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Zur Eindämmung der Verbreitung des Corona-Virus sagen wir unsere Veranstaltungen in nächster Zeit ab und schließen zunächst bis zum 19. April unsere Geschäftsstelle. Wir sind weiterhin telefonisch und per Mail erreichbar. Arbeitsgruppen tagen per Webkonferenz.

Die für den 22. März geplante Kinder-Fahrraddemo "Kinder auf's Rad / Platz da für die nächste Generation" verschieben wir auf einen späteren Zeitpunkt.

2020 03 05 Ampel LeipzigerEtwa 5.000 Menschen queren die Marienbrücke Tag für Tag mit dem Rad. Bisher glich die Fahrt mit dem Rad zwischen Bahnhof Neustadt und Bahnhof Mitte einem kaum zu gewinnenden Rennen gegen rote Ampeln. Am Neustädter Bahnhof gestartet, endete es zuverlässig an der übernächsten Kreuzung. Dort schaltete die Ampel für Radfahrer und Fußgänger Tag für Tag und Stunde für Stunde fünf Sekunden zu früh auf Rot (während das Licht für Straßenbahnen und Autos übrigens meist noch eine Weile grün blieb). Dann begannen für jeden auf dem Rad: Anderthalb Minuten verschwendete Lebenszeit. Tag für Tag.

kidicalMass Logo kurz subclaim rgb klein DIE DEMO WIRD VORSORGLICH VERSCHOBEN.
Den neuen Termin geben wir bekannt.

Der ADFC Dresden e.V. lädt Kinder und Erwachsene zur großen Fahrraddemo am Sonntag, den 22. März um 14:30 Uhr ein. Wir demonstrieren zusammen mit Initiativen in über 50 deutschen Städten unter dem Motto "Platz da für die nächste Generation". In Dresden fahren wir eine Runde von ca. 6 km vom Altmarkt, durch den "Wiener Tunnel" und beenden die Demo an einem Spielplatz in der Innenstadt. Das Tempo wird so gewählt, dass auch die Jüngsten selber mitkommen können.

Zur Demo sind alle herzlich eingeladen, die zusammen mit den Kindern demonstrieren möchten. Mehr Informationen gibt es später, wenn die Details mit der Versammlungsbehörde final abgestimmt sind.

KinderFahrradDemo

DIE TOUREN werden bis 19.4. VORSORGLICH ABGESAGT.

TitelDer Winter lockert seinen eisigen Griff und wie jedes Jahr organisiert der ADFC eine Menge Radtouren von kurz bis lang und gemütlich bis anspruchsvoll. Alle, egal ob Mitglied oder Gast sind eingeladen mitzukommen. Los geht es am 05.04.2020 mit dem traditionellen Anradeln. Bereits am Mittwoch dem 01.04.2020 startet auch unser beliebtes Abendradeln um 18:00 Uhr am Goldenen Reiter.

Das vollständige Programm kann man sich im Internet herunterladen oder im Terminkalender nachschlagen. Das gedruckte Programm liegt in der Geschäftsstelle aus. Wer möchte kann auch gern ein paar Exemplare mehr mitnehmen und in der Stadt auslegen.

 

SrV 2018
Grafik: Stadtplanungsamt, LH DD

Pressemitteilung des ADFC Dresden e.V. vom 7. Februar 2020

Am Donnerstagvormittag hat Dresdens Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain die Ergebnisse des Systems repräsentativer Verkehrserhebung (SrV) 2018 vorgestellt. In Dresden zeigen die Ergebnisse zwei deutliche Entwicklungen. Zum einen legen die Dresdner*innen weniger Wege mit dem Auto zurück. Zum anderen hat seit der letzten Erhebung 2013 die Zahl der Wege auf dem Fahrrad stark zugenommen. Die Untersuchung der TU Dresden zeigt, dass die Dresdner*innen 18% ihrer Wege mit dem Rad zurücklegen.

