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Fahrradclub freut sich über großartige Ressonanz – Verwaltung plant Ortsbegehung und stellt Lösung in Aussicht

Ampel Symbolbild Foto ADFC DresdenDie Mitzeichnungsfrist für die Online-Petition des ADFC Dresden zur Fabrikstraßen-Wiederöffnung ist gestern nach 14 Tagen zu Ende gegangen. In nur zwei Wochen haben sich beachtliche 1824 Unterstützer*innen auf dem Webportal der Landeshauptstadt namentlich eingetragen. „Diese enorme Welle der Unterstützung ist wirklich großartig“, freut sich Edwin Seifert, Geschäftsführer des ADFC Dresden. „Es zeigt, dass vielen Radfahrer*innen die Route entlang der Hofmühlen, der Fabrik- und der Freiberger Straße in die Innenstadt wirklich wichtig ist. Doch nicht nur das. Die vielen Unterstützer*innen verdeutlichen auch, dass den Dresdner*innen eine gute Radverkehrsinfrastruktur am Herzen liegt.“

Fahrradclub appelliert an DREWAG und Stadt, Blockade der Südradroute unverzüglich zu beenden

Fabrikstrasse 1 Foto ADFC Dresden kleinNoch bis zum 15. Oktober können die Dresdner*innen die Petition des ADFC Dresden zur Wiederöffnung der Fabrikstraße für den Rad- und Fußverkehr mit unterstützen. Die Online-Petition, die der ADFC am 1. Oktober gestartet hatte, hat seither viele Unterstützer*innen gefunden und just heute die Schwelle von 1.000 Unterzeichner*innen geknackt. „Dass mehr als 1.000 Unterstützer die Fabrikstraße als wichtige Radverbindung ansehen, ist ein sehr deutliches Zeichen“, freut sich Nils Larsen vom Vorstand des ADFC Dresden„ und bis zum 15. Oktober werden noch viele hinzukommen.

Fahrradclub fordert: Wichtige Radroute für Dresdens Süden in die Innenstadt muss wieder geöffnet werden - Unterschriften möglich bis 15. Oktober

Fabrikstrasse 3 Foto ADFC Dresden kleinSeit dem 17. September können Radfahrer*innen und Fußgänger*innen die Fabrikstraße am Kraftwerk Nossener Brücke in Dresden-Löbtau nicht mehr passieren. Die DREWAG ließ die Straße mit fest verschraubten Bauzäunen komplett abriegeln. Bis dato war die Straße durch das DREWAG-Werksgelände eine wichtige Route abseits der großen Straßenachsen für Fahrradfahrer*innen aus Plauen, Coschütz und Löbtau in die Innenstadt. Viele nutzen die zum Teil der DREWAG gehörende Straße und gelangen bequem über die Hofmühlenstraße, die Fabrikstraße und die Freiberger Straße direkt zum Postplatz.

2020 WernerstrasseZwei weitere Lückenschlüsse im Dresdner Radverkehrsnetz konnten in den letzten Tagen dem Verkehr übergeben werden: Bereits letzte Woche erhielt die Wernerstraße auf 190 Metern  beidseits rot eingefärbte, auch für den Autoverkehr gut erkennbare Schutzstreifen. Vor und hinter dem neuen Abschnitt befinden sich auf der Wernerstraße bereits Radverkehrsanlagen. Nun ist der Lückenschluss zwischen Löbtauer Straße und Kesselsdorfer Straße komplett.

Außerdem wurde diese Woche ein weiterer Abschnitt der linkselbischen Radverkehrsroute am Terrassenufer in stadteinwärtiger Richtung mit Schutzstreifen ausgestattet, die deutlich großzügiger bemessen sind als in die entgegengesetzte Richtung. Mit dieser Baumaßnahme gibt es zwischen Steinstraße und Prellerstraße nun in beide Richtungen auf einer Länge von 4 km durchgängige, zumeist asphaltierte Radverkehrsanlagen.

Mehr Informationen zu den Projekten des Radverkehrskonzepts auf www.radwatch-dresden.de.

