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Pressemitteilung des ADFC Dresden e.V. vom 11. April 2018

Während derzeit die Fahrbahn auf der Chemnitzer Straße erneuert wird, prüft die Stadtverwaltung, ob die dortigen Radverkehrsanlagen noch rechtskonform sind oder entfernt werden müssen.

Nils Larsen, Vorstandsmitglied des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club Dresden (ADFC): "Bisher war die Chemnitzer Straße für Radfahrer eher abschreckend und eher kein Angebot, mit dem die Stadt Menschen aufs Fahrrad locken konnte. Viele Dresdner meiden die Strecke mit dem Fahrrad. Autofahrer überholen oft sehr knapp, uns sind auch Berichte bekannt, dass Radfahrer von Bussen abgedrängt und angehupt wurden. Es ist daher richtig, dass die Straßenverkehrsbehörde die mangelhafte Radverkehrsinfrastruktur auf der Chemnitzer Straße nun überprüft. Die so genannten Schutzstreifen jetzt einfach von der Straße abzufräsen, kann jedoch keine Lösung sein. Es ist Aufgabe der Stadtverwaltung, eine Lösung zu finden, die die Sicherheit von Fußgängern und Radfahrern erhöht."

Der ADFC Dresden schlägt vor, zur Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer die maximal zulässige Geschwindigkeit auf der Chemnitzer Straße auf Tempo 30 zu reduzieren. In stadteinwärtiger Richtung ist Platz für einen vollwertigen Radfahrstreifen. "Kurzfristig lassen die engen Verhältnisse auf der Chemnitzer Straße zwar nicht in beiden Richtungen komfortable Radwege zu. Aber mit einem vollwertigen Radfahrstreifen Richtung Innenstadt könnte man mit dem Rad wenigstens den Rückstau überholen, der sich von der Kreuzung mit der Nürnberger Straße aus oft bildet, und das im bestehenden Straßenquerschnitt." ist Larsen überzeugt.

Die Chemnitzer Straße wird in ihrer jetzigen Form ihrer Funktion als Hauptroute des Radverkehrs zwischen Innenstadt und Plauen nicht gerecht. Mittelfristig ist daher eine weitergehende Lösung nötig. Im ADFC wird diskutiert, ob der Radverkehr aus der Innenstadt Richtung Süden ab der Brücke Budapester Straße auf einem innerstädtischen Radschnellweg über die Zwickauer Straße Richtung Plauen geführt werden könnte.