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Körnerweg 2020Der Körnerweg hat eine ebene Asphaltschicht bekommen. Zwei Tage haben die Bauleute dafür benötigt, und das Ergebnis ist sehr überzeugend. Der ehemalige Stolperpfad lädt nun sehr dazu ein, benutzt zu werden!

Der Körnerweg verbindet die Dresdner Neustadt nicht nur mit Loschwitz und den weiteren rechtselbischen Stadtteilen, sondern im weiteren Verlauf über die Grundstraße auch mit Bühlau und dem Schönfelder Hochland.

Viele Menschen haben für Fahrten in die Stadt nicht nur den Weg gemieden, sondern aufgrund des katastrophalen Wegezustand gleich ganz die Fahrt mit dem Rad gemieden und nahmen stattdessen z.B. das Auto. Dabei ist die Strecke mit dem Auto über das Blaue Wunder oder die Bautzner Straße aufgrund der zahlreichen Ampeln und oft langen Staus überhaupt nicht konkurrenzfähig mit einer Fahrradfahrt über den neuen Körnerweg.

Die Baumaßnahme hat daher viel Potential für den Umstieg vom Auto aufs Fahrrad und kann u.a. das Blaue Wunder entlasten. Das war auch das ausschlaggebende Argument für die provisorische Asphaltierung, die 2019 einstimmig vom Stadtrat beschlossen wurde. Auch der ADFC kämpfte seit Jahrzehnten für eine ebene Sandstein- oder Asphaltoberfläche und veröffentliche 2014 die Broschüre "Körnerweg statt Stolperpfad" mit bis dahin vielen unbekannte Fakten.

Pressemitteilung des ADFC Dresden e.V. vom 12.01.2020 anlässlich der am 10.01.2020 umgefahrenen und getöteten Radfahrerin auf der Reicker Straße

Rasen, fehlender Schulterblick, knappes Überholen. Die Liste der Gefahren, die Radfahrenden von Autofahrenden ausgesetzt werden, ist lang. In den Jahren 2017, 2018 und 2019 starben fünf der insgesamt sechs getöteten Dresdner Radfahrer*innen nach Kollision mit einem Kraftfahrzeug (der letzte starb ohne bekannte Fremdeinwirkung). Im Fahrradklima-Test 2018 gaben 80% der Dresdner Radfahrerinnen und Radfahrer an, regelmäßig von Autofahrenden bedrängt zu werden und 75% fühlen sich gefährdet.

"Es ist fast immer eine Kombination aus hoher Geschwindigkeit des Kraftfahrzeugs, für Fußgänger und Radfahrer unsicherer Infrastruktur und Rücksichtslosigkeit/Überforderung, die tötet. Die Geschwindigkeit der Kraftfahrzeuge muss auf ein sicheres Maß reduziert werden." sagt Nils Larsen, Vorstandsmitglied im ADFC Dresden e.V.

"Der ADFC fordert Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit in der Stadt sowie ein Umdenken bei allen, die es für eine Lappalie halten, schneller als erlaubt zu fahren.

Wir fordern ein stärkeres Engagement der Polizei und viel intensivere Polizeikontrollen, die das Ziel haben müssen, die vorhandene gesellschaftliche Akzeptanz vom Rasen, knappem Überholen, gefährlichem Falschparken usw. verschwinden zu lassen. Nur mit niedrigeren Geschwindigkeiten und deutlich mehr Verantwortungsbewusstsein der Autofahrenden wird das regelmäßige und voraussehbare Töten ein Ende bekommen." so Larsen weiter.

2019 war für den ADFC ein aufregendes Jahr: Eines unserer "ewigen Projekte", die Albertstraße, wurde von einer neuen Stadtratsmehrheit gekippt und nach der Kommunalwahl von einer neuen Mehrheit aus Grünen, SPD und Linken wieder auf den Weg gebracht. Der ADFC war 2019 so oft und vielfältig auf der Straße, wie lange nicht mehr: #MehrPlatzFürsRad war 2019 unser allgegenwärtiges Kampagnenmotto. Unterdessen haben sich einige Dinge für den Radverkehr in Dresden zum Guten entwickelt:

