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Zellescher Weg 2013Stell dir vor, es sind Bauarbeiten und keiner merkt es! Nein, das darf nicht sein, nicht in Dresden, nicht für Radfahrer. Was man sich da nicht alles einfallen läßt, um auf die Existenz von Baustellen und die damit verbundenen Einengungen hinzuweisen!

Ein aktuelles Paradebeispiel kann seit dem 28. August 2013 auf dem Zelleschen Weg bewundert werden. Im Rahmen von Bauarbeiten ist der Radweg, dessen Benutzungspflicht aufgrund des Zustands ohnehin schon zweifelhaft ist, nicht nutzbar. Nun könnte man einfach an der vorherigen Einmündung die Benutzungspflicht aufheben und eine sichere Einfädelspur auf die Fahrbahn einrichten – schließlich ist das Fahrrad ein Fahrzeug und kein „Gehzeug“. Aber nein, der geneigte Mitarbeiter der Straßenverkehrsbehörde ist um die Gesundheit und Feinmotorik der Einwohner besorgt, geht andere Wege und bastelt einen „Weg der Sinne“.

August 2010, Baustelle Kesselsdorfer StraßeUnbeeindruckt von allen Regelwerken versteht es die Dresdner Stadtverwaltung, Radfahrer und Fußgänger gemeinsam auf einen 80cm breiten Geh- und Radweg abzudrängen. Dass man den Radverkehr im Fall dieser Baustelle nicht auf die Straße ausweichen lässt, spricht wirklich Bände. Glaubt man wirklich, auf diese Weise zur Sicherheit der Fußgänger beizutragen? Glaubt man wirklich, mit solch einer Verkehrsführung zu erreichen, dass die Menschen vom Auto aufs Fahrrad umsteigen?

Im Falle der Kesselsdorfer gibt es glücklicherweise demnächst noch eine gute Nachricht...

Update:

In der Zwischenzeit hat die Stadt die Beschilderung geändert. Radfahrer müssen nun auf die Straße, der Radweg ist auf Grund der Baustelle zwischen Malterstraße und Bühnaustraße inzwischen aufgelöst.

Seit 2007 wird an der Eisenbahnbrücke neben dem Neustädter Bahnhof gebaut. Eine Ende ist auf Monate nicht abzusehen. Im Abstand von jeweils einigen Monaten wird eins der Brückenelemente abgerissen. Für die erforderliche Baufreiheit wird dann für je ein Wochenende die komplette Brückendurchfahrt gesperrt. Soweit ist das nachvollziehbar.

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Nicht nachvollziehbar ist aber, dass seit dem Baustart der stark frequentierte, Zweirichtung-Rad-Fußweg keinen akzeptablen provisorischen Belag erhält.

dresden091022_kesselsdorfer-2-kl.jpgWie schon viele Male zuvor, hat es die Stadt wieder einmal geschafft, eine Baustelle völlig Fachgerecht abzusperren.

Radfahrer haben genug Platz, werden sicher um die Baustelle herumgeführt, müssen nicht absteigen und auch keinen Verkehrszeichen ausweichen, die zufällig mitten auf dem Weg stehen.

So sehen "Fahrradhighways" aus. In Dresden aber nicht. Hier ist immer alles ganz besonders anders.

bautzner strasse

Seit einiger Zeit wird die Bautzner Straße Richtung Bühlau ausgebaut. Diese Straße ist auch eine wichtige Verbindung für Radfahrer Richtung Bühlau, Weißig und Ullersdorf. Während der Bauphase, die noch bis November andauern soll, ist die Strecke ersatzlos für den Radverkehr gesperrt.

Die Dresdner Stadtverwaltung, verantwortlich für die Organisation solcher Baustellen, sieht scheinbar keinen Handlungsbedarf: Eine Umleitung für Radfahrer gibt es nicht. Reagiert die Stadtspitze so darauf, dass immer mehr Menschen in Dresden mit dem Rad fahren?

Update: Nach unserem Hinweis und zahlreichen Beschwerden betroffener Radfahrer hat die Stadtverwaltung das Verbotsschild weggeräumt.

lego

Immer wieder sind die Kollegen vom Straßen- und Tiefbauamt so freundlich, unbescholtene Radfahrer ohne vorherige Ankündigung in Situationen zu bringen, bei denen niemand mehr genau weiß, wie ein korrektes Wohlverhalten im Straßenverkehr aussehen kann.

Um die Resonanz ...

