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altDie Stadt kappt die wichtige Radroute von der Glacisstraße auf die "kleine" Albertbrücke. Seit dem Beginn der Sanierung der Albertbrücke am Montag besteht keine legale Möglichkeit mehr, mit dem Rad von der Neustadt kommend auf die Behelfsbrücke zu fahren. Täglich nutzen die Brücke etwa 10.000 Dresdner mit dem Rad.

Ein Großteil der Radfahrer sucht sich nun einen Weg über den Gehweg zwischen Glacisstraße und Brücke, der als einzige Verbindung übrig geblieben ist. Der Gehweg ist äußerst schmal, Konflikte und Stauungen sind die Folge. "Natürlich geht so eine Brückensanierung nicht ohne Einschränkungen einher. Die Stadt geht allerdings mit den Einschränkungen für Radfahrer etwas zu weit. Es muss doch möglich sein, den Baustellenablauf so zu organisieren, dass Radfahrer hier wenigstens legal durchkommen. Genügend Platz für Radfahrer ist angesichts der gesperrten Autospuren ja eigentlich da. Ganz offensichtlich wurde der Radverkehr bei der Planung der Baustelle einfach vergessen, während es in der Pressemitteilung der Stadt heißt, es gäbe für diesen keine Einschränkungen." sagt Dirk Spitzner, Vorstand im Dresdner ADFC.

 

"Es beklagen sich allenthalben Politiker und Polizisten über Radfahrer, die gegen Verkehrsregeln verstoßen. Sicher würde es helfen, zunächst eine Infrastruktur zur Verfügung zu stellen, die es ermöglicht, mit dem Rad legal und auf direktem Weg durch den Verkehr zu kommen."

Der ADFC fordert eine schnelle Änderung dieser absurden Situation und wird Kontakt zum Straßen- und Tiefbauamt aufnehmen mit dem Ziel, in die Planung der Umleitungen während der Brückenbauarbeiten in Zukunft besser eingebunden zu werden. "Das wäre eigentlich die Arbeit der städtischen Ämter. Der ADFC wurde leider in die Planungen bisher nicht eingebunden. Angesichts der willkürlichen Sperrungen scheint aber auch die städtische Radverkehrsbeauftragte keiner gefragt zu haben."