Bunter und fröhlicher Fahrradkorso mit über 520 Fahrrädern demonstrierte für ein radsicheres Dresden für Kinder

ADFC Kinder Fahrraddemo 20 Sept 20 Foto Jürgen Ilchmann 3 kleinIn über 90 deutschen Städten demonstrierten Familien mit Kindern an diesem Wochenende mit bunten Fahrraddemos für kinderfreundlichere und lebenswertere Städte. In Dresden organisierte der ADFC Dresden die Kinder-Fahrraddemo, die sich Sonntagnachmittag auf dem Neumarkt in Bewegung setzte. Unter dem Motto "Platz da für die nächste Generation" radelten im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche die Teilnehmer am Weltkindertag eine sechs Kilometer lange Runde durch die Altstadt. Die Route führte auch durch den Tunnel unter dem Wiener Platz, der sonst nicht mit dem Rad befahren werden darf, und endete am großen Spielplatz an der Wallstraße. Das Tempo wurde so gewählt, dass auch die Jüngsten gut mitfahren konnten. Insgesamt über 520 Dresdnerinnen und Dresdner, vom Kita-Kind bis zur Oma nahmen daran teil, gut die Hälfte der Radfahrer*innen waren Kinder und Jugendliche.

Bunter und fröhlicher Fahrradkorso mit über 520 Fahrrädern demonstrierte für ein radsicheres Dresden für Kinder

ADFC Kinder Fahrraddemo 20 Sept 20 Foto Jürgen Ilchmann 5 kleinIn über 90 deutschen Städten demonstrierten Familien mit Kindern an diesem Wochenende mit bunten Fahrraddemos für kinderfreundlichere und lebenswertere Städte. In Dresden organisierte der ADFC Dresden die Kinder-Fahrraddemo, die sich Sonntagnachmittag auf dem Neumarkt in Bewegung setzte. Unter dem Motto "Platz da für die nächste Generation" radelten im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche die Teilnehmer am Weltkindertag eine sechs Kilometer lange Runde durch die Altstadt. Die Route führte auch durch den Tunnel unter dem Wiener Platz, der sonst nicht mit dem Rad befahren werden darf, und endete am großen Spielplatz an der Wallstraße. Das Tempo wurde so gewählt, dass auch die Jüngsten gut mitfahren konnten. Insgesamt über 520 Dresdnerinnen und Dresdner, vom Kita-Kind bis zur Oma nahmen daran teil, gut die Hälfte der Radfahrer*innen waren Kinder und Jugendliche.

„Mit unserer Kinder-Fahrraddemo wollen wir unsere Forderung unterstreichen, dass Dresden zu einer Stadt wird, in der sich auch Kinder sicher und selbständig mit dem Rad bewegen können“, so Gesa Dickert vom Vorstand des ADFC Dresden. „Maßgabe für sichere Straßen muss die Frage sein: Können hier Kinder alleine sicher vorankommen? Würde ich mein Kind hier allein fahren lassen?“

Straßenabschnitt ist Teil des Radnetzes im Radverkehrskonzept der Stadt – ADFC kritisiert Vorgehen

20200917 Fabrikstrasse 2Die Fabrikstraße am Kraftwerk Nossener Brücke in Dresden-Löbtau ist nicht gerade ein attraktiver Ort zum Verweilen. Doch die Straße durch das DREWAG-Werksgelände ist eine wichtige Route abseits der großen Straßenachsen für Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer aus Plauen, Coschütz und Löbtau in die Innenstadt. Viele nutzen die der DREWAG gehörende Straße und gelangen bequem über die Hofmühlenstraße, die Fabrikstraße und die Freiberger Straße direkt zum Postplatz.

Doch seit gestern ist diese Route vorerst Geschichte, denn die DREWAG ließ im Laufe des Donnerstages die Straße mit fest verschraubten Bauzäunen komplett abriegeln. Kein Durchkommen also mehr, weder für Fußgänger noch für Radfahrer. Für Privatautos war die Straße schon vor geraumer Zeit durch auf Höhe der Nossener Brücke gesperrt worden. Radfahrer und Fußgänger duldete die DREWAG bisher, auch wenn Schilder die Straßennutzung durch das Betriebsgelände untersagten. Sie lenkte sie sogar mit Schildern durch eine Baustelle.

