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Terrassenufer sm
Grafik: Tom Macht für ADFC

Pressemitteilung des ADFC Dresden vom 28.8.2018

Am 28. August präsentierte der ADFC Dresden Ergebnisse seiner Umfrage zur aktuellen Lage und zu einer möglichen Umgestaltung des Terrassenufers. Zwischen August und Oktober 2017 nahmen fast 200 Dresdner sowie Gäste der Stadt daran teil. Demnach ist die Mehrheit mit der der jetzigen Lage am Terrassenufer unzufrieden, insbesondere die Aufteilung des Straßenraums zwischen Gehweg und Fahrbahn halten die meisten Befragten für verbesserungswürdig.

Der ADFC Dresden schlägt deshalb vor, den Kfz-Verkehr während der Sommerferien umzuleiten, so dass das Terrassenufer in dieser Zeit vollständig Fußgängern und Radfahrern zur Verfügung steht. Dieser Idee des ADFC, das Terrassenufer zu einer temporären Flaniermeile umzugestalten, stehen die meisten Teilnehmer der Umfrage aufgeschlossen gegenüber. „Dresdnerinnen und Dresdner wünschen sich mehr Grün, weniger Kfz-Verkehr und lebendige Straßen mit Platz für Kultur- und Freizeitangebote“, so Nils Larsen, Mitglied des Vorstandes des ADFC Dresden. „Die Sommerferien sind der perfekte Zeitpunkt, um all dies am Terrassenufer umzusetzen." Der ADFC will die Straße unterhalb des „Balkons Europas“ in ihrer vollen Pracht aufleben lassen. In einer Visualisierung zeigt der Fahrradclub, wie dies praktisch aussehen kann.

Terrassenufer Vogelperspektive smDafür ist aus Sicht des ADFC ein Konzept zur Umsetzung eines lebenswerten Terrassenufers für die Sommerwochen erforderlich. „Aus unserer Sicht lautet die Frage nicht, ob das Terrassenufer für einige Wochen zu einer belebten Flaniermeile umgewidmet werden kann, sondern nur, wie und wann“, so Nils Larsen. Der ADFC würde es begrüßen, wenn die Stadt das Projekt auch in die Bewerbung zur Kulturhauptstadt Europas 2025 mit aufnimmt. Denn das Terrassenufer als Begegnungsort für Anwohner und Gäste der Stadt, als Location für Kulturveranstaltungen und als Platz mit hoher Verweilqualität wäre auch langfristig ein Gewinn für die Stadt.

Hintergrund:
Die Arbeitsgruppe „Terrassenufer“ des ADFC Dresden startete im vergangenen Jahr mit der Idee, dass das Terrassenufer ein attraktiver Aufenthaltsort für Dresdner und Gäste der Stadt werden kann. Als Vorbilder gelten das rechte Seineufer in Paris, der Broadway Boulevard in New York oder Madrid Río, wo bisher vom Autoverkehr genutzte Flächen für Fußgänger und Radfahrer umgewidmet und umgestaltet wurden. Gemeinsam mit unterschiedlichen Akteuren der Stadtgesellschaft und der Stadtverwaltung möchte die Arbeitsgruppe Nutzungsmöglichkeiten für das Terrassenufer entwickeln, die über die reine Rolle als Verkehrsweg hinausgehen. Dabei sollen u.a. auch der notwendige Lieferverkehr berücksichtigt werden, die Priorität aber klar auf der Aufenthaltsqualität liegen.