht auf der Kreuzstraße zwischen 16:00 und 20:00 Uhr ein gemütlicher Ort zum Verweilen und Austauschen.
Dazu Jutta Wieding, Vorsitzende des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Dresden: "Wir wollen den öffentlichen Raum nutzen, um Begegnungsräume statt kommerzielle Räume zu schaffen. Die Aktualität von Kraftfahrzeugen, die diesen Raum einnehmen, sollte in Zeiten des Klimawandels überdacht werden. "
Idee des Park(ing) Days ist es, Menschen anzuregen über den derzeit hohen Flächenbedarf von Automobilen nachzudenken. Vor allem aber auch Lärm und die Schadstoffbelastung durch den städtischen Verkehr verringern die Lebensqualität von uns allen. "Stickoxide erhöhen das Herzinfarktrisiko und schädigen die Atemwege, besonders bei Kindern", erklärt Benjamin Ledermann von Greenpeace Dresden.
Was sind die Alternativen zum Auto in der Stadt?
Immer mehr Menschen in den Städten steigen auf das Rad. Dieser fundamentale Wandel des Mobilitätsverhaltens ist im Dresdner Stadtrat noch nicht angekommen. "Der Stadtrat traut sich nicht, die nötigen Schritte zur fußgänger- und fahrradfreundlichen Stadt zu gehen. Wir brauchen neue Prioritäten für den Stadtverkehr." sagt Maximilian Krampe, Vorstandsmitglied im Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) Dresden. "An vielen Stellen stehen parkende Autos sicherer Infrastruktur für Fußgänger und Radfahrer im Weg. Hier ist ein grundsätzliches Umdenken erforderlich. Dabei stehen an vielen Stellen mit öffentlichen Mitteln gebaute Parkhäuser leer."
Zum Park(ing) Day auf der Kreuzstraße wird Bürgermeisterin Eva Jähnigen, Beigeordnete für Umwelt und Kommunalwirtschaft 18:15 Uhr anwesend sein.

Hintergrund zur Aktionsform Park(ing) Day:
Der Park(ing) Day ist ein jährlich begangener Aktionstag immer am dritten Freitag im September. Erstmalig bewusst, wurde der Park(ing) Day im Jahr 2005 in San Francisco begangen. Auf kreative und einfache Weise werden Parkflächen am Straßenrand kurzzeitig zu Parks und Zonen des Entspannens und der Interaktion mit Mitmenschen umfunktioniert. Alle registrierten Aktionsorte rund um den Globus sind unter www.parkingday.org zu finden. Entsprechend auf englisch heißt es da: “PARK(ing) Day is an annual worldwide event where artists, designers and citizens transform metered parking spots into temporary public parks.” Von Medellin in Kolumbien über Bukarest wie auch in Kapstadt gestalten Menschen den Park(ing) Day.

Pressemittelung des ADFC Dresden vom 8.9.2016

Elbwiesen in Pieschen

Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) Dresden begrüßt den Vorschlag der SPD-Stadtratsfraktion, eine Fährverbindung zwischen Pieschen und dem Ostragehege einzurichten. Dabei befürwortet der ADFC Dresden einen fahrgeldfreien Fährbetrieb.

Dazu erklärt Vorstandsmitglied Nils Larsen: „Die Prüfung der Fährverbindung in Pieschen ist bereits im ‚Verkehrsentwicklungsplan 2025plus‘ vorgesehen, den der Dresdner Stadtrat am 20.11.2014 beschlossen hat. Allerdings zeigen die Erfahrungen mit den kleinen Fußgänger- und Radfahrerfähren in Johannstadt, Niederpoyritz und Pillnitz, dass der Fährbetrieb nur mit finanzieller Förderung möglich ist. Die Fahrgeldeinnahmen decken dort nur einen geringen Bruchteil der Kosten, zumal Inhaber von DVB-Monatskarten die Fähren kostenfrei nutzen können. Deshalb schlagen wir vor, am Pieschener Elbwinkel als Verkehrsversuch den fahrgeldfreien Fährbetrieb durchzuführen. Die Elbquerung in Pieschen ist für den innerstädtischen Fußgänger- und Radverkehr und für die Alltagsradler von Bedeutung. Wir weisen zum Vergleich darauf hin, dass auch die Nutzung der Dresdner Elbbrücken kostenfrei stattfindet, deren Unterhaltung durch die Stadt finanziert wird.“

