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Dresden investiert in den Radverkehr
ADFC hält Rede vor Stadtrat - Radverkehrskonzept Innenstadt beschlossen

Mit nur einer Gegenstimme hat der Stadtrat in seiner Sitzung am späten Donnerstagabend das Radverkehrskonzept Innenstadt beschlossen. Es umfasst den Plan für zahlreiche Radrouten innerhalb des 26er Ringes und in den Jahren 2011 und 2012 Sofortmaßnahmen für den Radverkehr in Höhe von 1,5 Mio. Euro. Unter anderem sieht das Konzept Radfahrstreifen auf der Freiberger Straße, der Antonstraße und Bürgerwiese vor. Ebenso sollen zum Schutz des Radverkehrs meherere neue Tempo-30-Zonen eingerichtet werden. Auch sieht das Konzept vor, dass Radfahrer von der Albertbrücke nach links in die Glacisstraße abbiegen können, was bislang nicht möglich ist. Insgesamt umfassen diese "Sofortmaßnahmen" 77 Projekte verschiedener Größe.

Vor dem Stadtrat hatte auch der ADFC einige Minuten Redezeit eingeräumt bekommen. Olaf Matthies, Vertreter des ADFC Dresden betonte, dass sich der Radverkehr in Dresden seit 1990 verdreifacht hat. Ein großes Problem sei die immer noch zu hohe Zahl an Radverkehrsunfällen. Die Maßnahmen des Konzepts sorgen dafür, dass einige Unfallstellen des Radverkehrs entschärft werden. Radfahren im Zentrum wird sicherer und attraktiver. Und das ist gut für unsere Stadt. Denn Radfahrer erzeugen keinen Lärm und keinen Feinstaub und tragen so zu einer besseren Stadtumwelt bei. "Sorgen Sie für eine zügige Umsetzung des Konzepts und dafür, dass nun das Radkonzept für das gesamte Stadtgebiet zügig erstellt wird" so Olaf Matthies abschließend.

Bisher ist die Dresdner Politik, was den Radverkehr angeht, nur im Schneckentempo vorangekommen: Nachdem die Ausarbeitung des Konzeptes bereits im Sommer 2005 beschlossen worden war und der ADFC regelmäßig auf die Umsetzung dieses Beschlusses gedrängt hatte, ist der Beschluss des Stadtrats ein wichtiger Schritt, um Dresden zu einer fahrradfreundlichen Stadt zu machen. "Wir hoffen, dass die Stadt nicht nochmal fünf Jahre braucht, um die beschlossenen Sofortmaßnahmen nun auch umzusetzen", sagt Konrad Krause, Sprecher des ADFC Dresden. Lücken in der Infrastruktur und ein Teil der neugebauten Problemstellen behindern die weitere Entwicklung der umweltfreundlichsten Verkehrsart.

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