Der ADFC Dresden kritisiert diese Maßnahme der DREWAG: „Die Fabrikstraße ist eine wichtige Radverkehrsverbindung und sie steht als solche auch im Radverkehrskonzept“, stellt Edwin Seifert, Geschäftsführer des ADFC Dresden klar. „Im vom Stadtrat 2017 beschlossenen Konzept sind zudem Instandhaltungsmaßnahmen und eine "Rad frei" Beschilderung vorgesehen.“

Familien mit Kindern demonstrierten heute mit ihren Fahrrädern in Strehlen

20200917 ADFC Dresden AHeute Morgen demonstrierte der ADFC Dresden auf der Lockwitzer Straße in Dresden-Strehlen für mehr Sicherheit für den Radverkehr im Umfeld von Schulen. Beispielhaft zeigte der Fahrradclub an dieser Straße, wie an vielen Stellen der Landeshauptstadt die Schulwegsicherheit für radfahrende Schülerinnen und Schüler weiterhin nur sehr eingeschränkt gewährleistet ist.

Unweit der 47. Grundschule und der der Janusz Korczak Förderschule hatte der ADFC am frühen Morgen vor Schulbeginn mit einem roten Teppich temporär einen Radweg angelegt, der dann von Schülerinnen und Schülern sowie Eltern mit dem Fahrrad entlang gefahren wurde. „Mit unserer kleinen Demo wollen wir darauf aufmerksam machen, dass an vielen Punkten in der Stadt Verbesserungen für den Schülerradverkehr dringend nötig sind“, erklärte Gesa Dickert vom Vorstand des ADFC Dresden vor Ort. „Die Lockwitzer Straße mit wenig Platz für den Radverkehr zwischen Straßenbahn und parkenden Autos steht dabei nicht im Hauptfokus, sondern dient lediglich als Beispiel.“

Lob und Dank für DVB, Stadtplanungsamt und AG „nachhaltig mobil“ im Dresdner Norden

Blick von der Straße Zur Kurwiese in Richtung Weixdorf Visualisierung Rehwaldt Landschaftsarchitekten„Der ADFC Dresden begrüßt das eindeutige Votum der Klotzscher für den Radfahrstreifen auf der Königsbrücker Landstraße sehr. Bereits im Oktober 2017 Jahres hatte der ADFC diese Variante mit der Kombination aus Radfahrstreifen auf der Königsbrücker Landstraße stadtauswärts und der Führung des Radverkehrs stadteinwärts über die Parallelstraßen Kieler und Alexander-Herzen-Straße der DVB nahegelegt“, kommentiert Edwin Seifert, Geschäftsführer des ADFC Dresden das Ergebnis der Bürgerbeteiligung und ergänzt: „Unser großer Dank gilt der DVB und dem Stadtplanungsamt für die vorbildliche Bürgerbeteiligung und der AG „nachhaltig mobil“ im Dresdner Norden, die sich unermüdlich für diese Lösung eingesetzt hat. Ein guter Tag für den Radverkehr in Dresden! Wenn jetzt noch die Finanzierung gesichert ist, dann passt alles.“

Visualisierung: Rewaldt Landschaftsarchitekten

Instagram Post 09Am Sonntag, den 20. September um 14:30 Uhr am Neumarkt laden wir alle Kinder und Erwachsene zur großen Kinder-Fahrraddemo anläßlich des Weltkindertages ein. Wir demonstrieren zusammen mit Initiativen in über 70 deutschen Städten unter dem Motto "Platz da für die nächste Generation". In Dresden fahren wir eine Runde von ca. 6 km vom Neumarkt, durch den "Wiener Tunnel"  und beenden die Demo an einem Spielplatz in der Innenstadt. Das Tempo wird so gewählt, dass auch die Jüngsten selber mitkommen können. Wir fordern ein Dresden, in dem sich auch Kinder sicher und selbständig mit dem Rad bewegen können! Maßgabe für eine sichere Fahrradinfrastruktur muss die Frage sein: Können hier Kinder alleine sicher vorankommen? Würde ich mein Kind hier allein fahren lassen?  

Zur Demo sind alle herzlich eingeladen, die zusammen mit den Kindern demonstrieren möchten.

