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Pressemitteilung

Die Pressemitteilungen des ADFC Dresden

Aktuelle Radverkehrszählung des ADFC Dresden untermauert Forderung nach Tempo 30

2020 07 15 Foto Zählung Glacisstr Foto ADFC Dresden kleinPressemitteilung des ADFC Dresden e.V. vom 17. Juli 2020: Die Glacisstraße in der Inneren Neustadt ist eine wichtige Verbindungsroute für den Radverkehr zwischen der Äußeren Neustadt und der Albertbrücke. Viele Radfahrer waren daher sehr verwundert, als die Stadtverwaltung Anfang April 2020 den mit einer gestrichelten Linie markierten Radschutzstreifen entfernen ließ, ohne dabei eine alternative Maßnahme zur Erhöhung der Verkehrssicherheit umzusetzen. Die Entfernung wird zwar mit dem korrekterweise zu geringen Abstand zu den Parkplätzen begründet, aber sie macht aus Sicht des ADFC die Glacisstraße weder sicherer noch bequemer für den Radverkehr.

In mehreren Antworten auf Anfragen von Stadträten zur möglichen Einführung von auch vom ADFC geforderten Tempo 30 argumentiert die Stadtverwaltung mit einer vermeintlichen Hauptstraßenfunktion für Kfz sowie mit veralteten Radverkehrszahlen vom Herbst 2012. Das veranlasste den ADFC Dresden, einmal die tatsächliche Bedeutung der Glacisstraße für den Radverkehr mit einer Zählung zu erfassen. Am vergangenen Mittwoch zählten also 24 ADFC-Mitglieder von 5 Uhr morgens bis Mitternacht in Stundenschichten in Höhe des Heinrich-Schütz-Konservatoriums das Radverkehrsaufkommen in der Glacisstraße.

glacisstr vergleich stadt adfc

„Die Zahlen der Stadt von nur insgesamt knapp 1.400 Radfahrenden pro Tag in beide Richtungen zwischen 7 und 19 Uhr entsprechen unserer Meinung nach heute in keinster Weise mehr der Realität, insbesondere wenn man die aktuellen Zahlen der städtischen Zählstellen an der Albertbrücke in Betracht zieht, die von 7 bis 19 Uhr beispielsweise am ADFC-Zähltag mit 5.216 weit mehr Radverkehr erfassen“, so Edwin Seifert, Geschäftsführer des ADFC Dresden e.V.

„Daher haben wir die Zahlen überprüft und selbst gezählt, und siehe da, wir kamen zwischen 5 und 24 Uhr trotz zeitweisem Regen auf 3.922 Radfahrende, beide Richtungen zusammengenommen. Im Vergleichszeitraum 7 bis 19 Uhr waren es allein 3.186 Radfahrinnen und Radfahrer, also mehr als das Doppelte der städtischen Zahlen von 2012. In den Spitzenstunden waren es am Morgen 401 (zwischen 8 und 9 Uhr) und in am Nachmittag 339 (zwischen 15 und 16 Uhr). Die Zahlen zeigen: Die Glacisstraße ist eine intensiv genutzte Radverkehrsverbindung.“

glacisstr stuendlich adfc

4000stes Mitglied vlnr Seifert Freund Foto ADFC Dresden KleinPressemiteilung des ADFC Dresden vom 30. Juni 2020

Der ADFC Dresden ist in diesem Juni auf über 4.000 Mitglieder gewachsen und damit innerhalb der vergangenen anderhalb Jahre um 1.000 Mitglieder gewachsen. Die Fahrradlobby ist damit einer der größten eingetragenen Vereine der Landeshauptstadt. Gestern überreichten der Geschäftsführer des ADFC-Stadtverbandes Edwin Seifert sowie ADFC-Büroleiterin Barbara Baum dem 4.000sten Mitglied, der 24-jährigen Studentin Elisabeth Freund einen großen Blumenstrauß sowie nützliche Geschenke für das Radfahren, darunter eine Fahrradklingel mit einer Gravur zur 4.000sten Mitgliedschaft. Das Jubiläumsmitglied wohnt bezeichnenderweise an der Alberstraße im Herzen von Dresdens Innerer Neustadt. Freunds Zuhause liegt also an jener Innenstadtstraße, die auf hartnäckigen Druck des ADFC und nach langer, teilweise erbittert geführter Diskussion in Kürze ordentliche Fahrradstreifen erhält.