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2019 12 11 Taufe Luise klein"Luise" heißt das neue Lastenfahrrad, das am 11. Dezember dem ADFC Dresden von Stefan Meißner (Meißner Raeder) und André Barth (Ortsamtsleiter Neustadt) übergeben wurde. Bereits ab dem 12. Dezember steht es für den kostenlosen Verleih über das Portal https://www.friedafriedrich.de zur Verfügung. Bis zu 3 Tage können registrierte Nutzerinnen und Nutzer das nunmehr fünfte Fahrrad des ADFC Dresden buchen und kostenlos nutzen. Projektfördermittel des Stadtbezirksamtes Dresden-Neustadt haben diese Neuanschaffung ermöglicht. Verleihstation  ist das Fahrradgeschäft „Meissner Raeder“ in der Louisenstraße. Dort kann das kompakte Fahrrad vom Typ Muli-Cycles nach vorheriger Buchung ausgeliehen werden. In den zusammenklappbaren Korb des nur 31kg schweren und 195cm langen Lastenrades lassen sich bis zu 70kg laden, ebenso ist der sichere Transport von bis zu 2 Kindern möglich. Ein Gepäckträger eignet sich für Fahrradtaschen, beim Lastenfahren unterstützt außerdem ein kräftiger Pendix-Tretlagermotor die Fahrenden. Viel Spaß beim Buchen und dem Transport von Weihnachtseinkäufen o. Ä.!

ILC 4638 wahlGleich an mehreren Stellen in der Stadt wurden am 6. Dezember in den frühen Morgenstunden Pendler auf dem Rad auf ihrem Weg zur Arbeit, Schule oder Uni empfangen und mit einem kleinen Schokoladennikolaus vom ADFC überrascht. Mit dabei: Probemitglieschaft beim ADFC.

Anbindung der Zwickauer Straße an die InnenstadtÜberraschend hat die Stadtverwaltung im Herbst 2019 Pläne für den Ausbau der Zwickauer Straße zu einer bis zu dreispurigen Hauptverkehrsstraße für Autos ohne durchgängig sichere Radverkehrsanlagen vorgelegt. Nicht nur der ADFC und VCD haben die Pläne in Stellungnahmen kritisiert. Auch der Stadtbezirksbeirat Plauen hat mit einem umfangreichen Änderungsantrag mit großer überparteilicher Mehrheit u.a. einen durchgängigen Radweg und Verkehrsberuhigung beschlossen. Die Stadtratsfraktionen der Grünen und der SPD haben anschließend erklärt, sich in den weiteren Beratungen für einen Radschnellweg auf der Strecke einzusetzen.

Die vorgelegte Planung scheint losgelöst von Verkehrsentwicklungsplan und Radverkehrskonzept entstanden zu sein. Es bleibt ungeklärt, wie eine sichere Radverkehrsverbindung zwischen Plauen und Innenstadt ("Plauenroute") künftig aussehen soll, denn die Pläne der Stadtverwaltung würde laut Vorlage zu einer deutlichen Kfz-Zunahme sowohl auf der Chemnitzer als auf der Zwickauer Straße führen. Auf dieser Strecke spielt noch die gefährliche und unbequeme Chemnitzer Straße eine wichtige Rolle. Der Standpunkt des ADFC ist: Bevor neue Fakten geschaffen werden, muss zwingend eine Lösung für den Radverkehr gefunden werden.

albertstrasse4707001508 b290140b86 mAm 30. Oktober hat der Stadtrat beschlossen, auf beiden Seiten der etwa 600 m langen Albertstraße Radfahrstreifen anzulegen. Damit geht eine zehnjährige Debatte um Radwege an einer der wichtigsten Stellen im Dresdner Radwegenetz dem – positiven – Ende entgegen. Während auf der nördlichen St. Petersburger Straße schon vor über 10 Jahren aus dem sechsstreifigen Querschnitt die äußeren Fahrspuren in Radfahrstreifen umgewandelt wurden und auf der südlichen Petersburger seit einigen Monaten durch das von Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain angeordnete Parkverbot die Gefahr von Dooring-Unfällen gebannt ist, so führt doch die schon vor über 15 Jahren großspurig ausgewiesene „Nord-Süd-Hauptroute“ in nördlicher Richtung am Carolaplatz unweigerlich auf einen holprigen Gehweg, den Radfahrer wohl oder übel mitbenutzen müssen.

20191021 102058 hübler2smSeit einigen Tagen ist die Hüblerstraße in Blasewitz auch in Richtung Blaues Wunder mit dem Fahrrad befahrbar. Somit kann endlich die wichtige Brückenzubringer-Straße und Hauptroute des Radverkehrs in beiden Richtungen ohne Umwege genutzt werden.

