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Pressemitteilung

Die Pressemitteilungen des ADFC Dresden

Snecke auf AsphaltPressemitteilung des ADFC Dresden e.V. vom 9.12.2018


Der ADFC ist beunruhigt, dass die dringend nötigen Investitionen in eine moderne Verkehrsinfrastruktur am mangelnden Verhandlungswillen der Stadtratsfraktionen zu scheitern drohen. Zur Erinnerung: Die Verwaltung legte Ende Juli einen Haushaltsentwurf vor, der für Radwege weniger als die Hälfte der erforderlichen Mittel vorsieht. Gemäß Radverkehrskonzept wären pro Jahr ca. 5 Millionen EUR Investitionen nötig, vorgesehen sind aber lediglich 2,5 Mio für 2019 und 2,0 Mio für 2020 (inkl. Fördermittel). Dabei räumt die Stadtverwaltung ein, dass der ADFC in der Sache Recht hat. Es wird mitgeteilt, dass verwaltungsintern für den Radverkehr "grundsätzlich [...] Mehrbedarfe an Haushaltsmitteln [...] angemeldet" wurden. Das Thema ist der Stadtverwaltung allerdings vergleichsweise nicht so wichtig: "Im Rahmen der Prioritätensetzung war eine umfangreichere Mittelausstattung jedoch nicht möglich." (Zitat aus "Einwendungen gegen den Entwurf der Haushaltssatzung 2019/2020 gemäß § 76 SächsGemO" V2674/18) S. 12 und S. 14).

Pressemitteilung des ADFC Dresden e.V. vom 13.10.2018

Die Königsbrücker Straße soll auf einem Abschnitt von etwa 500 m von der Kreuzung mit der Stauffenbergallee (Olbrichtplatz) bis zur Fabricestraße ausgebaut werden, u.a. um die letzte Gleisinfrastruktur-Lücke für künftige breite Straßenbahnwagen auf der Linie 8 zu schließen. Die Stadtverwaltung und die DVB laden am Montag, dem 15.10.2018 zur Einwohnerversammlung ein, wo ein Umbauplan (Vorlage V2272/18) vorgestellt wird. Der ADFC empfiehlt allen Einwohner/innen daran teilzunehmen.

Die vorgelegte Umbau-Variante sieht eine Verbreiterung des schon heute riesigen Straßenquerschnitts von 20 m auf 37 m vor. Fußgänger (darunter auch ÖPNV-Fahrgäste) sollen sich auf lange Querungszeiten von Insel zu Insel vorbereiten.

Drei konkrete Mängel im Umbau-Bereich, die im Radverkehrskonzept [siehe unten] enthalten sind, würden nicht beseitigt werden, das Radverkehrskonzept wird in der Vorlage nicht einmal mit einem Wort erwähnt. Der autobahnähnliche Charakter und die großzügigen Kurvenradien würden Autofahrer zum Rasen verleiten, was eine enorme Gefahr insbesondere für Fußgänger und Radfahrer darstellt. Dabei gehört der Umbaubereich zum dicht bewohnten Gebiet, was mit der künftigen 151. Oberschule direkt an der Kreuzung betont wird.

Der ADFC begrüßt zwar ausdrücklich weitere Investitionen ins ÖPNV-Netz in Dresden, denn als Teil des sogenannten Umweltverbundes sind Fußverkehr, Radverkehr, Bus- und Bahnverkehr platzsparende, sichere und stadtverträgliche Verkehrsformen. Der ADFC lehnt den Ausbau in der vorgelegten Form jedoch entschieden ab, weil nur Autoverkehr und ÖPNV davon profitieren würden. "Die Pläne schwächen den Umweltverbund insgesamt. Der ÖPNV-Ausbau ist nur sinnvoll, wenn Leute vom Auto auf den ÖPNV umsteigen. Hier wird stattdessen mit einer Steigerung des Autoverkehrs gerechnet," so Nils Larsen, Vorstandsmitglied des ADFC Dresden e.V.

"Die Stadtverwaltung legt nur eine Variante zum Durchwinken durch den Stadtrat vor. Sie ist das Ergebnis einer einseitigen Gewichtung der motorisierten Verkehrsarten, untermauert durch fragwürdige Verkehrsprognosen. Die Verkehrsprognosen sind deshalb fragwürdig, weil offensichtlich gar keine aktuellen oder Prognosezahlen für Fuß- und Radverkehr vorliegen. Außerdem erfordert eine echte bürgerschaftliche und politische Beteiligung mehrere verschiedene Umbauvarianten. Das Wachstum des Autoverkehrs wird als gegeben angenommen, obwohl es längst bekannt ist, dass viele Menschen in der Verkehrsmittelwahl flexibel sind. So würden die geplanten zwei statt einer Kfz-Spur zweifelsfrei mehr Kfz-Verkehr anziehen, wogegen attraktive Fuß- und Radverkehrsinfrastruktur mehr Leute überzeugt, das Auto freiwillig stehen zu lassen. Der ADFC unterstützt die Forderung des VCD, dass weitere Umbauvarianten vorgelegt werden müssen," führt Larsen weiter aus.

