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Am zweiten Septemberwochenende (7. - 9. September) bietet der ADFC Dresden eine 3-tägige Radtour ins Neißetal zwischen Zittau und Bad Muskau an.

Es gibt noch wenige freie Plätze. Melden Sie sich jetzt an, entweder per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder per Anruf in der Geschäftsstelle des ADFC Dresden (0351 - 501 39 15).

Sechs Monate ist es her, seit die Stadt die „kleine Albertbrücke“ für den Fuß- und Radverkehr freigegeben hat. Schwere Planungsmängel wurden schon zur Eröffnung deutlich, als Radfahrer auf dem winterglatten Holzbelag stürzten. Die Stadt wies damals alle Schuld von sich und behauptete, alles wäre nach den Regeln der Technik geplant und gebaut worden – was ob neuerlich aufgetretener Schäden immer weniger einleuchtet. Balken biegen sich, Nägel werden locker und die Oberfläche wird holpriger. Dass es von insgesamt 2700 Balken bei den nur 25 bleiben wird, die nun bereits ausgetauscht wurden, ist stark zu bezweifeln. Die Brücke hat immerhin erst ein Achtel ihrer geplanten Lebenszeit hinter sich und vielleicht muss sie wegen Bauverzug noch länger halten.

Seit 2005 ist die Zahl der Radfahrer auf der Brücke um über die Hälfte angewachsen. „Die Albertbrücke ist bei täglich 10.000 Radfahrern mit Abstand die bedeutendste Brücke für Dresdens Radverkehr, Tendenz steigend“, sagt Franz-Richard Kunze, Redakteur der Zeitschrift des ADFC Sachsen Reflektor. „Ob die Stadt hier an der falschen Stelle gespart hat?“

In den letzten Monaten wurde die Radverkehrspolitik in Dresden durch ein Bicycle Policy Audit (BYPAD) untersucht. BYPAD dient der Evaluierung und Qualitätsverbesserung kommunaler Radverkehrspolitik und wurde bislang in ca. 140 Städten bzw. Regionen in 21 Ländern Europas angewendet. Erreichbar ist eine Benotung auf einem Level zwischen 1 und 4. Dresden hat eine Bewertung von 2,3 erhalten. Die Level bedeuten im Einzelnen:

Nachtrag: Der durchaus kritische und detaillierte BYPAD-Abschlussbericht steht inzwischen auf der Webseite der Stadt Dresden.

Nächsten Dienstag ab 19 Uhr trifft sich wieder der ADFC-Stammtisch. Ob Fahrradkurier, Alltagsradler oder Radsportler: Jeder ist eingeladen, am Fahrradstammtisch über alles, was mit Fahrrädern zu tun hat (und alles andere natürlich auch) zu quasseln.

Diesmal trifft sich der Stammtisch im Stilbruch, Böhmische Str. 30.

Auch dieses Jahr wird am Elberadweg einiges passieren: Unterhalb der Carolabrücke soll der Radweg auf Altstädter Seite über den bisherigen Parkplatz geführt werden, auch ein Teilstück unter dem Blauen Wunder könnte dieses Jahr fertig werden. Und für den Bau eines linkselbischen Parallelwegs zwischen Albertbrücke und Blauem Wunder ist immerhin Geld im städtischen Haushalt eingestellt. Wann es losgeht, ist bislang noch unklar. Am Ballhaus Watzke in Pieschen sind die Bauarbeiten dagegen bereits abgeschlossen.

Doch an vielen Stellen besteht noch Nachholbedarf: Bis mindestens 2014 wird das marode Großpflaster auf dem Körnerweg Radfahrer durchschütteln. Auch die Verlängerung des Weges in Richtung Pillnitz wird wohl noch länger auf sich warten lassen. Schließlich fehlt zwischen der Niederwarthaer Brücke und dem Dresdner Ortsausgang auf der linken Elbseite ein Stück Radweg Richtung Meißen, weshalb die Nutzer des Elbradwegs im Moment auf die B6 ausweichen. Ganz zu schweigen von der erheblichen Lücke des rechtselbischen Wegs zwischen Altmickten und Kaditz.