"Der Radverkehr in Dresden ist im Aufschwung. Die großen Zuwächse beim Radverkehr innerhalb weniger Jahre sind für uns ein deutliches Zeichen, dass die Leute schnell, flexibel, kostengünstig, gesund und umweltfreundlich mobil sein wollen. Kein anderer Verkehrsträger hätte einen solchen Anstieg bei geringen Investitionen leisten können. Mehr Radverkehr ist für die Stadtkasse eine sehr gute Nachricht." so Nils Larsen, Vorstandsmitglied des ADFC Dresden.

2020 01 29 PoolnudeldemoIn mehr als der Hälfte aller Überholvorgänge zwischen Autos und Fahrrädern überholt der Autofahrer erheblich knapper als mit dem erforderlichen Mindestabstand von 1,5 Meter. So verwundert es kaum, dass 80% der Dresdner angeben, regelmäßig von Autos bedrängt und behindert zu werden, wenn sie mit dem Rad unterwegs sind.

Auf der Winterbergstraße ist die Situation zwischen Gasanstaltstraße und Borthener Straße besonders gefährlich. Der Radverkehr ist zwischen parkenden und fahrenden Autos auf einem schmalen "Schutzstreifen“ eingequetscht, so wie an vielen Stellen in der Stadt. Eine sich öffnende Autotür an einer ähnlich engen Stelle in Dresden kostete im August 2018 einer Radfahrerin das Leben.

Körnerweg 2020Der Körnerweg hat eine ebene Asphaltschicht bekommen. Zwei Tage haben die Bauleute dafür benötigt, und das Ergebnis ist sehr überzeugend. Der ehemalige Stolperpfad lädt nun sehr dazu ein, benutzt zu werden!

Der Körnerweg verbindet die Dresdner Neustadt nicht nur mit Loschwitz und den weiteren rechtselbischen Stadtteilen, sondern im weiteren Verlauf über die Grundstraße auch mit Bühlau und dem Schönfelder Hochland.

Viele Menschen haben für Fahrten in die Stadt nicht nur den Weg gemieden, sondern aufgrund des katastrophalen Wegezustand gleich ganz die Fahrt mit dem Rad gemieden und nahmen stattdessen z.B. das Auto. Dabei ist die Strecke mit dem Auto über das Blaue Wunder oder die Bautzner Straße aufgrund der zahlreichen Ampeln und oft langen Staus überhaupt nicht konkurrenzfähig mit einer Fahrradfahrt über den neuen Körnerweg.

Die Baumaßnahme hat daher viel Potential für den Umstieg vom Auto aufs Fahrrad und kann u.a. das Blaue Wunder entlasten. Das war auch das ausschlaggebende Argument für die provisorische Asphaltierung, die 2019 einstimmig vom Stadtrat beschlossen wurde. Auch der ADFC kämpfte seit Jahrzehnten für eine ebene Sandstein- oder Asphaltoberfläche und veröffentliche 2014 die Broschüre "Körnerweg statt Stolperpfad" mit bis dahin vielen unbekannte Fakten.

Pressemitteilung des ADFC Dresden e.V. vom 12.01.2020 anlässlich der am 10.01.2020 umgefahrenen und getöteten Radfahrerin auf der Reicker Straße

Rasen, fehlender Schulterblick, knappes Überholen. Die Liste der Gefahren, die Radfahrenden von Autofahrenden ausgesetzt werden, ist lang. In den Jahren 2017, 2018 und 2019 starben fünf der insgesamt sechs getöteten Dresdner Radfahrer*innen nach Kollision mit einem Kraftfahrzeug (der letzte starb ohne bekannte Fremdeinwirkung). Im Fahrradklima-Test 2018 gaben 80% der Dresdner Radfahrerinnen und Radfahrer an, regelmäßig von Autofahrenden bedrängt zu werden und 75% fühlen sich gefährdet.

"Es ist fast immer eine Kombination aus hoher Geschwindigkeit des Kraftfahrzeugs, für Fußgänger und Radfahrer unsicherer Infrastruktur und Rücksichtslosigkeit/Überforderung, die tötet. Die Geschwindigkeit der Kraftfahrzeuge muss auf ein sicheres Maß reduziert werden." sagt Nils Larsen, Vorstandsmitglied im ADFC Dresden e.V.