2008_07_17_Guentz4.JPGAn der Kreuzung der Güntzstraße mit der Pillnitzer Straße wird derzeit heftig gebaut. Fährt man von der Albertbrücke zum Lennéplatz, so zeigen sich gute Ansätze aber auch schlechte Wegeführungen.

2008_07_03_KuelzRing2.JPGEs wird am Dr.-Külz-Ring gebaut und der Radfahrstreifen endet einfach so. Zwar muss man nicht wie anderswo über den Bordstein fahren um die Fahrt auf der normalen Fahrbahn fortzusetzen, aber eine Aufhebung der Trennlinie wäre schön, weil man sich dann normal einfädeln könnte (Reißerschlussverfahren). Das wurde vor einiger Zeit z. B. an der Wilsdruffer Straße so gemacht.


2008_07_12_Radeburger.jpgLetztes Wochenende wurde der Fahrbahnbelag auf der Radeburger Straße, Höhe Meinholdtstraße, ausgetauscht, Der Kfz-Verkehr wurde auf eine Fahrspur begrenzt. Auch dem Radverkehr wurde eine Spur weggenommen, nur dass es hier die einzige Spur ist. Ein Vorbeikommen an dem aufgestellten Schild ist ohne Absteigen auf dem schmalen Weg nicht möglich. Und während die Bauarbeiten am Montag Geschichte waren, steht das Schild heute (am Donnerstag) immer noch da.

 

2008_07_17_Hansastrasse.JPGÜber die Baustelle unter der Eisenbahnbrücke hatten wir ja schon mehrfach berichtet. Da der rechtsseitige Fußweg in Richtung Antonstraße derzeit vollständig gesperrt ist, werden Fußgänger vorzeitig mit einem Absperrgitter darauf hingewiesen die Straßenseite zu wechseln. Nur warum muss dafür der Radweg gesperrt werden? Und was machen Fußgänger, die zur Eisenbahnstraße nach rechts abbiegen wollen?

080417_gr-garten_200.jpgAuf der Hauptalle aus dem großen Garten kommend, kreuzt man die Karcherallee und fährt geradewegs auf die Winterbergstraße. Als Bestandteil der beschilderten Radroute Ost-West hat man an dieser Stelle den aus dem Großen Garten kommenden Radfahrern sogar eine Ampel und einen neuen Fahrradrouten-Wegweiser hingestellt.

Nun wird an diesem Platz ("An der Pikardie") aber gebaut, und zwar so, dass die gesamte Front zum Großen Garten "gesperrt" ist und die beiden Ampel-Querungen nicht nutzen kann. Wo man stattdessen langfahren könnte, und vor allem wo man die Karcherallee dann queren kann, bleibt im Dunkeln.

Die Baustellenzäune waren wegen dem Baubetrieb zum Glück offen, sodass man durchfahren kann. Angesichts der Gefährdung und des spitzen Schotters zur Verfüllung der Baugrube ist das offenbar aber nicht so gedacht. An Offroad-Schlammfahrten sind die Großen-Garten-Durchquerer aber sowieso gewöhnt, da kann diese letzte Stelle dann als Abschlusswertung gesehen werden.

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Wieder einmal haben wir einen Hinweis bekommen. Baustellen sind nach wie vor für Radfahrer ein Problem, oder sind die Radfahrer das Problem und immer nur im Weg...?

Dresden Budapester Straße in Höhe der Haltestelle "Chemnitzer Straße": Weil hier gebaut wird, müssen Radfahrer eben mal sehen, wo sie bleiben. Nachts ist die Baustelle nicht zu sehen, weil unbeleuchtet, am Tage soll man scheinbar über die Wiese oder durch die Haltestelle fahren.

Die Dresdner Stadtverwaltung, verantwortlich für die Organisation solcher Baustellen, sieht scheinbar keinen Handlungsbedarf: Eine Umleitung für Radfahrer gibt es nicht.

080529_Bauarbeiten_Albertplatz_klein.jpgWie es aussieht, werden derzeit am Albertplatz die Auflagen des Gerichtsvergleichs am Albertplatz umgesetzt (siehe Speiche 02/2008). Der Fuß- und Radweg ist ohne erkennbare Alternative voll gesperrt. Und da mich gestern noch ein weiterer Falschparker behinderte, gilt jenen die heutige Meldung.