Die Freigabe von Einbahnstraßen für den Radverkehr ist seit der StVO-Änderung im Jahr 1997 einheitlich geregelt und gilt als eine ausgesprochen sichere Maßnahme zur Förderung des Radverkehrs. Der ADFC Dresden forderte seit 2004 die Freigabe der Hüblerstraße. Aus Angst vor wegfallenden Parkplätzen und wegen Änderungen an der komplexen Kreuzung Schillerplatz hat es trotzdem 15 Jahre gedauert. Erst das Radverkehrskonzept von 2017 mit Mangel 582 Hüblerstraße und der Einsatz des Baubürgermeisters Raoul Schmidt-Lamontain haben Bewegung in die Sache gebracht.

2019 09 26 BischofswegAuf dem Bischofsweg gibt es keinen Radweg. Obwohl die Straße für den Radverkehr die höchste Verkehrsbedeutung nördlich des Elberadweges in Ost-West-Richtung hat (wie der ADFC im Jahr 2017 ermittelte), müssen Radfahrende zwischen parkenden Autos, Straßenbahnschienen und überholenden Kraftfahrzeugen auf der Straße fahren. Diese widrigen Bedingungen führen dazu, dass sich mehr als die Hälfte der Radfahrenden nicht auf die Straße trauen und den Gehweg nutzen. Insgesamt passieren rund 3.000 Radfahrende den Bischofsweg pro Tag.

Aus diesem Grund gestaltete der ADFC am Donnerstag einen Abschnitt des Bischofswegs für eine halbe Stunde so um, dass der Rad-, Fuß-, Auto- und Straßenbahnverkehr die Straße sicher passieren konnte. Der Einsatz von Pollern sorgte für die räumliche Trennung des errichteten Radweges zum Autoverkehr.

FL Sharepic Klimawandel Facebook smAm 20. September 2019 ist es wieder so weit: Der internationalen "Park(ing) Day" wird in vielen Städten weltweit genutzt, um Freiräume zu schaffen, wo normalerweise Autos stehen. Gemeinsam möchte der ADFC mit anderen Initiativen Park-Lücken temporär umgestalten. So soll ein Bewusstsein geschaffen werden wie viel wertvolle Fläche durch das Abstellen von PKW in den Städten verloren geht. Diese Flächen fehlen auch für eine einladende Radverkehrsinfrastruktur.

Im Rahmen der „Europäischen Woche der Mobilität“ stehen am Freitag 20. September von 14-18 Uhr in der Clara-Zetkin-Straße in Löbtau auf Höhe der Hoffnungskirche verschiedene Stände bereit mit dem Ziel Interessierte zu informieren und zum Verweilen und Nachdenken einzuladen. Wie würden wir den Platz nutzen, wenn wir weniger Parkplätze bräuchten?

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Der ADFC Dresden sieht mit Sorge auf die dem Stadtrat vorgelegten Pläne zum Umbau der Königsbrücker Landstraße zwischen Karl-Marx-Straße und Arkonastraße. In der von der Verwaltung favorisierten Variante sollen Radfahrer mit Autos und Straßenbahn auf der Fahrbahn fahren. Abschnittsweise werden auch Schutzstreifen für Radfahrer markiert. Jedoch verleitet die geplante Aufteilung der Fahrstreifen zu knappem Überholen von Radfahrern. Im vorgesehenen Entwurf ist es der Straßenbahn gar nicht möglich, mit einem genügenden Abstand zu überholen. Dies verdeutlicht eine ADFC-Visualisierung der Pläne der Stadtverwaltung.

Am Morgen des 28. August demonstrierte der ADFC Dresden vor dem Gymnasium Cotta für sichere Schulwege. Zu diesem Zweck rollte der Fahrrad-Club einen mobilen Radweg aus, trennte diesen mit Pollern vom Autoverkehr und gestaltete so das Straßenbild für eine Stunde um. Das Gymnasium Cotta hat rund 900 Schüler, viele von ihnen fahren mit dem Rad zur Schule. Eine sichere Fahrradinfrastruktur im Umfeld der Schule gibt es jedoch nicht.