"Der ADFC fordert Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit in der Stadt sowie ein Umdenken bei allen, die es für eine Lappalie halten, schneller als erlaubt zu fahren.

Wir fordern ein stärkeres Engagement der Polizei und viel intensivere Polizeikontrollen, die das Ziel haben müssen, die vorhandene gesellschaftliche Akzeptanz vom Rasen, knappem Überholen, gefährlichem Falschparken usw. verschwinden zu lassen. Nur mit niedrigeren Geschwindigkeiten und deutlich mehr Verantwortungsbewusstsein der Autofahrenden wird das regelmäßige und voraussehbare Töten ein Ende bekommen." so Larsen weiter.

2019 war für den ADFC ein aufregendes Jahr: Eines unserer "ewigen Projekte", die Albertstraße, wurde von einer neuen Stadtratsmehrheit gekippt und nach der Kommunalwahl von einer neuen Mehrheit aus Grünen, SPD und Linken wieder auf den Weg gebracht. Der ADFC war 2019 so oft und vielfältig auf der Straße, wie lange nicht mehr: #MehrPlatzFürsRad war 2019 unser allgegenwärtiges Kampagnenmotto. Unterdessen haben sich einige Dinge für den Radverkehr in Dresden zum Guten entwickelt:

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2019 12 11 Taufe Luise klein"Luise" heißt das neue Lastenfahrrad, das am 11. Dezember dem ADFC Dresden von Stefan Meißner (Meißner Raeder) und André Barth (Ortsamtsleiter Neustadt) übergeben wurde. Bereits ab dem 12. Dezember steht es für den kostenlosen Verleih über das Portal https://www.friedafriedrich.de zur Verfügung. Bis zu 3 Tage können registrierte Nutzerinnen und Nutzer das nunmehr fünfte Fahrrad des ADFC Dresden buchen und kostenlos nutzen. Projektfördermittel des Stadtbezirksamtes Dresden-Neustadt haben diese Neuanschaffung ermöglicht. Verleihstation  ist das Fahrradgeschäft „Meissner Raeder“ in der Louisenstraße. Dort kann das kompakte Fahrrad vom Typ Muli-Cycles nach vorheriger Buchung ausgeliehen werden. In den zusammenklappbaren Korb des nur 31kg schweren und 195cm langen Lastenrades lassen sich bis zu 70kg laden, ebenso ist der sichere Transport von bis zu 2 Kindern möglich. Ein Gepäckträger eignet sich für Fahrradtaschen, beim Lastenfahren unterstützt außerdem ein kräftiger Pendix-Tretlagermotor die Fahrenden. Viel Spaß beim Buchen und dem Transport von Weihnachtseinkäufen o. Ä.!

ILC 4638 wahlGleich an mehreren Stellen in der Stadt wurden am 6. Dezember in den frühen Morgenstunden Pendler auf dem Rad auf ihrem Weg zur Arbeit, Schule oder Uni empfangen und mit einem kleinen Schokoladennikolaus vom ADFC überrascht. Mit dabei: Probemitglieschaft beim ADFC.

Anbindung der Zwickauer Straße an die InnenstadtÜberraschend hat die Stadtverwaltung im Herbst 2019 Pläne für den Ausbau der Zwickauer Straße zu einer bis zu dreispurigen Hauptverkehrsstraße für Autos ohne durchgängig sichere Radverkehrsanlagen vorgelegt. Nicht nur der ADFC und VCD haben die Pläne in Stellungnahmen kritisiert. Auch der Stadtbezirksbeirat Plauen hat mit einem umfangreichen Änderungsantrag mit großer überparteilicher Mehrheit u.a. einen durchgängigen Radweg und Verkehrsberuhigung beschlossen. Die Stadtratsfraktionen der Grünen und der SPD haben anschließend erklärt, sich in den weiteren Beratungen für einen Radschnellweg auf der Strecke einzusetzen.

