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Der offizielle Film zur Dresdner Radnacht ist fertig. Viel Spaß beim Anschauen!

Die Erste Dresdner Radnacht war eine von uns angemeldete Fahrraddemo. Es nahmen knapp über 1100 Menschen teil. Wir demonstrierten für mehr sichere und bequeme Wege und für weniger Stress durch drängelnde Autos. Dabei probierten wir großzügig dimensionierte Fahrbahnen aus, die im Normalfall nicht legal mit dem Rad befahrbar sind. Wir wollten für kurze Zeit den Eindruck genießen, in einer Fahrradstadt zu sein. Unterwegs passierten wir auch den allerersten Radweg Sachsens, die Herkulesallee im Großen Garten.

radfahrbahn kleinPressemitteilung des ADFC Dresden e.V. vom 12.11.2017

Am Montag, den 20. November 2017, jährt sich die Einweihung des ersten Radwegs in Sachsen. Vor genau 120 Jahren, am 20. November 1897, eröffnete der königliche Gartendirektor Friedrich Bouché entlang der Herkulesallee im Großen Garten auf einer Länge von 1,5 km eine 5,5 Meter breite Radfahrbahn, den ersten Radweg im Königreich Sachsen.

Der ADFC Dresden wird anlässlich dieses Jubiläums vor Ort symbolisch ein rotes Band durchschneiden und auf die damalige Vorreiterrolle Dresdens für den Radverkehr anstoßen. "Ende des 19. Jahrhunderts war Dresden Vorreiter für den Radverkehr. Daran kann die Stadt heute dank der zusätzlichen Rad-Planer wieder anknüpfen." sagt Nils Larsten, Vorstandsmitglied im ADFC Dresden.

1897 11 20 StA VGG41 BoucheAnPolizeidir Radfahrbahn fertig ausschnittRadfahrer und Radfahrerinnen gehörten längst zum Stadtbild und wurden in den 1890'er Jahren immer zahlreicher, was mit den Vorteilen und der Serienfertigung vom neu erfundenen Niederrad mit Kettenantrieb stark zusammenhängt. Der junge Gartendirektor des Königlichen Großen Garten Friedrich Bouché war in seinem Wirken sehr damit bemüht, den Großen Garten zu einem Besucherpark zu machen und für alle Erholungssuchende zu öffnen. Folgerichtig entschied er sich zusammen mit dem für den Garten damals zuständigen Königlichen Sächsischen Finanzministerium eine Radfahrbahn zu bauen. Die Radfahrbahn sollte Radfahren auf ebener Oberfläche ohne Störungen vom Pferde- und Kraftverkehr ermöglichen. Bouché schrieb später, dass es die erste Radfahrbahn in einem deutschen Park war. Sicher ist, dass die Radfahrbahn im Großen Garten ein von den alleresten Radwegen in Deutschland war. Am 20. November 1897 wurde er dem Verkehr übergeben, wie der Brief von Gartendirektor Bouché an die Polizeidirektion sowie die amtlichen Veröffentlichung der Fahrordnung in den Tageszeitungen belegen.

radwatch karteSeit heute kann man in der interaktiven Karte von Radwatch Dresden - ein Bündnis des ADFC Dresden und engagierten Radfahrerinnen - den Umsetzungsstand des Radverkehrskonzeptes einsehen. Gemeinsam fordern wir die Umsetzung des Konzeptes bis 2025. Durch eine Kommentarfunktion und ein persönliches Anschreiben an die Stadt kann der Prozess kritisch begleitet werden. Anschauliche Geschichten radfahrender Dresdnerinnen und Dresdner, die ab heute bis Ende des Jahres gepostet werden, machen auf einige der Problemstellen aufmerksam, die mit dem Radverkehrskonzept umgesetzt werden sollen.

Die Karte www.radwatch-dresden.de stellt das Konzept in der Form vor, wie es vom Stadtrat zur Umsetzung beschlossen wurde. Der Stadtrat beauftragte die Verwaltung, das Konzept mit Vorschlägen aus den Ortschaftsräten und Ortsbeiräten fortzuschreiben, was der ADFC begrüßt. Wenn die Stadt eine (ggf. aktualisierte) Fassung im Themenstadtplan veröffentlicht, was geplant ist und von uns ebenfalls sehr begrüßt wird, aber noch nicht geschehen ist, dann wird es zwei Darstellungen des Radverkehrskonzeptes geben. Das wird sicherlich für alle Interessenten und Beteiligten nützlich sein, weil die jeweiligen Vorteile der Darstellungen sich konstruktiv ergänzen können.

