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Die Königsbrücker  Straße heuteDie untere Königsbrücker ist ein Sorgenkind. Der Zustand der alten Pflasterstraße ist katastrophal. Straßenbahn und Kraftverkehr behindern sich gegenseitig, die Gleise sind marode. Radfahren auf dem Großsteinpflaster ist unzumutbar. Obwohl seit Jahren geplant wird ist bis heute kein Baustart in Sicht.

Die Landesregierung und die konservativen Stadtratsfraktionen bestehen auf einem autogerechten Ausbau. Der dafür notwendige Verkehrsraum ist in dem Gründerzeitviertel nicht vorhanden. Deswegen sollen die breiten Gehwege, Vorgärten und Bäume des Stadteilzentrums geopfert werden. Radfahrstreifen waren ursprünglich gar nicht erst vorgesehen. Diese Planungen scheiterten natürlich am Widerstand der Anwohner, die nicht an einer Autobahn leben und arbeiten wollen.

Schuld daran, dass seit dem nichts passiert, hat vor allem der Freistaat, der bis heute auf einem für den Autoverkehr optimierten Ausbau besteht und die Weiterleitung von Bundesfördermitteln davon abhängig macht. Bis heute konnte kein Kompromiss gefunden werden, der dieser Maximalforderung für den Kraftverkehr gerecht wird, ohne die Belange der Anwohner, der Geschäftsleute, der Radfahrer und der Straßenbahn zu vernachlässigen.

Der ADFC begleitete alle Planungsphasen kritisch und versucht, die Position der Radfahrer zu stärken. Im Sommer 2009 organisierte der ADFC 17 Wochen lang jeden Freitag eine Fahrraddemo mit der Forderung, dass die Königsbrücker Straße schnellstmöglichst anwohner- und fahrradfreundlich saniert wird. Derzeit ist kein Geld für eine Sanierung der Königsbrücker Straße im städtischen Haushalt eingestellt.