Konkrete Mängel aus dem Radverkehrskonzept:
https://www.radwatch-dresden.de/?id=772 ("Wie komme ich von der Königsbrücker Straße in die Buchenstraße/Rudolf-Leonhard-Straße?")
https://www.radwatch-dresden.de/?id=773 (Qualität und sichere Führung über Anschlussknotenpunkte)
https://www.radwatch-dresden.de/?id=787B (Das Problem - unübersichtliche Führung des Radverkehrs im Haltestellenbereich - wird zwar behoben, aber auf der anderen Seite der Stauffenbergallee erneut geschaffen)

Link zu Vorlage im Ratsinfosystem:
http://ratsinfo.dresden.de/vo0050.php?__kvonr=14982

Link zu Stellungnahme des VCD (Verkehrsclub Deutschland):
https://elbe-saale.vcd.org/der-vcd-in-elbe-saale/sachsen/ortsgruppe-dresden/news/stellungnahme-des-vcd-zur-vorplanung-knoten-koenigsbruecker-strstauffenbergallee-bis-suedlich-fabricestrasse/

Radnacht 2018 (Foto: Daniel Rentzsch)
Foto: Daniel Rentzsch

25% mehr Menschen als 2017 - ganz genau 1356 - haben am Freitagabend an der Zweiten Dresdner Radnacht des ADFC Dresden teilgenommen und sind 20 km auf der Fahrrad-Demonstration mitgefahren.

Nils Larsen, Vorstandsmitglied im ADFC Dresden, sagt: "Die Stimmung war gut, schließlich war es eine seltene Möglichkeit, sicher und stressfrei durch Dresden zu fahren. Wir wünschen uns, der tägliche Verkehr in Dresden wäre ebenso sicher und stressarm. Der große Zulauf zeigt, dass Dresden das Zeug zur Fahrradstadt hat."

Terrassenufer sm
Grafik: Tom Macht für ADFC

Pressemitteilung des ADFC Dresden vom 28.8.2018

Am 28. August präsentierte der ADFC Dresden Ergebnisse seiner Umfrage zur aktuellen Lage und zu einer möglichen Umgestaltung des Terrassenufers. Zwischen August und Oktober 2017 nahmen fast 200 Dresdner sowie Gäste der Stadt daran teil. Demnach ist die Mehrheit mit der der jetzigen Lage am Terrassenufer unzufrieden, insbesondere die Aufteilung des Straßenraums zwischen Gehweg und Fahrbahn halten die meisten Befragten für verbesserungswürdig.

Der ADFC Dresden schlägt deshalb vor, den Kfz-Verkehr während der Sommerferien umzuleiten, so dass das Terrassenufer in dieser Zeit vollständig Fußgängern und Radfahrern zur Verfügung steht. Dieser Idee des ADFC, das Terrassenufer zu einer temporären Flaniermeile umzugestalten, stehen die meisten Teilnehmer der Umfrage aufgeschlossen gegenüber. „Dresdnerinnen und Dresdner wünschen sich mehr Grün, weniger Kfz-Verkehr und lebendige Straßen mit Platz für Kultur- und Freizeitangebote“, so Nils Larsen, Mitglied des Vorstandes des ADFC Dresden. „Die Sommerferien sind der perfekte Zeitpunkt, um all dies am Terrassenufer umzusetzen." Der ADFC will die Straße unterhalb des „Balkons Europas“ in ihrer vollen Pracht aufleben lassen. In einer Visualisierung zeigt der Fahrradclub, wie dies praktisch aussehen kann.

Radnacht 2017Pressemitteilung des ADFC Dresden e.V. vom 02.07.2018

Am Freitag, den 31. August lädt der ADFC ganz Dresden dazu ein, entspannt mit dem Fahrrad in die Nacht zu fahren. Einmal das Gefühl bekommen, in einer Fahrradstadt zu sein! Einmal mit sehr vielen Gleichgesinnten auf dem Rad durch die Stadt gleiten!

Zum Thema der Demo sagt Nils Larsen (34), Vorstandsmitglied im ADFC Dresden e.V.: "Auch im Alltag könnte das ganz schön sein! Mit dem Rad am Stau vorbei, auf sicheren Wegen. Ohne Gefahren, ohne Stress, ohne störende Autos! Es wird Zeit, dass das nicht nur zur Radnacht möglich ist."

Treffpunkt für die Kundgebung um 18:00 Uhr ist der Altmarkt, wo es Livemusik und kurze Reden gibt. 

Um 19:00 Uhr beginnt die Fahrt (20 km), die über mehrere Straßenabschnitte führt, die sonst exklusiv für den Autoverkehr reserviert sind. Das Tempo wird gemählich und die Demo ist auch für Kinder geeignet. Letztes Jahr sind über 1000 Menschen mitgefahren, dieses Jahr erwartet der ADFC 1500 Teilnehmer.