Die vorgelegte Planung scheint losgelöst von Verkehrsentwicklungsplan und Radverkehrskonzept entstanden zu sein. Es bleibt ungeklärt, wie eine sichere Radverkehrsverbindung zwischen Plauen und Innenstadt ("Plauenroute") künftig aussehen soll, denn die Pläne der Stadtverwaltung würde laut Vorlage zu einer deutlichen Kfz-Zunahme sowohl auf der Chemnitzer als auf der Zwickauer Straße führen. Auf dieser Strecke spielt noch die gefährliche und unbequeme Chemnitzer Straße eine wichtige Rolle. Der Standpunkt des ADFC ist: Bevor neue Fakten geschaffen werden, muss zwingend eine Lösung für den Radverkehr gefunden werden.

albertstrasse4707001508 b290140b86 mAm 30. Oktober hat der Stadtrat beschlossen, auf beiden Seiten der etwa 600 m langen Albertstraße Radfahrstreifen anzulegen. Damit geht eine zehnjährige Debatte um Radwege an einer der wichtigsten Stellen im Dresdner Radwegenetz dem – positiven – Ende entgegen. Während auf der nördlichen St. Petersburger Straße schon vor über 10 Jahren aus dem sechsstreifigen Querschnitt die äußeren Fahrspuren in Radfahrstreifen umgewandelt wurden und auf der südlichen Petersburger seit einigen Monaten durch das von Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain angeordnete Parkverbot die Gefahr von Dooring-Unfällen gebannt ist, so führt doch die schon vor über 15 Jahren großspurig ausgewiesene „Nord-Süd-Hauptroute“ in nördlicher Richtung am Carolaplatz unweigerlich auf einen holprigen Gehweg, den Radfahrer wohl oder übel mitbenutzen müssen.

20191021 102058 hübler2smSeit einigen Tagen ist die Hüblerstraße in Blasewitz auch in Richtung Blaues Wunder mit dem Fahrrad befahrbar. Somit kann endlich die wichtige Brückenzubringer-Straße und Hauptroute des Radverkehrs in beiden Richtungen ohne Umwege genutzt werden.

Die Freigabe von Einbahnstraßen für den Radverkehr ist seit der StVO-Änderung im Jahr 1997 einheitlich geregelt und gilt als eine ausgesprochen sichere Maßnahme zur Förderung des Radverkehrs. Der ADFC Dresden forderte seit 2004 die Freigabe der Hüblerstraße. Aus Angst vor wegfallenden Parkplätzen und wegen Änderungen an der komplexen Kreuzung Schillerplatz hat es trotzdem 15 Jahre gedauert. Erst das Radverkehrskonzept von 2017 mit Mangel 582 Hüblerstraße und der Einsatz des Baubürgermeisters Raoul Schmidt-Lamontain haben Bewegung in die Sache gebracht.

2019 09 26 BischofswegAuf dem Bischofsweg gibt es keinen Radweg. Obwohl die Straße für den Radverkehr die höchste Verkehrsbedeutung nördlich des Elberadweges in Ost-West-Richtung hat (wie der ADFC im Jahr 2017 ermittelte), müssen Radfahrende zwischen parkenden Autos, Straßenbahnschienen und überholenden Kraftfahrzeugen auf der Straße fahren. Diese widrigen Bedingungen führen dazu, dass sich mehr als die Hälfte der Radfahrenden nicht auf die Straße trauen und den Gehweg nutzen. Insgesamt passieren rund 3.000 Radfahrende den Bischofsweg pro Tag.

Aus diesem Grund gestaltete der ADFC am Donnerstag einen Abschnitt des Bischofswegs für eine halbe Stunde so um, dass der Rad-, Fuß-, Auto- und Straßenbahnverkehr die Straße sicher passieren konnte. Der Einsatz von Pollern sorgte für die räumliche Trennung des errichteten Radweges zum Autoverkehr.