Der Zustand der meisten Schulwege ist erschütternd. Viele Kinder und Jugendliche wollen mit dem Rad zur Schule fahren. Es ist außerdem seit Jahren wissenschaftlich nachgewiesen, dass Schüler konzentrierter arbeiten, wenn sie mit dem Rad zur Schule fahren. Es ist daher sehr besorgend, wenn Eltern ihre Kinder nicht zur Schule radeln lassen können, weil keine sichere Schulwege gebaut werden. In einer Umfrage mit rund 3000 Befragten gaben im vergangenen Jahr 83% der Dresdner an, dass sie ihre Kinder nicht mit einem guten Gewissen allein mit dem Rad zur Schule fahren lassen können. 79% haben nicht das Gefühl, dass es seitens der Schulen gewünscht ist oder unterstützt wird, wenn Kinder mit dem Rad zur Schule fahren. In der Bundesrepublik legen nur 13% der Schüler ihren Schulweg mit dem Rad zurück, in den Niederlanden sind es dagegen 35%. Dafür ist es in den Niederlanden weitaus unüblicher, Kinder mit dem Auto zur Schule zu fahren. Kinder, die mit dem Rad zur Schule fahren, sind nachgewiesenermaßen gesünder und seltener übergewichtig.

frieda3JahreLastenrad „Frieda“ des ADFC feierte am 11. Juli Geburtstag

Am 11. Juli 2016 hatte das erste freie Lastenrad „ADFC Frieda“ in Dresden ihre erste Fahrt. Seit diesem Tag steht es allen Dresdnern zur kostenfreien Nutzung zur Verfügung. Die Buchung erfolgt nach einer kurzen Registrierung bequem online. In den vergangenen drei Jahren wurde „Frieda" 317 mal über insgesamt 550 Tage von 239 verschiedenen Nutzer/innen ausgeliehen. Die durchschnittliche Leihdauer beträgt 1,7 Tage. In diesem Zeitraum wurden mit dem Lastenrad Frieda unter anderem Umzüge transportiert, Großeinkäufe erledigt und Wochenendausflüge mit Kindern unternommen. Darüber hinaus befand sich "Frieda" für sechs Monate auf einer Fahrradausstellung im Dresdner Verkehrsmuseum und wurde mehrmals für mehrere Wochen an unterschiedliche Projekte verliehen. Bis zu 100 kg Zuladung können mit dem Lastenrad transportiert werden. Trotz der intensiven Nutzung ist "Frieda" immer noch in einem guten Zustand.

Auch am 11. Juli war „Frieda“ wieder im Einsatz. Die Musikgruppe Monkey and Goat hat ihre Werke auf der Hauptstraße präsentiert und den Transport der Musikinstrumente mit der „Frieda" durchgeführt. Die Gruppe nutzte zum ersten Mal ein Lastenrad des ADFC für den Transport ihrer Instrumente und fand sofort Gefallen daran. Mit einem Auto wäre der Transport der Utensilien bis in die Mitte der Hauptstraße nicht möglich gewesen.

Elberadweg Radfahrer pro Stunde 2Pressemitteilung des ADFC Dresden e.V. vom 9. Juli 2019
ADFC Dresden zeigt mit Verkehrszählung die Bedeutung des Elberadweges auf

In einer 19-stündigen Verkehrszählung am 3. Juli zählten Ehrenamtliche des ADFC rund 7000 Radfahrende auf dem Elberadweg. Die manuelle Verkehrszählung auf der Höhe des Glockenspielpavillons hatte das Ziel, eine Erfassung des Radverkehrsaufkommens in der Neustadt zu machen. Aktuell existiert nur eine städtische Dauerzählstelle auf dem Elberadweg an der Waldschlösschenbrücke. Sie zählte am 3. Juli knapp über 1800 Radfahrende.
Unsere Zählung zeigt, welche enorme Bedeutung der Elberadweg für tägliche Pendler hat“ sagt Gesa Dickert, Vorstandsmitglied im ADFC Dresden.

Elberadweg Radfahrer pro Stunde 1Bei der Zählung sei besonders aufgefallen, dass der Elberadweg im städtischen Bereich zu sehr großen Teilen von Berufspendlern und Personen auf ihren Freizeitwegen genutzt wird. Bei der Erhebung konnte auch festgestellt werden, dass es in den Morgenstunden mehr Radverkehr in die Richtung der Augustsbrücke gibt, während die Radfahrenden am Nachmittag und Abend häufiger in Richtung Pieschen fahren. Dies spricht für ein typisches Pendelverhalten, bei dem morgens in das Stadtzentrum gefahren wird und in den Nachmittagsstunden eher die Gegenrichtung genutzt wird. „Die große Bedeutung des Elberadweges für Alltagswege macht auch deutlich, wie wichtig es ist, in Ausnahmefällen wie Baustellen, dem Skiweltcup oder den Filmnächten funktionstüchtige Umleitungen zu schaffen. Dies ist vor allem im Sinne der Sicherheit“ so Dickert.