Die persönlichen Geschichten werden laufend unter www.instagram.com/radwatchdd ab heute bis Ende 2017 veröffentlicht. #wannrolltsinDD

wheelie gelb webPressemitteilung des ADFC Dresden e.V. vom 7.11.2017

Während in Bonn die Staats- und Regierungschefs über das Klima verhandeln, hat der ADFC Dresden gemeinsam mit engagierten Radfahrerinnen die Initiative Radwatch Dresden ins Leben gerufen. Die Aktivisten fordern engagierteren Schritte ihrer Stadt für mehr Sicherheit und Attraktivität der Radinfrastruktur. Dies soll nicht nur dem Klima zugute kommen, sondern durch weniger Lärm und Abgase auch allgemein zu mehr Lebensqualität in der Stadt beitragen.  Die Initiative möchte mit anschaulichen Geschichten radfahrender Dresdnerinnen und Dresdner und einer interaktiven Monitoring-Karte auf die stockende Umsetzung des Radverkehrskonzeptes aufmerksam machen.

Im Winter 2017/18 wird die Landeshauptstadt Dresden das erste mal auch den Elberadweg in das Winterdienstprogramm aufnehmen. Auf der linkselbischen Seite wird der Weg zwischen Steinstraße und Blauem Wunder räumen, rechtselbisch wird zwischen Waldschlößchenbrücke und der Pieschener Molenbrücke der Weg geräumt.

Der Winterdienst auf dem Elberadweg geht zurück auf eine Initiative des ADFC, der seit mehreren Jahren ein ganzjährig befahrbares Winternetz für den Radverkehr fordert. Gemeinsam mit der Mehrheit im Dresdner Stadtrat konnten wir einen Antrag zum Winterdienst auf Radwegen voranbringen. Die Räumung eines innerstädtischen Abschnitts des Elberadwegs ist der erste Teil des ganzjährigen Radnetzes. Für den Rest der Stadt wird aktuell ein Konzept erarbeitet.

www.dresden.de: Dresden ist gut auf den Winter vorbereitet

Anlässlich des 200-jährigen Fahrradjubiläums zeigt das Verkehrsmuseum Dresden vom 30. September 2017 bis zum 18. März 2018 eine Sonderausstellung zum Thema Fahrrad. Unter dem Titel „Ich.Fahr.Rad.“ werden vom Kinderrad zum Alltagsrad, über das BMX-Bike, Mountainbike und Rennrad als Sportgeräte, bis zum Fahrrad der Dresdner Polizeistaffel zahlreiche Fahrräder und deren Geschichten vorgestellt.

Auch „Frieda“ das kostenlose Leihlastenrad des ADFC, ist in der Ausstellung zu sehen, inklusive interessanter Geschichten rund um das Projekt und die Mobilitätsmöglichkeiten mit Lastenrad in Dresden.

Die unterschiedlichen Eigenschaften der Exponate, beispielsweise das Fahrgefühl bei einem Cruiser und einem Rennrad, lassen sich auf einem angelegten Rundparcours „erfahren“. Daneben erwarten die Besucher Mitmach-Stationen, wo jeder einmal so richtig in die Pedale treten kann.

Ich. Fahr. Rad. Verkehrsmuseum Dresden, 30.9.2017 – 18.3.2018.
Geöffnet Dienstag – Sonntag, 10 – 18:00 Uhr, Eintritt: 9 Euro / 4 Euro

Radnacht-PostkarteBald wird sich das Gefühl verbreiten, in den Straßen Dresdens seien nur noch Menschen auf Fahrrädern unterwegs! Die ERSTE DRESDNER RADNACHT am Freitag, den 22. September wird eine riesige, gemütliche Fahrraddemo sein. Seid dabei und bringt auch Freunde und Verwandte mit!

Programm
18:00 - 19:00 Uhr am Postplatz: Begleitet von Livemusik (Band: Krambambuli) startet die Fahrt durch die Stadt. Alle ADFC-Lastenräder von Frieda&Friedrich sind vor Ort. Es ist eine gute Gelegenheit, um ins Gespräch mit anderen Fahrradbegeisterten zu kommen. Für Kinder ist auch eine Aktivität vorbereitet. Der Dresdner Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain hält eine kurze Rede und auch Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen steht vor Ort zur Verfügung. Kurz vor 19:00 Uhr bereiten wir uns vor und brechen auf Richtung Theaterplatz und Terrassenufer.

19:00 - 21:30 Uhr: Wir fahren gemütliche 20 km durch die Stadt. Wir spielen Musik, laden aber jeden herzlich ein, eigene Musik zu machen oder gar Musikinstrumente mitzubringen. Nur bei der Durchfahrt des Großen Gartens müssen wir absolut leise sein und zuhören, weil die Staatskapelle im Palais spielt. Hier gilt es für uns, einen der großen und unterschätzten Vorzüge des Fahrrads zu beweisen: Seine Lautlosigkeit.