FL Sharepic Klimawandel Facebook smAm 20. September 2019 ist es wieder so weit: Der internationalen "Park(ing) Day" wird in vielen Städten weltweit genutzt, um Freiräume zu schaffen, wo normalerweise Autos stehen. Gemeinsam möchte der ADFC mit anderen Initiativen Park-Lücken temporär umgestalten. So soll ein Bewusstsein geschaffen werden wie viel wertvolle Fläche durch das Abstellen von PKW in den Städten verloren geht. Diese Flächen fehlen auch für eine einladende Radverkehrsinfrastruktur.

Im Rahmen der „Europäischen Woche der Mobilität“ stehen am Freitag 20. September von 14-18 Uhr in der Clara-Zetkin-Straße in Löbtau auf Höhe der Hoffnungskirche verschiedene Stände bereit mit dem Ziel Interessierte zu informieren und zum Verweilen und Nachdenken einzuladen. Wie würden wir den Platz nutzen, wenn wir weniger Parkplätze bräuchten?

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Der ADFC Dresden sieht mit Sorge auf die dem Stadtrat vorgelegten Pläne zum Umbau der Königsbrücker Landstraße zwischen Karl-Marx-Straße und Arkonastraße. In der von der Verwaltung favorisierten Variante sollen Radfahrer mit Autos und Straßenbahn auf der Fahrbahn fahren. Abschnittsweise werden auch Schutzstreifen für Radfahrer markiert. Jedoch verleitet die geplante Aufteilung der Fahrstreifen zu knappem Überholen von Radfahrern. Im vorgesehenen Entwurf ist es der Straßenbahn gar nicht möglich, mit einem genügenden Abstand zu überholen. Dies verdeutlicht eine ADFC-Visualisierung der Pläne der Stadtverwaltung.

Am Morgen des 28. August demonstrierte der ADFC Dresden vor dem Gymnasium Cotta für sichere Schulwege. Zu diesem Zweck rollte der Fahrrad-Club einen mobilen Radweg aus, trennte diesen mit Pollern vom Autoverkehr und gestaltete so das Straßenbild für eine Stunde um. Das Gymnasium Cotta hat rund 900 Schüler, viele von ihnen fahren mit dem Rad zur Schule. Eine sichere Fahrradinfrastruktur im Umfeld der Schule gibt es jedoch nicht.

Der Zustand der meisten Schulwege ist erschütternd. Viele Kinder und Jugendliche wollen mit dem Rad zur Schule fahren. Es ist außerdem seit Jahren wissenschaftlich nachgewiesen, dass Schüler konzentrierter arbeiten, wenn sie mit dem Rad zur Schule fahren. Es ist daher sehr besorgend, wenn Eltern ihre Kinder nicht zur Schule radeln lassen können, weil keine sichere Schulwege gebaut werden. In einer Umfrage mit rund 3000 Befragten gaben im vergangenen Jahr 83% der Dresdner an, dass sie ihre Kinder nicht mit einem guten Gewissen allein mit dem Rad zur Schule fahren lassen können. 79% haben nicht das Gefühl, dass es seitens der Schulen gewünscht ist oder unterstützt wird, wenn Kinder mit dem Rad zur Schule fahren. In der Bundesrepublik legen nur 13% der Schüler ihren Schulweg mit dem Rad zurück, in den Niederlanden sind es dagegen 35%. Dafür ist es in den Niederlanden weitaus unüblicher, Kinder mit dem Auto zur Schule zu fahren. Kinder, die mit dem Rad zur Schule fahren, sind nachgewiesenermaßen gesünder und seltener übergewichtig.

