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altWeil die Stadt die Sicherheit der Albertbrücke nicht mehr gewährleisten kann, wenn Autos die beiden äußeren Fahrspuren des Bauwerks passieren, wurden diese heute vormittag gesperrt. Der Kraftverkehr ist auf die beiden  inneren Fahrspuren beschränkt. Zwischen 2009 und 2011 konnten Radfahrer komfortable Radwege im Bereich der nun gesperrten Spuren befahren. Seit 2011 ist das Radfahren auf der Albertbrücke jedoch verboten, Radfahrer müssen eine parallele Brücke passieren. Stets wurden die damit verbundenen Einschränkungen an Sicherheit und Komfort mit dem baldigen Baustart der Brücke begründet.

Dazu sagt Konrad Krause, Sprecher des ADFC Dresden: "Die Stadt muss endlich mit der Sanierung der Albertbrücke anfangen. Die Situation für Radfahrer auf der Behelfsbrücke ist alles andere als sicher und komfortabel. Nach der Sperrung der äußeren Fahrspuren fragt man sich, warum die Stadt die Asphaltradwege auf der Albertbrücke wieder abgerissen hat, obwohl auch heute noch kein Termin für den Baustart an der Brücke steht." Die Witterung setzt der Behelfsbrücke stark zu. Ein großer Teil der Holzbohlen auf der Brückenfahrbahn musste bereits gewechselt werden.

"Eine neue Dresdner Brückendiskussion und jahrelange parteipolitische Scharmützel würde die Behelfsbrücke nicht überleben. Die von Teilen des Stadtrates und der Oberbürgermeisterin herbeigeführten Verzögerungen sorgen nicht nur bei Autofahrern und Straßenbahngästen für Frust. Sie beeinträchtigen auch das sichere Vorankommen des Radverkehrs." Der ADFC hatte im letzten Herbst ermittelt, dass die Brücke täglich von 10.000 Radfahrern genutzt wird. Sie ist mit Abstand die wichtigste Dresdner Elbquerung für den Radverkehr.

Der bei Regen und Tau spiegelglatte Holzbelag der Behelfsbrücke sorgte bereits für zahlreiche Unfälle von Radfahrern. Zur Eröffnung der Brücke 2011 traute sich selbst Baubürgermeister Marx wegen der erheblichen Glätte nicht, die Brücke auf dem Rad zu queren.