Ende August wurde im Petitionsausschuss die im April vom ADFC initiierte Petition zum Bischofsweg behandelt. Der ADFC Dresden erhielt die Möglichkeit, seine Position ausführlich zu erläutern. Die Sitzung leitete Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain, was die Bedeutung unterstreicht, die der Sache von Seiten der Stadtverwaltung eingeräumt wird.

Der Baubürgermeister präsentierte eine überarbeitete Planung, mit der wesentliche Kritikpunkte beseitigt werden: Der Radverkehr soll nun in allen Richtungen sicher über die Kreuzung geführt werden. Vor der Biosphäre wird die Haltestelle so gestaltet, dass man mit dem Rad nicht mehr zwei mal die Schienen kreuzen muss.

radnacht webAm Freitag, den 22. September laden wir ganz Dresden zur ersten Dresdner Radnacht ein. Einmal unbehelligt mit dem Fahrrad durch die Nacht gleiten! Einmal das Gefühl bekommen, in einer Fahrradstadt zu sein! Einmal mit sehr vielen Gleichgesinnten zusammen auf dem Rad die Stadt erobern! 

Auch im Alltag könnte das ganz schön sein! Mit dem Rad am Stau vorbei, auf sicheren Wegen. Ohne Gefahren, ohne Stress, ohne störende Autos! Es wird Zeit, dass das nicht nur zur Radnacht möglich ist.

Die Fahrt führt über mehrere Straßenabschnitte, die sonst exklusiv für den Autoverkehr reserviert sind und über den ersten Radweg Deutschlands: Die Herkulesallee im Großen Garten. Lass uns gemeinsam die Vorzüge des Fahrrads in der Stadt zeigen: Während der ca. zweistündigen Fahrt begleitet uns absolute Ruhe, frische Luft und eine fröhlich-entspannte Stimmung. Wenn wir gehört haben, wie das Gras am Straßenrand wächst, werden wir die Ruhe durch schöne Musik tauschen.

Damit die erste Dresdner Radnacht ein voller Erfolg wird sammeln wir Spenden, u.a. für mitfahrende Musiker, Rettungssanitäter und für die Sicherheit. Bitte unterstützen Sie uns!

Hier gibt es die Radnachtplakate als pdf zum selber drucken:

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Schon sieben Jahre ist es her, da startete der ADFC eine Petition und sammelte Unterschriften für Radfahrstreifen auf der Albertstraße. "Auch Albert, Carola und Peter wollen radfahren" hieß das Motto, welches auf eine durchgängige Radverbindung vom Albertplatz bis zum Hauptbahnhof anspielt. Eine Visualisierung musste her, die es schließlich sogar bis in die BILD-Zeitung schaffte. Groß war der Aufruhr damals: Man könne doch nicht einfach Autospuren wegnehmen!

Überraschend fand sich die Route dennoch schnell in allen möglichen Konzepten wieder: Angefangen vom Radverkehrskonzept Innenstadt über den Verkehrsentwicklungsplan 2025plus, den Rahmenplan Innere Neustadt bis zum Lärmaktionsplan - überall ist vom Ausbau des Radverkehrs auf der Albertstraße die Rede. Etwas weniger überraschend passierte dann: längere Zeit erstmal gar nichts.

Letzten Mittwoch hat der Baubürgermeister auf einer Pressekonferenz die aktuellen Planungen zur Albertstraße vorgestellt: Ein großer Erfolg für den langen Atem des ADFC, der seit 2010 das Thema immer wieder im Gedächtnis gehalten hatte. Während in stadtauswärtiger Richtung eine Autospur wegfällt, wird die Zweispurigkeit für den Autoverkehr in Richtung Innenstadt beibehalten. Dadurch entsteht zwischen Albertplatz und Carolaplatz ausreichend Platz für Radfahrstreifen. In stadtauswärtiger Richtung wird der Radverkehr auch im Bereich des Albertplatzkreisels auf Radfahrstreifen geführt, nicht mehr auf gemeinsamen Geh- und Radwegen wie bisher. Den Baubeginn gab die Stadtverwaltung mit dem dritten Quartal 2018 an.