Der Fahrradkorso kommt voraussichtlich gegen 21:00 Uhr wieder am Altmarkt an. Dort findet eine Abschlusskundgebung mit Livemusik statt.

Treff: 18:00 Uhr, Altmarkt
Start: 19:00 Uhr

petersburger adfc webAm Montagmorgen wurde auf der St. Petersburger Straße in Höhe des Rundkinos eine 45-jährige Radfahrerin Opfer einer plötzlich geöffneten Autotür. Die Frau fuhr gerade neben einem parkenden Pkw, als sich unvermittelt dessen Tür öffnete. Sie stürzte zur Seite, ein Auto überrollte sie. Mit lebensbedrohlichen Verletzungen kam die Radfahrerin ins Krankenhaus.

"Erst vor wenigen Wochen haben wir auf diesen Sicherheitsmangel auf diesem schmalen Abschnitt der Petersburger Straße hingewiesen." sagt Nils Larsen, Vorstandsmitglied des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs Dresden (ADFC). "Öffnet sich eine Autotür, ist die Gefahr groß, dass man mit dem Rad mitten in den fließenden Verkehr gestoßen wird, da weder zu den parkenden Autos noch zum fließenden Verkehr ausreichend Abstand besteht. Genau das ist am Montag geschehen. Wir brauchen endlich geschützte Radspuren auf der Petersburger Straße."

Der ADFC schlägt vor, den Radverkehr durch eine breite physische Barriere vom Auto- und Schwerlastverkehr abzutrennen und im Bereich der jetzt als Parkplatz genutzten Fläche am Rand der Fahrbahn zu führen (siehe Skizze). Die Fläche des bisherigen Radwegs könnte dann zum Beispiel zu einem Grünstreifen zwischen Fahrbahn und Radspur umgewandelt werden. So fühlen sich Radfahrer sicherer, bleiben im Sichtfeld der Autofahrer und sind davor geschützt, überfahren zu werden.

Jetzt Petition unterzeichen: online www.dresden.de/epetition oder ausdrucken (pdf)

Koernerweg 20180602 110535 sm

Pressemitteilung des ADFC Dresden e.V. vom 02.06.2018

Gestern teilte die Stadt mit, dass der Körnerweg nach Fertigstellung der ersten 75m weitergebaut werden soll. Es wird die Lücke zwischen dem Bauende und dem Anschluss an den asphaltierten Weg Richtung Stadt geschlossen. Damit kommen weitere 65m hinzu. Der Weg wird in traditioneller Bauweise mit großen Sandsteinblöcken mit "gekrönelter Oberfläche" neu gepflastert.

"Das ist eine ausgezeichnete Nachricht! 2018 könnte ein sehr gutes Jahr für den Elberadweg auf Neustädter Seite werden!" sagt  Nils Larsen, Vorstandsmitglied im ADFC Dresden. "Nach dem Elbhangfest nimmt sich die Stadtverwaltung den Wiesenweg zwischen Loschwitz und Wachwitz vor, der derzeit nur Feldweg- und Trampelpfad-Qualität hat. Es geht tatsächlich voran!"

Pressemittelung des ADFC Dresden vom 28.05.2018

Wie die Onlineausgabe der Sächsische Zeitung vom 27.5.2018 berichtet, soll auch 2019 der FIS Skiweltcup wieder in Dresden stattfinden. Die erste Ausgabe war für tausende tägliche Nutzer des Elberadwegs bereits verheerend, da während der ein Monat lange Totalsperrung keine zumutbare Umleitung eingerichtet war. "Die Nutzer wurden über die vielbefahrene Bundesstraße ohne jegliche Radverkehrsanlagen geleitet. Nicht mal Tempolimits wurden für die Zeit der Umleitung eingerichtet, um für die Sicherheit der umgeleiteten Radfahrer zu sorgen." kritisiert Nils Larsen, Vorstandsmitlied im ADFC Dresden e.V.

Für die zweite Auflage zeichnet sich bislang keinerlei Besserung ab: Der Streckenplan lässt erneut keinen Radverkehr auf dem Elberadweg zu, nahe Parallelwege werden wieder in die Veranstaltung mit einbezogen, auf den Radverkehr wird nach vorliegenden Informationen nicht einmal eingegangen. Der ADFC kritisiert die geplante Veranstaltung daher scharf: "Der Elberad- und Wanderweg soll erneut einen Monat lang der Öffentlichkeit entzogen werden, die für ihre alltäglichen Wege, aber auch für Sport und Erholung Ausweichrouten mit massiven Einschränkungen in Kauf nehmen muss. Eine zumutbare Umleitung ist derzeit offenbar nicht in Sicht."