Freund, Masterstudentin an der TU Dresden im Studiengang Psychologie (Vertiefung: Kognitive Neurowissenschaften), freute sich sichtlich über die Ehrung. „Die Verkehrspsychologie, Teil meines Studiums, weckte mein Interesse an einer klugen Verkehrsplanung und allem was damit zusammenhängt. Da das Fahrrad zudem mein Hauptverkehrsmittel ist, merke ich alle Lücken und Defizite bei der Infrastruktur für den Radverkehr in Dresden sofort. Da war es für mich nur konsequent, dem ADFC beizutreten und damit die Lobbyarbeit für das Radfahren in dieser Stadt zu unterstützen“, erklärte Freund. „Außerdem wohne ich an der Alberstraße und kann live kontrollieren, ob die Stadt in diesem Sommer auch wirklich die beschlossenen Radwege zwischen Carola- und Albertplatz umsetzt.“

Demo Hueblerstr 1 Foto ADFC DresdenPressemiteilung des ADFC Dresden vom 17. Juni 2020

Die Hüblerstraße in Blasewitz zwischen Berggartenstraße und Schillerplatz ist für Radfahrende noch immer ein Ärgernis. Zwar wurde die Gegenrichtung der Einbahnstraße im Spätsommer 2019 für Radfahrende freigegeben, wofür sich der ADFC Dresden bereits seit 2004 einsetzt, doch ein durchgehender Radfahrstreifen wurde nicht eingerichtet. Stattdessen wurden zehn Parkplätze beibehalten, die den Radfahrstreifen mehrmals unterbrechen. Ein Unding angesichts der kaum ausgelasteten Tiefgarage in der Schillergalerie und gleichzeitig ein Sicherheitsrisiko für jeden Radfahrenden. Vor diesem Hintergrund demonstrierte der ADFC Dresden heute auf der Hüblerstraße mit einer Fahrraddemo für die Einrichtung eines durchgehenden und vollständigen Radfahrstreifen entlang der östlichen Seite dieses Abschnitts der Hüblerstraße.

Der Demotag war bewusst gewählt, steht doch das Thema Radweg in der Hüblerstraße auch auf der Tagesordnung des Stadtbezirksbeirates Blasewitz am Abend in der Aula des Martin-Andersen-Nexö-Gymnasiums. Dresdens Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain persönlich stellt dort die neuen Pläne des Stadtplanungsamtes für diese wichtige Radverbindung vor. Hintergrund waren berechtigte Beschwerden von Radfahrenden über die geschaffene halbgare Kompromisslösung, die für Radfahrende wie auch für den Einbahnstraßen-PKW-Verkehr unnötige Gefahrensituationen heraufbeschwört.

Demo Wormser Straße 03.06.2020Pressemitteilung des ADFC Dresden vom 3. Juni 2020 (Weltfahrradtag)
ADFC Dresden demonstrierte heute für Lückenschluss auf wichtiger Radroute in Striesen

Am Mittwochmorgen demonstrierte der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Dresden in der Wormser Straße für eine attraktive und sichere Radroute zwischen der Innenstadt, der Johannstadt und Striesen entlang der Dürer- und Wormser Straße. Die Wormser Straße ist zwischen Fetscherstraße und Huttenstraße eine Einbahnstraße, die Radfahrende nicht in die Gegenrichtung befahren dürfen. Darüber hinaus hat die Straße auf diesem Abschnitt grobes
Kopfsteinpflaster, was das Radfahren zusätzlich unattraktiv macht. Während der Kundgebung richtete der ADFC einen Radweg entgegen der Einbahnstraße ein und schloss so für kurze Zeit die Lücke im Radnetz in Richtung Johannstadt und Innenstadt. Das Stadtplanungsamt verkündete bereits 1997, diesen Missstand beheben zu wollen. Passiert ist seitdem nichts.

Nils Larsen, Mitglied im Vorstand des ADFC Dresden, zeigt sich verwundert über den Stillstand im Stadtplanungsamt: „Viele Menschen warten seit Jahrzehnten vergeblich auf eine einfache Öffnung der Einbahnstraße für den Radverkehr. Hier fahren täglich sehr viele Radfahrende einen Umweg oder müssen ihr Rad auf dem Fußweg schieben. Bei Anderen sorgen solche Netzlücken, die mit einfachsten Mitteln behoben werden könnten, dafür, gar nicht Fahrrad zu fahren.“ Der ADFC fordert, dass die Stadtverwaltung die Einbahnstraße schnell öffnet und den Bodenbelag verbessert, wie es auch das Radverkehrskonzept der Stadt Dresden vorsieht. „Wir haben mit dieser einfachen Kundgebung gezeigt, wie leicht die Wormser Straße fahrradfreundlich umgestaltet werden kann. Die Stadtverwaltung sollte jetzt endlich aus ihrem 23-jährigen Dornröschenschlaf erwachen und schnell die Straße umgestalten“ fordert Larsen.