Petitions-Übergabe an Bürgermeisterin KaufmannPressemitteilung des ADFC Dresden e.V. vom 7. Juni 2017

Heute übergab der ADFC 973 Unterschriften an Bürgermeisterin Kaufmann, die in Vertretung den Vorsitz der heutigen Sitzung des Stadtratausschusses für Petitionen und Bürgerbeteiligung hatte. Zusätzlich zu den 1787 Online-Unterschriften auf dresden.de haben also 2760 Bürgerinnen und Bürger die ADFC-Petition "Sichere Radverkehrsführung auf dem Bischofsweg" unterstützt. Die Petition konnte zwischen 11. April und 24. Mai unterzeichnet werden.


Im Foto: Bürgermeisterin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Wohnen Dr. Kristin Katrin Kaufmann und Vorstandsmitglied des ADFC Dresden e.V. Nils Larsen.

Gleich an mehreren Stellen des Elberadwegs verbessert die Stadt die Sicherheit und den Komfort für Radfahrer. An der Marienbrücke duldete die Stadt über Jahre einen illegalen Parkplatz. Der Elberadweg wurde dabei als Zufahrt genutzt, nicht selten wurden Radfahrer und Fußgänger bedrängt. Nun reapriert die Stadt die marode Fläche und sorgt in dabei für eine klare Trennung von Elberadweg und Parkplatz. Seit 10. Mai ist der Bereich unter der Marienbrücke dafür nun gesperrt. Während der Bauarbeiten wird der Radverkehr auf einem provisorischen Weg an der Baustelle vorbei geleitet.

Auch am Blauen Wunder ist auf linkselbischer Seite seit Mitte Mai das Parken verboten. Obwohl das Parken unterhalb des "Schillergartens" ohnehin nie erlaubt war, hat es sich in den letzten Jahren dennoch eingebürgert. Die bis 2014 regierende Stadtratsmehrheit aus CDU, FDP und Bürgerfraktion beschlossen vor einigen Jahren im Stadtrat, das illegale Parken im Landschaftsschutzgebiet durch die Errichtung eines Parkplatzes zu legalisieren. Während die Stadtverwaltung an einer Planung für dieses Vorhaben arbeitete zeigte sich, dass sich die Stelle zum einzigen Unfallschwerpunkt des Elberadwegs im ganzen Stadtgebiet entwickelte. Auch der ADFC hat in der Vergangenheit mehrfach darauf hingewiesen, dass die Verkehrssicherheit an dieser Stelle Priorität vor den Interessen des Biergartenbetreibers haben müsse.

Am 19. Mai gab das Bundsverkehrsministerium gemeinsam mit dem ADFC Bundesverband die Ergebnisse des Fahrradklima-Tests bekannt. Die Bilanz ist insgesamt durchwachsen bis ernüchternd. In vielen Städten Deutschlands zeigen die Ergebnisse Stagnation und Ernüchterung bei den Radfahrern. Auch der Spitzenreiter Münster ist in der Bewertung weiter abgerutscht, nachdem er schon beim vorletzten Durchgang der großen ADFC-Befragung die Note nicht halten konnte. Dass die "Radfahrhauptstadt" dennoch Platz 1 der Großstädte halten kann, zeigt vor allem, dass Münster hier eher im Trend liegt. Die große verkehrspolitische Wende scheint nicht nur auf Bundesebene, sondern auch in vielen Kommunen noch auf sich warten zu lassen.

Nichtsdestrotz ziehen einige Städte mit hohem Tempo nach vorn. Wuppertal und Bochum sind die zwei Aufholer, die im letzten Fahrradklima-Test auf Platz 32 bzw. 37 standen und sich nun auf die Plätze 16 bzw. 23 vorgearbeitet haben. Wenn eine Stadtverwaltung will, kann sie eine Menge zustande bringen.

Es zeigt sich, dass die neue Stadtratsmehrheit bei den Radfahrern bisher offenbar nicht punkten konnte, obwohl die Förderung des Radfahrens ein ausdrücklich erklärtes Ziel war. Dass der ADFC trotz vermeintlich fahrradfreundlicher Mehrheiten eine Petition für Radwege am Bischofsweg starten muss, weil Rat und Verwaltung dem eben erst beschlossenen Radverkehrskonzept aktiv entgegenarbeiten, zeigt, wie wenig aktive Schritte für eine klare Förderung des Radverkehrs sich Dresden bisher zutraut.

So wundert es kaum, dass die Stadt mit einer Gesamtnote von 4,09 vom 20. Platz der 39 Großstädte über 200.000 Einwohner im Jahr 2014 nun auf Platz 25 abgerutscht ist. Etwas besser sieht es in Leipzig und Chemnitz aus, die ihre Plätze 9 und 14 im Vergleich zu 2014 immerhin halten konnten.