Und auch die Elbbrücken sind bisher nur an einigen Punkten an den Elberadweg angebunden. An der Marienbrücke fehlt eine Anbindung völlig, an der Augustusbrücke ist sie nicht legal nutzbar (Gehwege) und die Albertbrücke wird auch nach ihrer Sanierung nur auf der Neustädter Seite an den Elbradweg angeschlossen sein.

Aber nicht nur bauliche Mängel muss Politik und Verwaltung beheben. Die Filmnächte durften Radfahrer letztes Jahr erstmals während Veranstaltungen auf dem Elbradweg durchqueren. Ob das auch nach einer neuen Ausschreibung der Filmnächte so bleibt, ist keineswegs sicher.

Man kennt das: Eine rote Ampel, man will rechts abbiegen, doch weil ein Grünpfeil für den Autoverkehr zu gefährlich wäre, oder Autos nicht rechts abbiegen dürfen, müssen auch Radfahrer warten, bis es wieder grün ist. An vielen Stellen eigentlich sinnlos. Beispiele? Vom Külzring nach rechts in die Wallstraße, von der Könneritzstraße nach rechts in die Schweriner oder von der Freiberger nach rechts in die Hertha-Lindner-Straße.

In Frankreich dürfen an ausgewählten Kreuzungen Radfahrer bei Rot fahren. Sogar geradeaus. Einzige Einschränkung: Fahrzeugen und Fußgängern, die grün haben, muss natürlich die Vorfahrt gewährt und, wenn nötig, gestoppt werden. Die Maßnahme ist ein Schritt zur Förderung des Radverkehrs und dient ausdrücklich dazu, die Verkehrssicherheit und Regelakzeptanz von Radfahrern zu erhöhen. Radfahrer werden oft an Ampeln im Toten Winkel das Opfer abbiegender Autos. In den Niederlanden und mehreren französischen Städten war zuvor testweise die Grünpfeil-Regelung eingeführt worden - mit positiven Ergebnissen.

Eine ähnliche Regelung gibt es in Leipzig. Dort befindet sich an der Nürnberger Straße eine Ampel für Radfahrer mit grünem Pfeil, der ausschließlich für Radfahrer gilt. Wann kommen solche cleveren Regelungen auch nach Dresden?

Die Berliner Polizei hat's verstanden. Es muss mehr für die Sicherheit von Radfahrern getan werden. Und zwar in einer Weise, die tatsächlich zur Verringerung der Unfallzahlen beiträgt, indem bei den bedeutendsten Unfallursachen angesetzt wird statt bei denen, die am einfachsten zu kontrollieren sind. Vor allem unaufmerksames Abbiegen von Kraftfahrern, die Hauptursache von schweren Radverkehrsunfällen, will die Berliner Polizei stärker verfolgen. Auch das Parken auf Radwegen und in der zweiten Reihe sollen nicht weiter als Kavaliersdelikt betrachtet werden. "Jeder Polizist soll jedes parkende Auto auf einer Radspur aufschreiben", schreibt der Tagesspiegel.

Auf Lichtkontrollen an Fahrrädern will man hingegen weitgehend verzichten. Denn ein Blick in die Unfallstatistik zeigt, dass defektes oder fehlendes Licht in deutlich weniger als 1% der Fahrradunfälle eine Rolle spielen. Auch ist seit Jahren bekannt, dass die meisten Radfahrer verletzt werden, wenn sie Vorfahrt haben oder auf Grün vertrauen. Und darum ist es mehr als angebracht, dass die Polizei auch in anderen Städten die Prioritäten bei Verkehrskontrollen neu justiert.