Pressemitteilung des ADFC Dresden e.V. vom 19.04.2020

Während viele Dresdner in der Corona-Krise den Vorteil des Radfahrens erkennen und einfach umsteigen, nutzt das Straßen- und Tiefbauamt der Landeshauptstadt Dresden die geringe Verkehrsdichte um Baumaßnahmen duchzuführen. Vor wenigen Wochen entfernten Arbeiter die Rad-Schutzstreifen auf der Glacisstraße. Dieser Rückschritt auf einer wichtigen Radroute kommt für viele überraschend, auch für Wolfgang Fröb vom Vorstand des ADFC Dresden.

"Die Entfernung der Schutzstreifen auf der Glacisstraße kommt für uns völlig überraschend." sagt Fröb. "Andere Städte nutzen die geringe Verkehrdichte im Moment, um mit wenig Aufwand das Radwegenetz zu ergänzen. Das Straßen- und Tiefbauamt macht das Gegenteil: Es schafft eine neue Lücke."

Pressemitteilung des ADFC Dresden e.V. vom 13.04.2020

Für Menschen, die ihre Wege in Dresden mit dem Rad zurücklegen, ist die Winterbergstraße eine der gefährlichsten Straßen. Allein im Zeitraum zwischen 2016 und 2018 sind auf der Straße mindestens 51 Radfahrer in teils schwere Unfälle verwickelt worden. Der gefährlichste Teil der 2,4 km langen Straße ist der etwa 500 Meter lange Abschnitt zwischen Rennplatzstraße und Gasanstaltstraße. Der ADFC hatte am 29. Januar 2020 just an dieser Stelle für sichere Radwege demonstriert, denn uns erreichen zu diesem Abschnitt immer wieder Hinweise, dass Autofahrer besonders knapp überholen. Gestern wurde hier ein 79-jähriger Radfahrer von hinten von einem Autofahrer angefahren und musste ins Krankenhaus gebracht werden.

"Selbst geübte und dichten Straßenverkehr gewohnte Menschen bekommen ein mulmiges Gefühl, wenn sie auf diesem Abschnitt der Winterbergstraße Rad fahren. Viele unserer Mitglieder versuchen die Strecke zu meiden, Alternativen gibt es jedoch kaum", sagt Nils Larsen, Vorstandsmitglied im ADFC Dresden e.V.

SrV 2018
Grafik: Stadtplanungsamt, LH DD

Pressemitteilung des ADFC Dresden e.V. vom 7. Februar 2020

Am Donnerstagvormittag hat Dresdens Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain die Ergebnisse des Systems repräsentativer Verkehrserhebung (SrV) 2018 vorgestellt. In Dresden zeigen die Ergebnisse zwei deutliche Entwicklungen. Zum einen legen die Dresdner*innen weniger Wege mit dem Auto zurück. Zum anderen hat seit der letzten Erhebung 2013 die Zahl der Wege auf dem Fahrrad stark zugenommen. Die Untersuchung der TU Dresden zeigt, dass die Dresdner*innen 18% ihrer Wege mit dem Rad zurücklegen.

"Der Radverkehr in Dresden ist im Aufschwung. Die großen Zuwächse beim Radverkehr innerhalb weniger Jahre sind für uns ein deutliches Zeichen, dass die Leute schnell, flexibel, kostengünstig, gesund und umweltfreundlich mobil sein wollen. Kein anderer Verkehrsträger hätte einen solchen Anstieg bei geringen Investitionen leisten können. Mehr Radverkehr ist für die Stadtkasse eine sehr gute Nachricht." so Nils Larsen, Vorstandsmitglied des ADFC Dresden.

Pressemitteilung des ADFC Dresden e.V. vom 12.01.2020 anlässlich der am 10.01.2020 umgefahrenen und getöteten Radfahrerin auf der Reicker Straße

Rasen, fehlender Schulterblick, knappes Überholen. Die Liste der Gefahren, die Radfahrenden von Autofahrenden ausgesetzt werden, ist lang. In den Jahren 2017, 2018 und 2019 starben fünf der insgesamt sechs getöteten Dresdner Radfahrer*innen nach Kollision mit einem Kraftfahrzeug (der letzte starb ohne bekannte Fremdeinwirkung). Im Fahrradklima-Test 2018 gaben 80% der Dresdner Radfahrerinnen und Radfahrer an, regelmäßig von Autofahrenden bedrängt zu werden und 75% fühlen sich gefährdet.

