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Beim heute in Berlin vorgestellten Fahrradklima-Test des ADFC landete Dresden erneut nur auf Platz 20 der fahrradfreundlichsten Städte vergleichbarer Größe. 1343 Dresdner und Dresdnerinnen hatten an der bundesweiten Befragung teilgenommen. Unzufrieden sind Dresdens Radfahrerende vor allem mit dem Winterdienst auf Radwegen, der Radverkehrs-Führung an Baustellen und der großzügigen Duldung von Falschparkern auf Radwegen. Lichtblicke gab es dagegen bei der guten Erreichbarkeit des Stadtzentrums, dem öffentlichen Fahrradverleihsystem und der Wahrnehmung, dass alle Fahrrad fahren egal, ob alt oder jung.

Nils Larsen, Vorstandsmitglied des ADFC Dresden, sagt: "Fahrradfreundlichkeit ist ein guter Gradmesser für die Lebensqualität in einer Stadt – deshalb macht es uns Sorgen, dass sich die Dresdner auf dem Rad nicht wohler fühlen. Der Fahrradklima-Test zeigt für andere Städte, wie z.B. Augsburg, dass kontinuierliche Radverkehrsförderung auch honoriert wird und sich in einem guten Verkehrsklima niederschlägt. Schon mit kleineren Maßnahmen ließe sich die Situation deutlich verbessern, z.B. durch Winterdienst für Radwege oder radfahrerfreundliche Lösungen an Baustellen. Wenn Dresden will, dass mehr Menschen aufs Rad steigen und damit etwas Gutes für sich selbst und die Stadt tun, dann muss mehr getan werden als nur von Radverkehrsförderung zu reden. Der ADFC steht mit Fachwissen als Dialogpartner bereit."

Dresden liegt bundesweit auf Platz 20 in der Kategorie der Städte mit über 200.000 Einwohner. Im Durchschnitt geben die Dresdner die Note 3,9 (befriedigend) für die Fahrradfreundlichkeit.

"Von 2012 bis 2014 rückte Dresden nur von Platz 21 auf Platz 20, während Augsburg von Platz 32 auf Platz 22 enorm aufstieg. Nicht ohne Grund, denn in Augsburg wird seit 2012 im Rahmen des Projekts
Fahrradstadt 2020 systematisch in bessere Bedingungen für Radfahrer investiert. Das will der ADFC auch in Dresden." so Larsen weiter.

Mehrere Teilnehmer aus Dresden merkten kritisch an, dass in jüngster Zeit kaum etwas für den Radverkehr getan wurde. Die Mehrzahl sagt, dass man als Radfahrer nicht ernst genommen wird.Über 100.000 Teilnehmer bundesweit. Der ADFC-Fahrradklima-Test ist die größte Befragung zum Radfahrklima weltweit und wurde im Herbst 2014 zum sechsten Mal durchgeführt. Er wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur im Rahmen des Nationalen Radverkehrsplans gefördert. Über 100.000 Menschen stimmten bundesweit ab – eine Steigerung von 25 Prozent gegenüber dem letzten Test im Jahr 2012. Die Zunahme führt der ADFC auf das wachsende Interesse am Thema Fahrrad und Radverkehr zurück. Die bundesweiten Ergebnisse wurden heute in Berlin vorgestellt.