TPL_BEEZ2_NAV_VIEW_SEARCH

TPL_BEEZ2_NAVIGATION

Im Jahr 2005 hatte der Dresdner Stadtrat beschlossen, dass Dresden ein Radverkehrskonzept bekommen soll. Eine systematische Herangehensweise an die Planung und den Bau von Radrouten, die Ausschilderung eines Netzes und die systematische Beseitigung von Schachstellen - in anderen Städten ist das normal - in Dresden sollte es nun endlich losgehen. Doch das Konzept stand auf der Prioritätenliste sehr lange ganz unten.

2007 wurde dem ADFC ein Entwurf des Konzepts gezeigt, jedoch mit fachlichen Mängeln. Die geplanten Routen des Radkonzepts greifen oft zu kurz: Eine Entmischung von Rad- und Fußverkehr findet kaum statt, Konflikte sind vorprogrammiert.

Auch macht das Konzept keine Verbesserungsvorschläge für die zahlreichen für Radfahrer gefährlichen Kreuzungen in der Innenstadt. Mehr dazu können Sie lesen in der ausführlichen Stellungnahme des ADFC zum Radverkehrskonzept Innenstadt (s.u.). Der ADFC hat bereits 2007 auf diese gravierenden Mängel hingewiesen.

Der Stadtrat hatte im März 2005 auch beschlossen, dass im Radverkehrskonzept Vorschläge für Fahrradparkplätze (Ist-Zustand, Bedarf, Prioritätenliste) und Standards für Radverkehrsanlagen erarbeitet werden sollen. Beides kommt im jetzt vorgelegten Konzept nicht vor.

Dennoch: Sehr viele der aufgelisteten Maßnahmen sind dringend nötig. Nun müssen konkrete Investitionen folgen. Der ADFC Dresden hofft, dass der Stadtrat das Konzept nicht im Giftschrank verschwinden lässt, sondern es durch gezielte Investitionen mit Leben erfüllt. Außerdem ist jetzt der Zeitpunkt, ein Konzept für das gesamte Stadtgebiet zu erarbeiten und die Änderungen der StVO-Novelle einzuarbeiten. Auch das hat der Stadtrat schon 2005 beschlossen.