Der ADFC Dresden kann sich langfristig sogar eine Fußgänger- und Radfahrerbrücke zwischen Pieschen und dem Ostragehege vorstellen. „Ein Gutachten für die Stadtverwaltung Dresden hat zu dem Ergebnis geführt, dass eine Elbbrücke dort technisch machbar und auch finanzierbar ist. Bei Gesamtkosten von 10 bis 12 Mio. Euro kann die Stadt Dresden mit einer Fördermittelquote von 90% rechnen und müsste nur 1,0 bis 1,2 Mio. Euro selbst tragen. Allerdings nehmen auch wir die Umweltbedenken hinsichtlich des Landschaftsschutzes ernst und meinen, dass der Betrieb einer fahrgeldfreien Fähre geeignet ist, das tatsächliche Nutzerinteresse für die Elbquerung zwischen Pieschen und dem Ostragehege zu ermitteln“, so Nils Larsen abschließend.

Pressemitteilung des ADFC Dresden e.V. vom 14.7.2016

Immer wieder kommt es auf der Bautzner Straße in Höhe der Elbschlösser zu schweren Unfällen.

Heute, am 14. Juli, wurden auf regennasser Fahrbahn drei Autofahrer verletzt, zwei von ihnen schwer. An gleicher Stelle stießen vor wenigen Wochen zwei Fahrzeuge frontal zusammen und es gab einen Toten. In Höhe der Brockhausstraße wurde im April 2013 ein Radfahrer von einem Auto erfasst und getötet.

Auf diesem Abschnitt sind im Schnitt 11.000 Autos pro Tag in jeder Richtung unterwegs. Der Verkehr wird jeweils auf einer überbreiten, einstreifigen Richtungsfahrbahn geführt. Es ist aber auch eine Hauptroute für Radfahrer. Der Radverkehr wird zum Teil auf den viel zu schmalen Gehweg verwiesen, im weiteren Verlauf stadtauswärts existieren überhaupt keine Radverkehrsanlagen.

Nils Larsen, Vorstandsmitglied des ADFC Dresden, meint dazu: "Die Arbeit der für Markierungen und Verkehrsschilder zuständige Straßenverkehrsbehörde halten wir für völlig inakzeptabel. Der gefährliche Abschnitt muss dringend entschärft werden. Die große Breite lädt einige Autofahrer zu hoher Geschwindigkeit und unnötige Überholmanöver ein."

Dabei wäre die Lösung ganz einfach: Der ADFC Dresden fordert für die gesamte Bautzner Straße zeitnah regelkonforme Radverkehrsanlagen. Bei 13m Straßenbreite lassen sich problemlos für jede Richtung genügend breite Radfahrstreifen abmarkieren - so fordern das die technischen Richtlinien. "Damit wäre allen Verkehrsteilnehmern geholfen! Eine vernünftige Aufteilung des Straßenraumes würde die Unfallgefahr stark senken" meint Larsen weiter.

Frieda (links) und Laufbursche (rechts)Pressemitteilung des ADFC Dresden e.V. vom 11.7.2016

Drei Lastenräder stehen ab sofort im Rahmen des ADFC-Projekts "Frieda & Friedrich" zur kostenlosen Ausleihe bereit.