ADFC Parking Day 2Am Freitag den 18. September von 15:00 bis 18:00 Uhr werden in der Gohliser Straße (Einmündung Wernerstraße) verschiedene Initiativen gemeinsam mit dem ADFC Dresden Park-Lücken temporär kreativ umgestalten. So wollen wir zum Verweilen und Nachdenken einladen und zeigen, wie viel wertvoller Stadtraum in Dresden durch abgestellte Autos verloren geht. Beim internationalen „Park(ing) Day“ werden in vielen Städten weltweit Freiräume geschaffen, wo normalerweise Autos stehen.

2020 08 31 Alberstrasse NeuZehn Jahre Kampf und letztlich ein gutes Ende: Die Albertstraße in der Inneren Neustadt zeigt jetzt beidseitig ihre neuen Radfahrstreifen. Die Bau- und Markierungsarbeiten dazu sind derzeit in den letzten Zügen, die Arbeiten konzentrieren sich jetzt auf die Kreuzungsbereiche am Albert- und Carolaplatz.

Ein großer Erfolg für den langen Atem des ADFC Dresden, der seit 2010 das Thema immer wieder mit zahlreichen Aktionen (Petition, Fahrraddemo) und fachlichen Argumenten im Gedächtnis gehalten hatte. Mit den Radfahrstreifen wird eine wichtige Lücke geschlossen auf der Nord-Süd-Verbindung zwischen der Neustadt und dem Dresdner Süden. Eine Maßnahme die schon seit vielen Jahren in den verschiedensten Konzepten der Stadt sich wiederfindet: Angefangen vom Radverkehrskonzept Innenstadt von 2010 über den Verkehrsentwicklungsplan 2025plus von 2014 , den Rahmenplan Innere Neustadt von 2002 bis zum Lärmaktionsplan 2017.

Während in stadtauswärtiger Richtung eine Autospur wegfällt, wird die Zweispurigkeit für den Autoverkehr in Richtung Innenstadt beibehalten. Dadurch entsteht zwischen Albertplatz und Carolaplatz ausreichend Platz für die Radfahrstreifen. In stadtauswärtiger Richtung wird der Radverkehr auch im Bereich des Albertplatzkreisels auf Radfahrstreifen geführt, nicht mehr auf gemeinsamen Geh- und Radwegen wie bisher.

Das neue Fahrgefühl gibt es schon als Video unter: https://www.facebook.com/adfc.dresden/videos/322926698980642/

Fahrradtour Foto ADFC SachsenRadfahren im Urlaub liegt im Trend. Gerade in Corona-Zeiten werden Radtouren in den Ferien – bevorzugt in Deutschland und seinen Nachbarländern - immer beliebter. Damit beim Genuss an der Bewegung in der frischen Luft und dem Erkunden der vielfältigen Kulturlandschaften nichts schief geht, hat unser Outdoor-Spezialist Friedmar Richter wichtige Tipps für den Radurlaub zusammengestellt:

Tipps für die richtige Vorbereitung

https://adfc-sachsen.de/index.php/766-richtig-vorbereitet-auf-grosse-oder-kleine-tour

Tipps für die Fahrradmitnahme mit der Bahn

https://adfc-sachsen.de/index.php/731-in-vollen-zuegen

Tipps für Radtouren in Polen und Tschechien

https://adfc-sachsen.de/index.php/774-hallo-nachbarn-radeltipps-fuer-tschechien-und-polen

Aktuelle Radverkehrszählung des ADFC Dresden untermauert Forderung nach Tempo 30

2020 07 15 Foto Zählung Glacisstr Foto ADFC Dresden kleinPressemitteilung des ADFC Dresden e.V. vom 17. Juli 2020: Die Glacisstraße in der Inneren Neustadt ist eine wichtige Verbindungsroute für den Radverkehr zwischen der Äußeren Neustadt und der Albertbrücke. Viele Radfahrer waren daher sehr verwundert, als die Stadtverwaltung Anfang April 2020 den mit einer gestrichelten Linie markierten Radschutzstreifen entfernen ließ, ohne dabei eine alternative Maßnahme zur Erhöhung der Verkehrssicherheit umzusetzen. Die Entfernung wird zwar mit dem korrekterweise zu geringen Abstand zu den Parkplätzen begründet, aber sie macht aus Sicht des ADFC die Glacisstraße weder sicherer noch bequemer für den Radverkehr.