Empört über die Sperrung und die unzulängliche Umleitung hatte der ADFC während der 2018er Ausgabe der Skiveranstaltung um Spenden für eine rechtliche Klärung geworben. Diese Klärung gestaltet sich indes jedoch schwierig: Die Stadt zieht sich auf den straßenverkehrsrechtlichen Aspekt der Sperrung zurück, während die eigentliche Frage, auf welcher Grundlage eine kommerzielle Veranstaltung einen öffentlichen Weg für einen gesamten Monat einnehmen und damit eine Sperrung erforderlich machen kann, noch ungeklärt bleibt. Auch Gespräche mit den Veranstaltern des Skiweltcups führten bislang zu keinem Ergebnis. "Wir bleiben am Thema dran, aber appellieren auch an die Stadtratsfraktionen, die finanzielle Förderung von einer durchgängigen Benutzbarkeit des Elberadweges oder einer in diesem Landschaftsraum liegenden Umleitung abhängig zu machen" so Nils Larsen weiter.

Nach wie vor wird der Radverkehr mit seiner entlastenden Wirkung für MIV und ÖPNV in Dresden nicht hinreichend ernst genommen, um eine dauerthafte Befahrbarkeit von Hauptrouten wie dem Elberadweg zu gewährleisten. Eine Zählung des ADFC hat für Anfang Februar 2500 Fußgänger und Radfahrer pro Tag an der betroffenen Stelle ergeben. Positivbeispiele gibt es aber dennoch: Während der Bauarbeiten am Neustädter Hafen wird der komplette Elberadweg umgeleitet. "Die Bauzäune links und rechts des Wegs sind natürlich nicht so schön wie ein komplett freier Elberadweg. Als Alternative zur Leipziger Straße punktet die Umleitung aber und setzt ein deutliches Zeichen, wie man es auch machen kann."

Pressemitteilung des ADFC Dresden e.V. vom 11. April 2018

Während derzeit die Fahrbahn auf der Chemnitzer Straße erneuert wird, prüft die Stadtverwaltung, ob die dortigen Radverkehrsanlagen noch rechtskonform sind oder entfernt werden müssen.

Nils Larsen, Vorstandsmitglied des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club Dresden (ADFC): "Bisher war die Chemnitzer Straße für Radfahrer eher abschreckend und eher kein Angebot, mit dem die Stadt Menschen aufs Fahrrad locken konnte. Viele Dresdner meiden die Strecke mit dem Fahrrad. Autofahrer überholen oft sehr knapp, uns sind auch Berichte bekannt, dass Radfahrer von Bussen abgedrängt und angehupt wurden. Es ist daher richtig, dass die Straßenverkehrsbehörde die mangelhafte Radverkehrsinfrastruktur auf der Chemnitzer Straße nun überprüft. Die so genannten Schutzstreifen jetzt einfach von der Straße abzufräsen, kann jedoch keine Lösung sein. Es ist Aufgabe der Stadtverwaltung, eine Lösung zu finden, die die Sicherheit von Fußgängern und Radfahrern erhöht."

Koenigsufer gesperrt20180103 122127smPressemitteilung des ADFC Dresden e.V. vom 3. Januar 2018

Seit dem 2. Januar ist der Elberadweg am Königsufer gesperrt. Wer mit dem Rad von der Albertbrücke Richtung Westen fährt, wird mitten in den Autoverkehr der Großen Meißner Straße geleitet. Mit etwa 30.000 Autos sollen die Nutzer des Elberadwegs sich über einen Monat die Straße gemeinsam teilen.

radfahrbahn kleinPressemitteilung des ADFC Dresden e.V. vom 12.11.2017

Am Montag, den 20. November 2017, jährt sich die Einweihung des ersten Radwegs in Sachsen. Vor genau 120 Jahren, am 20. November 1897, eröffnete der königliche Gartendirektor Friedrich Bouché entlang der Herkulesallee im Großen Garten auf einer Länge von 1,5 km eine 5,5 Meter breite Radfahrbahn, den ersten Radweg im Königreich Sachsen.

Der ADFC Dresden wird anlässlich dieses Jubiläums vor Ort symbolisch ein rotes Band durchschneiden und auf die damalige Vorreiterrolle Dresdens für den Radverkehr anstoßen. "Ende des 19. Jahrhunderts war Dresden Vorreiter für den Radverkehr. Daran kann die Stadt heute dank der zusätzlichen Rad-Planer wieder anknüpfen." sagt Nils Larsten, Vorstandsmitglied im ADFC Dresden.

wheelie gelb webPressemitteilung des ADFC Dresden e.V. vom 7.11.2017

Während in Bonn die Staats- und Regierungschefs über das Klima verhandeln, hat der ADFC Dresden gemeinsam mit engagierten Radfahrerinnen die Initiative Radwatch Dresden ins Leben gerufen. Die Aktivisten fordern engagierteren Schritte ihrer Stadt für mehr Sicherheit und Attraktivität der Radinfrastruktur. Dies soll nicht nur dem Klima zugute kommen, sondern durch weniger Lärm und Abgase auch allgemein zu mehr Lebensqualität in der Stadt beitragen.  Die Initiative möchte mit anschaulichen Geschichten radfahrender Dresdnerinnen und Dresdner und einer interaktiven Monitoring-Karte auf die stockende Umsetzung des Radverkehrskonzeptes aufmerksam machen.