frieda3JahreLastenrad „Frieda“ des ADFC feierte am 11. Juli Geburtstag

Am 11. Juli 2016 hatte das erste freie Lastenrad „ADFC Frieda“ in Dresden ihre erste Fahrt. Seit diesem Tag steht es allen Dresdnern zur kostenfreien Nutzung zur Verfügung. Die Buchung erfolgt nach einer kurzen Registrierung bequem online. In den vergangenen drei Jahren wurde „Frieda" 317 mal über insgesamt 550 Tage von 239 verschiedenen Nutzer/innen ausgeliehen. Die durchschnittliche Leihdauer beträgt 1,7 Tage. In diesem Zeitraum wurden mit dem Lastenrad Frieda unter anderem Umzüge transportiert, Großeinkäufe erledigt und Wochenendausflüge mit Kindern unternommen. Darüber hinaus befand sich "Frieda" für sechs Monate auf einer Fahrradausstellung im Dresdner Verkehrsmuseum und wurde mehrmals für mehrere Wochen an unterschiedliche Projekte verliehen. Bis zu 100 kg Zuladung können mit dem Lastenrad transportiert werden. Trotz der intensiven Nutzung ist "Frieda" immer noch in einem guten Zustand.

Auch am 11. Juli war „Frieda“ wieder im Einsatz. Die Musikgruppe Monkey and Goat hat ihre Werke auf der Hauptstraße präsentiert und den Transport der Musikinstrumente mit der „Frieda" durchgeführt. Die Gruppe nutzte zum ersten Mal ein Lastenrad des ADFC für den Transport ihrer Instrumente und fand sofort Gefallen daran. Mit einem Auto wäre der Transport der Utensilien bis in die Mitte der Hauptstraße nicht möglich gewesen.

Elberadweg Radfahrer pro Stunde 2Pressemitteilung des ADFC Dresden e.V. vom 9. Juli 2019
ADFC Dresden zeigt mit Verkehrszählung die Bedeutung des Elberadweges auf

In einer 19-stündigen Verkehrszählung am 3. Juli zählten Ehrenamtliche des ADFC rund 7000 Radfahrende auf dem Elberadweg. Die manuelle Verkehrszählung auf der Höhe des Glockenspielpavillons hatte das Ziel, eine Erfassung des Radverkehrsaufkommens in der Neustadt zu machen. Aktuell existiert nur eine städtische Dauerzählstelle auf dem Elberadweg an der Waldschlösschenbrücke. Sie zählte am 3. Juli knapp über 1800 Radfahrende.
Unsere Zählung zeigt, welche enorme Bedeutung der Elberadweg für tägliche Pendler hat“ sagt Gesa Dickert, Vorstandsmitglied im ADFC Dresden.

Elberadweg Radfahrer pro Stunde 1Bei der Zählung sei besonders aufgefallen, dass der Elberadweg im städtischen Bereich zu sehr großen Teilen von Berufspendlern und Personen auf ihren Freizeitwegen genutzt wird. Bei der Erhebung konnte auch festgestellt werden, dass es in den Morgenstunden mehr Radverkehr in die Richtung der Augustsbrücke gibt, während die Radfahrenden am Nachmittag und Abend häufiger in Richtung Pieschen fahren. Dies spricht für ein typisches Pendelverhalten, bei dem morgens in das Stadtzentrum gefahren wird und in den Nachmittagsstunden eher die Gegenrichtung genutzt wird. „Die große Bedeutung des Elberadweges für Alltagswege macht auch deutlich, wie wichtig es ist, in Ausnahmefällen wie Baustellen, dem Skiweltcup oder den Filmnächten funktionstüchtige Umleitungen zu schaffen. Dies ist vor allem im Sinne der Sicherheit“ so Dickert.

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Meldungen zu Aktionen des ADFC Dresden

Dresden ist immer noch voll von Baustellen. Während der Autoverkehr bedacht wird, sollen sich Radfahrer einfach in Luft auflösen. Eine Führung durch die Baustelle oder abgesicherte Überleitungen auf die Fahrbahn gibt es so gut wie nie.

Die Unwissenheit der Bauleiter und die Ignoranz der Verantwortlichen in der Stadtverwaltung erzeugt viel Radfahr-Frust. Diese Sammlung soll zeigen, dass der Wahnsinn Methode hat und es sich nicht um zufällige Einzelfälle handelt.

Sie haben selbst Bilder von aktuellen Baustellen, an denen Sie sich nicht wohl fühlen? Senden Sie sie uns unter Angabe von Straße, Datum und Uhrzeit der Aufnahme an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Wir veröffentlichen sie dann hier.