In mehreren Antworten auf Anfragen von Stadträten zur möglichen Einführung von auch vom ADFC geforderten Tempo 30 argumentiert die Stadtverwaltung mit einer vermeintlichen Hauptstraßenfunktion für Kfz sowie mit veralteten Radverkehrszahlen vom Herbst 2012. Das veranlasste den ADFC Dresden, einmal die tatsächliche Bedeutung der Glacisstraße für den Radverkehr mit einer Zählung zu erfassen. Am vergangenen Mittwoch zählten also 24 ADFC-Mitglieder von 5 Uhr morgens bis Mitternacht in Stundenschichten in Höhe des Heinrich-Schütz-Konservatoriums das Radverkehrsaufkommen in der Glacisstraße.

glacisstr vergleich stadt adfc

„Die Zahlen der Stadt von nur insgesamt knapp 1.400 Radfahrenden pro Tag in beide Richtungen zwischen 7 und 19 Uhr entsprechen unserer Meinung nach heute in keinster Weise mehr der Realität, insbesondere wenn man die aktuellen Zahlen der städtischen Zählstellen an der Albertbrücke in Betracht zieht, die von 7 bis 19 Uhr beispielsweise am ADFC-Zähltag mit 5.216 weit mehr Radverkehr erfassen“, so Edwin Seifert, Geschäftsführer des ADFC Dresden e.V.

„Daher haben wir die Zahlen überprüft und selbst gezählt, und siehe da, wir kamen zwischen 5 und 24 Uhr trotz zeitweisem Regen auf 3.922 Radfahrende, beide Richtungen zusammengenommen. Im Vergleichszeitraum 7 bis 19 Uhr waren es allein 3.186 Radfahrinnen und Radfahrer, also mehr als das Doppelte der städtischen Zahlen von 2012. In den Spitzenstunden waren es am Morgen 401 (zwischen 8 und 9 Uhr) und in am Nachmittag 339 (zwischen 15 und 16 Uhr). Die Zahlen zeigen: Die Glacisstraße ist eine intensiv genutzte Radverkehrsverbindung.“

glacisstr stuendlich adfc

2020 07 13 Abstandskontrolle mit Wöller 2 Foto ADFC DresdenADFC Dresden 15. Juli 2020: Seit Mitte der Woche machen Aufkleber auf den Streifenwagen der Polizei Dresden auf den Mindestabstand beim Überholen von Radfahrenden aufmerksam. Außerdem führte die Polizei in Begleitung von Innenminister Roland Wöller auf der Chemnitzer Straße in Dresden Abstandskontrollen durch. Die Polizei reagiert damit auf die neuen Regel der novellierten Straßenverkehrsordnung: seit April schreibt sie einen Mindestabstand von 1,50 Metern beim Überholen von Radfahrenden vor. Außerorts beträgt der verpflichtende Abstand sogar 2,00 Meter.

Edwin Seifert, Geschäftsführer des ADFC Dresden, lobt die wichtige Aufklärungsarbeit der Polizeidirektion Dresden: „Innenminister Wöller und die Polizeidirektion Dresden haben richtig erkannt, dass zu knappe Überholvorgängen gefährlich sind. Die neuen Hinweise auf den Einsatzwagen sensibilisieren für sicheres Überholen. Die Polizei ist hier Vorbild. Dass die Polizei hier aufklärt, hatte der ADFC schon lange gefordert“, und ergänzt: „Die Dresdner Stadtverwaltung sollte hier bei ihren Fahrzeugen nachziehen und wie die Dresdner Polizei die Aufkleber unbürokratisch beim Kölner ADFC bestellen.“

4000stes Mitglied vlnr Seifert Freund Foto ADFC Dresden KleinPressemiteilung des ADFC Dresden vom 30. Juni 2020