Petitions-Übergabe an Bürgermeisterin KaufmannPressemitteilung des ADFC Dresden e.V. vom 7. Juni 2017

Heute übergab der ADFC 973 Unterschriften an Bürgermeisterin Kaufmann, die in Vertretung den Vorsitz der heutigen Sitzung des Stadtratausschusses für Petitionen und Bürgerbeteiligung hatte. Zusätzlich zu den 1787 Online-Unterschriften auf dresden.de haben also 2760 Bürgerinnen und Bürger die ADFC-Petition "Sichere Radverkehrsführung auf dem Bischofsweg" unterstützt. Die Petition konnte zwischen 11. April und 24. Mai unterzeichnet werden.


Im Foto: Bürgermeisterin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Wohnen Dr. Kristin Katrin Kaufmann und Vorstandsmitglied des ADFC Dresden e.V. Nils Larsen.

Petition des ADFC läuft noch bis 20. Mai

Pressemitteilung des ADFC Dresden e.V. vom 16. Mai 2017

 

Noch bis zum 20. Mai sammelt der Allgemeine Deutsche Fahrrad Club Dresden (ADFC) Unterschriften für eine sichere Radverkehrsführung am Bischofsweg zwischen Dammweg und Förstereistraße. Weil die bisherigen Planungen zur Königsbrücker Straße, die diesen Abschnitt des Bischofswegs mit betreffen, kein sicheres Angebot für Radfahrende enthielten, hatte der ADFC Mitte April eine Petition gestartet. 2400 Unterschriften sind in den letzten vier Wochen zusammengekommen, davon über 1600 auf dem Petitionsportal der Stadt Dresden.

 

Zur Bürgerversammlung Königsbrücker Straße am 24. April sicherte Dresdens Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain dem ADFC zu, dass dieser in die Planung des Radverkehrs an der Kreuzung Königsbrücker Straße / Bischofsweg eingebunden wird. "Bisher ist die Stadtverwaltung trotz der Zusage leider noch nicht auf uns zugegangen" sagt Nils Larsen, Vorstandsmitglied des ADFC Dresden. "Wir sammeln deshalb weiter. Schon die aktuelle Resonanz übertrifft unsere Erwartungen deutlich. Die Petition bringt die nötige Bewegung in die Planung am Bischofsweg."

 

Hintergrund:

 

Bereits seit Juli 2016 versucht der ADFC Stadtverwaltung und Stadträte von einer Lösung mit Radfahrstreifen im Bischofsweg zu überzeugen. Durch die Trennung der Fahrspuren kommen sich Radfahrer, Fußgänger und Autofahrer weniger in die Quere.

 

Bisher sah die Planung der Stadt vor, die aktuelle unsichere Situation für viele Jahre zu zementieren. Denn die Vorschläge des ADFC für den Bischofsweg an die Stadt wurden bisher nicht aufgegriffen. Der ADFC hält die Markierung von Radfahrstreifen im Kreuzungsbereich sowie im Bereich des Bischofswegs für dringend erforderlich. Neben der Tatsache dass die Strecke dann für Radfahrer sicherer und attraktiver wird, verweist der Fahrradclub vor allem auch auf die Vorteile für Fußgänger: "Wenn nicht mehr auf den Gehweg ausgewichen wird, haben natürlich vor allem die Passanten auf dem Gehweg etwas davon." so Larsen. Auch das Radverkehrskonzept der Landeshauptstadt Dresden sieht Radverkehrsanlagen über die Kreuzung an der Schauburg in allen Richtungen vor.

 

Im März 2017 führte der Fahrradclub eine Zählung des Radverkehrs durch, die ergab, dass den Bischofsweg täglich mehr Radfahrer passieren als den Elberadweg. Über die Hälfte weichen aus Angst vor den unsicheren Bedingungen im Mischverkehr mit Autos und Straßenbahnen auf den Gehweg aus. Um seinen Argumenten Nachdruck zu verleihen, startete der ADFC schließlich eine Petition, die inzwischen von über 2000 Menschen unterzeichnet wurde.

 

In der Bürgerversammlung zur Königsbrücker Straße Ende April kündigte der Baubürgermeister die Einplanung von Radverkehrsanlagen an. Auch der ADFC sollte nun besser eingebunden werden, versprach die Stadtverwaltung.