Rundgang LoebtauUnter dem Motto „Gemeinsam freuen auf den Boulevard Kesselsdorfer Straße - Für ein lebendiges Löbtau“ führten am 3. Juli Aktive der ADFC-Stadtteilgruppe Löbtau/DD-West interessierte Anwohner über den geplanten zweiten Bauabschnitt der Kesselsdorfer Straße (zwischen Reisewitzer und Rudolf-Renner-Straße). Ziel war es, den Planungsstand vor Ort zu erläutern, aus ADFC-Sicht zu bewerten und Meinungen der Bürger aufzunehmen. Etwa 60 Interessierte nahmen an dem Rundgang teil. ADFC-Aktiver Matthias Lieber begrüßt die Teilnehmer mit einigen Fragen: Wer fährt mehrmals in der Woche Fahrrad auf der „Kellei“, wer ist hier zu Fuß oder mit dem Auto unterwegs? ADFC-Aktiver Kilian Gebhardt erklärt: „Die Bauarbeiten im Bereich zwischen Reisewitzer Straße und der Einmündung der Wernerstraße sind nur provisorischer Natur. Ab Herbst werden hier wieder Autos fahren dürfen. Die Haltestelle Bünaustraße wird erst bei Realisierung des zweiten Bauabschnittes für den Kfz-Verkehr gesperrt werden.“ Der Spaziergang führt vom Neuen Annenfriedhof bis zur Poststraße und dann auf der Nordseite weiter bis hinter die Rudolf-Renner-Straße, wo der dritte Bauabschnitt beginnt. Unterwegs erläutern Aktive der Stadtteilgruppe den Stand der Planungen. Kilian Gebhardt betont: „Für den zweiten Bauabschnitt hatte der ADFC Dresden gefordert, dass der Seitenraum so dimensioniert wird, dass wirklich von einem Boulevard die Rede sein kann. Leider hat der Stadtrat sich anders entschieden. Für die noch offene Ausgestaltung des Seitenraums fordern wir deutlich mehr Fahrradstellplätze als bisher.

Kesselsdorfer PlakatWenn man Menschen in Löbtau fragt, was sie über den neuen Boulevard auf der Kesselsdorfer Straße wissen, erhält man einen bunten Strauß an Antworten. Nur eines ist sicher: Die Bauarbeiten gehen voran und die Vorfreude auf das Ergebnis wächst. Doch wann die Arbeiten fertig werden, was genau gebaut wird und was auf der Strecke bleibt, ist oft nicht bekannt. Manche meinen es wird eine durchgängige Fußgängerzone zwischen den Haltestellen Bünaustraße und Tharandter Straße geben. Andere hoffen, dass der Boulevard bis zum Semesterbeginn fertig wird. Was stimmt? Das Stadtplanungsamt bemüht sich die Einheimischen auf dem Laufenden zu halten und in die Planungen einzubeziehen. Zuletzt bei einer Bürgerwerkstatt zur Gestaltung der Kesselsdorfer Straße Anfang Juni. Der ADFC begrüßt solche Angebote und möchte einen eigenen Beitrag leisten.

Im Mai wurde die Verkehrsunfallstatistik für Dresden veröffentlicht. Im Vergleich zum Vorjahr ist ein Anstieg der Unfälle mit Fahrradbeteiligung von ca. 10% festzustellen (siehe unsere Pressemitteilung vom 11.06.2019). Die Polizei hat sich vorgenommen, diese Zahl wieder sinken zu lassen und hat dazu alle Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, sich an der Einsatzplanung zu beteiligen. In einem eigens eingerichteten Portal können Orte gemeldet werden, an denen Verstöße gegen die Verkehrsregeln verstärkt vorkommen. An diesen Stellen möchte die Polizei ab Mitte Juni vermehrt Kontrollen durchführen.

Es sind bereits rund 1500 Meldungen eingegangen. Bis jetzt werden hauptsächlich Überholabstands- und Falschparkerkontrollen gefordert. Aber auch Abbiegefehler und überhöhte Geschwindigkeiten wurden häufig eingetragen.