Besonders auffällig sind in Dresden die "großstadttypischen Themen": Ampelschaltungen für den Radverkehr (Note 4,7), Radverkehrsführung an Baustellen (Note 4,8), der Fahrraddiebstahl (Note 4,8) sowie die Kontrolle von Falschparkern auf Radwegen (Note 4,9). Unterdurchschnittlich schneidet Dresden auch bei der Öffnung von Einbahnstraßen für den Radverkehr mit Note 3,3 ab. Neben der Reinigung der Radwege (Note 4,4) fällt auch der nicht vorhandene Winterdienst auf Radwegen mit Note 5,2 ins Auge, der Elbflorenz bundesweit den letzten Platz der Großstädte einbringt.

Schwacher Trost: Immerhin beim Fahrraddiebstahl und der Fahrradmitnahme im ÖPNV schneidet die Landeshauptstadt besser als Leipzig ab. Auch die Frage nach der Verfügbarkeit öffentlicher Leihradsysteme wurde mit Note 2,7 gut bewertet.

Das Potential Dresdens als fahrradfreundliche Stadt ist groß. Mit dem Elberadweg existiert praktisch das Grundgerüst für eine vom Autoverkehr abgetrennte, attraktive Radroute quer durch die Stadt. Die Topografie ist günstiger als in vielen anderen Städten Deutschlands und für die nötigen Investitionen ist erst in dieser Woche ein Haushaltsüberschuss von 68 Millionen Euro gefunden worden. Könnte das nicht die erste Rate für ein großes Programm für mehr Verkehrssicherheit und komfortablere Radverkehrsinfrastruktur sein? Nicht nur der Körnerweg harrt bereits über 20 Jahre einer Sanierung.

Alle Städte, alle Zahlen auf www.fahrradklima-test.de
Pressemitteilung des ADFC-Bundesverbandes zum ADFC-Fahrradklima-Test

Petition des ADFC läuft noch bis 20. Mai

Pressemitteilung des ADFC Dresden e.V. vom 16. Mai 2017

 

Noch bis zum 20. Mai sammelt der Allgemeine Deutsche Fahrrad Club Dresden (ADFC) Unterschriften für eine sichere Radverkehrsführung am Bischofsweg zwischen Dammweg und Förstereistraße. Weil die bisherigen Planungen zur Königsbrücker Straße, die diesen Abschnitt des Bischofswegs mit betreffen, kein sicheres Angebot für Radfahrende enthielten, hatte der ADFC Mitte April eine Petition gestartet. 2400 Unterschriften sind in den letzten vier Wochen zusammengekommen, davon über 1600 auf dem Petitionsportal der Stadt Dresden.

 

Zur Bürgerversammlung Königsbrücker Straße am 24. April sicherte Dresdens Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain dem ADFC zu, dass dieser in die Planung des Radverkehrs an der Kreuzung Königsbrücker Straße / Bischofsweg eingebunden wird. "Bisher ist die Stadtverwaltung trotz der Zusage leider noch nicht auf uns zugegangen" sagt Nils Larsen, Vorstandsmitglied des ADFC Dresden. "Wir sammeln deshalb weiter. Schon die aktuelle Resonanz übertrifft unsere Erwartungen deutlich. Die Petition bringt die nötige Bewegung in die Planung am Bischofsweg."

 

Hintergrund:

 

Bereits seit Juli 2016 versucht der ADFC Stadtverwaltung und Stadträte von einer Lösung mit Radfahrstreifen im Bischofsweg zu überzeugen. Durch die Trennung der Fahrspuren kommen sich Radfahrer, Fußgänger und Autofahrer weniger in die Quere.

 

Bisher sah die Planung der Stadt vor, die aktuelle unsichere Situation für viele Jahre zu zementieren. Denn die Vorschläge des ADFC für den Bischofsweg an die Stadt wurden bisher nicht aufgegriffen. Der ADFC hält die Markierung von Radfahrstreifen im Kreuzungsbereich sowie im Bereich des Bischofswegs für dringend erforderlich. Neben der Tatsache dass die Strecke dann für Radfahrer sicherer und attraktiver wird, verweist der Fahrradclub vor allem auch auf die Vorteile für Fußgänger: "Wenn nicht mehr auf den Gehweg ausgewichen wird, haben natürlich vor allem die Passanten auf dem Gehweg etwas davon." so Larsen. Auch das Radverkehrskonzept der Landeshauptstadt Dresden sieht Radverkehrsanlagen über die Kreuzung an der Schauburg in allen Richtungen vor.