 

Weitere Informationen:

- Petition auf dresden.de

- Petitionstext als pdf

- Pressemitteilung des ADFC mit Skizze vom 17. März 2017

Pressemittelung des ADFC Dresden e.V. vom 6. April 2017

Am Mittwoch, den 5. April hat der ADFC am Bischofsweg, östlich der Königsbrücker Straße eine Verkehrszählung durchgeführt. Im Zeitraum von 7:00 – 19:00 Uhr passierten 2.671 Fahrräder die Zählstelle des ADFC im Bischofsweg/Ost, hochgerechnet auf 24 Stunden ergibt sich eine Zahl von deutlich über 3.000 Radfahrern. Der Bischofsweg ist als Ost-West-Verbindung damit stärker frequentiert als der Elberadweg, wo laut der Dauerzählstellen der Stadt am Zähltag 1950 Radfahrende entlangfuhren.

Bisher lagen keine aktuellen Daten vor, wie viele Radfahrer hier überhaupt entlangfahren.“ sagt Nils Larsen, Vorstand im ADFC Dresden.

Schon heute fühlen sich viele Radfahrer auf dem Bischofsweg nicht sicher, weder im Mischverkehr mit Autos, noch im Bereich der Straßenbahngleise. Die ADFC-Zählung ergab, dass 55% von ihnen auf die Gehwege ausweichen. Die aktuell vorliegende Planung berührt ernsthafte Sicherheitsinteressen aller Verkehrsteilnehmer. Neben dem besonders gefährdeten Radverkehr auf der Kreuzung und im Gleisbereich seien besonders wartende Fahrgäste an der Haltestelle auf der Nordseite des Bischofswegs betroffen, da Radfahrer dort absehbar weiter auf den Gehweg abgedrängt werden sollen.

Deshalb beinhaltet der Vorschlag des ADFC eine Führung des Radverkehrs außerhalb der Fahrbahn von Autos und Straßenbahn. Im Bereich der Haltestelle sehen die Fahrradexperten eine „angehobene Radfahrbahn“ vor, die Radfahrer sowohl vom Straßenbahngleis als auch vom Haltestellenbereich separiert. In Dresden gibt es etwas Vergleichbares zum Beispiel am Programmkino Ost.

Die aktuelle Planung der Stadt ohne Radwege im Bischofsweg steht auch im Widerspruch zum Radverkehrskonzept, welches in den letzten drei Jahren erarbeitet und erst vor zwei Wochen vom Stadtrat beschlossen worden war. Gleich mehrere Maßnahmen zielen auf eine Radverkehrsführung im Bischofsweg. Unter anderem ist die Schaffung durchgängiger Radverkehrsanlagen zwischen Königsbrücker und Görlitzer Straße fester Teil des Konzepts.

Nils Larsen, Sprecher des ADFC Dresden ist bestürzt: „Wenn die rot-grün-rote Mehrheit im Stadtrat das Radverkehrskonzept schon nach so kurzer Zeit zu den Akten lägt, ist das für uns wirklich ein Schlag in die Magengrube. Offensichtlich ist das Radverkehrskonzept nicht das Papier wert, auf dem es gedruckt wurde."

Ich bin ehrlich gesagt etwas überrascht, dass sich ausgerechnet der verkehrspolitische Sprecher der Grünen, Johannes Lichdi, vehement gegen eine Trennung des Radverkehrs von Fußgängern und motorisiertem Verkehr an dieser Stelle einsetzt.“ Die Art und Weise, wie Lichdi im Planungsprozess der Kreuzung Königsbrücker Straße / Bischofsweg gegen elementare Sicherheitsbelange des Radverkehrs agiere und andererseits – etwa im Zusammenhang mit fehlenden Radverkehrsanlagen am Bischofsplatz – seine vermeintliche Rad-Freundlichkeit hervorkehre, grenze schon an Heuchelei, so der ADFC-Vorstand.

Dass erst der ADFC mit einer eigenen Erhebung der Radverkehrsmengen die Arbeit der Stadt machen muss, ist für uns ein Zeichen, dass die Planung an dieser Stelle noch nicht ausgereift sein kann. Der ADFC fordert deshalb weiter endlich die Einordnung einer separaten Radverkehrsführung an der Kreuzung Bischofsweg / Könisgbrücker Straße.“

Hintergrund:

Hintergrund der Zählung sind die laufenden Planungen der Stadt zur Königsbrücker Straße. Bisher ist auf der Kreuzung mit dem Bischofsweg keine separate Radverkehrsführung vorgesehen. Mit etwa 10.000 Autos und 3.000 Fahrrädern täglich sind bereits jetzt Konflikte zwischen Radfahrern, Fußgängern und motorisiertem Verkehr vorprogrammiert. Der ADFC fordert deshalb seit langem Nachbesserungen der Planung. Um die Bedeutung des Bischofswegs für den Radverkehr mit aktuellen Daten zu untersetzen fand heute die Zählung statt.