Über die Internetseite https://friedafriedrich.de können die Lastenräder für 1, 2 oder 3 ganze nachfolgende Tage gebucht werden. Die Nutzer müssen sich bei der Ausleihe ausweisen und sind für die Dauer der Leihe für das Rad verantwortlich. Nach der Ausleihe kann freiwillig einen Betrag gespendet werden, denn die Lastenräder sind zwar für die Nutzer frei, aber die Wartung und der Betrieb nicht kostenlos. Um das Projekt dauerhaft zu erhalten, bitten wir um Spenden über https://www.betterplace.org/de/p41699.

Die Räder stehen bei verschiedenen Verleihstationen bereit, die künftig alle vier Wochen wechseln. In der Anfangszeit befinden sich alle Verleihstationen in der Neustadt und es handelt sich derzeit u.a. um Die Pastamanufaktur, émoi, die Kronen-Apotheke, Gänselies, Bücher's Best, Laufsportladen und screen:b*.

Knicke am Straßburger PlatzPressemitteilung des ADFC Dresden vom 11. April 2016

ADFC Dresden stellt Kurzfilm ins Netz und kritisiert Stefan Szuggat, Leiter des Stadtplanungsamtes, wegen irreführendes Umgangs mit Einwendungen zum Bebauungsplan.

Viele Anwohner in Johannstadt und Striesen nutzen einen von der Canalettostraße leicht diagonal auf den Straßburger Platz zulaufenden öffentlichen Weg, um mit dem Rad schnell und komfortabel in die Stadt zu kommen. Diesen Weg gibt es seit Jahrzehnten, aber wurde Mitte März deutlich verschlechtert.

Pressemitteilung des ADFC Dresden e.V. vom 5.4.2016

Am 5. April berichtete die Sächsische Zeitung in "Hier werden neue Radwege gebaut" über Maßnahmen, über die Radfahrer sich freuen können. Der ADFC muss dieser Darstellung leider widersprechen. Der Artikel enthält einige Fehler. In der Tat ist die Freude über die Fortschritte der Stadt für nichtmotorisierte Verkehrsteilnehmer recht getrübt:

Für 985.000 Euro werden auf Bürgerwiese/Parkstraße nicht nur Radspuren aufgetragen, sondern die gesamte Fahrbahn erneuert. "Wir betrachten es als grobe Zweckentfremdung, wenn auch die Autospuren der Bürgerwiese und Parkstraße aus dem Radverkehrsetat erneuert werden. Hier wäre eine anteilige Abrechnung angemessen" sagt Nils Larsen, Vorstandsmitglied im ADFC Dresden.

Schilderwald-Symbolfoto

Pressemitteilung des ADFC Dresden e.V. vom 29. Februar 2016

Radfahren ist eine schöne, gesunde und entspannende Art, sich in Dresden fortzubewegen. Warum gibt es in Dresden aber so viele bekannte, nach wie vor unentschärfte Gefahrenstellen für Radfahrer? Warum sind manche Ecken der Stadt mit dem Rad nur sehr unkomfortabel zu erreichen?

"Lange habe ich gedacht, dass fehlendes Geld den Stillstand verursacht. Seit letztem Jahr wissen wir, dass die Haushaltmittel für Radverkehrsinvestitionen seit Jahren nur zu einem Bruchteil ausgegeben werden" sagt Nils Larsen, Vorstandsmitglied im ADFC Dresden e.V.

winterdienstkarte mini

Pressemitteilung des ADFC Dresden e.V. vom 17.11.2015

Trotz des derzeit milden Novemberwetters denkt der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club Dresden (ADFC Dresden e.V.) bereits an die Winterzeit mit Schnee und Eis auf Dresdens Straßen. In einem Schreiben an die verkehrspolitischen Sprecher der rot-grün-roten Stadtratsmehrheit hat der Fahrradclub konkrete Vorschläge für die Erweiterung des Winterdienstes auf Radwegen mitgeteilt. Dazu erklärt Nils Larsen, Vorstand des ADFC Dresden:

"Viele Radfahrer nutzen ihr Verkehrsmittel das ganze Jahr über. Zahlreiche
deutsche Städte haben bereits einen gesonderten Winterdienstplan für den Radverkehr entwickelt. Im Winter ist auf Dresdens Straßen für circa 4 bis 8 Wochen mit Schnee und Eis zu rechnen. Der bisherige Winterdienstplan ist aus drei Gründen unzureichend: Er ist nur Stückwerk, ein Netz nicht erkennbar, wichtige Strecken werden nicht beräumt und Radstreifen am Rande der Fahrbahn werden rücksichtslos zugeschüttet. Wir brauchen deshalb eine Grundsatzentscheidung des Dresdner Stadtrats für den Winterdienst auf den Hauptrouten des Radverkehrs. Dafür haben wir für den Aufbau eines Winter-Routennetzes diejenigen Straßen bezeichnet, die mit hoher Priorität zusätzlich in den Winterdienstplan der Stadtverwaltung gehören und der Anfang eines fortzuschreibenden Netzes bilden."

Blockhausgasse 1917

Pressemitteilung des ADFC Dresden e.V. vom 5.11.2015

Mit einem Schreiben an die Mitglieder des Dresdner Stadtrates im Ausschuss für Stadtentwicklung und Bau hat der ADFC Dresden zur zukünftigen Gestaltung der Neustädter Rampe der Augustusbrücke Stellung bezogen.

Dazu erklärt ADFC-Vorstandssprecher Nils Larsen: „Der zunehmende Radverkehr in Dresden erfordert gute Radverkehrsanbindungen auf beiden Seiten der Augustusbrücke zum Elbe-Rad- und Wanderweg. Auf beiden Seiten wünschen wir breite Wege, die barrierefrei sowohl für den Radverkehr als auch für Eltern mit Kinderwagen, Rollstuhlfahrer, Personen mit Rollator und Skater-Fahrer zur Verfügung stehen.

Auf der Westseite des Blockhauses sollte die historische Blockhausgasse (siehe Foto) wiederbelebt und die jetzige Treppe beseitigt werden. Auf der Ostseite der Augustusbrücke kann die bisherige Rampe zum Neustädter Tunnel in Richtung Elbufer weitergeführt werden oder eine direkte Verbindung zwischen Köpckestraße und Königsufer herstellt werden.

Die bisherige Verwaltungsvorlage genügt diesen Anforderungen nicht. Wir appellieren an Bürgermeister Schmidt-Lamontain und die Dresdner Stadträte, die Vorlage radverkehrsfreundlich zu überarbeiten.“

Pressemitteilung des ADFC Dresden e.V. vom 28.10.2015
 

Der ADFC begrüßt prinzipiell das Projekt "Stadtbahn 2020", das u.a. die hoch frequentierte Buslinie 61 zwischen Löbtau und Strehlen entlasten und damit den Umweltverbund (Fuß, Rad, ÖPNV) stärken soll. Die kürzlich vorgelegten Vorplanungen für den Campusbereich werden dem jedoch nicht gerecht, sondern stellen eine massive Bevorteilung von Auto- und ÖPNV-Nutzern auf Kosten von Fußgängern, Radfahrern und des Baumbestandes dar.

"Die Vorplanungen für den Zelleschen Weg halten an zwei Kfz-Fahrspuren pro Richtung sowie einem besonderen Bahnkörper für die Straßenbahn fest. Um den dafür erforderlichen Platz zu schaffen, sollen auf dem Zelleschen Weg die Gehwege von 4,5m auf 3,5m verschmälert und der gesamte Straßenzug noch breiter werden. Außerdem müssten fast alle Bäume gefällt und neu gepflanzt werden." erklärt Nils Larsen, Vorstandsmitglied im ADFC Dresden.  "Da die Gehwege schon heute bei jedem Vorlesungswechsel hoch ausgelastet sind, ist eine Verschmälerung der Gehwege nicht vermittelbar. Schon heute finden Konflikte zwischen Radfahrern und Fußgängern, die auf den Radweg ausweichen, statt, was sich zukünftig nochverschärfen würde. Der ADFC fordert ausreichend Platz für Fußgänger und Radfahrer, insbesondere hier im Campusbereich."