Der ADFC Dresden ist zuversichtlich, dass auch Dresden dem Berliner Beispiel folgen wird. Die Fahrradstaffel der Dresdner Polizei sollte die schlimmsten Gefahrenstellen für Radfahrer inzwischen kennen und in der Lage sein, an diesen gezielt für mehr Sicherheit zu sorgen. Auch wenn die Unfallszahlen langsamer steigen als die Anzahl der Rad fahrenden Menschen und somit für den einzelnen Radfahrer das Risiko sinkt, ist jeder Verletzte einer zuviel. Und wenn der Radverkehr noch sicherer wird, steigen auch mehr Menschen aufs Rad um - ein Gewinn für alle. Mehr Radverkehr bedeutet mehr Lebensqualität und weniger Stau auf Dresdner Straßen.

kopenhagenDie Landeshaupstadt Dresden will mehr für Radfahrer tun. Laut Tagespresse vom 28.3.2012 stehen Erhöhung der Sicherheit, das Schaffen von mehr und besseren Abstellmöglichkeiten sowie die Förderung von Leihsystemen auf dem Programm.

Das ist gut für alle Bürger. Jeder geradelte Kilometer bringt finanzielle Vorteile für die Gesellschaft. Allein die gesundheitlichen Auswirkungen durch die Bewegung sorgen dafür, dass die Krankenkassen spürbar entlastet werden. Nach einer Studie der Universität Wien leben Menschen, die für ihre täglichen Wege vom Auto auf das Fahrrad umsteigen, deutlich länger. Das vorhandene Unfallrisiko wird um ein Vielfaches durch bessere Fitness ausgeglichen.

Aber auch die, die auf das Auto angewiesen sind, haben Vorteile, wenn mehr geradelt wird. Mehr Radverkehr führt zu weniger Autoverkehr und somit zu weniger Stau. Fahrräder benötigen keine Autoparkplätze, sorgen also auch hier für eine Entspannung.

Der Hauptgrund für die zunehmende Nutzung des Zweirades bei vielen Dresdnern dürfte aber einfach bei ganz egoistischen Gründen liegen. "Man ist in der Stadt einfach schnell und bequem unterwegs. Man muss keinen Parkplatz suchen und spart Benzingeld." so Konrad Krause. "Das Fahrrad ist einfach das beste Verkehrsmittel für die Stadt."

Die Albertbrücke ist die Brücke mit dem meisten Radverkehr in Dresden. Etwa 10.000 Radfahrer queren hier täglich die Elbe. In naher Zukunft soll die Brücke saniert werden und das ist auch höchste Zeit. Nicht nur Bauschäden machen ihr zu schaffen, auch die Bedingungen für Radfahrer und Fußgänger sind suboptimal. Aber auch in der Neuplanung der Albertbrücke wurden grundlegende Probleme nicht angepackt: Es gibt keine Abbiegespur in die Glacistraße, die Anbindung an den Elberadweg bleibt auf der Altstädter Seite mangelhaft und der Radweg ist vom Gehweg nicht baulich getrennt - Konflikte zwischen Fugängern und Radfahrern sind vorprogrammiert.

Nachdem die Hinweise des ADFC zur Planung der Albertbrücke im Vorfeld der Planungen leider ignoriert wurden, hat sie der Fahrradclub nun im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens erneut eingebracht.

Damit Menschen vom Auto auf das Fahrrad umsteigen, legen sie - noch vor besseren Radwegen - Wert auf sichere Fahrradstellplätze (siehe ADFC - Fahrrad-Monitor 2011 (pdf), S. 37). Auch in Dresden mangelt es noch an Möglichkeiten, das Fahrrad abzustellen.

Zwar hat die Stadt in den letzten Monaten an einigen Stellen neue Fahrradbügel aufgestellt, es bleibt aber noch viel zu tun und zwar nicht nur an den Bahnhöfen. Der Bedarf ist riesig. Schon seit langem fehlen beispielsweise am World Trade Center Fahrradparkplätze. Statt der großen Nachfrage gerecht zu werden, wurden im Jahr 2011 dort sogar welche weggenommen. Verbesserungen sind nicht in Sicht. Auch Supermärkte bekommen in Dresden selbst dann eine Baugenehmigung, wenn sie zu wenige und minderwertige Fahrradständer aufstellen.