Der ADFC setzt sich für eine sichere und komfortable Kreuzungsgestaltung ein. Im März präsentierte der ADFC eine Visualisierung der Kreuzung, wie sie nach Vorstellungen des Fachverbandes aussehen könnte, um den Bereich für Fußgänger und Radfahrer deutlich bequemer und sicherer zu gestalten. Obwohl der Bischofsweg eine vergleichsweise schmale Straße ist, wäre für eine solche Lösung ausreichend Platz. Auch Verkehrsplaner und die im Planungsprozess der Königsbrücker Straße intensiv beteiligten DVB halten eine solche Variante für machbar.
Zählung des ADFC Dresden (pdf): https://sn.adfc-cloud.de/index.php/s/Vg43ANsWs2okWnn

Bischofsweg an der Schauburg (Vorschlag ADFC)Pressemittelung des ADFC Dresden e.V. vom 17.3.2017

Die Planungen zur Königsbrücker Straße sind in den letzten Zügen. Auch aus Sicht der Radfahrer bedeutet der für 2019 geplante Umbau einen großen Gewinn. Doch die aktuelle Planung der Stadt für die Kreuzung an der Schauburg stößt beim ADFC Dresden auf deutliche Kritik. Bereits seit Juli 2016 versucht der Fahrradclub Stadtverwaltung und Stadträte von einer Lösung mit Radfahrstreifen im Bischofsweg zu überzeugen, bei der Radfahrer, Fußgänger und Autofahrer getrennte Spuren nutzen und sich dadurch weniger in die Quere kommen.

Pressemittelung des ADFC Dresden vom 25. November 2016

Der Beschluss des städtischen Haushalts für 2017/2018 bringt den großen Durchbruch für den Radverkehr in der Stadt. Der Stadtrat hat erstmalig dedizierte Planerstellen für Radverkehr eingestellt und weitere Posten zur Verbesserung der Belange für alle, die mal zu Fuß oder mit dem Rad in Dresden unterwegs sind, geschaffen bzw. erhöht (Winterdienst Rad, Fuß- und Radweganlagen, Verkehrssicherheit, Planung Fähre Pieschen).

"Der ADFC Dresden hatte Stellen für Radverkehrsplaner, Mittel für Verkehrssicherheit, Erhöhung der Investitionen in Radverkehrsanlagen und Winterdienst gefordert. Keine dieser Punkte waren im Haushaltsentwurf 2017/2018 der Verwaltung von August 2016 enthalten. Wir sind sehr erfreut, dass der Stadtrat gestern eine Korrektur in unserem Sinne gemacht hat." sagt Nils Larsen, Vorstandsmitglied im ADFC Dresden e.V.

Über die sechs neuen Planerstellen für Radverkehr sind wir besonders erfreut. In den Jahren 2015/2016 sind 9 von 13 größere Radverkehrsprojekte aufgrund des Planermangels liegen geblieben. Mit den neuen Stellen kann es richtig los gehen. Wir hoffen, dass die knappen städtischen Eigenmittel für Radprojekte mit den neuen Planern/innen effizient und vollständig eingesetzt werden."

Pressemittelung des ADFC Dresden vom 17.9.2016

Die Landeshauptstadt Dresden hat in Zusammenarbeit mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) die Fahrradkonferenz mit dem Titel -Fahrrad/Stadt/In Sicht- veranstaltet.
Dazu lud Eva Jähnigen, Bürgermeisterin für Umwelt und Kommunalwirtschaft am Samstag, 17. September zahlreiche Gäste in den Rathaussaal über der Goldenen Pforte ein.
Von 10 bis 16 Uhr informierten acht spannende Vorträge die zahlreichen Teilnehmenden. Darunter sprach Ludgar Koopmann, ADFC Bundesvorstand zum Thema -Radverkehr für alle-.
Prof. Dr.-Ing. Mary Pepchinski, vom Fachgebiet Entwerfen, Gebäudelehre, Architecture and Society der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden beleuchtete Gestaltungsvorschläge für die geplanten Fahrradstationen am Hauptbahnhof und dem Neustädter Bahnhof. Im Höhepunkt der Konferenz ließ sich Raoul Schmidt-Lamontain, Bürgermeister für Stadtentwicklung, Bau und Verkehr auf die Podiumsdiskussion mit den Vortragenden ein. Darunter mit Heinrich Strößenreuther von der Initiative Clevere Städte als dem Initiator des Volksentscheides für das Fahrrad in Berlin.

Hintergrundinformationen:
Diese Fahrradkonferenz ist ein Höhepunkt in der Europäischen Mobilitätswoche in Dresden vom 16. bis 22. September 2016.