"Es ist fast immer eine Kombination aus hoher Geschwindigkeit des Kraftfahrzeugs, für Fußgänger und Radfahrer unsicherer Infrastruktur und Rücksichtslosigkeit/Überforderung, die tötet. Die Geschwindigkeit der Kraftfahrzeuge muss auf ein sicheres Maß reduziert werden." sagt Nils Larsen, Vorstandsmitglied im ADFC Dresden e.V.

"Der ADFC fordert Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit in der Stadt sowie ein Umdenken bei allen, die es für eine Lappalie halten, schneller als erlaubt zu fahren.

Wir fordern ein stärkeres Engagement der Polizei und viel intensivere Polizeikontrollen, die das Ziel haben müssen, die vorhandene gesellschaftliche Akzeptanz vom Rasen, knappem Überholen, gefährlichem Falschparken usw. verschwinden zu lassen. Nur mit niedrigeren Geschwindigkeiten und deutlich mehr Verantwortungsbewusstsein der Autofahrenden wird das regelmäßige und voraussehbare Töten ein Ende bekommen." so Larsen weiter.

Elberadweg Radfahrer pro Stunde 2Pressemitteilung des ADFC Dresden e.V. vom 9. Juli 2019
ADFC Dresden zeigt mit Verkehrszählung die Bedeutung des Elberadweges auf

In einer 19-stündigen Verkehrszählung am 3. Juli zählten Ehrenamtliche des ADFC rund 7000 Radfahrende auf dem Elberadweg. Die manuelle Verkehrszählung auf der Höhe des Glockenspielpavillons hatte das Ziel, eine Erfassung des Radverkehrsaufkommens in der Neustadt zu machen. Aktuell existiert nur eine städtische Dauerzählstelle auf dem Elberadweg an der Waldschlösschenbrücke. Sie zählte am 3. Juli knapp über 1800 Radfahrende.
Unsere Zählung zeigt, welche enorme Bedeutung der Elberadweg für tägliche Pendler hat“ sagt Gesa Dickert, Vorstandsmitglied im ADFC Dresden.

Elberadweg Radfahrer pro Stunde 1Bei der Zählung sei besonders aufgefallen, dass der Elberadweg im städtischen Bereich zu sehr großen Teilen von Berufspendlern und Personen auf ihren Freizeitwegen genutzt wird. Bei der Erhebung konnte auch festgestellt werden, dass es in den Morgenstunden mehr Radverkehr in die Richtung der Augustsbrücke gibt, während die Radfahrenden am Nachmittag und Abend häufiger in Richtung Pieschen fahren. Dies spricht für ein typisches Pendelverhalten, bei dem morgens in das Stadtzentrum gefahren wird und in den Nachmittagsstunden eher die Gegenrichtung genutzt wird. „Die große Bedeutung des Elberadweges für Alltagswege macht auch deutlich, wie wichtig es ist, in Ausnahmefällen wie Baustellen, dem Skiweltcup oder den Filmnächten funktionstüchtige Umleitungen zu schaffen. Dies ist vor allem im Sinne der Sicherheit“ so Dickert.

Bischofsweg LkwPressemitteilung des ADFC Dresden e.V. vom 11.06.2019

ADFC Dresden fordert engagierteres Vorgehen gegen zu geringe Überholabstände und Zuparker

Die Polizei hat 2018 10% mehr Verkehrsunfälle mit Radfahrerbeteiligung registriert. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) sieht diese Entwicklung mit Sorge. Ein Teil der Erklärung ist allerdings eine positive: Der Radverkehrsanteil steigt und insbesondere das trockene Jahr 2018 hat besonders viele Menschen für das Fahrrad begeistert. Doch nicht nur der Anteil der auf dem Rad zurückgelegten Wege hat sich erhöht, sondern auch die absolute Zahl der Radfahrten. Das Bevölkerungswachstum und insbesondere der Zuzug vieler junger Menschen sorgen ebenfalls dafür, dass mehr Fahrräder auf den Straßen der Landeshauptstadt unterwegs sind. Innerhalb der letzten zehn Jahre beobachtete die Stadt Dresden eine Zunahme des Fahrradfahrten über die Elbbrücken von 60%. Die deutliche Zunahme von Fahrradfahrten in einer immer enger werdenden Stadt führt nahezu unweigerlich zu einem Anstieg der absoluten Unfallzahlen.