Rückseite des Neustädter Bahnhofs - Die Hansastraße für Fußgänger und Radfahrer gesperrtDie Baustellensaison startet wieder und damit das Kabinett des Grauens. Wer vom letzten Jahr noch die Baustelle am Bahnhof Neustadt kennt und sich immer wieder erneut geärgert hat, der wird das erste Schmankerl dieses Jahres als reizende Steigerung empfinden. Dazu aus einer Mail an den ADFC Dresden

Baustelle Lennéplatz - Ungesicherter Zaun mittem auf dem Radweg

Die Absicherung der Dresdener Baustellen der aktuellen Woche läßt vermuten, dass inzwischen ein harter behördeninterner Kampf um den Titel "Baustelle der Woche" entbrannt ist. Die Entscheidung fiel uns diesesmal  wirklich nicht leicht, aber der 1. Preis geht diese Woche an den neuen Radweg auf dem Lenneplatz. Hier gelang es mühelos mehrere etwa 50 cm breite Löcher auf dem nebenliegenden Gehweg mit 2,50 m breiten Absperrgittern zu sichern so, dass die Unbenutzbarkeit des Radweges garantiert wird - eine einfache Lösung für ein komplexes Problem.

Baustelle Könneritzstrasse

Auf dem Radweg steht ein Zaun ohne Reflektoren - abends nicht zu sehen. Viel Spaß beim Reinfahren!

Die hier völlig unproblematische Fahrbahn wird Radfahrern verboten. Wieso?

Der schmale Radweg auf der anderen Seite wird Zweirichtungsgeh- und -radweg. Schon für normale Radfahrer viel zu eng, wie sollen sich erst Radfahrer und Rollstuhlfahrer oder gar zwei Radfahrer mit Kinderanhänger begegnen?

Das einzig Richtige wäre, Radfahrer auf die Fahrbahn zu leiten. Bei Tempo 30 für Autofahrer ist das kein Problem. Aber nein, nicht in Dresden. Wer mit dem Auto fährt, den darf man nicht bremsen!

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Auch an der Unterführung der B170 am Bahnhof Dresden Neustadt wird derzeit gebaut. Der bisherige Radweg ist beidseitig in "Fußweg, Fahrrad frei" umgewandelt worden. Wer keine Lust hat Schrittgeschwindigkeit zu fahren, sollte also auf die Straße wechseln, was mangels gesicherter Einfädelung auf die Fahrbahn keinen Spaß macht. Man mag sich vielleicht damit trösten, dass es eine solche ja bisher auch nicht gab und man beim Einfädeln jetzt wenigstens freie Sicht nach hinten hat, wenn man in Richtung Innenstadt möchte. Vorn an der Kreuzung mit der Antonstraße ist diese ja durch die Pfeiler stark eingeschränkt.

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Selbst, wenn keine Baustellen die Durchfahrt behindern, sind manche Radwege eine Zumutung. An der Karcherallee kann man ein Beispiel dafür finden. Auf der einen Straßenseite geht es durch Matsch und auf der anderen wird man, für abbiegende Autos unsichtbar, hinter Bäumen versteckt (siehe Bild). Bei jeder Einmündung stellt sich die Frage erneut, ob man wirklich nicht von einem Autofahrer übersehen wurde. Diese Frage, nicht energisch genug gestellt, kann leicht zum Verlust der Gesundheit oder des ganzen Lebens führen.

Und dann gibts dieser Tage als Bonus noch eine Dresden-typische Radweg-Baustelle dazu.

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Offensichtlich geht der Schild-Bestand an "Radfahrer absteigen" und "Radweg Ende" - Schildern in der Landeshauptstadt zur Neige. Und so behilft man sich mit dem Schild "Verbot für Fahrzeuge aller Art". Der Umstand, dass offenbar die "Radfahrer absteigen"-Schilder alle sind, wäre eigentlich Anlaß zu Hoffnungen gewesen, dass nun eine vernünftige Verkehrsführung zustande kommt. Doch wir werden wohl weiter hoffen müssen. Denn Radfahrer sind auch an der Baustelle des Lennéplatzes auch weiterhin sich selbst überlassen. Für die Fußgänger, insbesondere für Menschen mit Kinderwagen und Rollstühlen, wurde extra ein Hindernisparcours aus Schotter eingerichtet.

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Auch an der Kesselsdorfer Straße (übrigens Teil der "Radroute Nord-Süd") war eine sinnvolle Führung des Radverkehrs nicht möglich. Nicht einmal zu einem Schild hat es gereicht.

Dass dieser Radweg auch im Normalfall schon kein Vergnügen ist (führt durch Haltestellen, Wartebereiche von Fußgängern und direkt an parkenden Autos vorbei), macht die Sache nicht gerade besser.