Pressemittelung des ADFC Dresden vom 13.9.2016

Am Freitag, 16. September werden Aktivisten und Künstler in Städten rund um die Welt Parklätze wieder in lebenswerte Räume verwandeln.
Auch in Dresden werden an diesem Tag Parkplätze gestaltet. Mitten in der Altstadt entsteht auf der Kreuzstraße zwischen 16:00 und 20:00 Uhr ein gemütlicher Ort zum Verweilen und Austauschen.
Dazu Jutta Wieding, Vorsitzende des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Dresden: "Wir wollen den öffentlichen Raum nutzen, um Begegnungsräume statt kommerzielle Räume zu schaffen. Die Aktualität von Kraftfahrzeugen, die diesen Raum einnehmen, sollte in Zeiten des Klimawandels überdacht werden. "
Idee des Park(ing) Days ist es, Menschen anzuregen über den derzeit hohen Flächenbedarf von Automobilen nachzudenken. Vor allem aber auch Lärm und die Schadstoffbelastung durch den städtischen Verkehr verringern die Lebensqualität von uns allen. "Stickoxide erhöhen das Herzinfarktrisiko und schädigen die Atemwege, besonders bei Kindern", erklärt Benjamin Ledermann von Greenpeace Dresden.
Was sind die Alternativen zum Auto in der Stadt?
Immer mehr Menschen in den Städten steigen auf das Rad. Dieser fundamentale Wandel des Mobilitätsverhaltens ist im Dresdner Stadtrat noch nicht angekommen. "Der Stadtrat traut sich nicht, die nötigen Schritte zur fußgänger- und fahrradfreundlichen Stadt zu gehen. Wir brauchen neue Prioritäten für den Stadtverkehr." sagt Maximilian Krampe, Vorstandsmitglied im Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) Dresden. "An vielen Stellen stehen parkende Autos sicherer Infrastruktur für Fußgänger und Radfahrer im Weg. Hier ist ein grundsätzliches Umdenken erforderlich. Dabei stehen an vielen Stellen mit öffentlichen Mitteln gebaute Parkhäuser leer."
Zum Park(ing) Day auf der Kreuzstraße wird Bürgermeisterin Eva Jähnigen, Beigeordnete für Umwelt und Kommunalwirtschaft 18:15 Uhr anwesend sein.

Hintergrund zur Aktionsform Park(ing) Day:
Der Park(ing) Day ist ein jährlich begangener Aktionstag immer am dritten Freitag im September. Erstmalig bewusst, wurde der Park(ing) Day im Jahr 2005 in San Francisco begangen. Auf kreative und einfache Weise werden Parkflächen am Straßenrand kurzzeitig zu Parks und Zonen des Entspannens und der Interaktion mit Mitmenschen umfunktioniert. Alle registrierten Aktionsorte rund um den Globus sind unter www.parkingday.org zu finden. Entsprechend auf englisch heißt es da: “PARK(ing) Day is an annual worldwide event where artists, designers and citizens transform metered parking spots into temporary public parks.” Von Medellin in Kolumbien über Bukarest wie auch in Kapstadt gestalten Menschen den Park(ing) Day.

Pressemittelung des ADFC Dresden vom 8.9.2016

Elbwiesen in Pieschen

Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) Dresden begrüßt den Vorschlag der SPD-Stadtratsfraktion, eine Fährverbindung zwischen Pieschen und dem Ostragehege einzurichten. Dabei befürwortet der ADFC Dresden einen fahrgeldfreien Fährbetrieb.

Dazu erklärt Vorstandsmitglied Nils Larsen: „Die Prüfung der Fährverbindung in Pieschen ist bereits im ‚Verkehrsentwicklungsplan 2025plus‘ vorgesehen, den der Dresdner Stadtrat am 20.11.2014 beschlossen hat. Allerdings zeigen die Erfahrungen mit den kleinen Fußgänger- und Radfahrerfähren in Johannstadt, Niederpoyritz und Pillnitz, dass der Fährbetrieb nur mit finanzieller Förderung möglich ist. Die Fahrgeldeinnahmen decken dort nur einen geringen Bruchteil der Kosten, zumal Inhaber von DVB-Monatskarten die Fähren kostenfrei nutzen können. Deshalb schlagen wir vor, am Pieschener Elbwinkel als Verkehrsversuch den fahrgeldfreien Fährbetrieb durchzuführen. Die Elbquerung in Pieschen ist für den innerstädtischen Fußgänger- und Radverkehr und für die Alltagsradler von Bedeutung. Wir weisen zum Vergleich darauf hin, dass auch die Nutzung der Dresdner Elbbrücken kostenfrei stattfindet, deren Unterhaltung durch die Stadt finanziert wird.“

Der ADFC Dresden kann sich langfristig sogar eine Fußgänger- und Radfahrerbrücke zwischen Pieschen und dem Ostragehege vorstellen. „Ein Gutachten für die Stadtverwaltung Dresden hat zu dem Ergebnis geführt, dass eine Elbbrücke dort technisch machbar und auch finanzierbar ist. Bei Gesamtkosten von 10 bis 12 Mio. Euro kann die Stadt Dresden mit einer Fördermittelquote von 90% rechnen und müsste nur 1,0 bis 1,2 Mio. Euro selbst tragen. Allerdings nehmen auch wir die Umweltbedenken hinsichtlich des Landschaftsschutzes ernst und meinen, dass der Betrieb einer fahrgeldfreien Fähre geeignet ist, das tatsächliche Nutzerinteresse für die Elbquerung zwischen Pieschen und dem Ostragehege zu ermitteln“, so Nils Larsen abschließend.