Aus internen Kreisen hört man, dass es für Hausbesitzer nicht leicht ist, Fahrradbügel im öffentlichen Raum - beispielsweise vor Geschäften oder Wohnhäusern mit hoher Fahrradnutzung - aufzustellen. Wir bleiben dran und hoffen auf Besserung. Einen kleinen Beitrag kann jeder leisten, indem er bei der Stadt seinen Bedarf anmeldet.

Die Deutsche Bahn lässt im Service für ihre Kunden weiter nach. Zum 1. März 2012 wurde nun das Gepäckcenter am Hauptbahnhof geschlossen. Dort bestand für ca. 50€ pro Jahr die Möglichkeit, sein Rad witterungsgeschützt und vandalismussicher unterzubringen. Für Pendler war das wirklich ein Segen: Sie konnten mit der Bahn nach Dresden fahren und sich dann mit ihrem Rad flexibel durch die Stadt bewegen. Martin Ritscher, der aus Bautzen kommt und in Dresden arbeitet sagt: "Ab heute Nacht steht mein Rad nun also wieder draußen und ich reise jeden Morgen aus Bautzen mit der Unsicherheit an, ob nicht irgendwelche Idioten ihm wieder einmal Schaden zufügt haben."

Schon seit Jahren wird immer wieder mal erwogen, an den beiden großen Bahnhöfen Fahrradstationen einzurichten. Die vielen Fahrräder vor den Bahnhofsgebäuden und Erfahrungen aus anderen Städten deuten darauf hin, dass man so etwas in Dresden gut betreiben könnte. Nun also einen Schritt zurück: Ritschers Kollegen, die aus der Ferne anreisen und ein Rad am Hauptbahnhof stehen haben, sind schon öfter Opfer von Vandalismus oder Diebstahl geworden.

albertbr-sachsenpl1_klalbertbr-neustadt_klMit über 9000 Radfahrern pro Tag ist die Albertbrücke die wichtigste Brücke für Radfahrer in Dresden. Aber auch nach der Sanierung wird sie keine komfortable und sichere Verbindung für Radfahrer sein. Die derzeit ausgelegten Planfeststellungsunterlagen zeigen eine Reihe von Mängeln.

albertbr-sachsenpl2_klLeider war es der Verwaltung nicht möglich, die Unterlagen auch im Internet bereitzustellen, wie das bei vergleichbaren Projekten sonst passiert. Damit sich noch was verbessert, ist es notwendig, dass viele Menschen eine eigene Stellungnahme zur Sanierung der Albertbrücke schreiben. Damit das einfacher geht, veröffentlichen wir hier die abfotografierten Planungsunterlagen.

Entgegen der Meinung mancher Stadträte und der Stadtverwaltung in Dresden führt das Befahren von Einbahnstraßen in Gegenrichtung für Radfahrer zu weniger Unfällen. Bereits seit 1997 besteht die Möglichkeit in der Straßenverkehrsordnung, Einbahnstraßen für Radfahrer in die Gegenrichtung zu öffnen. Die seitdem gemachten positiven Erfahrungen deutschlandweit haben sogar dazu geführt, dass die Vorraussetzungen für die Freigabe 2009 weiter vereinfacht wurden. Seitdem gibt es bei den meisten Einbahnstraßen keinen Grund, den Radverkehr zu blockieren.

"Würde die Verwaltung die StVO korrekt auslegen, müssten fast alle Einbahnstraßen in 30er-Zonen für Radfahrer in beiden Richtungen befahrbar sein. Da Verbote für den fließenden Verkehr nur bei zwingenden Gründen zulässig sind, ist es 15 Jahre nach der Änderung der StVO höchste Zeit, diese flächendeckend umzusetzen. Ein Auftrag des Stadtrates wäre dazu eigentlich nicht nötig." sagt Konrad Krause, Sprecher des ADFC Dresden.