Siegerehrung 13.05.2019 in Messe Dresden
Foto: Dirk Michael

„Frieda & Friedrich“ gewinnt gemeinsam mit 84 weiteren Freien Lastenradinitiativen den 1. Platz in der Kategorie „Service“.

Gemeinsam für die Verkehrswende – das ist das Motto der „Freien Lastenräder“. In Dresden stellt der ADFC seit knapp drei Jahren allen Bürgerinnen und Bürgern Lastenräder kostenlos zur Verfügung. Derzeit stehen acht Lastenräder zur Buchung bereit. Die Idee der Freien Lastenräder startete 2013 mit dem von wielebenwir e.V. initiierten KASIMIR in Köln, dem ersten kostenfreien Lastenrad-Verleih-System. Mittlerweile hat sich das Konzept über die gesamte Bundesrepublik, teils auch schon nach Österreich und Ungarn ausgebreitet; der Zusammenschluss als „Forum Freie Lastenräder” hat das möglich gemacht.
Nun wurde das Projekt am 13.05.2019 auf dem Nationalen Radverkehrskongress in Dresden mit dem Deutschen Fahrradpreis mit dem 1. Platz in der Kategorie „Service“ ausgezeichnet. Der Preis wurde vom Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain überreicht.

Auszug aus Pressemittelung des ADFC Dresden e.V. vom 24. März 2019

Am Dienstagmorgen, 26. März, kontrollierte die Polizei Sachsen am Schlesischen Platz Verkehrsteilnehmer/innen und hat den ADFC Dresden e.V. zur Begleitung der Kontrolle eingeladen. Bei diesem Ort handelt es sich um den Unfallschwerpunkt in Dresden, wo jährlich die meisten Radfahrer/innen verletzt werden.

 "Weil es am Schlesischen Platz so häufig kracht, ist es genau richtig, den Verkehr dort zu kontrollieren. Wir freuen uns, dass die Polizei Sachsen diese Stelle ausgesucht hat. Hoffentlich ist das es ein Zeichen dafür, dass die Polizei nun systematischer und fokussierter als bisher die Ursachen von Radverkehrsunfällen bekämpft," sagt Nils Larsen, Vorstandsmitglied im ADFC Dresden e.V.

Albertstraße ReisezeitPressemitteilung des ADFC Dresden e.V. vom 16.01.2019

ADFC Dresden e.V. kritisiert Vorstoß der neuen Stadtratsmehrheit zur Albertstraße

Im Dezember 2018 haben die Bürgerfraktion sowie die Fraktionen der FDP und der CDU ihren ersten verkehrspolitischen Antrag nach dem Ende der rot-rot-grünen Mehrheit im Dresdner Stadtrat eingebracht. Ziel des Antrags ist es, im letzten Moment den Bau von Radfahrstreifen auf der Albertstraße zu verhindern. Die Anlage von Radfahrstreifen auf der Albertstraße geht auf einen einstimmigen Beschluss des Petitionsausschusses von 2011 zurück. Demnach sollte die Albertstraße rechts und links je 2 Meter breite Radfahrstreifen sowie eine direkte Anbindung an den Außenring des Albertplatzes erhalten. Eine Fahrspur vom Carola- zum Albertplatz sollte dafür wegfallen.

Wie die Stadtverwaltung den Stadträten zur letzten Sitzung des Bauausschusses im Januar zeigte, wird der Autoverkehr wegen der wegfallenden Spur lediglich eine einzige Sekunde langsamer. Doch das ficht die Räte von CDU, FDP, Bürgerfraktion und AfD offenbar nicht an. Sie stimmten im Bauausschuss und im Finanzausschuss gegen die seit über sieben Jahren geplanten Radfahrstreifen.

„Dass CDU, FDP, Bürgerfraktion und AfD die 2011 von allen Stadtratsfraktionen beschlossenen Radspuren nun zum Symbolprojekt der rot-rot-grüner Politik umdeuten, irritiert mich sehr.“ sagt Nils Larsen, Dresdner ADFC-Vorstand.