Regelquerschnitt ZellescherWeg ausAnlage4 Vorzugsvariante V2 opt Blatt2
Auszug von der Vorzugsvariante der Vorplanungen, Querschnitt vor der SLUB

"Dass es auch besser geht, zeigt die Vorplanung für den Bereich zwischen Nürnberger Ei und Nürnberger Platz. Dort sind ausreichend breite Gehwege und Radfahrstreifen vorgesehen und ebenso ausreichend Platz für Pkw. Dort funktioniert das, weil die Straßenbahn die inneren Fahrspuren mitnutzt. Es ist nicht plausibel, warum diese Querschnittsaufteilung woanders nicht gehen sollte, zumal am Nürnberger Ei die höchste Kfz-Belastung im gesamten Planungsgebiet herrscht ." so Nils Larsen weiter.

Überbreite Straßenzüge um die 40 Meter Breite wurden in den 60er und 70er Jahren geplant. "Unmittelbar an der für Dresden so wichtigen Universität brauchen wir eine zeitgemäße Lösung," meint Nils Larsen.  "Die Straße sollte auf eine vernünftige Breite verschmälert werden -  allermindestens sollte man sich am jetzigen Bestand orientieren. Die Kfz-Mengen pro Tag gehen seit Jahren zurück, eine durchgängige Zweispurigkeit ist nicht erforderlich." Der ADFC hat am 27. Oktober eine Stellungnahme an die Mitglieder des Bauausschusses mit der Kritik an der Planung geschickt. Die Kritik wird von der Hochschulgruppe Rad an der TU Dresden geteilt. In der Stellungnahme wird auch auf die neu durch die Verbreiterung entstehenden Instandhaltungskosten hingewiesen. "Angesichts der städtischen Haushaltslage sind die Vorplanungen schon deshalb unvernünftig."

Pressemitteilung des ADFC Dresden vom 6. August 2015Zufahrt Steirische Straße, bis vor wenigen Tagen für Fußgänger UND Radfahrer

Zwischen Tolkewitz und Laubgeast verläuft durch den alten Elbarm ein kleiner Verbindungsweg, der von vielen Radfahrern genutzt wird. Vor wenigen Tagen hat die Stadt den Weg nun für den Radverkehr gesperrt. Die Verlängerung der Steirischen Straße, bisher eine beliebte "grüne" Verbindung für Radfahrer, ist für Radfahrer seitdem nicht mehr legal passierbar.

Vom Büro der Radverkehrsbeauftragten heißt es, man wisse nicht, warum die Sperrung von der Straßenverkehrsbehörde angeordnet wurde, man wurde nicht informiert oder angehört.

Nils Larsen, Vorstandsmitglied im ADFC Dresden, beklagt den Wegfall der Radverbindung und die schlechte Zusammenarbeit in der Stadtverwaltung. "Verkehrsschilder werden von der Straßenverkehrsbehörde angeordnet. In Dresden ist diese im Straßen- und Tiefbauamt angesiedelt, das Büro der Radverkehrsbeauftragten aber im Stadtplanungsamt. Offensichtlich besteht hier ein größeres Kommunikationsproblem. Wenn die linke Hand nicht weiß, was die rechte tut, haben wir schlechte Karten, den Radverkehr in Dresden voranzubringen.

Pressemitteilung des ADFC Dresden vom 22. Juli 2015

Nur 28% der Dresdner fühlen sich auf ihren Wegen durch die Stadt mit dem Rad sicher oder sehr sicher. Dieser Wert steht in deutlichem Gegensatz zum Sicherheitsgefühl von Fußgängern (65%), Autofahrern (66%) und Nutzern von Bus und Straßenbahn (72%). Mehr als zwei Drittel der Dresdner (71%) wünschen sich außerdem, dass die Stadt mehr für den Radverkehr tut. Das geht aus der vor jüngst veröffentlichten Kommunalen Bürgerumfrage der Stadt hervor.