Zur Mitgliederversammlung am 8. Februar hat der ADFC Dresden einen neuen Vorstand gewählt. Anne Jubeh (26), Nicole Matthies (28), Konrad Krause (29) und Dirk Spitzner (28) werden den Verein für die nächsten zwei Jahre leiten.

Der ADFC Dresden ist mit 1200 Mitgliedern der stärkste Kreisverband in Ostdeutschland. Im Jahr 2011 sind 200 neue Mitglieder hinzugekommen. Zur Mitgliederversammlung wurde ebenso eine Arbeitsgruppe gegründet, die einen Radweg Dresden-Berlin voranbringt. Interessenten - auch für andere Arbeitsgruppen - können sich gern beim ADFC melden.

Nach der Sanierung der Altenberger Straße hat die Stadt hier erfreulicherweise einen recht breiten (etwa 1,75m) Radstreifen eingerichtet. Leider nehmen das die Autofahrer nicht zur Kenntnis und beparken ihn. Es wird ihnen aber auch nicht einfach gemacht: Fahrradpiktogramme auf dem Asphalt fehlen völlig.

Schade, dass erst viel Geld für eine gute Fahrbahn ausgegeben wird und dann an ein paar Piktogrammen auf der Fahrbahn gespart werden muss. Der ADFC Dresden ist dran.


Neue Bügel am Arnholdbad

Im Januar 2012 wurden 75 neue Fahrradbügel am Georg-Arnhold-Bad aufgebaut. Damit wird es den vielen Dresdnern endlich leichter gemacht die die schöne Tätigkeit Schwimmen gern mit der schönen Tätigkeit Radfahren kombinieren. Klasse!

(Dass kein geparktes Fahrrad auf dem Bild zu sehen ist, liegt nicht daran, dass die Bügel keiner brauchen würde, sondern an der etwas fahrradunfreundlichen Temperatur von ca. -20°C... und dass sie auf dem Foto gerade ganz frisch eingegraben sind)

Die Hansestadt Hamburg will über eine Bundesratsinitiative die Helmpflicht für Kinder einführen. Ein Antrag in der Hamburger Bürgerschaft wurde von der dortigen CDU-Fraktion gestellt. Die Hamburger SPD signalisiert bereits Zustimmung. Innensenator Michael Neumann (SPD): “Für Kinder befürworte ich die generelle Helmpflicht uneingeschränkt."

In seinem Blog Zukunft Mobilität geht der Dresdner Verkehrswirtschaftler Martin Randeloff auf diesen Antrag ein und stellt fest, dass die Altersgruppe 0-18 Jahre im Straßenverkehr besonders selten in tödliche Unfälle verwickelt ist. Besonders gefährdet sind hingegen 18-25jährige Verkehrsteilnehmer und solche über 75 Jahre. Weiterhin schreibt Randeloff:

Von den im Jahr 2010 getöteten Kindern verloren 49 und damit fast die Hälfte der Kinder als Mitfahrer in einem Pkw ihr Leben. [...] Gegenüber dem Vorjahr sind vor allem mehr Kinder in einem Auto zu Tode gekommen (+32%), davon betroffen waren vor allem die jüngeren Kinder bis neun Jahre (+67%). Aber auch als Fußgänger starben mehr Kinder als im Jahr 2009 (+22%). Dagegen verunglückten weniger Kinder als im Jahr 2009 mit ihren Fahrrädern tödlich (–17%).

Was also außer reiner Populismus ist eine solch fragwürdige Initiative?

Im letzten Jahr ist für Radfahrer einiges passiert. Wir haben mal eine Liste aufgestellt, was besser und was schlechter geworden ist. Fangen wir an mit den negativen Entwicklungen:

Aber es gibt nicht nur Hiobsbotschaften. Denn manches hat sich (auch durch unsere Arbeit) verbessert:

Diese Positivbeispiele zeigen: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Wenn sich für einen gesunden, platzsparenden und stadtverträglichen Verkehr endlich dauerhafte Mehrheiten im Stadtrat finden, könnte aus der Landeshauptstadt schnell eine vollwertige Fahrradstadt werden. Ansonsten sind die Voraussetzungen dafür nämlich vorhanden.