 

Im März 2017 führte der Fahrradclub eine Zählung des Radverkehrs durch, die ergab, dass den Bischofsweg täglich mehr Radfahrer passieren als den Elberadweg. Über die Hälfte weichen aus Angst vor den unsicheren Bedingungen im Mischverkehr mit Autos und Straßenbahnen auf den Gehweg aus. Um seinen Argumenten Nachdruck zu verleihen, startete der ADFC schließlich eine Petition, die inzwischen von über 2000 Menschen unterzeichnet wurde.

 

In der Bürgerversammlung zur Königsbrücker Straße Ende April kündigte der Baubürgermeister die Einplanung von Radverkehrsanlagen an. Auch der ADFC sollte nun besser eingebunden werden, versprach die Stadtverwaltung.

 

Weitere Informationen:

- Petition auf dresden.de

- Petitionstext als pdf

- Pressemitteilung des ADFC mit Skizze vom 17. März 2017

Ein Erfolg für Stadtrat, Baubürgermeister und ADFC gleichermaßen: Die Landeshauptstadt Dresden hat die ersten Radverkehrsplanerstellen im Stadtplanungsamt und im Straßen- und Tiefbauamt ausgeschrieben.

Schon einige Jahre schiebt Dresden eine Liste geplanter Bauprojekte, einen nicht ganz unerheblichen Etat für Radverkehrsmaßnahmen vor sich her und ruft Radverkehrs-Fördermittel des Freistaats nicht ab. Immer wieder war in den letzten Jahren aus Kreisen der Verwaltung wie auch des Stadtrats zu hören, dass dies vor allem an fehlenden Planer-Kapazitäten für Radverkehrsmaßnahmen liegt, sodass zahlreiche Einzelmaßnahmen für den Radverkehr in der Konkurrenz mit anderen Bauprojekten immer wieder verschoben wurden.

Der ADFC war sich mit der Mehrheit des Stadtrats schnell einig: Die politisch gewollte Konzentration auf den Radverkehr muss sich auch in der personellen Ausstattung der zuständigen Ämter widerspiegeln. Es folgte ein hartes Ringen des Stadtrats, dessen Mehrheit sich schließlich dazu entschloss, 6 neue Stellen für Radverkehrsplaner im Stellenplan aufzunehmen. Verteilt über verschiedene zuständige Abteilungen, sollen vier davon dieses Jahr, zwei 2018 ausgeschrieben werden.

Die ersten dieser neuen Stellen werden nun besetzt. Interessierte Verkehrsplaner, Bauingenieure oder Absolventen einer vergleichbaren Fachrichtung können sich noch bis zum 24. Mai bzw. 2. Juni 2017 bewerben.

Sachbearbeiter / ‐in Verkehrsanlagenplanung Radverkehr auf www.dresden.de
Sachbearbeiter / ‐in Radverkehrsplanung auf www.dresden.de
Sachbearbeiter / -in Radverkehr auf www.dresden.de

Eine wachsenden Zahl von Unternehmen und öffentlichen Arbeitgebern setzt auf Fahrradfreundlichkeit. Sichere Abstellanlagen, Dusch- und Umkleidemöglichkeiten sowie die Motivation der Mitarbeiter, den Weg zur Arbeit mit dem Fahrrad auszuprobieren: All das liegt seit einigen Jahren stark im Trend. 

Denn wer regelmäßig mit dem Rad zur Arbeit kommt ist motivierter und weniger krank. Auch sind Unternehmen gut beraten im Rennen um die besten Köpfe die Belange einer zunehmenden Anzahl Rad fahrender Mitarbeiter im Auge zu haben.

Für alle Fragen rund ums Rad bietet der ADFC Unternehmen Beratung an. Für Firmen und Institutionen, die gezielt eine fahrradfreundliche Infrastruktur auf- oder ausbauen wollen – oder aber ihr bisheriges Engagement durch professionelle Begutachtung gewürdigt sehen möchten ist eine Betriebsberatung des ADFC eine sinnvolle Idee. Mehr Informationen zur Beratung und einen Selbsttest finden Sie auf www.fahrradfreundlicher-arbeitgeber.de.

Seit einer Woche sammelt der ADFC Unterschriften für eine Petition, mit dem Ziel, dass im Rahmen des Bauvorhabens Königsbrücker Straße auch am Bischofsweg Radverkehrsanlagen eingeplant werden.

"ADFC will Radwege" ist dabei nur die halbe Wahrheit: Der aktuelle Planungsstand der Kreuzung Bischofsweg / Königsbrücker Straße ohne separate Führung des Radverkehrs ist ein neu geplanter Unfallschwerpunkt mit Ansage. Wie so ein Unfall typischerweise aussehen könnte, hat der ADFC nun mit einem 3D-Modell visualisiert (Klick auf das Bild vergrößert die Ansicht).