Für Nils Larsen,Vorstandsmitglied beim Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club Dresden (ADFC) sind diese deutlichen Ergebnisse ein klares Zeichen dafür, dass die Rad-Infrastruktur der Stadt schnellstens zur Chefsache werden muss. „Ankündigungen hatten wir in den letzten Jahren viele. Zahlreiche Planungen werden aber nicht umgesetzt und Beschlüsse des Stadtrats bleiben jahrelang liegen.“ Ein Bestreben, die Lücken und Misstände im Dresdner Rad-Netz zu beseitigen sei in letzter Zeit nicht zu erkennen, so Larsen.

beschilderungschaosPressemitteilung des ADFC Dresden vom 2.7.2015

Mit Bestürzung hat der ADFC Dresden e. V. die Mitteilung des Ersten Bürgermeisters, Dirk Hilbert, vom 25.06.2015, aufgenommen, wonach der Betrag von 1,65 Millionen Euro verfügbarer Haushaltsmittel für den Radverkehr im Jahr 2014 ungenutzt blieb. Zusammen mit den eingestellten Haushaltsmitteln für den Radverkehr (2015: 1,0 Millionen Euro) sind es 2,65 Millionen Euro, die voraussichtlich zu einem großen Teil auch im laufenden Haushaltsjahr 2015 ungenutzt bleiben.

Der Körnerweg

Pressemitteilung des ADFC Dresden vom Dienstag, 14.4.2015

Berufspendler erhalten am Mittwoch eine druckfrische Broschüre, wenn sie zu Fuß oder Fahrrad fahrend/schiebend am Körnerweg langkommen. Experten vom ADFC Dresden erklären den neusten Stand bei der Sanierung des Körnerwegs und geben ein kostenloses Exemplar ihrer Recherche-Ergebnisse "Körnerweg statt Stolperpfad" mit.

Pressevertreter sind ausdrücklich eingeladen zum Gespräch mit den ADFC-Experten und für Fotos. Es ist gute Gelegenheit, Passanten zu interviewen.
Termin/Ort: Mittwoch, 15.4. um 16:30 Uhr bis 17:30 Uhr am Körnerweg, Einmündung Heilstättenweg.

Pressemitteilung des ADFC Dresden vom 23.3.2015

Seitdem die Fußgängerbrücke über die Albertstraße am 13. März gesperrt wurde, haben Fußgänger es schwer, die 4-spurige Straße zu queren oder müssen lange Umwege in Kauf nehmen. Der ADFC Dresden fordert die Abmarkierung von zwei Fahrspuren in Fahrradstreifen.

Nils Larsen, Vorstandsmitglied im ADFC Dresden, sagt: "Für Fußgänger ist es viel leichter, eine Straße mit nur zwei Autospuren zu queren. Deswegen fordern wir die Umwidmung von Fahrspuren in der Albertstraße, die nebenbei die Attraktivität der Nord-Süd-Fahhradroute zwischen Albertplatz und Südvorstadt erheblich erhöhen würde". "Mit wenigeren Autospuren kann auf die Einrichtung einer Ampel verzichtet werden - zum Vorteil für alle, egal ob mit Auto, Fahrrad oder zu Fuß unterwegs."

Beim heute in Berlin vorgestellten Fahrradklima-Test des ADFC landete Dresden erneut nur auf Platz 20 der fahrradfreundlichsten Städte vergleichbarer Größe. 1343 Dresdner und Dresdnerinnen hatten an der bundesweiten Befragung teilgenommen. Unzufrieden sind Dresdens Radfahrerende vor allem mit dem Winterdienst auf Radwegen, der Radverkehrs-Führung an Baustellen und der großzügigen Duldung von Falschparkern auf Radwegen. Lichtblicke gab es dagegen bei der guten Erreichbarkeit des Stadtzentrums, dem öffentlichen Fahrradverleihsystem und der Wahrnehmung, dass alle Fahrrad fahren egal, ob alt oder jung.