Und eine wichtige Voraussetzung, dass sich in Dresden die politischen Mehrheiten Richtung Fahrradstadt ändern ist ein starker und aktiver ADFC. Vom Radweg Dresden - Berlin über den Kampf für eine fahrradfreundliche Königsbrücker Straße bis hin zu einem verbesserten Angebot an Radtouren: Es gäbe noch x Projekte, für die wir noch Helfer suchen und viele Ideen, die uns noch nicht gekommen sind. Um dem Erfolg des ADFC in Dresden etwas nachhelfen, brauchen wir mehr Aktive und, so platt das auch klingen mag: Auch etwas mehr Geld.

Der Dresden-Newsletter teilt unter der Überschrift "Winterdienst ist gut gerüstet" mit:

Der städtische Winterdienst ist heute mit 50 Arbeitskräften und 40 Streufahrzeugen einsatzbereit. In den Morgenstunden wurden bereits Kontrollfahrten, vor allem in den Höhenlagen und an Gefällestrecken der Hauptstraßen, realisiert. Dort wurde nach Bedarf gestreut. Sollte es im Laufe des Tages zu Schneefall im Stadtgebiet kommen, wird der Winterdienst dann auch hier unterwegs sein.

Diese Meldung des städtischen Presseamtes ist wohl eher ein schlechter Witz. Bei Schneefall wird in Dresden fast kein Meter Radweg geräumt. Auf ein Schreiben des ADFC antwortete die Stadt: "Eine generell schneefreie Piste kann unter winterlichen Wetterverhältnissen generell nicht gefordert werden" und: "Die Beräumung des Elbradwegs erfolgt nicht, da selbstständige Radwege nicht betreut werden". Das ist auch kein Wunder, denn Dresden verfügt auch nicht über Räumfahrzeuge für Radwege.

Der ADFC Dresden wird sich weiterhin bemühen, dass man in Dresden auch im Winter radfahren kann, so wie das in anderen Städten auch kein Problem ist. Wir wünschen Ihnen sturzfreie und angenehme Weihnachtsfeiertage.

CIMG1746Der ADFC-Infoladen auf den Bichofsweg 38 bleibt  vom 22. Dez. 2011 bis zum 3. Jan. 2012 geschlossen. Am Mittwoch, 21. Dezember besteht zwischen 15 und 19 Uhr für Kurzentschlossene die letzte Möglichkeit, in unserm Laden noch fahrradspezifische Literatur, eine Geschenkmitgliedschaft im ADFC oder andere Weihnachtsgeschenke mit Bezug zum Fahrrad zu kaufen.

Wir wünschen allen Radfahrern ein besinnliches Weihnachtsfest und ein gesundes neues Jahr 2012!

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Meldungen zu Aktionen des ADFC Dresden

Dresden ist immer noch voll von Baustellen. Während der Autoverkehr bedacht wird, sollen sich Radfahrer einfach in Luft auflösen. Eine Führung durch die Baustelle oder abgesicherte Überleitungen auf die Fahrbahn gibt es so gut wie nie.

Die Unwissenheit der Bauleiter und die Ignoranz der Verantwortlichen in der Stadtverwaltung erzeugt viel Radfahr-Frust. Diese Sammlung soll zeigen, dass der Wahnsinn Methode hat und es sich nicht um zufällige Einzelfälle handelt.

Sie haben selbst Bilder von aktuellen Baustellen, an denen Sie sich nicht wohl fühlen? Senden Sie sie uns unter Angabe von Straße, Datum und Uhrzeit der Aufnahme an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Wir veröffentlichen sie dann hier.

Hier sammeln wir Zeitungsbeiträge, die zum Thema Radfahren in den lokalen Online-Zeitungen erschienen sind.