Denn ähnliche bauliche Situationen, wie sie jetzt am Bischofsweg geplant sind, existieren in Dresden bereits und führten in den letzten zwei Jahren zu zwei tödlichen Unfällen. Verkehrsplanung und Kommunalpolitik tragen hier zweifellos einen Anteil an der Verantwortung. Auch in dem vor vier Wochen beschlossenen Radverkehrskonzept sind deshalb zur Sicherung des Radverkehrs auf dem Bischofsweg Radfahrstreifen vorgesehen.

Von einer Maximalforderung oder dem üblichen Geplänkel zwischen einem Lobbyverband und der Politik zu sprechen geht in diesem Fall am Kern der Sache vorbei. Was der ADFC von der Stadt Dresden erwartet, ist nicht mehr und nicht weniger als die Einhaltung elementarer Regeln der Verkehrsplanung. So fordert das Radverkehrs-Planungswerk "ERA" (Empfehlungen für Radverkehrsanlagen), dass die Vorrangverhältnisse an Knotenpunkten für alle Verkehrsteilnehmer stets eindeutig zu begreifen sind. Auch sollen Radverkehrsanlagen nicht im unmittelbaren Umfeld von Kreuzungen enden. Um tödliche Verkehrsunfälle wie den vor gut einem Jahr an der Bautzner/Rothenburger Straße oder 2015 auf der Bodenbacher Straße zu verhindern ist eine separierte Radverkehrsführung über die Königsbrücker Straße elementar wichtig.

Unterstützen Sie die ADFC-Petition "Sichere Radverkehrsführung auf dem Bischofsweg"

Heute hat der ADFC Dresden eine Petition für beidseitige Radwege auf dem Bischofsweg zwischen Dammweg und Förstereistraße gestartet. Die bisherigen Planungen der Königsbrücker Straße enthalten auf dem Bischofsweg keine durchgängigen Radwege, besonders Richtung Osten ist das Kreuzen der Königsbrücker Straße deshalb gefährlich. Um der bislang von einer großen Mehrheit der Stadträte unbeachtet gebliebenen Forderung des ADFC nach sicheren Wegen für Radfahrer mehr Gehör zu verleihen, startet der Fahrradclub nun eine Petition.

Im Zusammenhang mit der Petition wurde zur Veranschaulichung ein Banner auf dem Bischofsweg entrollt, welches einen möglichen Straßenquerschnitt mit Radwegen veranschaulicht. Täglich queren den Bischofsweg an dieser Stelle um die 3.500 Radfahrer und 10.000 Autos sowie zahlreiche Straßenbahnen und Fußgänger.

Die Petition des ADFC ist in den ersten zwölf Stunden bereits über 300 mal unterzeichnet worden und kann auf www.dresden.de mitgezeichnet werden.

Es gibt auch die Möglichkeit, die Petition auszudrucken und selbst Unterschriften zu sammeln

Pressemittelung des ADFC Dresden e.V. vom 6. April 2017

Am Mittwoch, den 5. April hat der ADFC am Bischofsweg, östlich der Königsbrücker Straße eine Verkehrszählung durchgeführt. Im Zeitraum von 7:00 – 19:00 Uhr passierten 2.671 Fahrräder die Zählstelle des ADFC im Bischofsweg/Ost, hochgerechnet auf 24 Stunden ergibt sich eine Zahl von deutlich über 3.000 Radfahrern. Der Bischofsweg ist als Ost-West-Verbindung damit stärker frequentiert als der Elberadweg, wo laut der Dauerzählstellen der Stadt am Zähltag 1950 Radfahrende entlangfuhren.

Bisher lagen keine aktuellen Daten vor, wie viele Radfahrer hier überhaupt entlangfahren.“ sagt Nils Larsen, Vorstand im ADFC Dresden.

Schon heute fühlen sich viele Radfahrer auf dem Bischofsweg nicht sicher, weder im Mischverkehr mit Autos, noch im Bereich der Straßenbahngleise. Die ADFC-Zählung ergab, dass 55% von ihnen auf die Gehwege ausweichen. Die aktuell vorliegende Planung berührt ernsthafte Sicherheitsinteressen aller Verkehrsteilnehmer. Neben dem besonders gefährdeten Radverkehr auf der Kreuzung und im Gleisbereich seien besonders wartende Fahrgäste an der Haltestelle auf der Nordseite des Bischofswegs betroffen, da Radfahrer dort absehbar weiter auf den Gehweg abgedrängt werden sollen.

