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Fahrradstellplätze im CityNightLine-WagenDie Deutsche Bahn reduziert ihr Angebot an CityNightLine-Nachtzügen drastisch und erschwert damit die Fahrradmitnahme von Dresden nach Niederlanden und Frankreich und umgekehrt. Ab dem 14. Oktober können die Folgen der Zugstreichungen zum Fahrplanwechsel am 14. Dezember auf http://www.bahn.de eingesehen werden. Der ADFC Dresden kritisiert diesen Schritt als eine deutliche Verschlechterung auch für Radurlauber.

 

"Das Nachtzug-Angebot ist für Radreisende oft die einzige Möglichkeit, bequem eine große Entfernung zurückzulegen. Noch sind Amsterdam und Utrecht mit dem Nachtzug von Dresden direkt erreichbar und alle anderen Urlaubsregionen in den Niederlanden mit nur einem Umstieg. Auch nach Paris kommt man bisher mit nur einem Umstieg im Nachtzug", so Nils Larsen, Vorstandsmitglied im ADFC Dresden.
 
"Nach dem Fahrplanwechsel in Dezember sind diese Regionen für Fahrradurlauber nur noch mit drei bis fünf Umstiegen oder überhaupt nicht mehr zu erreichen. Radtouristen, die ihre Reise in Dresden beginnen, müssten sich andere Reiseziele aussuchen oder auf weniger nachhaltige Urlaubsformen ohne Fahrrad wechseln." Die Niederlande sind eines der wichtigen Reiseziele für Radurlauber.
 
Aus der Hoffnung mancher, dass die Bahn die bestehende direkte Nachtzugverbindung zwischen Dresden und Kopenhagen mit einem Fahrradwagen ausstatten würde, wird indes nichts: Auch diese Verbindung fällt aus dem Fahrplan. Bestehen bleibt vorerst der Nachtzug mit Fahrradmitnahme von Dresden nach Freiburg im Breisgau und Zürich.
 
Die Deutsche Bahn begründet die Zugstreichungen mit der angeblichen Unwirtschaftlichtkeit der Nachtzüge. Der ADFC Dresden fordert von der Politik, Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Mobilität zu schaffen. Dazu gehört, dass Menschen auch ohne ein Auto in Urlaub fahren können.
 
"Insbesondere müsste der Freistaat Sachsen handeln, denn wenn die nachtzugreisenden Radtouristen aus den Niederlanden und Frankreich fehlen, ist das eine Bedrohung von die Tourismusbranche in Dresden, entlang der Elbe und in der Lausitz."