Der ADFC Dresden ist in diesem Juni auf über 4.000 Mitglieder gewachsen und damit innerhalb der vergangenen anderhalb Jahre um 1.000 Mitglieder gewachsen. Die Fahrradlobby ist damit einer der größten eingetragenen Vereine der Landeshauptstadt. Gestern überreichten der Geschäftsführer des ADFC-Stadtverbandes Edwin Seifert sowie ADFC-Büroleiterin Barbara Baum dem 4.000sten Mitglied, der 24-jährigen Studentin Elisabeth Freund einen großen Blumenstrauß sowie nützliche Geschenke für das Radfahren, darunter eine Fahrradklingel mit einer Gravur zur 4.000sten Mitgliedschaft. Das Jubiläumsmitglied wohnt bezeichnenderweise an der Alberstraße im Herzen von Dresdens Innerer Neustadt. Freunds Zuhause liegt also an jener Innenstadtstraße, die auf hartnäckigen Druck des ADFC und nach langer, teilweise erbittert geführter Diskussion in Kürze ordentliche Fahrradstreifen erhält.

Freund, Masterstudentin an der TU Dresden im Studiengang Psychologie (Vertiefung: Kognitive Neurowissenschaften), freute sich sichtlich über die Ehrung. „Die Verkehrspsychologie, Teil meines Studiums, weckte mein Interesse an einer klugen Verkehrsplanung und allem was damit zusammenhängt. Da das Fahrrad zudem mein Hauptverkehrsmittel ist, merke ich alle Lücken und Defizite bei der Infrastruktur für den Radverkehr in Dresden sofort. Da war es für mich nur konsequent, dem ADFC beizutreten und damit die Lobbyarbeit für das Radfahren in dieser Stadt zu unterstützen“, erklärte Freund. „Außerdem wohne ich an der Alberstraße und kann live kontrollieren, ob die Stadt in diesem Sommer auch wirklich die beschlossenen Radwege zwischen Carola- und Albertplatz umsetzt.“

Demo Hueblerstr 1 Foto ADFC DresdenPressemiteilung des ADFC Dresden vom 17. Juni 2020

Die Hüblerstraße in Blasewitz zwischen Berggartenstraße und Schillerplatz ist für Radfahrende noch immer ein Ärgernis. Zwar wurde die Gegenrichtung der Einbahnstraße im Spätsommer 2019 für Radfahrende freigegeben, wofür sich der ADFC Dresden bereits seit 2004 einsetzt, doch ein durchgehender Radfahrstreifen wurde nicht eingerichtet. Stattdessen wurden zehn Parkplätze beibehalten, die den Radfahrstreifen mehrmals unterbrechen. Ein Unding angesichts der kaum ausgelasteten Tiefgarage in der Schillergalerie und gleichzeitig ein Sicherheitsrisiko für jeden Radfahrenden. Vor diesem Hintergrund demonstrierte der ADFC Dresden heute auf der Hüblerstraße mit einer Fahrraddemo für die Einrichtung eines durchgehenden und vollständigen Radfahrstreifen entlang der östlichen Seite dieses Abschnitts der Hüblerstraße.

Der Demotag war bewusst gewählt, steht doch das Thema Radweg in der Hüblerstraße auch auf der Tagesordnung des Stadtbezirksbeirates Blasewitz am Abend in der Aula des Martin-Andersen-Nexö-Gymnasiums. Dresdens Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain persönlich stellt dort die neuen Pläne des Stadtplanungsamtes für diese wichtige Radverbindung vor. Hintergrund waren berechtigte Beschwerden von Radfahrenden über die geschaffene halbgare Kompromisslösung, die für Radfahrende wie auch für den Einbahnstraßen-PKW-Verkehr unnötige Gefahrensituationen heraufbeschwört.

Demo Wormser Straße 03.06.2020Pressemitteilung des ADFC Dresden vom 3. Juni 2020 (Weltfahrradtag)
ADFC Dresden demonstrierte heute für Lückenschluss auf wichtiger Radroute in Striesen

Am Mittwochmorgen demonstrierte der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Dresden in der Wormser Straße für eine attraktive und sichere Radroute zwischen der Innenstadt, der Johannstadt und Striesen entlang der Dürer- und Wormser Straße. Die Wormser Straße ist zwischen Fetscherstraße und Huttenstraße eine Einbahnstraße, die Radfahrende nicht in die Gegenrichtung befahren dürfen. Darüber hinaus hat die Straße auf diesem Abschnitt grobes
Kopfsteinpflaster, was das Radfahren zusätzlich unattraktiv macht. Während der Kundgebung richtete der ADFC einen Radweg entgegen der Einbahnstraße ein und schloss so für kurze Zeit die Lücke im Radnetz in Richtung Johannstadt und Innenstadt. Das Stadtplanungsamt verkündete bereits 1997, diesen Missstand beheben zu wollen. Passiert ist seitdem nichts.