Eine Untersuchung des ADFC zeigt, dass der Radverkehr durch die Streifen auf derselben Strecke um 2:25 Minuten schneller wird (siehe Skizze): Während man mit dem Rad aktuell auf der vorgesehenen legalen Route vom Albertplatz über die Hauptstraße und Sarrasanistraße zum Carolaplatz ca. 3:52 Minuten braucht, verkürzt sich die Fahrzeit mit Radfahrstreifen auf ca. 1:27 Minuten. Autofahrer kostet das eine Sekunde.  „CDU, FDP, Bürgerfraktion und AfD sind dabei einen Fehler zu machen, denn was sie hier machen ist das Gegenteil von ihrer Ankündigung, neue, ideologiefreie Sachpolitik zu betreiben!“ zeigt sich ADFC-Vorstand Larsen verärgert.

Snecke auf AsphaltPressemitteilung des ADFC Dresden e.V. vom 9.12.2018


Der ADFC ist beunruhigt, dass die dringend nötigen Investitionen in eine moderne Verkehrsinfrastruktur am mangelnden Verhandlungswillen der Stadtratsfraktionen zu scheitern drohen. Zur Erinnerung: Die Verwaltung legte Ende Juli einen Haushaltsentwurf vor, der für Radwege weniger als die Hälfte der erforderlichen Mittel vorsieht. Gemäß Radverkehrskonzept wären pro Jahr ca. 5 Millionen EUR Investitionen nötig, vorgesehen sind aber lediglich 2,5 Mio für 2019 und 2,0 Mio für 2020 (inkl. Fördermittel). Dabei räumt die Stadtverwaltung ein, dass der ADFC in der Sache Recht hat. Es wird mitgeteilt, dass verwaltungsintern für den Radverkehr "grundsätzlich [...] Mehrbedarfe an Haushaltsmitteln [...] angemeldet" wurden. Das Thema ist der Stadtverwaltung allerdings vergleichsweise nicht so wichtig: "Im Rahmen der Prioritätensetzung war eine umfangreichere Mittelausstattung jedoch nicht möglich." (Zitat aus "Einwendungen gegen den Entwurf der Haushaltssatzung 2019/2020 gemäß § 76 SächsGemO" V2674/18) S. 12 und S. 14).

Pressemitteilung des ADFC Dresden e.V. vom 13.10.2018

Die Königsbrücker Straße soll auf einem Abschnitt von etwa 500 m von der Kreuzung mit der Stauffenbergallee (Olbrichtplatz) bis zur Fabricestraße ausgebaut werden, u.a. um die letzte Gleisinfrastruktur-Lücke für künftige breite Straßenbahnwagen auf der Linie 8 zu schließen. Die Stadtverwaltung und die DVB laden am Montag, dem 15.10.2018 zur Einwohnerversammlung ein, wo ein Umbauplan (Vorlage V2272/18) vorgestellt wird. Der ADFC empfiehlt allen Einwohner/innen daran teilzunehmen.

Die vorgelegte Umbau-Variante sieht eine Verbreiterung des schon heute riesigen Straßenquerschnitts von 20 m auf 37 m vor. Fußgänger (darunter auch ÖPNV-Fahrgäste) sollen sich auf lange Querungszeiten von Insel zu Insel vorbereiten.

Drei konkrete Mängel im Umbau-Bereich, die im Radverkehrskonzept [siehe unten] enthalten sind, würden nicht beseitigt werden, das Radverkehrskonzept wird in der Vorlage nicht einmal mit einem Wort erwähnt. Der autobahnähnliche Charakter und die großzügigen Kurvenradien würden Autofahrer zum Rasen verleiten, was eine enorme Gefahr insbesondere für Fußgänger und Radfahrer darstellt. Dabei gehört der Umbaubereich zum dicht bewohnten Gebiet, was mit der künftigen 151. Oberschule direkt an der Kreuzung betont wird.

Der ADFC begrüßt zwar ausdrücklich weitere Investitionen ins ÖPNV-Netz in Dresden, denn als Teil des sogenannten Umweltverbundes sind Fußverkehr, Radverkehr, Bus- und Bahnverkehr platzsparende, sichere und stadtverträgliche Verkehrsformen. Der ADFC lehnt den Ausbau in der vorgelegten Form jedoch entschieden ab, weil nur Autoverkehr und ÖPNV davon profitieren würden. "Die Pläne schwächen den Umweltverbund insgesamt. Der ÖPNV-Ausbau ist nur sinnvoll, wenn Leute vom Auto auf den ÖPNV umsteigen. Hier wird stattdessen mit einer Steigerung des Autoverkehrs gerechnet," so Nils Larsen, Vorstandsmitglied des ADFC Dresden e.V.