Der ADFC ruft zur Teilnahme an der Polizeiaktion „Respekt durch Rücksicht“ auf, auch wenn der Name der Aktion irreführend sein mag. Schließlich geht es nicht um „Respekt“ oder „Rücksicht“, sondern darum, dass grundlegende Regeln eingehalten werden und niemand im Verkehr verletzt oder getötet wird.

Link zum Portal: https://buergerbeteiligung.sachsen.de/portal/smi/beteiligung/aktuelle-themen/1015188

Bischofsweg LkwPressemitteilung des ADFC Dresden e.V. vom 11.06.2019

ADFC Dresden fordert engagierteres Vorgehen gegen zu geringe Überholabstände und Zuparker

Die Polizei hat 2018 10% mehr Verkehrsunfälle mit Radfahrerbeteiligung registriert. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) sieht diese Entwicklung mit Sorge. Ein Teil der Erklärung ist allerdings eine positive: Der Radverkehrsanteil steigt und insbesondere das trockene Jahr 2018 hat besonders viele Menschen für das Fahrrad begeistert. Doch nicht nur der Anteil der auf dem Rad zurückgelegten Wege hat sich erhöht, sondern auch die absolute Zahl der Radfahrten. Das Bevölkerungswachstum und insbesondere der Zuzug vieler junger Menschen sorgen ebenfalls dafür, dass mehr Fahrräder auf den Straßen der Landeshauptstadt unterwegs sind. Innerhalb der letzten zehn Jahre beobachtete die Stadt Dresden eine Zunahme des Fahrradfahrten über die Elbbrücken von 60%. Die deutliche Zunahme von Fahrradfahrten in einer immer enger werdenden Stadt führt nahezu unweigerlich zu einem Anstieg der absoluten Unfallzahlen.

Petition des ADFC führt zu höherer Sicherheit auf der Nord-Süd-Route

2018 Demo PetersburgerDie Stadtverwaltung entschärft den für Radfahrer gefährlichen Abschnitt der St. Petersburger Straße zwischen Wiener Platz und Ferdinandplatz. Dafür werden die rechts neben dem Radweg angeordneten Parkplätze entfernt. Immer wieder sind auf diesem Abschnitt in der Vergangenheit Radfahrer verletzt worden, weil sie einer plötzlich geöffneten Autotür nicht mehr ausweichen konnten. Im August 2018 kam eine Frau bei einem solchen Unfall ums Leben. Um die Situation zu entschärfen, nimmt Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain die Parkplätze entlang des Radwegs aus dem Straßenraum. Bereits im April hatte er angekündigt, die Parkplätze auf beiden Seiten der Fahrbahn zu streichen. Bis zum 15. Juni 2019 wird nun auf dem Ferdinandplatz ein Parkplatz als Ersatz mit mehr als 200 Stellflächen geschaffen. Der Parkplatz wird u.a. für das Anwohnerparken zur Verfügung stehen.

Vor der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 veröffentlich(t)en wir täglich ein ausgewähltes Zitat/Abstimmungsergebnis auf Facebook und auf Twitter.

17. Mai

[Twitter-Direktlink] Mit dem Rad zwischen #Loschwitz und #Blasewitz: Das ist nicht unbedingt vergnügungssteuerpflichtig. Auf der Brücke fehlen #Radwege. Wir haben die Kommunalpolitiker gefragt, ob sie das ändern wollen. Den Mitschnitt unseres Kommunalwahlpodiums finden Sie auf https://vimeo.com/336371461

Sind Sie für Radspuren auf dem Blauen Wunder?

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Meldungen zu Aktionen des ADFC Dresden

Dresden ist immer noch voll von Baustellen. Während der Autoverkehr bedacht wird, sollen sich Radfahrer einfach in Luft auflösen. Eine Führung durch die Baustelle oder abgesicherte Überleitungen auf die Fahrbahn gibt es so gut wie nie.

Die Unwissenheit der Bauleiter und die Ignoranz der Verantwortlichen in der Stadtverwaltung erzeugt viel Radfahr-Frust. Diese Sammlung soll zeigen, dass der Wahnsinn Methode hat und es sich nicht um zufällige Einzelfälle handelt.

Sie haben selbst Bilder von aktuellen Baustellen, an denen Sie sich nicht wohl fühlen? Senden Sie sie uns unter Angabe von Straße, Datum und Uhrzeit der Aufnahme an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Wir veröffentlichen sie dann hier.