Nils Larsen, Mitglied im Vorstand des ADFC Dresden, zeigt sich verwundert über den Stillstand im Stadtplanungsamt: „Viele Menschen warten seit Jahrzehnten vergeblich auf eine einfache Öffnung der Einbahnstraße für den Radverkehr. Hier fahren täglich sehr viele Radfahrende einen Umweg oder müssen ihr Rad auf dem Fußweg schieben. Bei Anderen sorgen solche Netzlücken, die mit einfachsten Mitteln behoben werden könnten, dafür, gar nicht Fahrrad zu fahren.“ Der ADFC fordert, dass die Stadtverwaltung die Einbahnstraße schnell öffnet und den Bodenbelag verbessert, wie es auch das Radverkehrskonzept der Stadt Dresden vorsieht. „Wir haben mit dieser einfachen Kundgebung gezeigt, wie leicht die Wormser Straße fahrradfreundlich umgestaltet werden kann. Die Stadtverwaltung sollte jetzt endlich aus ihrem 23-jährigen Dornröschenschlaf erwachen und schnell die Straße umgestalten“ fordert Larsen.

adfc insta sharepic mobilpraemie

Durch Corona hat sich das Leben fast aller Menschen in Deutschland schlagartig verändert. Sie stehen jetzt vor der Entscheidung, wie sie ihre Mobilität nach dem Lockdown neu organisieren. Das ist eine Chance für saubere und staufreie Mobilität in den Städte und für längst überfällige Schritte im Klimaschutz. Schon jetzt werden dabei die Weichen für die kommenden Monate und Jahre gestellt: Für Dienstag ist ein "Autogipfel" mit Bundeskanzlerin Merkel und Vertretern der Autobranche angekündigt, schon Mittwoch, so der Buschfunk, will die Bundesregierung über die Abwrackprämie entscheiden.

Auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer warb in den vergangenen Wochen immer wieder für eine Autokaufprämie unabhängig von Umweltvorgaben.

2020 05 Demo KarlMarxStrPoolnudeln sorgten am Montag auf der Karl-Marx-Straße in Klotzsche eine Stunde lang dafür, dass der Autoverkehr gezwungen war, den in der StVO festgelegten Mindest-Überholabstand von 1,50 m zu Rad fahrenden einzuhalten. Die Raddemo zielte neben der konkreten Verhaltensänderung einzelner Autofahrer vor allem auf die Frage, ob die Radverkehrsinfrastruktur in Dresden überhaupt zu regelkonformem Verhalten einlädt. Überholen Autofahrer Rad fahrende auf der Karl-Marx-Straße mit dem verpflichtenden Mindestabstand, so bleibt in der Mitte der Straße nur eine Fahrgasse für jeweils ein Auto übrig. Das bedeutet faktisch: Einbahnstraßenverkehr. Genau so war es gestern, während der vom ADFC unterstützten Demonstration für sichere Radfahrbedingungen. Die Straße funktioniert im aktuellen Zustand schlicht nicht so, wie von den Verkehrsplanern vorgesehen.

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Meldungen zu Aktionen des ADFC Dresden

Dresden ist immer noch voll von Baustellen. Während der Autoverkehr bedacht wird, sollen sich Radfahrer einfach in Luft auflösen. Eine Führung durch die Baustelle oder abgesicherte Überleitungen auf die Fahrbahn gibt es so gut wie nie.

Die Unwissenheit der Bauleiter und die Ignoranz der Verantwortlichen in der Stadtverwaltung erzeugt viel Radfahr-Frust. Diese Sammlung soll zeigen, dass der Wahnsinn Methode hat und es sich nicht um zufällige Einzelfälle handelt.

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