"Die Stadtverwaltung legt nur eine Variante zum Durchwinken durch den Stadtrat vor. Sie ist das Ergebnis einer einseitigen Gewichtung der motorisierten Verkehrsarten, untermauert durch fragwürdige Verkehrsprognosen. Die Verkehrsprognosen sind deshalb fragwürdig, weil offensichtlich gar keine aktuellen oder Prognosezahlen für Fuß- und Radverkehr vorliegen. Außerdem erfordert eine echte bürgerschaftliche und politische Beteiligung mehrere verschiedene Umbauvarianten. Das Wachstum des Autoverkehrs wird als gegeben angenommen, obwohl es längst bekannt ist, dass viele Menschen in der Verkehrsmittelwahl flexibel sind. So würden die geplanten zwei statt einer Kfz-Spur zweifelsfrei mehr Kfz-Verkehr anziehen, wogegen attraktive Fuß- und Radverkehrsinfrastruktur mehr Leute überzeugt, das Auto freiwillig stehen zu lassen. Der ADFC unterstützt die Forderung des VCD, dass weitere Umbauvarianten vorgelegt werden müssen," führt Larsen weiter aus.

Konkrete Mängel aus dem Radverkehrskonzept:
https://www.radwatch-dresden.de/?id=772 ("Wie komme ich von der Königsbrücker Straße in die Buchenstraße/Rudolf-Leonhard-Straße?")
https://www.radwatch-dresden.de/?id=773 (Qualität und sichere Führung über Anschlussknotenpunkte)
https://www.radwatch-dresden.de/?id=787B (Das Problem - unübersichtliche Führung des Radverkehrs im Haltestellenbereich - wird zwar behoben, aber auf der anderen Seite der Stauffenbergallee erneut geschaffen)

Link zu Vorlage im Ratsinfosystem:
http://ratsinfo.dresden.de/vo0050.php?__kvonr=14982

Link zu Stellungnahme des VCD (Verkehrsclub Deutschland):
https://elbe-saale.vcd.org/der-vcd-in-elbe-saale/sachsen/ortsgruppe-dresden/news/stellungnahme-des-vcd-zur-vorplanung-knoten-koenigsbruecker-strstauffenbergallee-bis-suedlich-fabricestrasse/

Radnacht 2018 (Foto: Daniel Rentzsch)
Foto: Daniel Rentzsch

25% mehr Menschen als 2017 - ganz genau 1356 - haben am Freitagabend an der Zweiten Dresdner Radnacht des ADFC Dresden teilgenommen und sind 20 km auf der Fahrrad-Demonstration mitgefahren.

Nils Larsen, Vorstandsmitglied im ADFC Dresden, sagt: "Die Stimmung war gut, schließlich war es eine seltene Möglichkeit, sicher und stressfrei durch Dresden zu fahren. Wir wünschen uns, der tägliche Verkehr in Dresden wäre ebenso sicher und stressarm. Der große Zulauf zeigt, dass Dresden das Zeug zur Fahrradstadt hat."

Terrassenufer sm
Grafik: Tom Macht für ADFC

Pressemitteilung des ADFC Dresden vom 28.8.2018

Am 28. August präsentierte der ADFC Dresden Ergebnisse seiner Umfrage zur aktuellen Lage und zu einer möglichen Umgestaltung des Terrassenufers. Zwischen August und Oktober 2017 nahmen fast 200 Dresdner sowie Gäste der Stadt daran teil. Demnach ist die Mehrheit mit der der jetzigen Lage am Terrassenufer unzufrieden, insbesondere die Aufteilung des Straßenraums zwischen Gehweg und Fahrbahn halten die meisten Befragten für verbesserungswürdig.

Der ADFC Dresden schlägt deshalb vor, den Kfz-Verkehr während der Sommerferien umzuleiten, so dass das Terrassenufer in dieser Zeit vollständig Fußgängern und Radfahrern zur Verfügung steht. Dieser Idee des ADFC, das Terrassenufer zu einer temporären Flaniermeile umzugestalten, stehen die meisten Teilnehmer der Umfrage aufgeschlossen gegenüber. „Dresdnerinnen und Dresdner wünschen sich mehr Grün, weniger Kfz-Verkehr und lebendige Straßen mit Platz für Kultur- und Freizeitangebote“, so Nils Larsen, Mitglied des Vorstandes des ADFC Dresden. „Die Sommerferien sind der perfekte Zeitpunkt, um all dies am Terrassenufer umzusetzen." Der ADFC will die Straße unterhalb des „Balkons Europas“ in ihrer vollen Pracht aufleben lassen. In einer Visualisierung zeigt der Fahrradclub, wie dies praktisch aussehen kann.