Nils Larsen, Vorstandsmitglied des ADFC Dresden, sagt: "Fahrradfreundlichkeit ist ein guter Gradmesser für die Lebensqualität in einer Stadt – deshalb macht es uns Sorgen, dass sich die Dresdner auf dem Rad nicht wohler fühlen. Der Fahrradklima-Test zeigt für andere Städte, wie z.B. Augsburg, dass kontinuierliche Radverkehrsförderung auch honoriert wird und sich in einem guten Verkehrsklima niederschlägt. Schon mit kleineren Maßnahmen ließe sich die Situation deutlich verbessern, z.B. durch Winterdienst für Radwege oder radfahrerfreundliche Lösungen an Baustellen. Wenn Dresden will, dass mehr Menschen aufs Rad steigen und damit etwas Gutes für sich selbst und die Stadt tun, dann muss mehr getan werden als nur von Radverkehrsförderung zu reden. Der ADFC steht mit Fachwissen als Dialogpartner bereit."

Dresden liegt bundesweit auf Platz 20 in der Kategorie der Städte mit über 200.000 Einwohner. Im Durchschnitt geben die Dresdner die Note 3,9 (befriedigend) für die Fahrradfreundlichkeit.

"Von 2012 bis 2014 rückte Dresden nur von Platz 21 auf Platz 20, während Augsburg von Platz 32 auf Platz 22 enorm aufstieg. Nicht ohne Grund, denn in Augsburg wird seit 2012 im Rahmen des Projekts
Fahrradstadt 2020 systematisch in bessere Bedingungen für Radfahrer investiert. Das will der ADFC auch in Dresden." so Larsen weiter.

Mehrere Teilnehmer aus Dresden merkten kritisch an, dass in jüngster Zeit kaum etwas für den Radverkehr getan wurde. Die Mehrzahl sagt, dass man als Radfahrer nicht ernst genommen wird.Über 100.000 Teilnehmer bundesweit. Der ADFC-Fahrradklima-Test ist die größte Befragung zum Radfahrklima weltweit und wurde im Herbst 2014 zum sechsten Mal durchgeführt. Er wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur im Rahmen des Nationalen Radverkehrsplans gefördert. Über 100.000 Menschen stimmten bundesweit ab – eine Steigerung von 25 Prozent gegenüber dem letzten Test im Jahr 2012. Die Zunahme führt der ADFC auf das wachsende Interesse am Thema Fahrrad und Radverkehr zurück. Die bundesweiten Ergebnisse wurden heute in Berlin vorgestellt.

Antonstraße am AlbertplatzhochhausADFC Dresden begrüßt das Urteil zu durchgängiger Markierung eines provisorischen Fahrradschutzstreifens an der Edeka-Baustelle am Albertplatz. Geklagt hatte ADFC-Mitglied Michael Ton. Es ist das erste Urteils eines Dresdner Gerichts zur Radverkehrsführung an Baustellen. In der Regel sind Baustellen weg und die Verfahren eingestellt bevor es zum Urteil kommt.

"Um die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten, ist es notwendig, dass die behördlichen Anordnungen an Baustellen rechtsstaatlich geprüft werden können. Dieses Urteil konnte rechtzeitig gefällt werden, weil ein sogenanntes Eilverfahren zugelassen wurde. In Dresden gelang das in solchen Fällen zum Ersten mal." erklärt Dirk Spitzner, Vorstandsmitglied im ADFC.

"Ich bin überzeugt, dass die Verwaltung künftig die Radverkehrsführung an Baustellen sorgfältiger plant, weil sie mit dem Risiko eines weiteren Eilverfahrens kalkulieren muss, das sind gute Nachrichten für radfahrende Dresdner." so Spitzner weiter und weist auf aktuelle unsichere und unbequeme Radverkehrsführungen beispielsweise an der Albertbrücke oder in der Könneritzstraße hin.