Deshalb beinhaltet der Vorschlag des ADFC eine Führung des Radverkehrs außerhalb der Fahrbahn von Autos und Straßenbahn. Im Bereich der Haltestelle sehen die Fahrradexperten eine „angehobene Radfahrbahn“ vor, die Radfahrer sowohl vom Straßenbahngleis als auch vom Haltestellenbereich separiert. In Dresden gibt es etwas Vergleichbares zum Beispiel am Programmkino Ost.

Die aktuelle Planung der Stadt ohne Radwege im Bischofsweg steht auch im Widerspruch zum Radverkehrskonzept, welches in den letzten drei Jahren erarbeitet und erst vor zwei Wochen vom Stadtrat beschlossen worden war. Gleich mehrere Maßnahmen zielen auf eine Radverkehrsführung im Bischofsweg. Unter anderem ist die Schaffung durchgängiger Radverkehrsanlagen zwischen Königsbrücker und Görlitzer Straße fester Teil des Konzepts.

Nils Larsen, Sprecher des ADFC Dresden ist bestürzt: „Wenn die rot-grün-rote Mehrheit im Stadtrat das Radverkehrskonzept schon nach so kurzer Zeit zu den Akten lägt, ist das für uns wirklich ein Schlag in die Magengrube. Offensichtlich ist das Radverkehrskonzept nicht das Papier wert, auf dem es gedruckt wurde."

Ich bin ehrlich gesagt etwas überrascht, dass sich ausgerechnet der verkehrspolitische Sprecher der Grünen, Johannes Lichdi, vehement gegen eine Trennung des Radverkehrs von Fußgängern und motorisiertem Verkehr an dieser Stelle einsetzt.“ Die Art und Weise, wie Lichdi im Planungsprozess der Kreuzung Königsbrücker Straße / Bischofsweg gegen elementare Sicherheitsbelange des Radverkehrs agiere und andererseits – etwa im Zusammenhang mit fehlenden Radverkehrsanlagen am Bischofsplatz – seine vermeintliche Rad-Freundlichkeit hervorkehre, grenze schon an Heuchelei, so der ADFC-Vorstand.

Dass erst der ADFC mit einer eigenen Erhebung der Radverkehrsmengen die Arbeit der Stadt machen muss, ist für uns ein Zeichen, dass die Planung an dieser Stelle noch nicht ausgereift sein kann. Der ADFC fordert deshalb weiter endlich die Einordnung einer separaten Radverkehrsführung an der Kreuzung Bischofsweg / Könisgbrücker Straße.“

Hintergrund:

Hintergrund der Zählung sind die laufenden Planungen der Stadt zur Königsbrücker Straße. Bisher ist auf der Kreuzung mit dem Bischofsweg keine separate Radverkehrsführung vorgesehen. Mit etwa 10.000 Autos und 3.000 Fahrrädern täglich sind bereits jetzt Konflikte zwischen Radfahrern, Fußgängern und motorisiertem Verkehr vorprogrammiert. Der ADFC fordert deshalb seit langem Nachbesserungen der Planung. Um die Bedeutung des Bischofswegs für den Radverkehr mit aktuellen Daten zu untersetzen fand heute die Zählung statt.

Der ADFC setzt sich für eine sichere und komfortable Kreuzungsgestaltung ein. Im März präsentierte der ADFC eine Visualisierung der Kreuzung, wie sie nach Vorstellungen des Fachverbandes aussehen könnte, um den Bereich für Fußgänger und Radfahrer deutlich bequemer und sicherer zu gestalten. Obwohl der Bischofsweg eine vergleichsweise schmale Straße ist, wäre für eine solche Lösung ausreichend Platz. Auch Verkehrsplaner und die im Planungsprozess der Königsbrücker Straße intensiv beteiligten DVB halten eine solche Variante für machbar.
Zählung des ADFC Dresden (pdf): https://sn.adfc-cloud.de/index.php/s/Vg43ANsWs2okWnn

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Meldungen zu Aktionen des ADFC Dresden

Dresden ist immer noch voll von Baustellen. Während der Autoverkehr bedacht wird, sollen sich Radfahrer einfach in Luft auflösen. Eine Führung durch die Baustelle oder abgesicherte Überleitungen auf die Fahrbahn gibt es so gut wie nie.

Die Unwissenheit der Bauleiter und die Ignoranz der Verantwortlichen in der Stadtverwaltung erzeugt viel Radfahr-Frust. Diese Sammlung soll zeigen, dass der Wahnsinn Methode hat und es sich nicht um zufällige Einzelfälle handelt.

Sie haben selbst Bilder von aktuellen Baustellen, an denen Sie sich nicht wohl fühlen? Senden Sie sie uns unter Angabe von Straße, Datum und Uhrzeit der Aufnahme an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Wir veröffentlichen sie dann hier.