Radnacht 2017Pressemitteilung des ADFC Dresden e.V. vom 02.07.2018

Am Freitag, den 31. August lädt der ADFC ganz Dresden dazu ein, entspannt mit dem Fahrrad in die Nacht zu fahren. Einmal das Gefühl bekommen, in einer Fahrradstadt zu sein! Einmal mit sehr vielen Gleichgesinnten auf dem Rad durch die Stadt gleiten!

Zum Thema der Demo sagt Nils Larsen (34), Vorstandsmitglied im ADFC Dresden e.V.: "Auch im Alltag könnte das ganz schön sein! Mit dem Rad am Stau vorbei, auf sicheren Wegen. Ohne Gefahren, ohne Stress, ohne störende Autos! Es wird Zeit, dass das nicht nur zur Radnacht möglich ist."

Treffpunkt für die Kundgebung um 18:00 Uhr ist der Altmarkt, wo es Livemusik und kurze Reden gibt. 

Um 19:00 Uhr beginnt die Fahrt (20 km), die über mehrere Straßenabschnitte führt, die sonst exklusiv für den Autoverkehr reserviert sind. Das Tempo wird gemählich und die Demo ist auch für Kinder geeignet. Letztes Jahr sind über 1000 Menschen mitgefahren, dieses Jahr erwartet der ADFC 1500 Teilnehmer.

Der Fahrradkorso kommt voraussichtlich gegen 21:00 Uhr wieder am Altmarkt an. Dort findet eine Abschlusskundgebung mit Livemusik statt.

Treff: 18:00 Uhr, Altmarkt
Start: 19:00 Uhr

petersburger adfc webAm Montagmorgen wurde auf der St. Petersburger Straße in Höhe des Rundkinos eine 45-jährige Radfahrerin Opfer einer plötzlich geöffneten Autotür. Die Frau fuhr gerade neben einem parkenden Pkw, als sich unvermittelt dessen Tür öffnete. Sie stürzte zur Seite, ein Auto überrollte sie. Mit lebensbedrohlichen Verletzungen kam die Radfahrerin ins Krankenhaus.

"Erst vor wenigen Wochen haben wir auf diesen Sicherheitsmangel auf diesem schmalen Abschnitt der Petersburger Straße hingewiesen." sagt Nils Larsen, Vorstandsmitglied des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs Dresden (ADFC). "Öffnet sich eine Autotür, ist die Gefahr groß, dass man mit dem Rad mitten in den fließenden Verkehr gestoßen wird, da weder zu den parkenden Autos noch zum fließenden Verkehr ausreichend Abstand besteht. Genau das ist am Montag geschehen. Wir brauchen endlich geschützte Radspuren auf der Petersburger Straße."

Der ADFC schlägt vor, den Radverkehr durch eine breite physische Barriere vom Auto- und Schwerlastverkehr abzutrennen und im Bereich der jetzt als Parkplatz genutzten Fläche am Rand der Fahrbahn zu führen (siehe Skizze). Die Fläche des bisherigen Radwegs könnte dann zum Beispiel zu einem Grünstreifen zwischen Fahrbahn und Radspur umgewandelt werden. So fühlen sich Radfahrer sicherer, bleiben im Sichtfeld der Autofahrer und sind davor geschützt, überfahren zu werden.

Jetzt Petition unterzeichen: online www.dresden.de/epetition oder ausdrucken (pdf)

Koernerweg 20180602 110535 sm

Pressemitteilung des ADFC Dresden e.V. vom 02.06.2018

Gestern teilte die Stadt mit, dass der Körnerweg nach Fertigstellung der ersten 75m weitergebaut werden soll. Es wird die Lücke zwischen dem Bauende und dem Anschluss an den asphaltierten Weg Richtung Stadt geschlossen. Damit kommen weitere 65m hinzu. Der Weg wird in traditioneller Bauweise mit großen Sandsteinblöcken mit "gekrönelter Oberfläche" neu gepflastert.

"Das ist eine ausgezeichnete Nachricht! 2018 könnte ein sehr gutes Jahr für den Elberadweg auf Neustädter Seite werden!" sagt  Nils Larsen, Vorstandsmitglied im ADFC Dresden. "Nach dem Elbhangfest nimmt sich die Stadtverwaltung den Wiesenweg zwischen Loschwitz und Wachwitz vor, der derzeit nur Feldweg- und Trampelpfad-Qualität hat. Es geht tatsächlich voran!"