Im aktuellen Fall fordert der ADFC Dresden die Stadt dazu auf, das Urteil zügig umzusetzen und die Möglichkeit der Revision durch das Oberverwaltungsgericht zu unterlassen. "An dieser Stelle ist normalerweise ein gemeinsamer Geh- und Radweg, der für Radfahrende benutzungspflichtig ist, mit der Begründung, dass es zu gefährlich sei, auf der Fahrbahn zu fahren. In der ungewohnten Baustellensituation, kann es nicht plötzlich ungefährlich sein, direkt auf die Fahrbahn verwiesen zu werden", begründet Spitzner die Auffassung des ADFC.

Fahrradstellplätze im CityNightLine-WagenDie Deutsche Bahn reduziert ihr Angebot an CityNightLine-Nachtzügen drastisch und erschwert damit die Fahrradmitnahme von Dresden nach Niederlanden und Frankreich und umgekehrt. Ab dem 14. Oktober können die Folgen der Zugstreichungen zum Fahrplanwechsel am 14. Dezember auf http://www.bahn.de eingesehen werden. Der ADFC Dresden kritisiert diesen Schritt als eine deutliche Verschlechterung auch für Radurlauber.

F1 Coselgasse smallDer ADFC Dresden begrüßt die Pläne, den linkselbischen Elberadwanderweg über das Gelände der Laubegaster Schiffswerft zu verlegen. Der neue Werfteigentümer Reinhard Saal hat dazu mehrfach sein Engagement signalisiert. Mit einer Führung über das Werftgelände könnten die scharfen und unübersichtlichen Kurven am Beginn und Ende der Coselgasse, sowie die Zufahrten zum Autohaus und zum Einkaufsmarkt an der Österreicher Straße vermieden werden. Das würde die Sicherheit für Fussgänger und Radfahrer erhöhen.

Nils Larsen, Sprecher des ADFC Dresden, erklärt: "Wir freuen uns, dass bereits Sondierungsgespräche zwischen Mitarbeitern der Verwaltung und den Planern des neuen Werftbetreibers stattgefunden haben. Wir wünschen allerdings mehr Engagement von Baubürgermeister Marx, damit die zeitliche Perspektive für die Führung des Elberad- und Wanderweges über das Werftgelände konkretisiert werden kann. Die Stadtverwaltung sollte das städtische Planungsrecht nutzen, um eine Wegeführung über das Werftgelände zu sichern."

altDie Stadt kappt die wichtige Radroute von der Glacisstraße auf die "kleine" Albertbrücke. Seit dem Beginn der Sanierung der Albertbrücke am Montag besteht keine legale Möglichkeit mehr, mit dem Rad von der Neustadt kommend auf die Behelfsbrücke zu fahren. Täglich nutzen die Brücke etwa 10.000 Dresdner mit dem Rad.

Ein Großteil der Radfahrer sucht sich nun einen Weg über den Gehweg zwischen Glacisstraße und Brücke, der als einzige Verbindung übrig geblieben ist. Der Gehweg ist äußerst schmal, Konflikte und Stauungen sind die Folge. "Natürlich geht so eine Brückensanierung nicht ohne Einschränkungen einher. Die Stadt geht allerdings mit den Einschränkungen für Radfahrer etwas zu weit. Es muss doch möglich sein, den Baustellenablauf so zu organisieren, dass Radfahrer hier wenigstens legal durchkommen. Genügend Platz für Radfahrer ist angesichts der gesperrten Autospuren ja eigentlich da. Ganz offensichtlich wurde der Radverkehr bei der Planung der Baustelle einfach vergessen, während es in der Pressemitteilung der Stadt heißt, es gäbe für diesen keine Einschränkungen." sagt Dirk Spitzner, Vorstand im Dresdner ADFC.